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HSC-Damen behaupten sich im Vorderfeld der 2. Bundesliga  [01/2013]

Der erste Wettkampfhöhepunkt im Jahr ist zugleich ein ganz besonderer, da es im Schwimmsport nur diesen einen Mannschaftswettbewerb gibt. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ging ein Hofheimer Damenteam bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in der 2. Bundesliga an den Start. Der Vorkampf der Bundesliga-Süd fand am 26.01.2013 in Wiesbaden und Freiburg mit jeweils sechs Mannschaften statt. Das Hofheimer Team musste in Wiesbaden an den Start und konnte trotz suboptimaler Bedingungen im kleinen und engen Trainingsbecken in der Schwimmhalle Kleinfeldchen eine gute Leistung abliefern. Die Zielvorgabe für den Aufsteiger aus dem letzten Jahr war eine Platzierung in den TOP 5 Süddeutschlands, womit auch der Klassenerhalt gesichert wäre.

Trainer Volker Kemmerer schickte mit Ann-Katrin Gerullis, Nicola Grebe, Celine und Lisa Mauer, Selina Müller, Chiara Passmann, Christina Lehr, Bettina Fuhr und Julia Tilly neun hochmotivierte Damen an den Start. Die jungen HSC-Schwimmerinnen waren zwar in ihrer Motivation vereint, doch brachten sie sehr unterschiedliche Leistungsvoraussetzungen durch teilweise noch vorhandenen Trainingsrückstand und/oder körperlicher Defizite in Form von Krankheiten aus dem Vorfeld in diesem Wettkampf mit ein. Zudem ist auch die Trainingsteuerung des Hofheimer Cheftrainers auf den Endkampf kommendes Wochenende ausgelegt, so dass nicht unbedingt mit einer Topform bei allen Athletinnen gerechnet werden konnte.


Bettina Fuhr und Christina Lehr stechen heraus

Insgesamt kann man beim Hofheimer Auftritt sicher von einer geschlossenen Mannschaftsleistung sprechen. Aber neben den als solide anzusehenden Ergebnissen konnten sich Bettina Fuhr und Christina Lehr, gemessen an ihren Bestleistungen, etwas besser ins Licht setzen und ihre starken Auftritte von den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im vergangenen November erneut bestätigen. Beide präsentierten sich in Wiesbaden in sehr guter Form und lieferten zusammen sieben neue persönliche Rekorde und zahlreiche Punkte für die Endabrechnung ab.

  Schwimmerin Gesamtpunkte Starts Punkte pro Start
  Bettina Fuhr 3536 5 707
  Celine Mauer 3319 5 628
  Christina Lehr 2693 4 673
  Selina Müller 2653 4 663
  Ann-Katrin Gerullis 2630 4 658
  Nicola Grebe 2008 3 669
  Lisa Mauer 1821 3 607
  Chiara Passmann 1618 2 809
  Julia Tilly 1382 2 691
 
Bettina Fuhrs stärkste Leistung war aber auch gleichzeitig der einzige von fünf Starts, bei dem sie keine Bestzeit erzielte. Allerdings verfehlte sie bei den 200m Lagen ihren Rekord nur um wenige Hundertstelsekunden und erhielt für ihre 2:21,81 Minuten starke 743 Punkte. Alle weiteren Starts beendete sie mit Bestleistung und die Punkteausbeute lag jeweils knapp über oder unter 700 Punkten, so dass sie am Ende mit 3536 Punkten die fleißigste Punktesammlerin wurde. Bemerkenswert ist vor allem ihre neue Bestzeit über 400m Lagen, die sie auf 5:05,82 Minuten schraubte, obwohl diese Strecke ganz sicher nicht zu ihren Lieblingsstrecken zählt.

Besonders beachtlich sind die Leistungen von Christina Lehr. War sie im letzten Jahr noch als Ersatzschwimmerin dabei, ging sie dieses Jahr gleich viermal an den Start und konnte jedesmal überzeugen. Besonders über die längeren Kraulstrecken wusste die eigentliche Sprinterin zu gefallen und schlug dabei dreimal mit persönlichem Rekord an. Die 200m Freistil schwamm sie mit 2:08,33 Minuten deutlich unter ihrer erst eine Woche zuvor aufgestellten Bestzeit. Auch über die 400m in 4:35,95 Minuten und 800m 9:39,70 Minuten konnte sie einen großen Leistungssprung verzeichnen und trug damit wichtige Punkte zum Gesamtergebnis bei. Lediglich bei ihrer bisherigen Paradestrecke blieb die Vereinsrekordinhaberin über 50m Freistil in 27,14 Sekunden knapp über ihrer Bestzeit.

Die stärksten Leistungen und die meisten Punkte für einen Einzelstart steuerte Chiara Passmann bei. Die Brustspezialistin konnte erneut ihren Vereinsrekord über 100m Brust herunterschrauben und ihn sogar um fast eine halbe Sekunde auf 1:10,30 Minuten unterbieten und erhielt dafür 793 Punkte für das Team. Über die halbe Distanz verfehlte sie ihren eigenen Rekord in nur ganz knapp, konnte mit einer Zeit von 32,31 Sekunden und 831 Punkten das beste Einzelergebnis zur Gesamtwertung beisteuern.

Die vierte Schwimmerin im Bund, die eine Bestleistung erzielen konnte, ist Selina Müller. Ihr gelang über 50m Brust zudem auch erstmals der Sprung über 700-Punkte-Grenze und sie steuerte in 34,04 Sekunden ausgezeichnete 704 Punkte bei. Ann-Katrin Gerullis, Nicola Grebe, Julia Tilly, sowie Celine und Lisa Mauer machen das Bild einer guten Mannschaftsleistung komplett und das HSC-Team darf selbstbewusst in den Endkampf am nächsten Wochenende in Mainz gehen.


Gute Ausgangsposition für Endkampf

Insgesamt hat sich das junge HSC-Team bei seinem ersten Auftritt in der 2. Bundesliga ordentlich verkauft. Bei 32 Starts erzielten die Damen neben dem Vereinsrekord von Chiara Passmann insgesamt neun persönliche Rekorde und acht weitere Saisonbestzeiten. Mit 21480 Punkten belegt der HSC nach dem Vorkampf den sechsten Rang und hat lediglich 157 Punkte Rückstand auf den dritten Rang und ist für das ausgegebene Ziel Top-5 absolut im Soll.

Sofern sich zum Endkampf noch eine Leistungssteigerung realisieren lässt und alle Damen gesund an Bord sein sollten, dürfen Trainer und Team noch auf diesen letzten in Griffweite befindlichen Podestplatz ein Auge werfen. Die Damen wollen in der nächste Woche beim Endkampf in Mainz von Platz sechs aus angreifen! Gerne erinnern wir uns in diesem Zusammenhang an den unglaublichen Endkampf des vergangenen Jahres, bei dem der Aufstieg realisiert werden konnte. Macht's einfach noch einmal...

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