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Hofheimer Lagen-Staffel schwimmt ins A-Finale bei Deutschen Meisterschaften  [11/2012]

Nach dem erfolgreichem Abschneiden bei den Deutschen Mannschaftmeisterschaften im Schwimmen der Jugend (DMS-J) auf Landes- (Höchst) und Bundesebene (Essen) und den tollen Leistungen bei den Hessischen Kurzbahnmeisterschaften in Gelnhausen folgte nach vier harten Wettkampfwochenenden mit den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal der Wettkam¬pfhöhepunkt der aktuellen Trainingsperiode.
Da der Deutsche Schwimm-Verband in diesem Jahr einen neuen Qualifikationsmodus eingeführt hat, war die Planung für diese Meisterschaften etwas erschwert. Die bewerten Pflichtzeiten wurden durch die Qualifikation der besten 100 Schwimmerinnen und Schwimmer pro Wettkampfstrecke ersetzt. Dies hatte zur Folge, dass viele Schwimmerinnen und Schwimmer bis zum Meldeschluss zehn Tage vor den Titelkämpfen noch um ihre Qualifikation bangen mussten.

Vom 22. bis zum 25. November 2012 stand den besten Schwimmerinnen und Schwimmern der Nation bereits zum dritten Mal in Folge mit der Wuppertaler Schwimmoper die wohl schönste Schwimmhalle Deutschlands für die Jagd nach Rekorden zur Verfügung. Während sich die deutschen Topathleten um das Unterbieten der Qualifikationszeiten für die Kurzbahnweltmeisterschaften in Istanbul bemühten, erzielten die jungen Hofheimer Schwimmerinnen fünf Vereinsrekorde und acht persönliche Bestzeiten. Neben der Qualifikation von Chiara Passmann über 50m Brust für das B-Finale sorgte die 4x50m Lagen-Staffel mit der Qualifikation für das A-Finale für das Highlight aus Hofheimer Sicht.

Trainer Volker Kemmerer konnte mit Selina Müller (1998), Nicola Grebe (1997), Chiara Passmann (1996), Ann-Katrin Gerullis (1995), Julia Tilly (1995) und Bettina Fuhr (1994) insgesamt sechs Schwimmerinnen 21 Mal bei den nationalen Titelkämpfen auf der Kurzbahn an den Start schicken. Ergänzt wurde das Hofheimer Aufgebot durch Christina Lehr (1998), die zwar keine Einzelqualifikation erreichen konnte, jedoch als derzeit schnellste Freistilsprinterin die beiden Hofheimer Staffeln unterstützen sollte.


Ann-Katrin Gerullis schwimmt Vereinsrekord über 1500m Freistil

Am Tag der langen Strecken ging für den Hofheimer SC Ann-Katrin Gerullis über 1500m Freistil an den Start. Da die Trainingsplanung der letzten Wochen jedoch größten Teils auf die 100m Distanzen bei den Staffelmeisterschaften ausgerichtet war, machte sich Trainer Kemmerer keine größeren Hoffnungen über das Abschneiden seines Schützlings. Doch Ann-Katrin zeigte ein beherztes Rennen und belehrte ihren Trainer eines Besseren. Mit starken 18:27,31 Minuten erzielte sie einen neuen Vereinsrekord und belegte den 44. Platz in der offenen (jahrgangsübergreifenden) Wertung. Am zweiten Wettkampftag durfte Ann-Katrin über die 200m Distanz der zurzeit sehr gut funktionierenden Rückentechnik ins Wasser springen. Nach sehr guten ersten 125m ließen allmählich die Kräfte nach. Dennoch kämpfte sie bis zum Anschlag und konnte sich über einen neue Bestzeit von 2:22,02 Minuten freuen. "Leider konnte Ann-Katrin ab der vierten Wende nicht mehr mit voller Geschwindigkeit in die Wand schwimmen, was automatisch zu Zeitverlust führte", analysiert Kemmerer. Nach einem Tag Pause standen dann 400m Freistil und 100m Rücken auf ihrer Tagesordnung. Diesmal sollte Trainer Kemmerer jedoch leider Recht behalten, als er vor dem 400m Freistil-Rennen ahnte, dass Ann-Katrin, aufgrund der Trainingsplanung, nur etwa drei Viertel der Strecke die geplante Geschwindigkeit abrufen konnte. "Bis 250m war sie voll im Plan, doch dann konnte sie die Zeiten leider nicht halten. Dennoch waren die 4:33,75 Minuten ihre drittbeste jemals geschwommene Zeit", lobte Kemmerer. Auch über die abschließenden 100m Rücken zeigte sie mit 1:06,29 Minuten eine sehr gute Leistung.


