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Geschlossene Mannschaftsleistung bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften  [11/2013]

Vom 21. bis zum 24. November 2013 fanden die Deutschen Meisterschaften auf der Kurzbahn in Wuppertal statt. Bereits zum vierten Mal in Folge wurden Titelkämpfe der Kurbahnsaison, die ausschließlich in der offenen Klasse ausgetragen werden, in der Wuppertaler Schwimmoper ausgetragen. "Mit ihrer einzigartigen Architektur ist die Schwimmoper die richtige Wahl, um die Titelkämpfe in einem angemessenen Ambiente und einer einmaligen Atmosphäre auszutragen", lobt Trainer Volker Kemmerer die Entscheidung des DSV.

Für den Hofheimer SC konnten sich mit Jana Hellenschmidt, Lisa Mauer, Selina Müller, Ann-Katrin Gerullis und Christina Lehr (im Bild von links nach rechts) insgesamt fünf Schwimmerinnen für die Meisterschaften qualifizieren. Neben 23 Einzelstarts meldete Kemmerer zudem je eine 4x50m Freistilstaffel und eine 4x50m Lagenstaffel. Als Qualifikationsmodus wählte der DSV erneut die TOP 100 des Jahres. Auf jeder ausgeschriebenen Wettkampfstrecke konnten sich die besten 100 Schwimmerinnen und Schwimmer der Jahresbestenliste qualifizieren.


Tag 1 - Sehr guter Auftakt über die Langstrecken

Den Auftakt machte die jüngste Schwimmerin für den HSC. Jana Hellenschmidt durfte über eine ihrer Lieblingsstrecken, den 400m Lagen, von den Wuppertaler Startblöcken springen. Mit 1:09,05 Minuten über die 100m Schmetterlingteilstrecke startete Jana schneller als je zuvor über ein 400m Lagen Rennen. Auch die Rücken- und Freistilteilstrecken konnte Jana sehr schnell absolvieren. Lediglich über die Brustteilstrecke kam Jana nicht richtig ins "Rutschen". Trotzdem standen am Ende eine neue Bestzeit von 5:05,03 Minuten und ein sehr guter 41. Platz in der offenen Klasse auf Janas Habenseite.
Kurz darauf folgten die 1.500m Freistil von Ann-Katrin Gerullis. Trotz einer Erkältung konnte sie ihren eigenen Vereinsrekord um sieben Sekunden verbessern und konnte somit in einer Zeit von 17:58,90 erstmals die 18 Minuten unterbieten. Vor allem die kraftvollen Wenden waren für den Leistungssprung verantwortlich. Zudem konnte Ann-Katrin das angestrebte Renntempo konstant halten, was auf die ersten ruhigen 100m zurückzuführen ist. Nach 300m hatte sie ihren Rhythmus gefunden und schwamm die weiteren zwölf 100er konstant zwischen 1:12,1 und 1.12,9 Minuten. Belohnt wurde Ann-Katrin mit einem neuen Vereinsrekord und einem tollen Platz 39.


Tag 2 - Vereinsrekorde in der Freistilstaffel

Der Freitagmorgen begann mit zwei weiteren Vereinsrekorden für die HSC-Damen. Bei der 4x50m Freistilstaffel konnten Christina Lehr, Lisa Mauer, Jana Hellenschmidt und Ann-Katrin Gerullis gemeinsam einen neuen Vereinsrekord aufstellen. Die Staffel schlug mit einer Zeit von 1:47,63 als 12. schnellste Mannschaft an. Des Weiteren konnte Startschwimmerin Christina Lehr ihren eigenen Vereinsrekord über 50m Freistil auf 26,53 Sekunden senken. Auch die weiteren Staffelteilnehmerinnen konnten tolle Zeiten abliefern. Lisa blieb erstmals in einer Staffel unter der 27 Sekunden-Marke (26,86 Sekunden), Jana konnte trotz "verschlafenem" Wechsel (0,58 Sekunden Wechselzeit) eine starke Zeit von 27,21 Sekunden schwimmen und Ann-Katrin zeigte sehr gute 27,03 Sekunden.

Nach einer eineinhalb-stündigen Pause zum Einschwimmen folgten die 100m Freistil von Christina und die 100m Brust von Selina. Beide schlossen ihre Strecken mit sehr guten Leistungen ab. Christina konnte ihre Top-Leistung vom DMS-J Bundesentscheid des letzten Wochenendes bestätigen. Auf der Schwimmstrecke war sie gewohnt schnell unterwegs. Einzig die erste Wende, die sie nicht optimal "getroffen" hatte und demensprechend nicht mit ausreichend Geschwindigkeit aus der Wand kam, verhinderte eine erneute Steigerung. Die geschwommenen 0:57,55 Minuten reichten dennoch für einen sehr guten Platz 38 in der offenen Wertung.
Selina ging angeschlagen in die nationalen Titelkämpfe und konnte sich dennoch teuer verkaufen. Die guten 1:13,60 Minuten über die 100m Brust-Distanz und Platz 53 konnte sie vor allem der Tatsache verdanken, dass sie gut "gerutscht" ist. Allerdings offenbarten sich bei der nationalen Konkurrenz die bereits bekannten Leistungsreserven bei den Tauchphasen.

