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Christina Lehr erreicht B-Finale bei Deutschen Kurzbahnmeisterschaften  [11/2015]

Nur vier Tage nach der erfolgreichen Teilnahme beim DMS-J Bundesfinale und den Gewinn der Bronzemedaille der weiblichen A-Jugend stand für den HSC der nächste große Höhepunkt an.
Vom 19. bis 22. November traf sich die Deutsche Schwimmelite in der Wuppertaler Schwimmoper, um die nationalen Titel auf der Kurzbahn auszuschwimmen und die Qualifikationsnormen zur Kurzbahn-Europameisterschaft in Israel zu unterbieten. Für den Hofheimer SC konnten sich Christina Lehr, Jana Hellenschmidt, Carolina Walch und Bettina Fuhr unter die TOP 100 der Bestenlisten der einzelnen Disziplinen schwimmen und somit bei den Deutschen teilnehmen. Bettina Fuhr verzichtete studienbedingt auf ihre Teilnahme, so dass Trainer Volker Kemmerer drei Athletinnen bei ihren Einzelstarts betreuen durfte. Zudem traten die Hofheimer Damen über 4 x 50m Freistil und 4 x 50m Lagen an, die durch Ester Rizzetto ergänzt wurden. Für die Herren sprangen Moritz Kolenbrander, Lukas Tilly, Noah Lars Gerullis und Scott McClymont über 4 x 50m Lagen ins Wuppertaler Wettkampfbecken.

Den Anfang machte Jana Hellenschmidt, die insgesamt acht Einzel- und 2 Staffelrennen absolvierte, über 400m Lagen. Wie in den Wochen zuvor fehlte ihr zunächst die Spritzigkeit, was sich vor allem in den Ausführungen der Start- und Wendenphasen zeigte. Trotzdem konnte sie nach guten 4:59,58 Minuten anschlagen und einen guten Platz 29 belegen.

Am zweiten Tag stieg Christina Lehr ins Wettkampfgeschehen ein. Nach sehr gutem Start mit schneller Tauchphase und Übergang kam sie über 100m Freistil sie nicht optimal ins Rennen. Dennoch kämpfte sie vorbildlich und beendete nach sehr guten 57,45 Sekunden die 100m Sprintstrecke, was am Ende Platz 27 in Deutschland bedeutete. Exakt die gleiche Platzierung, dieses Mal sehr überraschend, erreichte sie bei ihrem zweiten Start über 50m Schmetterling. Hier legte sie ein optimales Rennen hin und verbesserte ihre persönliche Bestzeit um 4 Zehntelsekunden auf starke 28,40 Sekunden.
Jana Hellenschmidt hatte am zweiten Wettkampftag 200m Rücken und 400m Freistil auf dem Programm. Die lange Rückenstrecke ging sie motiviert an und lag zur Halbzeit auf Bestzeitkurs. Doch nach eigenen Aussagen ging nach 75m nichts mehr. Nach soliden 2:21,28 Minuten schlug sie als 48. an. Über 400m Freistil fühlte sie sich deutlich besser. Nach guten 4:27,39 Minuten belegte sie Platz 46 und war sich sicher, dass sie noch etwas schneller gekonnt hätte.
Den Abschluss des Tages machte die 4 x 50m Freistil-Staffel. Startschwimmerin Christina Lehr übergab nach sehr guten 26,40 Sekunden an Jana Hellenschmidt, die mit Staffelbestzeit anschlug (26,92 Sekunden). An der dritten Position sprang Ester Rizzetto in Wasser, die dann nach starken 27,00 Sekunden (ebenfalls Staffelbestzeit) Schlussschwimmerin Carolina Walch ins Rennen schickte (27,84 Sekunden). Mit einer Gesamtzeit von 1:48,16 Minuten belegten die Hofheimerinnen einen guten 18. Platz.

