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Ann-Katrin Gerullis Doppel-Hessenmeisterin in Rücken  [11/2013]

Am 9. Und 10. November 2013 fanden die Hessischen- Kurzbahn-Meisterschaften und die Hessischen-Jahrgangsmeisterschaften der älteren Jahrgänge in Baunatal statt. Für den Hofheimer Schwimmclub gingen 14 Athleten und Athletinnen an den Start und absolvierten in der Summe 114 Starts.
Vormittags fanden die Vorläufe und die Jahrgangsentscheide statt. Nachmittags wurden die Finalläufe in der offenen Wertung ausgetragen, bei denen die Hofheimer Schwimmerinnen zahlreich vertreten waren. Insgersamt gelang es sechs HSC-Damen, sich für die altersklassenunabhängigen Endläufe zu qualifizieren und sich dabei auch noch zahlreiche Medaillen und Titel zu sichern.
Nicht nur der Medaillenspiegel, zu dem zehn der vierzehn HSC-Schwimmer/innen ihren Anteil beitrugen, kann sich mit insgesamt 23 Titeln und 56 Medaillen sehen lassen. Fünf Hofheimer Starterinnen kehren mit Titelehren in die Kreisstadt zurück. Auch die dabei erzielten 48 Bestzeiten und zwei Vereinsrekorde lassen Trainer Volker Kemmerer hoffnungsvoll zu den beiden anstehenden nationalen Wettkampfhöhepunkten an den folgenden Wochenenden reisen.


HSC-Damen dominieren Rückenstrecken und gewinnen alle offenen Titel

Nachdem die HSC-Damen im Sommer den Deutschen Rekord in der 10x100m Rückenstaffel gebrochen hatten, konnten sie wieder einmal ihre Vormachtstellung in den Rückendisziplinen unter Beweis stellen. Es war somit auch nicht weiter verwunderlich, dass Hofheim die meisten Finalteilnehmerinnen über diese Lage stellte und auch jeweils die Siegerin die Hofheimer Farben vertritt. Ann-Katrin Gerullis (Jahrgang 1995, im Bild ganz rechts) wurde für ihr diszipliniertes Training mit dem verdienten Erfolg belohnt. Sie konnte ihren Hessentitel in der offenen Klasse aus der Langbahnsaison über 100 und 200m Rücken bestätigen und wurde im Finale über 50m Rücken Dritte.

Der Titel über die 50m ging mit Jana Hellenschmidt (99, im Bild links in der Bildmitte) an die jüngste der sechs Finalteilnehmerinnen. Zugleich war dies auch ihr erter Titelgewinn in der offenen Klasse. Sie distanzierte im Rückensprint in 30,62 Sekunden die Zweitplatzierte knapp um fünf Hunderstelsekunden. Komplettiert wurde dieses Finale durch Selina Müller (98), die sich in 30,95 Sekunden auf den fünften Platz schwimmen konnte.
Im Finale über 100m Lagen musste sich Jana lediglich der Ex-Hofheimerin Lara-Marie Deibel knapp geschlagen geben und durfte nach 1:06,48 Minuten die Silbermedaille in Empfang nehmen. Etwas Pech hatte Selina Müller (im Bild unten ganz rechts) in diesem Finallauf, in dem sie mit 1:07,23 Minuten den undankbaren vierten Platz belegte. Dafür drehte dann Selina im 50m Brust-Endlauf nochmal richtig auf konnte sich mit 33,84 Sekunden in Bestzeit mit dem dritten Rang doch noch ihre Medaille in der offenen Wertung sichern.

Nicht zu vergessen sind auch Carolina Walch (2000), Lisa Mauer (99) und Christina Lehr (98), die ebenfalls allesamt in den offenen Finals vertreten waren. Zwar reichte es für das Trio noch nicht zu Medaillen in den Finals, aber dafür hielten sie sich mit zahlreichen Titeln im Jahrgangsbereich schadlos.
Die Leistung von Carolina Walch, sich für das 100m Brustfinale zu qualifizieren, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Denn sie war die jüngste Endlaufteilnehmerin der gesamten Veranstaltung und auch die einzige ihres Jahrganges, der dieses Kunststück gelang. Belohnt wurde sie mit dem sechsten Rang und dabei macht es auch nichts aus, dass sie in 1:15,34 Minuten ihre Bestzeit aus dem Vorlauf um kanpp eine Sekunde verpasste.

