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B-Jugend kämpft bis zum Ende um Podestplatz beim DMSJ-Bundesfinale  [11/2013]

Am Wochenende des 16. und 17. November 2013 fand in Freiburg das Bundesfinale des Deutschen Mannschaftswettbewerb im Schwimmen der Jugend (kurz DMS-J) der bundesweit jeweils acht schnellsten Staffeln in den verschiedenen Altersklassen statt. Und obwohl sich die weibliche B-Jugend (1998/99) des HSC nach den Landesentscheiden als Erste für das DSV-Finale qualifiziert hatte, waren sich Trainer Volker Kemmerer und sein Team (Jana Hellenschmidt, Ester und Sara Rizzetto, Lisa Mauer, Selina Müller und Christina Lehr) der Schwere der Aufgabe bewusst, warteten doch mit der SG Essen, dem SV Halle, der Wasserfreunde Spandau, der SSG Saar-Max Ritter und dem SC Magdeburg bärenstarke Konkurrenz aus den nationalen Schwimmstützpunkten.

Am Samstag stand zunächst die 4x100m Freistilstaffel auf dem Programm, die Kemmerer unverändert zum Hessenentscheid in Höchst ins Rennen schickte. Erneut gelang es Startschwimmerin Christina Lehr mit einer beindruckenden Leistung für eine Initialzündung zu sorgen. Nach hervorragenden 0:57,27 Minuten, was gleichzeitig Vereinsrekord bedeutete, übergab sie an Lisa Mauer, die ihre Staffelbestzeit auf sehr gute 0:59,10 Minuten steigern konnte. Es folgte Sara Rizzetto, die nach 1:00,84 Minuten ihre Teilstrecke beendete und Schlussschwimmerin Jana Hellenschmidt ins Wasser schickte. Nach sehr starken 0:57,65 Minuten musste sich Jana jedoch leider der Konkurrentin aus Halle um 11 Hundertstel geschlagen geben. Am Ende standen mit 3:54,86 Minuten ein neuer Vereinsrekord und ein sehr guter vierter Platz zu Buche. Zudem konnten sich die jungen Hofheimer Damen in eine sehr gute Ausgangsposition beim Kampf um die Medaillen schwimmen.

Nach einer eineinhalb stündigen Mittagspause folgte die 4x100m Brustschwimmerin. Auch hier, wie bei allen folgenden Staffeln, vertraute Kemmerer der erfolgreichen Aufstellung aus dem Hessenentscheid. Selina Müller übernahm erneut die Position der Startschwimmerin und schlug nach guten 1:13,58 Minuten an. Es folgten Jana Hellenschmidt und Sara Rizzetto, die mit 1:17,07 Minuten und 1:18,20 Minuten nur knapp hinter ihren Bestzeiten zurückblieben. Den Part der Schlussschwimmerin nahm Freistilspezialistin Christina Lehr ein, die sehr gute 1:14,66 Minuten zum Mannschaftserfolg (5:03,51 Minuten) beisteuerte. "Einige wenige Problemen in den technischen Abläufen verhinderten leider eine Steigerung zum Landesentscheid", erklärt Kemmerer, der jedoch mit dem Einsatzwillen und dem erneuten vierten Platz sehr zufrieden ist.

Den Abschluss des ersten Wettkampftages bildete die 4x100m Rückenstaffel. Für den HSC ging dieses Mal Lisa Mauer als erste ins Becken. Nach starken 1:06,77 Minuten übergab sie an Jana Hellenschmidt, die mit 1:06,20 Minuten nur knapp hinter ihren Möglichkeiten blieb. Dann folgten Christina Lehr (1:05,30 Minuten) und Selina Müller, die nach sehr guten 1:05,73 Minuten anschlug und für ihr Team den dritten Platz in der Rückenstaffel sichern konnte. Im Vergleich zum Hessenentscheid konnten sich die Kreisstädter um knappe zwei Sekunden steigern, allerdings verloren die Hofheimerinnen in der Gesamtwertung etwas an Boden und gingen als Vierte mit 5,73 bzw. 5,27 Sekunden Rückstand auf die zweit- und drittplatzierten Mannschaften des SV Halle und der SSG Saar-Max Ritter in den zweiten Tag.