Die 50m Schmetterling-Sprintstrecke war der erste Einzelstarts für Lisa Mauer. Lisa konnte vor allem auf den ersten 25m ihre sehr guten Schnellkraftfähigkeiten ausspielen. Nach sehr gutem Start flog sie mit hohen Frequenzen durch's (oder besser über's) Wasser und wendete nach 12,7 Sekunden und fast einer Länge Vorsprung zur Konkurrenz. Auch auf den folgenden 20m konnte Lisa das Tempo hoch halten und wurde lediglich auf den letzten 5m etwas kurz. Mit einer Zeit von 0:28,40 Minuten und einem tollen Platz 26 sorgte sie somit für die beste HSC-Einzelplatzierung. Im gleichen Lauf sprang auch Christina Lehr ins Wasser. Kurz nach ihrem tollen 100m Freistilrennen kam sie erst auf den zweiten 25m richtig in Fahrt und schlug mit 29,07 Sekunden nur 2 Hundertstel über Bestzeit an und belegte damit Rang 38.

Den Abschluss des zweiten Tages machten Jana Hellenschmidt und Ann-Katrin Gerullis über 200m Rücken. Jana wendete nach 100m genau nach Plan (1:07,60 Minuten) und schwamm das Rennen auf sehr gutem technischen Niveau zu Ende. Zum Aufstellen einer neuen Bestzeit hätte Jana allerdings das Tempo auf den dritten 50er höher halten müssen. Nach sehr guten 2:20,40 Minuten belegte sie Platz 38 und blieb nur 0,04 Sekunden hinter ihrer aktuellen Bestmarke zurück. Auch Ann-Katrin wendete bei 100m nach Plan (1:06,90 Minuten). Doch dann machte sich die Erkältung bemerkbar. Wegen schwindender Kräfte konnte sie ihren Beinschlag nicht auf gewohnt hohem Niveau halten und auch die Wenden nicht mehr kraftvoll durchziehen. Trotzdem konnte sie unter diesen Umständen mit Platz 41 und 2:20,90 Minuten zufrieden sein.


Tag 3 - Lagenstaffel kratzt an Top-Ten-Platzierung

Am Samstagmorgen sorgte die Lagenstaffel für die beste Hofheimer Platzierung. In einer Zeit von 1:59,30 belegten die Hofheimer Damen den 11. Platz. Ann-Katrin Gerullis (31,00 Sekunden), Selina Müller (33,89 Sekunden), Lisa Mauer (28,34 Sekunden) und Christina Lehr (26,11 Sekunden) verfehlten damit den erneuten Einzug ins A-Finale gerademal um 0,6 Sekunden, der ihen im vergangenen Jahr erstmals glückte. "Für das kommende Jahr wird wieder ein Einzug ins A-Finale angestrebt, wenn wir Kleinigkeiten verbessert haben", ist sich Kemmerer sicher. Nach der Einschwimmpause sprang Lisa Mauer über 200m Schmetterling ins Wasser und konnte erneut ihren persönlichen Rekord verbessern. Nach 2:24,13 Minuten und Rang 42 kam Lisa gut gelaunt zur Rennanalyse und sagte, dass es voll Spaß gemacht hätte, nach 50m hinten zu sein und dann alle einzuholen. "Und genau das war der Schlüssel zum Erfolg", bestätigte Kemmerer seinen Schützling. Einzig die letzten 25m waren nicht mehr optimal und die Armzüge wurden kürzer.

Es folgten Christina Lehr, Jana Hellenschmidt und Ann-Katrin Gerullis über 50m Rücken. Christina und Jana nutzten die Sprintstrecke zum "Einschwimmen" für die 200m Lagenstrecke. Dabei konnte Jana mit 30,41 Sekunden einen neuen persönlichen Rekord schwimmen und belegte Platz 42. Christina ging es etwas ruhiger an und erreichte nach 31,02 Sekunden Platz 50. Ann-Katrin, die als Startschwimmerin der Lagenstaffel nicht mit ihrer Leistung zufrieden war, wollte sich im Einzelrennen steigern. Und das gelang ihr sehr gut. Im Vergleich zur Staffel war der Start deutlich besser und somit die Schwimmgeschwindigkeit auf der ersten Bahn deutlich höher, was zu einer Zeit von 30,43 Sekunden und Platz 43 reichte.

