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Chiara Passmann wird Deutsche Jahrgangsmeisterin über 50m Brust  [05/2012]

Hofheimer SC mit je fünf Aktiven bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin und bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Magdeburg vertreten.

Nachdem im vergangenen Jahr die Deutschen Meisterschaften und Jahrgangsmeisterschaften aller Jahrgänge innerhalb einer Veranstaltung abgehalten wurden, der sogenannten Schwimmwoche, was wegen des unsinnigen Wettkampfprogramms bei fast allen Beteiligten für Unverständnis sorgte und als Horrorveranstaltung bezeichnet wurde, fanden in diesem Jahr wieder zwei getrennte Veranstaltungen statt. Zum einen die Deutschen Meisterschaften mit Olympiaqualifikation vom 10. bis 14. Mai 2012 in Berlin, die zusammen mit den Junioren- und JEM-Jahrgängen (für die Jugend-Europameisterschaften startberechtigt) ausgetragen wurden und zum anderen die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften der jüngeren Jahrgänge zwei Wochen später in Magdeburg (24. bis 27. Mai 2012).

Um bei den Deutschen starten zu dürfen, musste man sich innerhalb des Zeitfensters vom 1. September 2011 bis zum 30. April 2012 möglichst gut in der jeweiligen Bestenliste platzieren. Für die jüngeren Jahrgänge in Magdeburg (98/99 weiblich und 96/97/98 männlich) reichte der 40. Platz zur Qualifikation. In Berlin musste für die Jungend-Europameisterschafts-Jahrgänge - kurz JEM-Jahrgänge (96/97 weiblich und 94/95 männlich) mindestens der 30.Platz erreicht werden und für die Junioren-Jahrgänge (94/95 weiblich und 92/93 männlich) musste man sogar unter den TOP 20 platziert sein. Im Laufe der Saison schwammen sich zehn Hofheimer Schwimmerinnen und Schwimmer insgesamt 39-mal auf die geforderten Plätze.


Erster Tag in Berlin mit Vereinsrekord der Freistilstaffel

Für die Titelkämpfe in Berlin konnte Trainer Volker Kemmerer Nicola Grebe (97), Celine Mauer (96), Chiara Passmann (96), Ann-Katrin Gerullis (95) und Julia Tilly (95) zu den Titelkämpfen melden.

Am ersten Wettkampftag standen die 400m Lagen von Nicola Grebe und die 4 x 100m Freistil-Staffel auf dem Hofheimer Programm. Über 400m Lagen zeigte Nicola ein anständiges Rennen und beendete die anstrengende Strecke nach 5:13,20 Minuten auf dem zehnten Platz. Aufgrund einer Rückenverletzung, die Nicola während der gesamten Strecke hemmte, verzichteten sie und Trainer Kemmerer auf einen Start im JEM-Finale.
Im Finalabschnitt folgte dann die 4 x 100m Freistil-Staffel. Startschwimmerin Ann-Katrin Gerullis übergab nach Bestzeit in 1:01,49 Minuten an Chiara Passmann, die in 1:00,61 Minuten eine neue Staffelbestzeit nachlegte. In der sehr gleichmäßig besetzten Staffel folgten Celine Mauer in 1:00,73 Minuten und Schlussschwimmerin Nicola Grebe mit 1:00,66 Minuten. Dank der mutigen und kampfstarken Leistungen der Mädels konnte der erst zwei Wochen alte Vereinsrekord um drei Sekunden auf 4:03,49 Minuten verbessert werden und am Ende stand mit dem 14. Rang die beste Platzierung einer Hofheimer Damen-Freistilstaffel bei Deutschen Meisterschaften zu Buche.