Christina Lehr und Lisa Mauer vertraten den HSC jeweils dreimal in den Finalläufen. Beiden war es leider nicht vergönnt, sich in den Endläufen nochmal zu steigern. Während es in den Vorläufen mit Bestzeiten richtig gut "flutschte", war bei den Finals etwas der Wurm drin. Das heißt aber nicht, dass es viel bei diesen Leistungen auszusetzen gibt, sondern lediglich, dass man in einem Finale sich nicht den kleinsten Fehler oder Ablenkung leisten darf und auch mal das nötige Quentchen Glück auf seiner Seiten haben muss. Besonders das Letztere fehlte Christina ein wenig. Nachdem sie am Vormittag über 50m und 100m Freistil mit Vereinsrekorden von 26,61 und 57,77 souverän die Endlauftickets löste, blieb sie in beiden Finals jeweils nur knapp über den Vorlaufzeiten und musste sich jeweils mit dem vierten Platz zufrieden geben, wie auch beim 100m Schmetterlingsfinale. Bei den 100m Freistil fehlten nur ganze zwei Hundertstelsekunden zu einem Podestplatz.

Auch Lisa Mauer schwamm mit 1:04,02 Minuten in Bestzeit ins Finale und war dort nur unwesentlich langsamer, wodurch sie in der Endabrechnung noch zwei Plätze verlor und auf Platz sechs anschlug. Für sie waren es genau wie bei Jana Hellenschmidt die ersten Auftritte in offenen Finalläufen bei Hessenmeisterschaften. Ihr vorhandenes und ausbaufähiges Potential deutete sie mit zwei weiteren fünften Plätze über 50m Schmetterling und 100m Rücken mehr als nur an.


Jana Hellenschmidt mit überragender Meisterbilanz

In den Jahrgangswertungen gab es naturgemäß deutlich mehr abzuräumen, da die HSC-Truppe im Vergleich mit einer relativ jungen Manschaft an den Start ging. Das Mammutprogramm aller HSCler absolvierte Jana Hellenschmidt mit elf Einzel- und zwei Staffelstarts. Das war nicht nur schlauchend, sondern bot ihr auch die Möglichkeit, viel zu gewinnen;-) Und sie nutzte ihre Chancen eiskalt aus konnte achtmal das Wasser als Siegerin verlassen und war mit Abstand die erfolgreichste HSC-Teilnehmerin. Mit weiteren vier Silbermedaillen schaut sie auf ihre bisher erfolgreichsten Titelkämpfe zurück und hat sich damit endgültig in der Landesspitze etabliert.

Nummer zwei und drei der Titelhamster sind Ann-Katrin Gerullis und Christina Lehr (im Bild rechts beim Start). Ann-Katrin gewann neben den beiden offenen Titeln ebenfalls noch die Juniorenwertungen der Jahrgänge 94 und 95 über alle drei Rückenstrecken und hat damit deren fünf Titel im Gepäck.
Christina Lehr räumte im Jahrgang 98 vier Titel ab und zeigte ihre Vielseitigkeit und Tempohärte dadurch, dass sie zu den bereits erwähnten Vereinsrekorden die Jahrgangssiege über 50m und 100m Schmetterling sowie 100m Freistil und 100m Lagen erringen konnte. Einer Erwähnung wert ist zudem auch ihre 100m Schmetterling-Siegerzeit, die mit 1:03,74 Minuten, die sie in Bestzeit und erstmals unter 64 Sekunden zurücklegte.

Die vierte HSC-Titelträgerin ist Schmetterlingsspezialistin Lisa Mauer (99, im Bild links), die zwei ihrer drei Jahrgangstitel eben in ihrer Hauptlage über 50m und 100m Schmetterling verbuchen konnte. Ihre stärkste Leistung lieferte beim Sieg über die 100m-Strecke ab, die sie in 1:04,02 Minuten in Bestzeit für sich entschied. Sie zeigte noch zahlreiche weitere Leistungen auf ähnlich hohem Niveau und sicherte sich damit auch noch den Sieg über die 200m Rücken und zudem vier weitere Silbermedaillen in den Einzelwettbewerben.

Brustspzialisten Carolina Walch (00, im Bild rechts) war nicht nur die jüngste Endlaufteilnehmerin der Veranstaltung, sondern ist auch noch die jüngste Hofheimer Jahrgangsmeisterin. Gleich beim ersten Start über 100m Brust holte sie ihren ersten Sieg und verbesserte ihre Bestzeit deutlich auf 1:14,39 Minuten, womit sie sich auch überraschend für das offenen Finale qualifizierte. Auch über 200m Brust war sie nicht zu bezwingen und verwies auch da die Konkurrenz mit Bestzeit von 2:42,75 Minuten auf die Plätze. Den dritten Titel ließ sie dann noch über 100m Schmetterling folgen, wobei sie in einem engen Rennen nach 1:09,27 Minuten ihre einzig ernsthafte Konkurrentin aus Frankfurt knapp hinter sich ließ. Abgerundet wurde ihr erfolgreiches Wochenende mit drei weiteren Silbermedaillen sowie zwei Bronzemedaillen, womit sie dann auch das gesamte Medaillenspektrum vollzählig mit nach Hause nehmen durfte.

