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Neun HSC-Schwimmerinnen siegen bei Hessischen Meisterschaften  [11/2012]

Ein Wettkampfhöhepunkt jagt den nächsten und nachdem die Hofheimer/innen am vergangenen Wochenende bei den Mannschaftsmeisterschaften der Jugend bereits Großartiges geleistet haben, ging es nun bei den Hessischen Kurzbahnmeisterschaften um das Sammeln von Medaillen und Titeln bei Einzelwettbewerben. Unter der Leitung von Trainer Volker Kemmerer starteten am 3. und 4. November 2012 insgesamt sechszehn Schwimmer und Schwimmerinnen in Gelnhausen bei den Landestitelkämpfen auf der Kurzbahn.
Und obwohl der HSC nicht in Bestbesetzung antreten konnte und sogar mehrere Leistungsträger krankheits- bzw. verletzungsbedingt zahlreiche Starts absagen mussten, gelang es trotzdem, sich im Medaillenspiegel als Viertplatzierte wieder unter der Elite der hessischen Schwimmvereine ganz weit vorne zu platzieren. Zwar blieben die ganz großen Leistungen aus, doch war dies auch nach den vergangenen Wettkämpfen und den weiteren unmittelbar bevorstehenden Höhepunkten auch nicht unbedingt zu erwarten. Vielmehr gönnten sich die Schwimmer/innen eine kleine Verschnaufpause, um dann hoffentlich wieder voll anzugreifen;-)
In der Gesamtbilanz spiegelt sich diese Verschnaufpause bei 103 Starts mit 51 persönlichen Rekorden, 16 Titeln, 17 Silbermedaillen und 21 Bronzemedaillen wider und lässt Athleten und Verantwortliche insgesamt zufrieden in die Kreisstadt zurückkehren. Als besonderen Erfolg kann man die Verteilung der Jahrgangstitel auf insgesamt neun verschiedene Hofheimer Schwimmerinnen ansehen.


Bettina Fuhr erfolgreichster "Titelhamster"

Nach ihrer Rückkehr aus den USA dreht Bettina Fuhr (Jahrgang 1994) in dieser Saison wieder richtig auf und war erstmals in ihrer Karrriere die erfolgreichste Hofheimer Teilnehmerin bei Landesmeisterschaften. Sie kehrte mit insgesamt fünf Juniorentiteln aus Gelnhausen zurück und zeigte ihre schwimmerische Vielseitigkeit durch Siege über 50m und 100m Schmetterling, 200m und 400m Lagen sowie über 200m Brust.
Hinzu kommen noch drei Finalteilnahmen in den jahrgangsunabhängigen Endläufen der jeweils sechs Vorlaufschnellsten, wobei es ihr da gelang, sich über 50m Schmetterling eine weitere Bronzemedaille zu sichern.

Ein durchwachsenes aber auch erfolgreiches Wochenende mit zwei Titeln durch- bwz. erlebte Ann-Katrin Gerullis (95). In ihrere Hauptlage, dem Freistilschwimmen, lief irgendwie an diesem Wochenende nicht viel zusammen. Aber es zeigt sich wiederum, wie wichtig es ist, neben der Hauptlage noch eine starke Nebenlage zu haben. In diesem Fall ist es das Rückenschwimmen, das die Titelkämpfe für Ann-Katrin rettete. Denn es gelang ihr über 100m in 1:05,96 Minuten und 200m Rücken in 2:22,84 Minuten jeweils den Jahrgangstitel zu gewinnen und dabei auch noch starke neue Bestzeiten zu erzielen. Über die 200m reichte es zusätzlich mit dieser Leistung die Silbermedaille in der jahrgangsunabhängigen offenen Wertung zu gewinnen. Im ebenfalls offenen Finale über 100m Rücken sicherte sie sich dann später auch noch die Bronzemedaille.

Obwohl Nicola Grebe (97) nur an einem der beiden Wettkampftage an den Start ging, steuerte sie bei allen drei Starts jeweils Siege über 50m Rücken, 100m Brust und 100m Lagen in der Jahrgangswertung bei. Im Finale über 50m Rüken verpasste sie in 30,66 Sekunden ganz knapp nur den offenen Titel und fügte eine weitere Silbermedaille dem Medaillenspiegel hinzu.

