HSC : Aktuell : Mitteilungen: Süddeutsche Jahrgangsmeisterschaften [ Mitteilungen | Startseite HSC ]



HSC mit 13 Aktiven bei Süddeutschen Meisterschaften  [05/2015]

In diesem Jahr durften die besten Schwimmerinnen und Schwimmer Süddeutschlands in das Bundesland Bayern reisen, um auf der höchsten Süddeutschen Meisterschaftsebene Titel und Platzierungen zu erschwimmen.
In Würzburg wurden die offenen Süddeutschen Meisterschaften und die Jahrgangsmeisterschaften der älteren Jahrgänge ausgetragen. Die Jahrgangsmeisterschaften der jüngeren Jahrgänge und der Süddeutsche Schwimmerische Mehrkampf fanden in Bayreuth statt.

Moritz Kolenbrander gewinnt zweimal Bronze

Nach Bayreuth konnten die Trainer Volker Kemmerer und Eugen Matschilski mit Moritz Kolenbrander (2000), Pablo Kohlmann Garcia (2003) und Jakob Striebeck (2003) eine kleine schlagfertige Truppe entsenden. Die schwimmerische Betreuung vor Ort übernahm Landestrainer Nachwuchs Martin Lobstedt. Bei 16 Starts erzielten die jungen Hofheimer Nachwuchssportler 15 neue persönliche Rekorde. Pablo startete mit zwei sehr guten Bestzeiten über 200m Brust und 200m Lagen in den Wettkampf. An Tag zwei lief es nicht mehr optimal. Trotzdem konnte er drei weitere Bestzeiten schwimmen und sicherte sich eine guten 13. Platz in der Gesamtwertung des Schwimmerischen Mehrkampf „Brust“. Jakob trat beim „Rücken-Mehrkampf“ an. Fünf Rennen und sehr hohen Niveau bedeuteten fünf Bestmarken und einen sehr guten fünften Platz in der Gesamtwertung. Vor allem über die 50m Rücken-Beine konnte er wichtige Punkte sammeln. Moritz konnte sich im Vorfeld der Meisterschaften über sechs Einzelstrecken qualifizieren. Ziel war zunächst „nur“, sich für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Anfang Juni 2015 zu qualifizieren. Und Moritz war hochmotiviert und fischte über 50m Rücken und 100m Rücken je eine Bronzemedaille aus dem Wasser. Über 200m Rücken konnte er ebenfalls überzeugen und belegte einen sehr guten fünften Platz. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften wird Moritz über 100m und 200m Rücken für den HSC ins Wasser springen.

Hellenschmidt mit drei Jahrgangstiteln. Lehr holt Bronze in der offenen Klasse.

In Würzburg war der HSC mit 8 Schwimmerinnen und 2 Schwimmern vertreten: Nina Fischer (97), Noah-Lars Gerullis (97), Patrik Putala (97) Christina Lehr (98), Sophie Fischer (99), Jana Hellenschmidt (99), Ester Rizzetto (99), Sara Rizzetto (99), Sonja Lehr (2000) und Carolina Walch (2000). Am Beckenrand war Trainer Volker Kemmerer im Einsatz.