Selina Müller glänzt über die Bruststrecken

Im Laufe der Kurzbahnsaison zeigte Selina Müller sich wieder stark verbessert in der Brusttechnik. "Nach den hervorragenden Leistungen dank einer sehenswerten Brust-Technik beim Aufstiegskampf zur 2. Bundesliga hatte Selina die Technik leider nicht stabilisieren können. Jetzt ist jedoch wieder auf dem besten Weg dorthin", erklärt Kemmerer die Situation. Im starken Teilnehmerfeld in Wuppertal stellte sie sich über alle drei Brustdistanzen den Konkurrenz. Über 50m konnte sie ihren persönlichen Rekord auf 34,27 Sekunden verbessern. Über 100m und 200m Brust blieb sie mit 1:14,03 und 2:43,00 Minuten nur knapp hinter ihren Bestleistungen.


Chiara Passmann schwimmt mit Vereinsrekord ins B-Finale

Die letzten sechs Wochen vor den Meisterschaften liefen bei der Vereinsrekord-Halterin über alle Bruststrecken nicht gerade optimal. Eine schleppende Erkältung und Probleme mit dem Rücken machten einen kontinuierlichen Aufbau unmöglich. "Lediglich dank der Teilnahme bei den vielen offiziellen Wettkämpfen und der daraus resultierenden Wettkampfhärte konnte Chiara einiger Maßen ihr hohes Niveau halten. Demzufolge mussten wir uns voll auf die 50m Brust konzentrieren", erklärt Kemmerer. Über die 100m-Brust-Distanz wurde der Trainingsrückstand auch gleich zum Verhängnis. Auf den letzten 35m blieb sie fast stehen, konnte dennoch eine beachtliche Zeit von 1:11,56 Minuten erzielen und verpasste damit die angestrebte Qualifikation zum B-Finale um 25 Hundertstel. Am nächsten Tag klappte dann die Qualifikation über 50m Brust. Mit Vereinsrekord und starken 32,45 Sekunden wurde sie Elfte der Vorläufe und qualifizierte sich souverän als drittbeste für das B-Finale. Im Finalabschnitt konnte sie dann noch einen drauflegen und verbesserte trotz misslungener Wende und Anschlag den Vereinsrekord um weitere 2 Zehntel auf 32,25 Sekunden. Die abschließenden 200m Brust am Sonntag liefen dann mit 2:38,67 Minuten den Erwartungen entsprechend und rundeten das dennoch erfolgreiche Wochenende ab.


Bettina Fuhr glänzt über 200m Lagen

Am zweiten Wettkampftag startete Bettina Fuhr mit ihrer ehemaligen Paradestrecke, den 50m Schmetterling, in die Meisterschaften. Nach starken 28,63 Sekunden erzielte sie nicht nur einen neuen persönlichen Rekord, sondern belegte auch einen hervorragenden 24. Platz in der offenen Wertung. Am nächsten Tag standen die 200m Lagen auf dem Wettkampfplan. Da Bettina in den letzten Jahren sehr intensiv an ihrer Ausdauer gearbeitet hat, werden die längeren Lagendistanzen immer mehr zu ihren neuen Hauptstrecken. Ebenfalls ihre Vielseitigkeit helfen ihr diese Strecken immer besser zu beherrschen. Bei den "Deutschen" steckte sie alles in diesen Start und konnte ihre Bestmarke um ganze 2 Sekunden auf 2:21,72 Minuten verbessern und erreichte damit einen starken 25. Platz. Am letzten Wettkampftag konnte sie über 100m Schmetterling und 100m Lagen auftrumpfen. Über die Schmetterling-Strecke blieb sie nur knapp hinter ihrer Bestzeit. Über 100m Lagen verbesserte sie sich auf 1:06,74 Minuten und konnte sich erneut über einen neue Bestmarke freuen.


Bettina Fuhr mausert sich zur Lagenspezialistin

Neben den kurzen Rückendistanzen konnte Nicola Grebe vor allem über die beiden kurzen Schmetterlingsstrecken ihr Können unter Beweis stellen. Obwohl es bei vier Starts "nur" zu einem persönlichen Rekord reichte, konnte Nicola bei allen Strecken ihr hohes Niveau abrufen. Über 50m Schmetterling belegte sie mit 28,81 Sekunden den 28. Platz. Über die doppelte Distanz konnte sie das sehr hohe Tempo leider nur knappe 90m halten, erreichte jedoch trotzdem nach 1:03,85 Minuten einen guten 33. Platz. Über 50m Rücken (30,26 Sekunden) belegte sie Platz 43 über 100m Rücken (1:05,44 Minuten) Platz 44.


