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Acht Titel für den HSC bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften  [12/2012]

Am 1. und 2. Dezember fanden in Kassel zum Jahresabschluss die Hessischen Kurzbahnmeisterschaften für die jüngeren Jahrgänge statt. Die Nachwuchsmannschaft des HSC konnte dabei am ersten Adventswochenende auf ganzer Linie überzeugen. Auf der verschlankten Veranstaltung durch die teilweise deutliche Anhebung der Pflichtzeiten, konnten sich die Hofheimer Schwimmer/Innen in guter Form präsentieren und erreichten neben acht Tuitelgewinnen auch insgesamt 28 Podestplätze sowie 37 persönliche Rekorde bei 75 Starts. Unter den anwesenden 43 Hessischen Vereinen konnte sich das kleine, aber feine HSC-Team mit seinen elf Schwimmern und Schwimmerinnen im Medaillenspiegel auf dem guten siebten Rang platzieren.


Henry Graf und Carolina Walch überragen mit sieben Titeln

Die herrausragendsten Hofheimer waren Carolina Walch (Jahrgang 2000) und Henry Graf (2002), die auch die größte Medaillenausbeute zu verzeichnen hatten.

Bei den Jungs glänzte Henry Graf (im Bild rechts) mit fünf Goldmedaillen und einer Silbermedaille und war damit der erfolgreichste Hofheimer Teilnehmer der Landestitelkämpfe.
Und dabei schienen am Samstagmorgen die Sterne gar nicht so günstig für ihn zu stehen, denn gleich beim ersten Start über 200m Freistil, die Henry in persönlichem Rekord beendete, wurde er disqualifiziert. Er ließ sich aber nicht entmutigen und holte sich dafür beim zweiten Start über 200m Rücken seine erste Goldmedaille. Von diesen goldenen Weg ließ sich dann Henry auch am gesamten restlichen Wochenende nicht abbringen und holte weitere Titel bei insfeamt vier persönlichen Bestleistungen. Besonders freute er sich über den Jahrgangstitel über 100m Freistil, den er sich unter anderem mit schnell ausgeführten Wenden erkämpfte. Seine Vielseitigkeit konnte er durch Siege im Rücken-, Freistil- und Lagenschwimmen unter Beweis stellen. Und zudem gelang ihm mit drei Siegen über alle Rückenstrecken auch eindrucksvoll der Gesamtsieg in der Dreikampfwertung des Rückenschwimmens.

Carolina Walch (im Bild weiter unten) erschwamm bei acht Starts sechs persönliche Rekorde und trat mit sechs Silbermedaillen und zwei Goldmedaillen den Heimweg an. Sie beendete also bei dem sehr stark besetzten Teilnehmerfeld ihre Rennen niemals schlechter als mit der Silbermedaille und stand bei vier verschiedenen Streckenlängen von 50m bis 400m sowie in drei verschiedenen Lagen auf dem Podest und deutete damit an, dass sie sich mit diesem Potential auch zukünftig in der Hessischen Spitze halten können sollte, sofern sie ihren Trainingsfleiß beibehalten kann.
Gerade bei den perfekt geschwommenen 50m Schmetterling in 0:30,75 Sekunden zeigte sie ihre besonderen Fähigkeiten bei den Tauchphasen nach Start und Wende. Die Krönung des Wochenendes war dann der Titel im Dreikampf des Schmetterlingsschwimmens (Addition der DSV-Punkte über die 50m, 100m und 200m Strecke) und über 400m Lagen in 5:24,18 Minuten. Trainer Volker Kemmerer zeigte sich äußerst erfreut über die kontinuierliche Entwicklung in allen Disziplinen und Streckenlängen bei Carolina.


Peter Hellenschmidt siegt über 400m Freistil

Glücklicher Weise spielte die Gesundheit Peter Hellenschmidt (Jg. 2001) keinen bösen Streich, indem er doch noch pünktlich zum Saisonhöhepunkt gesund wurde. Dies nutzte er auch gelungen aus und holte sich die Goldmedaille mit persönlichem Rekord in 5:14,74 Minuten über 400 Freistil. Den gesamten Medaillensatz komplettierte er durch zwei drei Silbermedaillen über 100m und 200m Freistil sowie der Bronzemedaille über die anspruchsvollen 400m Lagen. Die erfolgreiche Teilnahme wurde durch einen weiteren Erfolg mit der Silbermedaille in der Freistil-Dreikampfwertung abgerundet.

Seinen Zwillingsbruder Patrick Hellenschmidt war es leider nicht vergönnt, sich auch auf dem Podium zu platzieren. "Patrick ist es leider nicht gelungen sein volles Leistungspotential auszuschöpfen", so Trainer Volker Kemmerer. Dennoch war es schön zu sehen, wie Patrick sich auf der Bruststrecke bei 400m Lagen nach vorne bis auf den Bronzerang kämpfte, sich dann aber leider mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben musste. Dass nicht viel zu einer Medaille gefehlt hat, zeigen weitere vierte und fünfte Plätze 100m und 200m Brust sowie den 100m und 200m Lagen, wobei er bei dem 200m Lagen auch das Pech hatte, die Bronzemedaille nach fast drei Minuten nur ganz kanpp um wenige Zehntelsekunden zu verpassen.