Mit sogar nur einer einzige Einzelstrecke musste sich Chiara Passmann (96) in Gelnhausen begnügen. Alle anderen Starts wurden ihr in Absprache mit ihrem Trainer verletzungsbedingt gestrichen. Trotz ihrer Rückenprobleme zog sie als Jahrgangsmeisterin und Vorlaufschnellste in das 100m Brustfinale ein und fast wäre ihr sogar die Titelverteidigung gelungen. Es fehlten im Anschlag weniger als Dreizehntelsekunden, um wieder als Hessenmeisterin aus dem Becken zu klettern. In Anbetracht ihrer Probleme, muss man mit den im Finale erzielten 1:11,30 Minuten mehr als zufrieden sein.

Einen kompletten Medaillensatz fügte Julia Tilly (95) der Erfolgsgeschichte des Wochenendes hinzu. Souverän verteidigte sie ihrern Jahrgangstitel über 50m Rücken aus dem Vorjahr und erschwamm sich im Finale über die gleiche Strecke in starken 30,75 Sekunden auch noch die Bronzemedaille im offenen Bereich. Vervollständigt wurde der Medaillensatz mit der Silbermedaille über 100m Lagen.


Christina Lehr krönt ihre rasante Entwicklung mit ersten Titel

Erstmals in ihrer Schwimmerkarriere darf sich Christina Lehr (98) als Hessische Jahrgangsmeisterin bezeichnen. Die Aufsteigerin der letzten und aktuellen Saison sicherte sich ihren allerersten Titel über die 50m Schmetterling in 29,59 Sekunden. Pikanter Weise war dies die einzige von sieben Strecken, bei der es ihr nicht gelang, eine persönliche Bestzeit aufzustellen. Zudem stand sie auch erstmals in den offenen Endläufen über 50m Rücken und Schmetterling und schnupperte beim Rückenfinale mit 30,90 Sekunden sogar am Podest, das sie als Vierte nur knapp verfehlte.
Ihre schwimmsportliche Geschichte ist eine wirklich große Überraschung und erfüllt Trainer Kemmerer immer wieder mit großer Freude. Erst vor knapp drei Jahren aus dem Breitensport des HSC gekommen, gelang es ihr in dieser Zeit, im Jahrgang den Anschluss bis an die erweiterte deutsche Spitze herzustellen. Mittlerweile steht sie sogar im Hessischen D-Kader und zeigte ihre schwimmerische Ausgewogenheit am Wochenende mit dem Gewinn von Medaillen über Freistil, Schmetterling, Rücken und dem Lagenschwimmen. Und mit der erstmaligen Qualifikation für die offen Deutschen Kurzbahnmeisterschaften Ende November geht sie ihren erfolgreichen Weg wieder ein Stück weiter.

Zu den jungen und erfolgreichen Nachwuchskräften zählen auch Selina Müller, Lisa Mauer und Jana Hellenschmidt. Alle drei trugen sich ebenfalls in die Siegerlisten ein. Dabei gelang es Lisa Mauer (99) bei allen ihren sieben Starts in ihrem stark umkämpften Jahrgang auf das Podest zu klettern. Mit vier Bestzeiten gewann sie jeweils dreimal Silber und Bronze in drei verschiedenen Lagen und krönte ihre Titelkämpfe mit dem Sieg über 200m Rücken in sehr guten 2:24,57 Minuten.

Auch Jana Hellenschmidt (99) wusste an diesem Wochenende zu gefallen. Sie gewann in ihrem Jahrgang ebenfalls von jeder Farbe eine Medaille und erzielte fünf neue persönliche Rekorde bei ebenfalls insgesamt sieben Starts. Auch bei ihr verteilen sich die Medaillen auf drei verschiedene Lagen und deswegen überrascht es nur wenig, dass sie ihren diesjährigen Titel auch beim vielseitigen Lagenschwimmen gewinnen konnte. Über die 200m Lagen setzte sie sich in einem Herzschlagfinale in 2:28,44 Minuten mit der Winzigkeit von einer Hundertstelsekunde durch und durfte für ihren großen Kampf auf den letzten Metern das verdiente Gold bei der Siegerehrung in Empfang nehmen.