Zwei Finalteilnahmen am zweiten Wettkampftag

Am zweiten Tag durften Celine Mauer, Julia Tilly und Chiara Passmann ihr Können und ihre Form bei Einzelstarts unter Beweis stellen. Celine Mauer zeigte über 50m Rücken ein sehr engagiertes Rennen und lag bis 30m auf Bestzeitkurs. Doch dann fehlte leider die Kraft, um das hohe Anfangstempo zu halten. Trainer Kemmerer war jedoch nach der eher durchwachsenden Vorbereitung zufrieden mit seinem Schützling und den gezeigten 31,53 Sekunden, was Platz 14 bedeutete.
Direkt im Anschluss ging Julia Tilly über die gleiche Strecke ins Wasser. Die harte Arbeit an Tauchphase und Übergang zahlte sich aus. Lediglich eine etwas zu hohe Frequenz in der ersten Rennhälfte und der damit verbundene (übertriebene) Kraftaufwand verhinderte eine bessere Zeit. Gute 31,31 Sekunden bedeuteten Platz sechs in der Jahrgangswertung und die Qualifikation als Zehnte für das Junioren-Finale (Jahrgänge 94 und 95).
Im Finale stellte Julia die Mängel aus dem Vorlauf ab, belegte nach einem super Rennen mit 30,92 Sekunden den neunten Platz in der Juniorenwertung und erzielte einen neuen Vereinsrekord.
Das erste Einzelrennen für Chiara Passmann waren die 200m Brust. Trotz eines etwas zu hohen Anfangstempos erzielte sie einen neuen Vereinsrekord in 2:41,62 Minuten und qualifizierte sich als Achte für das JEM-Finale. Allerdings klagte sie bereits beim Einschwimmen für den Finalabschnitt über schlechtes Wassergefühl, was sich dann auch im Rennen bemerkbar machte. Nach 2:43,98 Minuten belegte sie den zehnten Rang.


Erste Hofheimer Medaille am dritten Tag durch Nicola Grebe

Am dritten Wettkampfag sorgte Nicola Grebe für eine freudige Überraschung. Trotz der erwähnten Rückschmerzen zeigte sie bereits im Vorlauf über 100m Schmetterling ein gutes Resultat. Als viertplatzierte startete sie dann am Abend im JEM-Finale und konnte vor allem dank der starken letzten 20m zur Bronzemedaille schwimmen. Überglücklich zeigte sie sich bei der Siegerehrung. Mit einer Zeit von 1:04,38 Minuten stellte sie zudem einen neuen Vereinsrekord auf.
Auch Celine Mauer ging über 100m Schmetterling für den Hofheimer SC ins Rennen. Ein solider Vorlauf sicherte ihr als Zehnte den Platz im JEM-Finale. Im Finale ließ sie ihr Können aufblitzen und steigerte sich um acht Zehntelsekunden auf 1:04,79 Minuten. Positiv bewertete Kemmerer dieses Ergebnis, da Celine trotz anhaltender Ermüdung bis auf sechs Hundertstel an ihre Bestmarke heranschwimmen konnte.
Dritte Hofheimer Schwimmerin war an diesem Tag Ann-Katrin Gerullis. Ann-Katrin ging über ihre Hauptstrecke, den 400m Freistil und kurz darauf über 200m Rücken an den Start. Nach gelungenem Auftakt am ersten Wettkampftag war dieser Tag für sie eher zum Abgewöhnen. Über 400m Freistil waren bereits nach 75m Arme und Beine schwer und sie konnte nicht ansatzweise ihre starke Trainingsarbeit und in den vergangenen Wettkämpfenb auch ansteigende Form umsetzen. Auch über die 200m Rücken 40 Minuten später zeigte sich die gleiche Symptomatik mit dem gleichen verherenden Ergebnis. Etwas konsterniert musste Kemmerer diese unerwartet negativen Ergebnisse hinnehmen und kann die Resultate noch nicht klar einordnen, da Ann-Katrin gute Trainingswerte aufweisen konnte und ja sogar zwei Tage zuvor noch mit Bestzeit in der Staffel glänzen konnte.


Zweite Finallteilnahme für Chiara Passmann am vierten Tag

Auch am vierten Veranstaltungstag stand wieder eine Hofheimerin im Finale. Brustspezialistin Chiara Passmann wollte über 100m Brust die guten Saisonzeit aus Dillenburg wiederholen. Doch obwohl sie ebenso wie am Vortag über kein gutes Wassergefühl verfügte, reichten ihre 1:15,56 Minuten im Vorlauf für eine erneute Finalteilnahme. Am Abend im Finale konnte sich Chiara trotz ähnlichem Gefühl auf 1:14,97 Minuten steigern, was mit Platz sechs belohnt wurde. "Für Chiara war es sehr wichtig, dass sie sich im Vergleich zum Vorlauf steigern konnte. Trotz 1,5 Sekunden über Bestzeit war das eine wertvolle Erfahrung für sie", lobte Kemmerer.
Nicola Grebe konnte die 200m Lagen nicht die gewohnte Stärke zeigen. Nach der Schmetterlingsteilstrecke konnte sie wegen ihrer Rückenschmerzen nur noch unter starken Schmerzen zu Ende schwimmen, was sich dann logischer Weise im Ergebnis widerspiegelte.