Nicola Grebe mit guten Platzierungen beim Schmetterlingsschwimmen

Am zweiten Wettkampftag startete Bettina Fuhr mit ihrer ehemaligen Paradestrecke, den 50m Schmetterling, in die Meisterschaften. Nach starken 28,63 Sekunden erzielte sie nicht nur einen neuen persönlichen Rekord, sondern belegte auch einen hervorragenden 24. Platz in der offenen Wertung. Am nächsten Tag standen die 200m Lagen auf dem Wettkampfplan. Da Bettina in den letzten Jahren sehr intensiv an ihrer Ausdauer gearbeitet hat, werden die längeren Lagendistanzen immer mehr zu ihren neuen Hauptstrecken. Ebenfalls ihre Vielseitigkeit helfen ihr diese Strecken immer besser zu beherrschen. Bei den "Deutschen" steckte sie alles in diesen Start und konnte ihre Bestmarke um ganze 2 Sekunden auf 2:21,72 Minuten verbessern und erreichte damit einen starken 25. Platz. Am letzten Wettkampftag konnte sie über 100m Schmetterling und 100m Lagen auftrumpfen. Über die Schmetterling-Strecke blieb sie nur knapp hinter ihrer Bestzeit. Über 100m Lagen verbesserte sie sich auf 1:06,74 Minuten und konnte sich erneut über einen neue Bestmarke freuen.


Rückenspezialistin Julia Tilly mit guten Leistungen

Für Julia Tilly waren es keine einfachen Meisterschaften. Während der Vorbereitung wurden ihr die Weisheitszähne gezogen. Zudem kam einen Erkältung die den Trainingsprozess ebenfalls unterbrochen hat. Über 50m Rücken und 50m Brust fehlte ihr deshalb leider die Spritzigkeit. Zwar reichte es über 50m Rücken (30,65 Sekunden - Platz 48) und 50m Brust (35,23 Sekunden - Platz 53) zu guten Platzierungen, trotzdem war Julia nicht mit den Ergebnissen zufrieden. Über 100m Rücken klappte es dann viel besser. Mit der nötigen Lockerheit schwamm sie ihre zweitbeste Zeit ihrer Karriere (1:06,49 Minuten) und konnte zufrieden mit den Meisterschaften abschließen.


Vereinsrekorde und A-Finale bei den Staffelwettbewerben

Im Jahr 2012 konnte der Hofheimer SC neben den vielen sehr guten Einzelleistungen vor allem in den Mannschaftwettbewerben immer wieder mit Teamgeist und sehr guten Ergebnissen aufwarten. Auch bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften konnten die jungen Damen um Trainer Volker Kemmerer den Trend vorsetzen. Nachdem die 4 x 50m Freistilstaffel den Vereinsrekord um knappe 1,5 Sekunden auf 1:47,74 Minuten verbessern konnte und einen sehr guten 14. Platz erreichte, schaffte die 4 x 50m Lagenstaffel mit ebenfalls neuen Vereinsrekord (1:57,21 Minuten) die Sensation. Der achte Platz in den Vorläufen bedeutete die Teilnahme am A-Finale. "Nachdem wir die Meldeliste studiert hatten, haben schon gedacht, dass es klappen kann, wenn alles glatt läuft", freute sich Trainer Volker Kemmerer, "sie sind alle eine sehr gute Zeit geschwommen und haben sie im Finale auch bestätigt. Ein achter Platz im Finale ist bemerkenswert". Vor allem die 14-jährige Christina Lehr, die Kemmerer im Vorfeld für beide Staffeln als Freistilschwimmerin gesetzt hatte, konnte mit Topleistungen auftrumpfen und die ansteigende Form bestätigen. Als Startschwimmerin in der Freistilstaffel sicherte sich die zurzeit beste Hofheimer Freistilsprinterin den Vereinsrekord in sehr guten 26,73 Sekunden. "Christina ist erst ist seit drei Jahren im beim Leistungssport dabei und hat ein richtiges Kämpferherz", lobt Kemmerer. Ebenfalls hervorragende Leistungen in den Staffeln boten Nicola Grebe, Chiara Passmann, Bettina Fuhr und Ann-Katrin Gerullis.

Nach dem erfolgreichen Abschneiden bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften ist die anstrengende und erfolgreiche Kurzbahnsaison für die älteren Schwimmerinnen und Schwimmer vorbei. Am kommenden Wochenende werden die jüngeren Aktiven in Kassel bei den Hessischen Jahrgansmeisterschaften auf Medaillenjagd gehen. Zeitgleich werden mit Niklas Frank und Peter Hohmann erstmals zwei Hofheimer Schwimmer bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften der Masters teilnehmen, die in diesem Jahr in Freiburg ausgetragen werden. Niklas Frank und Peter Hohmann werden die Vereinsfarben in Freiburg vertreten. Den Abschluss des Jahres werden dann einige wenige Sportler/innen des HSC beim 7. Wetzlarer Winterschwimmfest machen.

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