Ein besonderes Ereignis waren die Hessischen Meisterschaften für Sara Rizzetto. Sie konnte ihre erste Hessische Medaille mit nach Hause nehmen. Über die kurzen 50m Schmetterling schlug sie mit persönlichem Rekord von 30,24 Sekunden als Dritte an, nachdem sie sich sehr häufig mit dem ungeliebten vierten Platz zufriedengeben musste. Ihre Zwillingsschwester Ester konnte mit vielen persönlichen Rekorden glänzen, bei denen die 200 m Lagen in einer Zeit von 2:30:91 besonders herausstachen. Als zweitjüngste Starterin des HSCs konnte sich Sonja Lehr (00) bei ihrem allerletzten Start über die 200m Brust die ersehnte Bronzemedaille ergattern und somit gutgelaunt nach Hause fahren.


Bestzeitenregen bei den Hofheimer Herren

Die Hofheimer Jungs waren dieses Wochenende superfit und konnten ihre Bestzeiten teilweise deutlich unterbieten. Dabei sprangen auch einige Medaillen in der Jahrgangswertung heraus. Als einzigem Hofheimer Starter gelang es Patrik Putala (97, im Bild links)) bei jedem seiner sieben Einzelstarts mit Bestzeit aus dem Becken zu steigen. Diese Leistung können nicht einmal die sehr erfolgreichen HSC-Mädels für sich in Anspruch nehmen! Besonders über die Bruststrecken konnte er glänzen. Er steigerte sich in 100m Brust um gigantische drei Sekunden auf 1:09,88 Minuten. Dafür wurde er mit einem Vizemeistertitel in der Jahrgangswertung belohnt. Auch in 200m Brust konnte er sich um fünf Sekunden auf 2:33,56 Minuten verbessern und somit, genauso wie über die 50m Brust und die 100m Lagen, als Dritter auf das Treppchen steigen.

Mit Veit Wenzel (99) zeigte ein weiterer Schwimmer des HSCs sein Können über die Bruststrecken. Die 100m und 200m Distanzen beendete er so schnell wie noch nie. Des Weiteren konnte er über seine geliebte 50m Kraulsprintstrecke einen neuen persönlichen Rekord erschwimmen.
Über die 50m Schmetterling sprintete Noah Lars Gerullis in einer Zeit von 27,43 Sekunden zur Bronzemedaille der Jahrgangswertung. Das ist schon sehr bemerkenswert, da die Wörter "Noah" und "Sprint" in der Regel nur so oft zusammenfinden, wie die beiden Pole eines Magneten;-) Zusätzlich zeigte er über die 100 m Schmetterling in 1:00,60 Minuten und 100 und 200m Rücken starke Leistungen, welche aber leider nur für vierte Plätze reichten.

Scott McClymont (98, im Bild rechts beim Start) schaffte die sensationelle Leistung, sich bei insgesamt sieben Starts acht neue persönliche Bestzeiten zu erschwimmen. Besonders seine Steigerung über die 50m Rücken stach hervor. Aber auch in 100 und 200m Rücken steigerte er sich deutlich, was bei der runden Decke des Baunataler Schwimmbades doch sehr beachtlich ist. Über die längeren Distanzen konnte er ebenfalls sein Können unter Beweis stellen und schaffte es sogar bei 400m Lagen die 100m Schmetterling schneller zu schwimmen als jemals zuvor. Lediglich die 100m Brust widerstanden seinem Bestzeitendrang.
Niklas Frank (90) schwamm in allen drei Bruststrecken Saisonbestzeiten. Allerdings stellten diese Meisterschaften nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu den Deutschen Mastersmeisterschaften Ende November Essen in dar. Dort möchte er in Topform seine Bestzeiten angreifen.

Der Wettkampfreigen dreht sich weiter. Nächstes Wochenende kämpft die weibliche B-Jugend um eine gute Platzierung und vielleicht sogar um die Deutschen Meisterschaft im DMSJ-Bundesfinale in Freiburg. Nach diesem Wochenende kann Trainer Volker Kemmerer sehr zuversichtlich sein, dass seine Schwimmerinnen sehr gut vorbereitet sind.

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