Die Jungs aus dem Jahrgang 2000 im zahlenmäßigen und leistungsstarken Starterfeld hatten schwer zu kämpfen, um sich gut zu platzieren. Umso erfreulicher, dass das dann doch gelang.
Moritz Kohlenbrander konnte am Sonntag drei Bestzeiten schwimmen und belegte über 50m und 100m Rücken einen guten fünften und sechsten Platz. Julian Grebe konnte mit fünf Bestzeiten und vier Top-Ten Platzierung überzeugen. Leon Müller kämpfte in der Vorwoche noch mit kleineren Infekten und war deshalb nicht ganz in Topform. Trotzdem schwamm er einen persönlichen Rekord über 100m Rücken 1:18,64 Minuten und konnte fünf Top-Ten Platzierungen zum Gesamtergebnis beisteuern.

Sonja Lehr (Jg. 2000, im Bild rechts zusammen mit Carolina Walch) musste leider akzeptieren, dass ihr Steckenpferd, das Brustschwimmen leider genau an diesem wichtigen Wochenende nicht so optimal lief. Dafür zeigte sie sich über die Freistilstrecken und die kurze Lagenstrecke umso besser. Leider gelang ihr bei diesjährigen Abschluss kein Titelgewinn, wie bei den letzten beiden Titelkämpfen zuvor. Allerdings muss dabei von "Jammern" auf sehr hohem Niveau sprechen, denn auch ohne Titel gehört Sonia zur Hessischen Elite ihres Jahrganges. Bei acht Starts sprangen auch bei ihr nicht weniger als sieben Podestplätze heraus, die sie sich zum Teil mit sehr starken Leistungen und insgesamt sechs neuen persönlichen Rekorden auch redlich verdiente.

Sehr beeindruckend schwamm sie 400m Freistil aus dem zweiten langsameren Lauf heraus und erkämpfte sich im Alleingang einen dritten Platz in 4:59,55 Minuten und lag dabei sogar noch bei Dreiviertel der Strecke auf Titelkurs und wendete als Schnellste bei 300m. Doch leider war die direkte Konkurrenz im anderen Lauf unterwegs und so konnten sich die anderen Beiden auf den letzten 100 Metern noch gegenseitig antreiben und lagen mit starkem Schlussspurt dann letztlich noch knapp zwei Sekunden vor Sonja. Es wäre sicher interessant gewesen, auch Sonja in diesem direkten Kampf um den Titel zu sehen...

Aus der Talentgruppe gab es einen Rookie, Julian Birkel (Jg. 2002, im Bild links), der das erste Mal mit der Nachwuchsgruppe unterwegs war und sich beim Hofheimer Herbstschwimmen seine ersten Hessischen Pflichtzeiten für den Dreikampf im Rückenschwimmen geholt hatte.
Leider war ihm die Nervosität deutlich anzumerken und so machte er einen Fehler und wurde er gleich beim ersten Start über 200 Rücken, die er hervorragend geschwommen war, disqualifiziert. Dafür gelangen die weiteren Starts über 100m und 50m Rücken umso besser und zwei weitere Bestzeiten und ein starker sechster Rang über die 50m Strecke gehen auf sein Konto.

Die Ältesten im Reigen waren Veit Wenzel und Scott McClymont (beide Jg. 1998), die das letzte Mal mit der Nachwuchsgruppe bei den Jahrgangsmeisterschaften dabei waren. Sie zeigten beide sehr ordentliche Leistungen und brachten zahlreiche Top-Ten Platzierungen mit zurück in die Kreisstadt.
Scott McClymont gelangen gleich mehrere gute Auftritte und er schaffte es bei fünf seiner acht Starts mit Bestleistung anzuschlagen. Zudem absolvierte er die meisten Wettkampfmeter und schwamm auch noch neun Top-Ten Platzierungen (inklusive Dreikampfwertung) heraus. Die beste Leistung zeigte er über 400m Lagen, wo er konzentriert und beherzt in 5:28,75 als Siebter anschlagen konnte.

Veit Wenzel startete beim Dreikampf Brust und belegte in der Endabrechnung den sechsten Platz. Eine sehr gute Leistung zeigte er über 50m Freistil und schlug bei seiner bevorzugten Strecke mit neuem persönlichen Rekord nach 26,25 Sekunden als Dritter an. Da aber die 50m Strecken nur im Rahmen der Dreikampfwertung berücksichtigt werden, durfte er leider keine Medaille für seinen starken Auftritt in Empfang nehmen.


Große Zufriedenheit mit dem Wettkampfjahr

Alles in allem freute sich Trainer Volker Kemmmerer nach den Ergebnissen des Jahres 2012 auf den Anfang nächsten Jahres:" Die DMS 2013 kann kommen. Wir sind sowohl bei den Damen als auch bei den Herren gut aufgestellt."

Die 1.Mannschaft und die Nachwuchsgruppe gehen am nächsten Wochenende auf den letzten Wettkampf des Jahres nach Wetzlar, um schon mal einen kleinen Test auf 50m Bahn zu absolvieren.

Selina Müller und Lisa Mauer kämpfen am kommenden Wochenende in Fulda mit der Hessenauswahl auf dem Ländervergleich zwischen Bayern, Österreich und Hessen noch mal um gute Platzierungen für unser Bundesland.

Und dann heißt es für Schwimmer, Trainer und Eltern erst mal durchatmen...

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