Der Wettkampf begann mit zwei Sprintentscheidungen - den 50m Freistil und den 50m Brust. Als erste Hofheimer Starterin durfte Sophie Fische ins Wasser. 29,17 Sekunden über 50m Freistil waren nur knapp über Bestzeit. Auch Sara (28,74 Sekunden) und Ester Rizzetto (28,42 Sekunden) starteten gut in den Wettkampf. Mit persönlicher Bestzeit über 50m Freistil begann Jana Hellenschmidt (27,66 Sekunden). Die erste HSC-Medaille sicherte sich Christina Lehr. Nach verhaltenem Start und soliden 27,33 Sekunden gewann sie Silber über 50m Freistil. Für Patrik Putala bedeuteten die 26,23 eine sehr gute Zeit, da er wegen der Abiturprüfungen und Verletzung nicht im gewohnten Umfang trainiert hatte.
Auf der Bruststrecke stiegen Sonja Lehr in 36,81 Sekunden und Carolina Walch in 37,19 Sekunden aus dem Wasser. Sonja bestätigte ihr momentanes Leistungsvermögen, bei Carolina deutete sich bereits hier an, dass sie durch einen grippalen Infekt deutlich geschwächt war. Sie trat dann noch über 100m Schmetterling (1:09,30 Minuten) und 200m Brust an, wo sie in 2:44,84 Minuten den fünften Platz belegte, bevor Trainer und Eltern entschieden, dass der Wettkampf im Sinne der Teilnahme an den DJM abgebrochen wurde. Sonja lag mit sehr guten 2:54,53 Minuten über 200m Brust im Bestzeitbereich. Eine tolle neue Bestzeit erzielte Ester Rizzetto mit 1:07,21 Minuten über 100m Schmetterling. Hier wurde Christina Lehr nach guten 1:05,54 Minuten etwas unglücklich Vierte. Es folgte der erste Start von Noah Lars Gerullis. Mit 1:00,16 Minuten war er nicht ganz zufrieden und wirkte noch etwas fest.
Bei den folgenden 100m Rücken gab es dann die zweite Medaille: Jana Hellenschmidt wurde in 1:06,65 Minuten sehr gute Dritte. Die Zeit hätte zur Finalteilnahme berechtigt, sie verzichtete jedoch wegen des dichten Programms darauf und legte dann über 200m Freistil noch einen drauf. In hervorragenden 2:06,15 Minuten erzielte sie einen neuen Vereinsrekord und wurde unangefochten Erste ihres Jahrgangs. Nicht ganz so gut lief es für Ester Rizzetto. 2:16,18 Minuten bedeuteten zwar eine gute Zeit, aber die Erwartungen waren nicht ganz erfüllt. Ihre Schwester Sara knackte ihre persönliche Bestzeit. Mit starken 2:12,67 Minuten sicherte sie sich die Teilnahme bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften.
Der Nachmittag begann mit 200m Lagen. Hier legte Sophie Fischer mit einer tollen Bestzeit von 2:33,96 Minuten sehr gut vor. Auch Jana Hellenschmidt war sehr gut drauf und sicherte sich in 2:23,48 Minuten ihren nächsten Jahrgangstitel sowie die nächste Finalteilnahme. Christina Lehr wusste ebenfalls in 2:25,24 Minuten zu überzeugen.
Dann stand die erste Staffel auf dem Programm, 4x200m Freistil. Trainer Kemmerer ließ Sara Rizzetto anschwimmen, sie bestätigte ihre Einzelrennenleistung in 2:13,21 Minuten und übergab als Fünfte an Jana Hellenschmidt, die mit ihren 2:07,97 Minuten den HSC auf den vierten Rang vorbrachte. Ester Rizzetto zeigte mit ihrem Rennen, dass von Krise keine Rede sein kann. Sie führte in starken 2:13,39 Minuten den HSC auf Platz drei, den sich die Kurzstreckenspezialistin Christina Lehr nicht mehr nehmen ließ. Nach 2:07,87 Minuten schlug sie an und sicherte den zweiten Vereinsrekord (8:42,44 Minuten) an diesem Tag.
Im folgenden Finale über 50 m Freistil gelang Christina als Achtschnellste nach dem Vorlauf, sich mit starken 26,94 Sekunden auf den offenen dritten Platz vorzuschwimmen. Für Jana Hellenschmidt lief das Lagenfinale nicht optimal. Trotzdem konnte sie nach soliden 2:27,18 Minuten als Fünfte anschlagen.
Den Abschluss bildete die 4x100m Freistilstaffel. Sehr guten 58,34 Sekunden der Startschwimmerin Christina Lehr bedeuteten zunächst Platz 1. Es folgte Ester Rizzetto, die nach couragiertem Rennen in 1:00,48 Minuten auf einem sehr guten zweiten Platz auf ihre Schwester Sara übergab. Saras 1:01,30 Minuten bedeuteten immer noch Platz Zwei. So war es Jana Hellenschmidt vorbehalten diesen Platz zu halten. In einem grandiosen Endspurt bezwang sie die Konkurrentin aus Frankfurt mit exzellenten 58,67 Sekunden und einer Gesamtzeit von 3:58,79 Minuten um gerademal 12 Hundertstel. Zum ersten Mal war damit eine Damenstaffel des HSC unter 4 Minuten geblieben.

