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Zweite Damenmannschaft steigt mit Durchmarsch in die Oberliga auf  [02/2013]

Als punktbestes Team der Hessischen Landesliga bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen traten die Damen der 2. Mannschaft am Samstag, den 2.2.13 im Frankfurter Riedbad an, um den Aufstieg in die Hessische Oberliga zu vollenden. Bei diesem Endkampf treten die fünf besten Teams der Landesliga in einem Endkampf gegeneinander an, um letztlich zwei Aufsteiger zu ermitteln.
Das HSC-Damenteam ging nach dem Vorkampf mit 2000 Punkten Vorsprung als große Favoritinnen ins Rennen und im Grunde konnte der Aufstieg nur durch absolut unberechenbare und nicht einkalkulierbare Umstände noch aus den Händen gegeben werden. Aber daran war bei der Form und dem Leistungsvermögen von Sonja Lehr, Sara und Ester Rizzetto, Elisa Ritter, Jana Hellenschmidt, Jana und Franziska Eichhorn, Karin Grebe, Martina Dillenberger und Christina Grölz nicht zu denken. Leider musste Aurica Ritter kurzfristig krankheitsbeding passen. Aber durch die gute Mischung von alt gestandenen und jungen aufstrebenden Schwimmerinnen waren sowohl genug Enthusiasmus als auch Routine in ausreichendem Maße verfügbar.
Durch die große Breite im Kader hätte man auch noch jederzeit auf kurzfristige Probleme reagieren können und hatte dadurch genug Luft bei der Anzahl an Einzelstarts in der Aufstellung. Lediglich einer Schwimmerin erlegte Trainer Volker Kemmerer die Maximalanzahl von fünf Starts auf und konnte sich zudem noch den Luxus erlauben, die Aufstellung zugunsten ausreichender Erholungspausen zu optimieren, auch wenn das sicher nicht alle Athletinnen so empfunden haben mögen;-)


Der Nachwuchs setzt die Ausrufezeichen

Die Dominanz der HSC-Damen war geradezu erdrückend und wird dadurch untermauert, dass die HSC-Schwimmerinnen bei 18 der insgesamt 32 Wettbewerbe als Erste aus dem Becken klettern durften. Sechs der zehn gestarteten Damen konnten Siege verbuchen und alle Einzelstarts wurden unter den besten drei beendet.
 
  Schwimmerin Gesamtpunkte Starts Punkte pro Start
  Jana Hellenschmidt 3005 5 601
  Karin Grebe 2281 4 570
  Sonja Lehr 2193 4 548
  Elisa Ritter 2155 4 538
  Sara Rizzetto 2123 4 530
  Ester Rizzetto 2053 4 513
  Christina Grölz 1744 3 581
  Jana Eichhorn 872 2 436
  Martina Dillenberger 488 1 488
  Franziska Eichhorn 482 1 482
 
Es blieb dann aber dem aufstrebenden Nachwuchs vorbehalten, die persönlichen Rekorde abzuliefern. Am fleißigsten zeitgten sich dabei Ester Rizzetto (Jahrgang 99) und Sonja Lehr (2000). Beide erschwammen sich zwei neue persönliche Bestzeiten. Sonja steigerte sich über 50m Brust auf 36,51 Sekunden und über 400m Freistil um knapp drei Sekunden auf 4:55,43 Minuten und blieb bei allen vier Starts ungeschlagen. Als Jüngste im Kader gelang es ihr erstaunlicher Weise sogar, gleich mit 2193 Gesamtpunkten zur drittbesten Punktesammlerin aufzusteigen. Ester verbesserte ihre Rekorde über 200m Rücken um mehr als vier Sekunden auf 2:38,62 Minuten und sprintete die 50m Freistil in starken 28,92 Sekunden erstmals unter 29 Sekunden und fügte dem Gesamtergebnis 2053 Punkte hinzu.
Ihre Zwillingsschwester Sara Rizzetto kratzte bei allen vier Starts jeweils an ihrer Bestmarke und beendete drei ihrer Strecken als Siegerin. Nachdem sie über die 400m Lagen und 100m Freistil nur wenige Zehntelsekunden über ihrere Bestmarke blieb, knackte sie dann bei der härtesten Strecke doch noch einen Rekord. Über die sehr anspruchsvollen 200m Schmetterling lieferte sie einen großen Kampf ab und steigerte sich um mehr als zwei Sekunden auf 2:40,46 Minuten.
Über eine weitere Bestzeit durfte sich ebenfalls Brustspezialistin Jana Eichhorn (97) freuen. Sie "gleitete" ruhig und kraftvoll über 200m Brust zur individuellen Bestzeit und verbesserte sich um gut eine Sekunden auf 3:03,54 Minuten.

Fleißigste Punktesammlerin mit den maximal erlaubten fünf Starts war wieder Jana Hellenschmidt (99). Gleich beim ersten Start über die Langstrecke 800m Freistil verbesserte sie sich um mehr als sieben Sekunden auf 9:50,43 Minuten. Im Gegensatz zum Vorkampf setzte sie diesmal die taktischen Aufgaben deutlich besser um und versuchte nicht gleich auf den ersten 50m das Rennen zu entscheiden. Richtiger Weise blieb sie zu Beginn gelassen und wählte ein deutlich ruhigeres Anfangstempo, das ihr im Verlauf des Rennens zugute kam. Auch wenn sie insgesamt nicht ihr gesamtes Potential abrufen konnte oder musste, gewann sie alle ihre Rennen und war im Schnitt mit über 600 Punkten pro Start auch in dieser Kategorie die stärkste Hofheimerin. Sie steht aktuell an der Schwelle zur 1. DMS-Damenmannschaft und sofern sie weiter fleißig trainiert darf sie sich sich im kommenden Jahr berechtigte Hoffnungen auf den Einsatz in der 2. Bundesliga machen.