Den dritten Tag eröffnete Jana Hellenschmidt für den HSC über 200m Lagen. Am frühen Morgen verfügte sie noch nicht über die nötige Spritzigkeit und beendete die kräftezehrenden Strecke nach 2:20,79 Minuten zunächst als Sechszehnte, was zur Finalqualifikation gereicht hätte. Doch im Verlauf der Abschnittes folgten die "langsameren" Vorläufe, in denen sich weitere Sportlerinnen in die Finals schwimmen könnten. Über 50m Rücken sprintete sie in sehr guten 30,30 Sekunden auf Platz 58. Trainer Kemmerer zeigte sich optimistisch: "Der Start war leider viel zu tief, so dass Jana wichtige Zehntelsekunden verlor und die 30-Sekunden-Marke noch nicht knacken konnte. Auf der Strecke war sie schnell genug und wirkte schon viel frischer."
Christina Lehr nutzte in den "langsameren" Vorläufen über 200m Lagen ihre Chance. Mit sehr starken 2:19,88 Minuten verbesserte sie sich um knappe zwei Sekunden und konnte sich als fünfzehntschnellste Schwimmerin für das B-Finale qualifizieren. Leider verdrängte sie damit Jana Hellenschmidt aus den Finalplätzen, die dann hochmotiviert eine neue Bestzeit über 200m Freistil schwimmen konnte und den Aufwärtstrend innerhalb der Meisterschaften bestätigen konnte. Sehr gute 2:04,83 Minuten reichten für einen guten Platz 35.
Es folgten sie Lagenstaffeln. Die Damen konnten in der Besetzung Jana Hellenschmidt (30,44 Sekunden), Carolina Walch (34,96 Sekunden), Christina Lehr (28,38 Sekunden) und Ester Rizzetto (27,21 Sekunden) den 25. Platz belegen.
Kurz darauf durften die Herren ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Den Anfang machte der Rückspezialist Moritz Kolenbrander, der nach sehr guten 28,12 Sekunden anschlug. Es folgte Lukas Tilly auf der Burstteilstrecke. Bis 40m lag er auf Kurs, um die 30 Sekunden zu unterbieten. Die letzten 10m wurde die Züge zunehmend kürzer und er bekam die Hüfte nicht mehr hoch. Trotzdem übergab er nach starken 30,19 Sekunden an Noah Lars Gerullis. Noah sprintete in sehr guten 26,28 Sekunden durch die Schmetterlingsstrecke. "Die Form ließ eigentlich auf eine Zeit unter 26 Sekunden hoffen", war sich Kemmerer sicher, jedoch konnte Noah leider nicht die gleiche Lockerheit wie im Training an den Tag legen. Den Schluss machte Scott McClymont, der nach starken 25,73 Sekunden und einer Gesamtzeit von 1:50,32 Minuten seine Mannschaft auf Rang 39 schwimmen konnte.

Am Schlusstag konnte Carolina Walch über 200m Brust mit einer Zeit von 2:40,08 Minuten und Platz 45 einen guten Eindruck hinterlassen. "Nach einer Schwächeperiode stabilisieren sich ihre Leistungen über Brust wieder. In der kommenden Trainingsphase versuchen wir dann wieder die Bestleistungen zu steigern", zeigt sich Kemmerer optimistisch.
Christina Lehr stieg am letzten tag über 50m Freistil, 100m Schmetterling und 100m Lagen auf den Startblock. Über 50m Freistil gelang ihr ein gutes Rennen. Mit 26,76 Sekunden belegte sie Platz 44. Bis knapp 80m lag sie über 100m Schmetterling auf Bestzeitkurs. Doch die letzten 20m waren sehr hart. Am Ende stand nach 1:04,09 Minuten der sehr gute Platz 34 zu buche. Nur knappe 25 Minuten später durfte Christina zum letzten Mal in Wuppertaler Wasser springen. Ein hervorragendes Rennen über 100m Lagen beendete sie in Vereinsrekordzeit (1:04,37 Minuten - Platz 18), den sie um satte 1,1 Sekunden verbessern konnte.
Einen weiteren Vereinsrekord konnte Jana Hellenschmidt erzielen. Nach guten 100m Rücken (1:05,39 Minuten), bei denen sie erneut beim Start zu tief war und somit wichtige Zehntelsekunden verloren hatte, verbesserte sie über 1.500m Freistil die alte Bestmarke um knappe 13 Sekunden auf 17:21,16 Minuten (Platz 19). Eine sehr gute Renneinteilung auf den ersten 1000m war der Garant für den Erfolg. Nach dem Rennen bemerkte sie jedoch selbstkritisch, dass sie auf den letzten 500m früher hätte Druck machen und somit noch schneller hätte schwimmen können.

Trainer Kemmerer zieht nach leicht holprigem Start ein positives Fazit nach den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften. "Alle Aktiven konnten viele Saisonbestleitungen erzielen. Zudem kommen einige persönliche Rekorde und zwei Vereinsrekorde. Allerdings wurden auch Schwächen aufgezeigt, an denen in den kommenden Wochen gearbeitet werden wird."

Autor: Volker Kemmerer

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