Der zweite Tag begann mit den Rückensprints. Jana wurde hier Zweite in der Jahrgangswertung in 31,42 Sekunden und qualifizierte sich als Vierte für das jahrgangsübergreifende Finale. Die anderen Starter wussten ebenfalls durch ordentliche Leistungen zu überzeugen. So schwamm Sara Rizzetto 33,60 Sekunden und Noah Lars Gerullis 29,53 Sekunden. Hier wurde deutlich, dass Abitur und Verletzungen keine optimale Vorbereitung zuließen. Auf der 50m Schmetterlingstrecke schwamm Ester Rizzetto sehr gute 29,92 Sekunden und belegte einen sehr guten siebten Rang in der Jahrgangswertung. Einen dritten Platz sicherte sich Christina Lehr in 29,72 Sekunden. Noah Lars Gerullis sprintete zu ordentlichen 27,47 Sekunden.
Es folgte der dritte und letzte Start von Sonja Lehr. Nach einem sehr couragiertem Rennen, bei dem leider die letzten 10m nicht optimal waren und somit eine deutlich bessere Zeit verhinderten, erreichte sie mit 1:21,75 jedoch eine neue Bestzeit.
Patrik Putala benötigte für die 100m Brust 1:10,88 Minuten. Angesichts des suboptimalen Trainingsverlaufs in der Vorbereitung war diese Leistung sehr gut. Gute Leistungen folgten über die 100m Freistilstrecke. Sara Rizzetto erzielte in 1:02,08 Minuten eine neue Bestzeit und Ester Rizzetto bestätigte in 1:01,34 Minuten ihre gute Form. Jana Hellenschmidt ließ eine tolle neue persönliche Bestzeit folgen. 58,56 Sekunden bedeuteten zudem den Jahrgangstitel und die sichere Qualifikation fürs Finale, das sie jedoch absagte. Christina Lehr schwamm exakt die gleiche Zeit und sicherte damit den zweiten Platz im Jahrgang 1998 sowie die Finalteilnahme. Es folgten gute 57,63 Sekunden von Noah Lars Gerullis über die gleiche Distanz.

Über 200m Rücken wurde Jana Hellenschmidt in sehr guten 2:23,87 Minuten Zweite im Jahrgang und qualifizierte sich erneut fürs Finale. Doch auch diese Finalteilnahme wurde abgemeldet, da für Jana noch drei weitere Starts folgten.
Zum Abschluss des Abschnitts standen 400m Freistil auf dem Programm. Es starteten Sara und Ester Rizzetto sowie Jana Hellenschmidt. Alle zeigten noch mal sehr ordentliche Leistungen. Sara unterbot ihren persönlichen Rekord um 3 Sekunden auf starke 4:43,15 Minuten. Ester benötigte gute 4:44,95 Minuten und Jana Hellenschmidt 4:33,86 Minuten.
Der Finalabschnitt begann mit den 50m Rücken. Jana Hellenschmidt konnte sich nochmals auf eine exzellente Bestzeit von 31,20 steigern und damit Rang 7 erzielen. Den letzten Einzelstart für den HSC hatte Christina Lehr über 100m Freistil. Im Finale schwamm sie noch mal gute 58,75 Sekunden und belegte einen guten Platz 5.

Am Ende eines langen Wettkampfwochenendes stand die 4x100m Lagenstaffel auf dem Programm. Hier musste Trainer Kemmerer improvisieren, fiel doch mit Carolina Walch die beste Brustschwimmerin aus. So starteten Jana Hellenschmidt über Rücken, etwas überraschend Sonja Lehr über Brust, dann Ester Rizzetto über Schmetterling und zum Schluss Christina Lehr. Jana begann erneut sehr gut. Nach 1:07,45 Minuten übergab sie in Führung liegend an Sonja. Diese zeigte einen sehr guten Lauf und schlug nach 1:20,48 Minuten als Vierte an. Ester Rizzetto zeigte ihr bestes Rennen des Wochenendes, konnte sich auf 1:06,21 Minuten steigern und übergab weiter in Lauerposition auf Position Vier an Christina Lehr. Schnell schloss sie auf die vor ihr liegende Offenbacherin auf und sicherte in 57,96 Sekunden den hervorragenden dritten Platz in 4:32,11 Minuten.

Trainer Kemmerer war zufrieden mit seinen Athletinnen und Athleten: „Jeder hat in mindestens einer Strecke sein Leistungsniveau präsentiert. Bis zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften wird weiter an der Form gefeilt und am Selbstbewusstsein gearbeitet. 4 offenen Medaillen, 11 Jahrgangsmedaillen und 30 Top Ten Platzierungen können sich sehen lassen. Ich bin mir sicher, dass wir in Berlin noch etwas drauflegen können.“

Autoren: Stefan Lehr, Volker Kemmerer

Zu den HSC-Einzelergebnissen aus Würzburg
Zu den HSC-Einzelergebnissen aus Bayreuth