Chiara Passmann schwimmt am Abschlusstag sensationell zum Titel

Am Abschlusstag der Deutschen Meisterschaften sorgte Chiara Passmann für das Highlight aus Hofheimer Sicht. Als Zweitplatzierte ihres Jahrgangs qualifizierte sie sich über 50m Brust für das JEM-Finale. Vor diesem Finallauf ging bereits im A-Finale ihre Jahrgangskonkurrentin Julia Willers vom SV Halle an den Start. Aufgrund der diesjährigen Regularien gilt diese Zeit auch übergreifend für die Jahrgangswertung. Als diese ihr Rennen nach soliden 33,06 Sekunden beendete, war Kemmerer klar, dass mit Chiaras Bestzeit (knapp unter 33 Sekunden) der Titel durchaus machbar ist und in Griffweite liegt.
Diesmal hatte Chiara schon beim Einschwimmen ein gutes Gefühl und setzte dieses gekonnt im Finale ein. Nach sehr gutem Start und Tauchzug setzte sie sich gleich die Spitze des Feldes und kontrollierte das Rennen. Vor allem bei der starken Phase von 25-45m konnte nur die spätere Vizemeisterin folgen. Kopf-an-Kopf ging es dem Ziel entgegen und nach exakt 33,00 Sekunden berührten Chiaras Hände die Anschlagmatte und die bangen Blicke richteten sich auf die Anzeigetafel. Zur Freude aller Hofheimer leuchte Chairas Name als erstes auf und nach knapp 25 Jahren ging endlich wieder eine Titel in die Kreisstadt. Am Ende reichten zwei Hundertstelsekunden Vorsprung für Chiaras größten sportliche Erfolg (das Endergebnis). "Die letzten 5m waren nicht optimal, sonst wäre ein Zeit unter 33 Sekunden möglich gewesen", analysierte ihr "strenger" Trainer. Doch dies war der einzige Kritikpunkt vom ansonsten überglücklichen Kemmerer. Mit den 33,00 Sekunden unterbot sie erneut die vom Schwimmverband geforderte Norm für die Teilnahme bei den Europameisterschaften. Da jedoch zwei Schwimmerinnen der JEM-Jahrgänge 96 und 97 im A-Finale standen, konnte Chiara leider nicht für die Nationalmannschaft nominiert werden.

Über 50m Schmetterling zogen Nicola Grebe und Celine Mauer ins JEM-Finale ein. Bereits im Vorlauf konnte Nicola dank hervorragender Beinarbeit in 28,72 Sekunden einen neuen Vereinsrekord aufstellen. Im Finale konnte sie trotz wiederkehrender Rückenschmerzen die Vorlaufzeit mit starken 28,83 Sekunden bestätigen und belegte mit nur 16 Hundertstel Rückstand auf Bronze den vierten Rang.
Celine konnte sich im Vergleich zum Vorlauf (29,42 Sekunden) auf starke 29,16 Sekunden steigern und belegte den guten achten Platz.

Abschließend stand die 4 x 100m Lagen-Staffel auf dem Programm. Nachdem bei den Süddeutschen Meisterschaften mit starker Zeit die Silbermedaille nach Hofheim gebracht wurde, war für die Deutschen ein Platz unter den besten acht Teams das Ziel. Alle Mädels gingen mit viel Motivation zu den Startblöcken. Jedoch konnte lediglich Julia Tilly als Startschwimmerin über 100m Rücken das hohe Anfangstempo halten und schlug nur knapp über Bestzeit in 1:08,88 Minuten an. Es folgten Chiara mit 100m Brust (1:15,22), Celine mit 100m Schmetterling (1:06,52) und Nicola mit 100m Freistil (1:01,27). Mit einer Gesamtzeit von 4:31,89 Minuten blieben die Hofheimerinnen leider jedoch 3,5 Sekunden über ihrem Vereinsrekord von den Süddeutschen.

Zu den HSC-Einzelergebnissen in Berlin





Deutsche Jahrgangsmeisterschaften in Magdeburg - Verpasste Chancen trotz starker Leistungen

Kaum zwei Wochen später konnte Kemmerer fünf weitere Hofheimer Aktive auf die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Magdeburg begleiten. Jana Hellenschmidt (Jahrgang 99), Lisa Mauer (99), Christina Lehr (98), Selina Müller (98) und Veit Wenzel (98) vertraten die Vereinsfarben in sehr guter Form. Einige der HSC-Schwimmerinnen durften sich aufgrund der Qualifikationsleistungen sogar berechtigte Hoffnungen machen, in die Jahrgangsfinalläufe vordringen zu können.