Zum Abschluss des dritten Wettkampftages stand für die Hofheimer die 200m Lagenstrecke auf dem Programm. Christina Lehr startete sehr gut ins Rennen und konnte das gewählte Tempo bis zum Ende aufrecht halten. Ergebnis war nach 2:21,98 Minuten eine neue Bestzeit und Platz 27 in der offenen Wertung. Jana Hellenschmidt konnte vor allem das Brustschwimmen im Vergleich zu den 400m Lagen verbessern. Nach 2:23,02 Sekunden belegte sie einen sehr guten Rang 34.


Tag 4 - Lisa Mauer erstmals unter 1:04

Der vierte und letzte Tag der Kurzbahnmeisterschaften begann mit dem erneuten Vereinsrekord von Christina Lehr über die 50m Freistil und einer Bestzeit (1:03,74 Minuten) von Lisa Mauer über die 100m Schmetterling. Christina konnte ihren neuen Vereinsrekord aus der Freistilstaffel vom zweiten Wettkampftag auf 26,49 Sekunden steigern und einen guten 40. Platz erschwimmen. Nach starken 25m und einer schnellen Wende konnte sie das hohe Tempo bis kurz vor Schluss halten. Bei ihrem letzten Atemvorgang kam sie leider leicht ins stocken und musste sich mit einer Verbesserung von "nur" 0,06 Sekunden zufrieden geben.
Knappe 40 Minuten später durfte sie erneut ins Wasser springen und über 100m Schmetterling um die Platzierungen kämpfen. Hier lief es allerdings nicht optimal. Bereits nach 25m waren die Bewegungen nicht mehr rund und die Muskulatur fest. Mit einer Zeit von 1:05,32 Minuten belegte sie Rang 49 in der offenen Konkurrenz. Für Lisa war auch die dritte Schmetterlingstrecke ein voller Erfolg. Erstmals konnte sie die Marke von 1:04 Minuten knacken und damit Platz 35 feiern. Schlüssel zum Erfolg war die Tatsache, dass sie die ersten 50m mit niedrigen Frequenzen auf hohem Niveau absolvieren konnte. Auch die zweiten 50m konnte sie dadurch die Technik halten und das Rennen gut zu Ende schwimmen.

Jana Hellenschmidt und Ann-Katrin Gerullis konnten über 100m Rücken knapp über ihren Bestzeiten bleiben. Jana (1:05,66 Minuten - Platz 51) hätte lediglich auf der dritten Bahn etwas mehr machen können, um noch näher an ihre Bestzeit heranzuschwimmen. Ann-Katrin hatte Probleme mit dem Start und konnte demnach nicht so schnell wie gewohnt ins Rennen starten. Die zweite Rennhälfte war dann gewohnt stark, was nach 1:05,27 Minuten zu Platz 45 reichte.

Rund zehn Minuten nach ihrem 100m Rückenstart folgten die 100m Lagenstrecke für Jana Hellenschmidt. Sichtlich gekennzeichnet von der Rückenstrecke reichte es nach einer guten kämpferischen Leistung zu Rang 54 und einer Zeit von 1:07,75 Minuten. Christina Lehr bündelte ihre Kräfte nach kurzer Pause noch einmal, erzielte mit 1:06,31 Minuten eine neue Bestzeit über 100m Lagen und belegte Rang 37. Den Abschluss aus Hofheimer Sicht machte Selina Müller ebenfalls über die 100m Lagendistanz. Auf der Schmetterling- und Rückenteilstrecke war sie voll im Soll. Doch dann ging der angeschlagenen Athletin die Kraft aus. Am Ende standen 1:07,45 Minuten und Platz 50 im Protokoll.


Trainer Kemmerer mit positivem Fazit

Trainer Kemmerer war mit den Leistungen seiner Schützlinge sehr zufrieden: "Für Jana, Lisa, Christina und Selina war es das fünfte Wettkampfwochenende in Folge. Die hervorragenden Leistungen der Saison konnten sie bestätigen und sogar teilweise verbessern. Auch mit Ann-Katrins Leistungen bin ich zufrieden. Trotz der Erkältung konnte sie sehr gute Zeiten schwimmen."
Die positive Einschätzung des Hofheimer Trainers wird von der Statistik belegt, die bei 25 Starts zehn persönliche Bestzeiten und vier neue Vereinsrekorde aufweist. Außerdem zeigten beide HSC-Staffeln, dass sie das Potential für eine Finalteilnahme haben.

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