Geschlossene Mannschaftsleistung sichert ungefährdeten Sieg

Insgesamt kann man beim Hofheimer Auftritt von einer geschlossenen Mannschaftsleistung sprechen, der letztlich dazu führte, dass der Sieg und Aufstieg zu keinem Zeitpunkt infrage gestellt waren. Doch waren auch die großen Leistungssprünge nicht zu sehen, was sicherlich auch der Tatsache geschuldet war, dass aufgrund des imensen Vorsprungs aus dem Vorkampf nie wirklich Spannung aufkam, so dass höchstwahrscheinlich die letzte positive Anspannung fehlte, die nötig ist, um absolute Top- und Bestleistungen abzurufen. Zwar sprangen mit "nur" sieben neuen persönlichen Rekorden eine eher unterdurchschnittliche Zahl an Bestzeiten bei diesem Mannschaftswettbewerb heraus, aber trotzdem zeigten die HSC-Damen ansprechende schwimmerische Leistungen und beherrschten die Konkurrenz dabei nach Belieben und siegten mit 35131 Punkten mit mehr als 3000 Punkten Vorsprung.

Ihre wertvollen Qualitäten für die Mannschaft konnte Karin Grebe (95) auch in diesem Jahr wieder unter Beweis stellen. Bei drei von vier Starts distanzierte sie ihre Konkurrentinnen und war mit 2281 Punkte die zweitbeste Punktesammlerin für das Team. Obwohl es zu keiner Bestzeit reichte, war sie dennoch in guter Form und lag bei drei Rennen weniger als eine Sekunde von ihrer Bestleistung entfernt. Ihre stärksten Auftritte legte sie über die 50m Scmetterling in 30,53 Sekunden und 100m Freistil in 1:03,45 Minuten hin.

Zwei weitere "Oldies but Goldies" waren in diesem Jahr Martina Dillenberger und Franziska Eichhorn (beide Jahrgang 94). Aufgrund zahlreicher (altersbedingter;-) "Gebrechen" gingen sie mehr oder weniger leicht gehandicapt in ihre Rennen und kamen auch deswegen nur jeweils einmal zum Einsatz. Trainer Kemmerer nominierte sie sicherheitshalber nur für die Kurzdistanzen und so trugen die beiden zusammen über die 50m Schmetterling und 50m Brust knapp 1000 Punkte zum Gesamtergebnis bei.

Bereits ihren zweiten Aufstieg in die Oberliga (ohne jemals abgestiegen zu sein!) durfte die "Oma" der Kompanie miterleben. Nachdem sie vor genau zehn Jahren beim legendären Aufstieg der damaligen 1. Mannschaft maßgeblich beteiligt war, verhalf Christina Grölz (86) diesmal dem zweiten Damenteam des HSC zum Aufstieg in die hessische Eliteliga. Und bei diesem Jubiläum ließ sie es sich dann auch nicht nehmen für die beste Einzelleistung aller HSC-Damen zu sorgen. Nach genau 2:13,53 Minuten schlug sie bei den 200m Freistil als Erste an und erntete dafür 635 Punkte. Über die 800m Freistil konnte sie sich im Vergleich zur Vorwoche erheblich um mehr als sechs Sekunden auf 10:03,48 Minuten steigern.

Als zehnte und finale Schwimmerin leistete Elisa Ritter (97) ihren Beitrag zum Aufstieg in die Oberliga. Damit die Familienehre intakt bleibt, übernahm sie zwei der Starts ihrer kurzfristig erkrankten großen Schwester und durfte damit viermal ins Wasser springen. Sie avancierte dadurch mit 2155 Punkten zur viertbesten Punktelieferantin des Teams. Zudem schlug sie über die 100m und 200m Rücken als Schnellste an und lieferte bei allen vier Starts mit rund 540 Punkten konstant gute Leistungen. Ihre persönlich beste Leistung zeigte sie über 50m Rücken, die sie nach 33,86 Sekunden mit 545 Punkten abschloss.

Insgesamt hat das gesamte Team die gestellte Aufgabe und das Ziel Aufstieg bravourös und gekonnt umgesetzt. Nachdem die zweite Damenmannschaft vor zwei Jahren in der Bezirksliga anfing, gelang nun mit zwei Aufstiegen in Folge gleich der Durchmarsch in die höchste hessische Liga. Für den HSC als Verein bedeutet es zudem auch noch einen weiteren Schritt nach vorne. Nachdem die erste Damenmannschaft als Aufsteiger gleich im Vorderfeld der 2. Bundesliga landete, zeigte der Nachwuchs mit dem Aufstieg in die Oberliga, dass der Unterbau stimmt und dass sich das Gesamtgefüge der Mannschaft auf gutem Niveau befindet und die gute Arbeit von Trainer Volker Kemmerer Früchte trägt.

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