Als erste Hofheimer Schwimmerin durfte Christina Lehr ins Wasser springen. Nach einer rasanten Entwicklung in den letzten beiden Jahren konnte sie sich gleich für vier Strecken bei ihrer ersten Meisterschaftsteilnahme qualifizieren. Über 100m Schmetterling konnte sie gleich bei ihrem ersten Start einen neuen persönlichen Rekord verzeichnen. Nach guten 1:07,86 Minuten belegte sie Platz 21. Am zweiten Wettkampftag folgten die 100m Freistil. Der taktischen Einstellung von Trainer Kemmerer folgte sie dann zu gut und gestaltete die ersten 30m etwas zu ruhig. Auf den letzten 70m spielte sie dann ihre Stärke aus und schwamm mit konstant hoher Geschwindigkeit zu Ende. "Leider war Christina am Anfang zu ruhig, was auf die taktische Absprache zwischen uns zurückzuführen ist. Mit dem ruhigen Anfangstempo wollten wir einen zu forschen Anfang verhindern. Im Endeffekt war dies dann leider etwas zu ruhig. Es wäre sogar eine Zeit von unter 1:02 Minuten drin gewesen", kritisiert Kemmerer auch sich selbst.
Am dritten Tag folgte Christinas Paradestrecke, der 50m Freistilsprint. Als Sechste hatte sie sich für die Titelkämpfe qualifiziert und berechtigte Hoffnungen auf eine Finalteilnahme gemacht. Doch nach dem Start kam sie erst nach 20m auf volles Tempo, was sie dann auch gekonnt zu Ende schwimmen konnte. Eine Zeit von 28,23 Sekunden bedeutete am Ende dann Platz 15. Für den Finaleinzug hätten 27,82 Sekunden gereicht, was bei einen besseren ersten Renndrittel durchaus drin gewesen wäre. Trotz der leichten Enttäuschung nach den 50m Freistil beendete Christina ihre ersten Deutschen Meisterschaften mit einer weiteren Bestzeit von 1:10,68 Minuten über 100m Rücken.

Lisa Mauer kletterte als zweite Hofheimer Schwimmerin auf den Startblock, um gleich zu Beginn mit ihrer Paradestrecke, den 100m Schmetterling, in die Titelkämpfe zu starten. Lisa machte sich berechtigte Hoffnungen über diese Distanz ins Finale zu schwimmen und vielleicht auch nach einer Medaille zu greifen. Voller Tatendrang sprang sie ins Wasser und versuchte alles, um ihr Ziel zu erreichen. Jedoch litt leider die Technik unter dem enormen Krafteinsatz und kostete Geschwindigkeit. Am Ende standen für sie nicht zufrieden stellende 1:09,63 Minuten und der 22. Platz zu Buche. "Leider wollte Lisa zu viel und so hatte die nötige Lockerheit gefehlt, um ins Finale zu schwimmen. Mit dem Erreichen ihrer Bestzeit hätte der Einzug ins Finale geklappt", erläutert Kemmerer. Wenige Minuten später zeigte sie dann ihre wahre Leistungsfähigkeit. Platz 14 über 200m Rücken mit einer neuen Bestzeit von 2:31,95 Minuten war das Resultat.
Am nächsten Tag erzielte Lisa über 200m Lagen ihre beste Platzierung. Nach starken 2:34,01 Minuten belegte sie dank verbesserter Schmetterling-Technik den 11. Rang. Am frühen Samstagmorgen standen dann 50m Freistil und 200m Schmetterling auf dem Programm. Über 50m Freistil hatte Lisa kurz vor dem Startsignal gezuckt und kam so als letzte ins Wasser. Aufgrund des Regelwerkes musste Lisa dann wegen Fehlstarts disqualifiziert werden. Anschließend ging sie über 200m Schmetterling ins Rennen. Bis 150m war Lisa genau auf Bestzeitkurs, bis sie die Kräfte verließen. Mit großem Kämpferherz beendete sie die lange Schmetterling-Distanz nach 2:37,29 Minuten auf Platz 16. Den Abschluss der diesjährigen Titelkämpfe machte Lisa über 200m Freistil. Nach guten 2:18,61 Minuten belegte sie Platz 21. "Sicherlich waren das nicht die Deutschen, die Lisa und ich uns vorgestellt haben. Trotzdem hat Lisa viel für die kommenden Jahre ihrer Schwimmkarriere dazugelernt", resümiert Kemmerer.