Selina Müller (98) hatte mit insgesamt dreizehn Starts das härteste aller Schwimmprogramme zu absolvieren. Man merkte ihr im Verlauf des Wettkamfes die hohe Anzahl an Starts deutlich an, indem an beiden Tagen im Tagesverlauf zum Ende hin die Leistungen etwas nachließen. Aber jeweils am Tagesbeginn schlug sie zu und sicherte sich gleich beim ersten Start mit der Titelverteidigung über 50m Rücken in 30,97 Sekunden in neuer Bestzeit ihren diesjährigen Titel. Ihre zweite persönliche Bestzeit erschwamm sie beim ersten Start am zweiten Wettkampftag. Über 50m Brust reichten 34,28 Sekunden zur Bronzemdaille, wie auch über 100m Rücken. Drei weitere Silbermedaillen über 100m Brust, 200m Rücken und 400m Lagen rundeten ihren Wettkampf ab. Zudem war sie die Hofheimerin mit den meisten Finalteilnahmen. In insgesamt vier offenen Finals durfte sie an den Start gehen, die sie als jeweils Jüngste alle auf dem fünften bzw. sechsten Rang abschloss. Den Abschluss ihres erfolgreichen Auftritts bildeten zwei Medaillen über 200m Brust. In guten 2:42,97 Minuten holte sie im Jahrgang Silber und gewann zusätzlich im offenen Bereich als drittbeste Schwimmerin der gesamten Veranstaltung eine verdiente Bronzemedaille.


Gesamte HSC-Mannschaft zeigt gute Leistungen

Auch wenn naturgemäß nicht alle Starter/innen mit Siegen nach Hause zurückkehrten, konnte sich die Leistungen der weiteren Hofheimer Schwimmer/innen ebenfalls sehen lassen, indem weitere Medaillen und persönliche Rekorde erzielt werden konnten.
Bei den Herren erlebt Oldie Niklas Frank (90) seinen x-ten Frühling und zeigt, dass Alter nicht zwangsläufig vor guten Leistungen schützt. Der Brustspezialist knüpfte nahtlos an die erst kürzlich erzielten Bestleistungen an und zeigte über 100m Brust in 1:09,17 Minuten, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.
Noah-Lars Gerullis (97) zeigte ebenfalls einen guten Wettkampf und gewann bei acht Starts zwei Bronzemedaillen über 100m Schmetterling und 400m Lagen und konnte insgesamt sechsmal seine Bestzeiten unterbieten.
Auch Karin Grebe (95) bewies Kämfer- und Steherqualitäten, indem sie sich auf einer der schwersten und härtesten Strecken eine Bronzemedaille erkämpfte. Über die in Schwimmerkreisen nur selten geliebten 200m Schmetterling schwamm sie sich mit exakt 2:32,00 Minuten auf den letzten Podestplatz. Zwar reichte es über drei Freistildistanzen nicht zu einer weiteren Medaille, doch konnte sie bei den 50m, 100m und 200m Freistil jeweils mit Bestzeit anschlagen.
Zwei weitere Bronzemedaillen sowie weiteren drei Bestzeiten wurden von Elisa Ritter (97) über 100m und 200m Rücken beigesteuert. Ester Rizzetto (99) gelang das bemerkennswerte Kunstück, bei allen sechs Starts ihre persönlichen Rekorde zu unterbieten. Zwar reichte dies (noch) nicht zu Podestplätzen, doch zeigt ihre Entwicklung in dieser Saison steil nach oben und sie kommt langsam aber sicher mit Platzierungen unter den Top-Ten näher an die hessische Spitze heran. Ähnliches gilt auch für Zwillingsschwester Sara Rizzetto, die leistungsmäßig noch einen kleinen Vorsprung hat und sich bei ihren sieben Starts mit insgesamt vier Bestzeiten stets zwischen dem vierten und siebten Rang einsortierte und damit bereits noch dichter an die Medaillenplätze herangekommen ist.


Beide Damenstaffeln auf dem Podium

Da die Hofheimer Staffeln nun schon traditionsgemäß nicht mit leeren Händen nach Hause kommen, wollten die jungen Damen auch bei diesen Titelkämfen wieder zeigen, dass sie bei der Titelvergabe ein gewichtiges Wort mitzureden haben. Und obwohl die HSC-Staffeln noch nicht in vermeintlicher Bestbesetzung angetreten waren, gelang es ihnen, sowohl bei der 4x50m Freistilstaffel als auch bei der 4x50m Lagenstaffel ganz vorne mitzuschwimmen. Letztlich musste man sich zweimal im Finish knapp geschlagen geben und durfte als Dritte in der Freistilstaffel und als Zweite in der Lagenstaffel mit erhobenem Haupt zur Siegerehrung schreiten. Dabei schwammen beide HSC-Staffeln mit 1:49,85 Minuten und 2:01,88 Minuten im Rahmen von Hessenmeisterschaften jeweils die bisher schnellsten Zeiten der Vereinsgeschichte. Lediglich bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im vergangenen Jahr waren HSC-Staffeln noch einen Tick schneller. In zwei Wochen stehen die nationalen Titelkämpfe wieder auf dem Programm und die HSC-Staffeln auf dem Block...

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