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Grundlagen für die Saison gelegt  [01/2015]

Die Hofheimerin trainierte in Österreich zum Jahreswechsel richtig hart

Carolina Walch ist Mitglied des D/C-Kaders des Deutschen Schwimm-Verbands und absolviert derzeit ein Praktikum in unserer Zeitung (Höchster Kreisblatt). Sie nahm an einem Trainingslager des Deutschen Schwimm-Verbands in Innsbruck teil und berichtet darüber.

Nach einer dreitägigen Weihnachtspause durfte ich wieder voll ins Training einsteigen. Auserwählt vom Bundestrainer Achim Jedamski fuhr ich mit zwölf Mädchen des D/C-Kaders im Jahrgang 2000 und 13 Jungen des Jahrgangs 1998 nach Innsbruck ins Olympiaworld-Hotel. Dort blieben wir zehn Tage.

Keine weiten Wege

Die Trainingsstätte war in unserem Hotel untergebracht, so dass wir keinen weiten Weg zum Training hatten. Das Trainingslager sollte unsere Kondition verbessern und uns gut genug auf die JEM (Jugend- Europa-Meisterschaften) vorbereiten. Von vielen erfahrenen Trainern wurden wir trainiert und geschult. Das Training war dementsprechend anstrengender als in meinem Heimtraining. Doch wie will man Erfolg haben, wenn man nicht genügend trainiert? Außerdem war es für mich eine neue Erfahrung, die mir viel Spaß bereitet hat, mal nur mit Gleichaltrigen zu trainieren. Als Mitglied der Ersten Mannschaft des Hofheimer SC schwimme ich auch mit Jugendlichen, die bis zu sechs Jahren älter sind als ich.

Früher Start

Der Tagesablauf war strikt festgelegt: Um 7.30 Uhr gab’s Frühstück und um 8.15 Uhr ging es dann jeden Tag direkt ins Skilanglaufgebiet Leutasch und Seefeld, je nach Schneeverhältnissen. Ich laufe Ski, seit ich vier Jahre alt bin. Aber auf Langlauf-Skiern habe ich das erste Mal gestanden. Dort hatten wir immer um die 10 Kilometer in zweieinhalb Stunden zu absolvieren. Nach der Rückfahrt stärkten wir uns prächtig und schliefen manchmal, damit wir für die zwei nächsten Trainingseinheiten wieder ausreichend Kraft hatten. Um 15 Uhr ging es mit dem Wassertraining weiter. Dort schwammen wir in knapp zwei Stunden immer um die 6 Kilometer. Hauptsächlich trainierten wir unsere Grundlagenausdauer, die mit vier Tests komplettiert wurde. Diese Tests wurden mit denen von den vergangenen Jahren verglichen, als die Schwimmer, die heute in der Weltspitze sind, so alt waren wie wir. Danach gab es eine kurze Snackpause mit Kakao und Kuchen. Direkt danach folgte schließlich das letzte Training für den Tag: das eineinhalbstündige Athletiktraining in der Turnhalle oder im Kraftraum. Um 19.30 Uhr gab’s Abendessen. Ein Problem mit der Nachtruhe gab es eigentlich nie, da wir alle tot ins Bett fielen. Ausnahmen gab es an Silvester, als wir dort im Kino waren, Fondue gegessen und einem Feuerwerk zugeschaut haben, aber trainiert wurde trotzdem. Auch einen Langlaufausflug von 30 Kilometer haben wir hinter uns gebracht – und die Krönung am Ende war ein Langlaufwettkampf von 18 Kilometer am Stück, der mit anschließender Siegerehrung durchgeführt wurde.

Insgesamt hat mir das Konditions-Trainingslager sehr gut gefallen. Ich habe viele neue Leute kennengelernt und trotz des Trainings – was viel Spaß gemacht hat und anstrengend war – viel Freude dabei gehabt. Ich denke zudem, dass es mir viel für die beginnende Saison gebracht hat.

Autor: Carolina Walch