Die Dritte im Bunde des Hofheimer SC war Jana Hellenschmidt. Sie wollte die starken Leistungen bei den Süddeutschen Meisterschaften bestätigen und ihre Bestmarken weiter steigern. Dies gelang ihr eindrucksvoll schon über 200m Rücken. Ein sehr mutiges Rennen mit guten Tauchphasen bedeuteten eineinhalb Sekunden Bestzeit (2:33,65 Minuten) und Platz 19 in der Jahrgangswertung. An Tag 2 folgten 100m Freistil. Nach sehr guten 50m und einer nicht optimalen Wenden lag sie bis 85m deutlich auf Bestzeitkurs. Dann wurden die Armzüge kürzer und folglich sank die Geschwindigkeit. Mit 1:03,74 Minuten und Platz 27 bestätigte sie die tollen Leistungen der Saison. Ihre dritte Strecke waren die 100m Rücken am Samstagmorgen. Mit 1:11,97 Minuten stellte sie einen neuen persönlichen Rekord auf und wurde gute 23. ihres Jahrgangs. "Jana kann auf den ersten beiden Dritteln jeder Bahn ein sehr hohes Tempo schwimmen. Leider schafft sie es zurzeit noch nicht dies auf das letzte Bahndrittel zu übertragen. Wenn sie da ihre Körperposition hält und weiterhin lange Armzüge macht, kann sie sich noch weiter vorne platzieren", so Kemmerer.

Seit langer Zeit konnte sich mit Veit Wenzel auch mal wieder ein junger Mann aus den Reihen des Hofheimer SC für die nationalen Titelkämpfe qualifizieren. Trotz starken Trainingsleistungen im und kurz nach dem Trainingslager reichte es jedoch aufgrund einer schleppenden leichten Erkältung lediglich zur Teilnahme über 50m Freistil. "Veit hatte in der Ferien sehr gut gearbeitet und wurde dann leider durch die Erkältung wieder zurückgeworfen", stellt Kemmerer fest. Nach gutem Start und leicht holprigen Übergang ging Veit forsch ins Rennen, die Durchgangszeit über 25m deutete auf eine super Zeit hin. Auf den letzten 5-10m fehlte dann jedoch die Kraft, um unter 27 Sekunden zu schwimmen. Mit Platz 21 und einer Zeit von 27,03 Sekunden hat sich die lange Anreise nach Magdeburg auf jeden Fall gelohnt.

Selina Müller konnte die besten Platzierungen in Magdeburg für den Hofheimer SC erschwimmen. Gleich am ersten Wettkampftag verblüffte die vielseitige 14-Jährige über 200m Rücken. Mit 2:28,87 Sekunden unterbot sie ihre alte Bestmarke um mehr als drei Sekunden und verpasste dabei den Vereinsrekord um lediglich neun Zehntelsekunden. Vor allem die sehr gute Wasserlage und das sehr gleichmäßige Tempo waren für diesen Erfolg verantwortlich.
An zweiten Tag folgte eine weitere Bestzeit über 200m Lagen. Vor allem das verbesserte Schmetterlingsschwimmen war hier der Erfolgsgarant. Trotz der guten Platzierung verpasste sie auf Platz 11 mit 2:29,63 Minuten das Finale jedoch noch recht deutlich um zwei Sekunden. Es folgte die 200m Distanz über ihre eigentlich zurzeit beste Lage - das Brustschwimmen. Eine zu niedrige Frequenz und ein kleiner Fehler in der Technik vereitelten jedoch eine weitere Bestzeit über die 200m Brust. Nach 2:49,83 Minuten belegte Selina Rang 18.
Am dritten Wettkampftag trumpfte Sie erneut über die Rückentechnik auf. Nach 100m und wieder sehr guter Technik schlug sie als Zehnte mit einer Zeit von 1:08,35 Sekunden an. Leider reichte es wieder nicht für eine Finalteilnahme. Hierzu fehlte etwas mehr als eine Sekunde. Auch der Vereinsrekord wurde leider um knappe 0,5 Sekunden verpasst.
Am letzten Tag der Titelkämpfe zeigte Selina ein verbessertes Brustschwimmen. 1:17,23 Minuten bedeuteten einen neue Bestzeit und Platz 13 in der Jahrgangswertung. Kemmerer war einerseits sehr zufrieden mit Selina, musste aber auf Kritik anbringen: "Selina schafft es immer bei den Höhepunkten der Saison durch Leistung zu glänzen. Vor allem die Rückenstrecken und die 200m Lagen waren hervorragend. Trotzdem muss Selina im Training härter arbeiten und die Brust-Technik wieder verfeinern. Bei den DMS Anfang des Jahres verfügte sie noch über eine sehr sehenswerte Technik, die leider nicht mehr 100 prozentig stimmt."

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