Hoch motiviert mit dem Ziel den Rückstand auf die Medaillenränge zu verkürzen, sprangen Lisa Mauer, Jana Hellenschmidt, Sara Rizzetto und Christina Lehr am nächsten Morgen über 4x100m Schmetterling ins schnelle Freiburger Wasser. Lisa startete furios und schlug nach 1:04,16 Minuten an. Es folgten Jana und Sara mit 1:06,98 bzw. 1:07,29 Minuten bevor Christina mit einer Zeit von 1:04,15 Minuten die Hofheimer Mannschaft erneut auf Rang Vier ins Ziel brachte. Kemmerer war vor allem mit dem Willen seiner Schützlinge beeindruckt: "Die Mädels haben losgelegt wie die Feuerwehr und alle waren nach der Hälfte der Einzeldistanzen unglaublich schnell. Doch nach je 75m kam der Mann mit dem Hammer und die Schwimmgeschwindigkeit ging sichtbar zurück. Wichtig war jedoch das die Damen angriffswillig waren und ihre Leistung aus Höchst, wenn auch nur knapp, verbessern konnten."

Last but not least folgte die 4x100m Lagenstaffel. Auch wenn die Medaillenränge nach realistischer Einschätzung nicht mehr erreicht werden konnten, waren die HSC-Mädels weiterhin sehr fokussiert, da man sich in der Gesamtwertung im Vergleich zum Hessenentscheid zwei Wochen zuvor steigern wollte. Jana Hellenschmidt steuerte starke 1:06,21 Minuten über die Rückenteilstrecke bei. Selina Müller, Lisa Mauer und Christina Lehr komplettierten die HSC-Staffel über die Brust- (1:13,51 Minuten), Schmetterling- (1:03,73) und Freistilteildistanz (0:57,18 Minuten). Mit einer Zeit von 4:20,63 Minuten bestätigten die HSC-Damen ihre Leistungen aus dem Landesentscheid und verpassten den dort aufgestellten Vereinsrekord gerade mal um 0,09 Sekunden.

Zur Tradition des DMS-J Bundesentscheides gehört, dass alle teilnehmenden Mannschaften verkleidet zur Siegerehrung einlaufen. Nach fünf sehr guten Staffeln und einer Gesamtzeit von 22:05,78 Minuten konnten sich die Hofheimer Damen um zweieinhalb Sekunden im Vergleich zum Landesentscheid steigern, blieben mit lediglich 10,19 bzw. 9,34 Sekunden hinter dem zweitplatzierten SV Halle und der drittplatzierten SSG Saar Max Ritter zurück und belegten einen sensationellen vierten Platz, welcher durch die Bundestrainerin Nachwuchs Beate Ludewig geehrt wurde. Erster wurde unangefochten die SG Essen in neuer Deutscher Rekordzeit von 21:24,70 Minuten.

Trainer Volker Kemmerer war äußerst begeistert von seiner Mannschaft und deren Zusammenhalt: "Ich muss mich bei meinem Team für einen starken Wettkampf mit super Leistungen, einer tollen Teamatmosphäre, Kampf und gegenseitiger Unterstützung und einem hervorragendem vierten Platz bedanken. Besonders möchte ich hier Ester Rizzetto hervorheben, die leider nicht zum Einsatz kam und trotzdem dauerhaft positiv unterstützt hat. Ein tolles Zeichen der Zugehörigkeit war zudem, dass die Damen auch ein "Hula-Mädchen"-Kostüm für mich dabei hatten." Zudem erwähnt Kemmerer eine wahrscheinliche einmalige Sache, die den Teamgeist des HSC verdeutlicht. Per "Liveberichterstattung" über Whatsapp wurden knapp 40 Hofheimer Vereinsmitglieder und Fans auf dem Laufenden gehalten, die von zu Hause aus mit über 1000 Einträgen virtuell anfeuerten.

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