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HSC gewinnt fünft Titel bei Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften  [04/2012]

Vom 27. bis 29. April 2012 traf sich die Schwimmer-Elite aus den süddeutschen Bundesländern im Darmstädter Nordbad, um ihre Meister zu ermitteln, bevor es zwei Wochen später in Berlin um die nationalen Titel inklusive Olympiaqualifikation für London gehen wird. Aus der Mannschaft von Trainer Volker Kemmerer gingen zwölf Aktive an den Start, um nach dem Ostertrainingslager beim ersten wichtigen Wettkampf der Konkurrenz zu zeigen, dass man sich in Südfrankreich gut vorbereitet hatte.
Und dieses Vorhaben konnte bei den 56 Starts eindrucksvoll bewiesen werden. Neben 24 neuen persönlichen Rekorden gab es 39 Top-Ten Platzierungen sowie vier Vereinsrekorde über die Einzelstrecken und beide Staffeln verbesserte ebenfalls die vereinsinternen Bestmarken. Aber am aller erfreulichsten ist die Medaillenausbeute von fünf Gold-, drei Silber- und sechs Bronzemedaillen. Als "Sahnebonbon" gelang es der 4x100m Lagenstaffel der Damen im abschließenden Rennen bis zum Schluss um den Titel in der offenen Klasse mitzuschwimmen. Erst auf den letzten Metern mussten sich Chiara Passmann, Celine Mauer, Ann-Katrin Gerullis und Julia Tilly (im Bild links mit Trainer Kemmerer) geschlagen geben, freuten sich aber dennoch diebisch über die Silbermedaille und die Verbesserung des Vereinsrekordes um gut sieben Sekunden.


Chiara Passmann dreifache Titelträgerin

Einen ganz starken Auftritt lieferte Chiara Passmann (Jahrgang 1996) ab, die in ihrer Hauptlage ungeschlagen im Jahrgang blieb und erstmals alle drei Bruststrecken für sich entscheiden konnte. Zusätzlich gelangen ihr über 50m Brust in 32,98 Sekunden und über 200m Brust in 2:41,83 Minuten zwei neue Vereinsrekorde. Bei den 50m gelang es ihr die Norm des Deutschen Schwimmverbandes für die Junioreneuropameisterschaften zu unterbieten, was sie anschließend im jahrgangsoffenen Finale nicht wiederholen konnte, da sie aufgrund fehlenden Wassergefühls das Wasser nicht richtig zu packen bekam. Bei den 200m zeigte sich Kemmerer besonders über Rennteilung hoch zufrieden.

Obwohl Celine Mauer (1996) noch nicht in Bestform ist, gelang auch ihr der erste Titelgewinn bei den Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften. Den Premierensieg erschawamm sie über 50m Rücken in 31,58 Sekunden. Zwei weitere Bronzemedaillen fügte sie über 100m Schmetterling und 50m Schmetterling hinzu, wobei sie die 50m Sprintstrecke in 29,58 in Bestzeit beendete.

Die dritte Titelträgerin im HSC-Bunde ist Nicola Grebe (1997), die die 100m Schmetterling in 1:05,35 Minuten für sich entscheiden konnte. Mit der Silbermedaille nach taktisch guter Leistung und neuem Vereinsrekord von 2:25,25 Minuten über 200m Lagen und der Bronzemedaille über 50m Rücken komplettierte sie den Medaillensatz und darf hoffnungsfroh nach Berlin reisen. Sie sieht Kemmerer nach einer längeren kontinuierlichen Trainingsphase ohne größere gesundheitliche Probleme wieder auf dem Weg zur alten Stärke.


Erste Medaillen für Ann-Katrin Gerullis und Lisa Mauer

Für Ann-Katrin Gerullis (1995) war es mit dem Gewinn der ersten Medaille ebenfalls ein guter Wettkampf. Über ihre Paradestrecke, den 400m Freistil erschwamm sie sich in 4:38,15 Minuten die Bronzemedaille. Insgesamt sieht Kemmerer sie auf gutem Niveau, aber die nötige Dynamik hat noch gefehlt. Außerdem fehlte ihr auch noch die notwendige Lockerheit über ihre Hauptstrecken 200m und 400m Freistil.

Auch Lisa Mauer (1999) war nach Ansicht ihres Trainers noch nicht richtig fit, was besonders über die Schmetterlingsstrecken zu sehen war. Über die köperlich und taktisch sehr anspruchsvollen 200m Schmetterling ging sie hoch motiviert etwas zu schnell ins Rennen, um dann am Ende leider noch einzubrechen. Aber trotzdem gelang es ihr, gleich beim allerersten Auftritt sich dabei noch die Bronzemedaille zu sichern.
Über die 100m Schmetterling lief es sogar noch besser und sie sicherte sich nach 1:08,57 Minuten die Silbermedaille. Den guten Wettkampf rundeten Bestzeiten über 100m und 200m Rücken sowie den 200m Lagen ab.

Selina Müller (1999) überzeugte mit guten Leistungen über 100m und 200m Rücken und 200m Lagen, wobei sie sich dabei vor allem über die Schmetterlingteilstrecke stark verbessert zeigte. Der persönliche Rekord in 2:30,61 Minuten über die Lagenstrecke war auch ihre beste Leistung der veranstaltung. Leider läuft es aber zur Zeit beim Brustschwimmen noch nicht optimal. Die Technik stimmt zwar, aber Frische und besonders Dynamik fehlen noch.

Freistil-Spezialistin Christina Lehr (1998) konnte vor allem über die Nebenstrecken glänzen und zeigte sehr gute 100m Schmetterling und 200m Lagen mit neuen Bestleistungen. Leider liefen die 50m und 100m Freistil nicht optimal. Bei ihren Haupstrecken wollte sie vermutlich etwas zu viel, wodurch die nötige Lockerheit fehlte, was sich in "festen" Armen und Beinen äußerte. Dass sie aber auch über Freistil gut in Form ist, zeigte sie als Startschwimmerin der 4x100m Freistilstaffel, bei der ihr in 1:02,23 Minuten doch noch die ersehnte Bestzeit in der Hauptlage gelang.

Sara Rizzetto (1999) gelang letzte Woche mit einem super Rennen kurz vor Meldeschluss noch die Qualifikation für ihre ersten Süddeutschen Meisterschaften. Die berechtigte Freude über die gelungene Teilnahme äußerte sich leider in Darmstadt durch eine Übermotivation. Sie ging bei den 200m Lagen mit 25m Schmetterlings-Bestzeit ins Rennen und konnte dieses mörderische Tempo leider (natürlich) nicht durchhalten.

Für Julia Tilly (1995) lief es in Darmstadt noch nicht optimal. Die Seuddeutsche Jahrgangsmeisterin aus dem Jahr 2010 hatte noch trainingsbedingt "dicke" Arme und Beine, wodurch die Kraft noch nicht optimal ins Wasser gebracht werden konnte. Ihr vorhandenes Potential konnte sie an diesem Wochenende leider nur in der Lagenstaffel abrufen, bei der sie als Starterin die 100m Rücken nach 1:08,66 Minuten in Bestzeit abschloss. Als bestes Resultat konnte sie den mit dem dritten Platz über 50m Rücken in 31,31 Sekundeneine Bronzemedaille mit nach Hause nehmen.

Bei Jana Hellenschmidt (1999) ist der berühmte Knoten bei 100m Freistil, den 100m und 200m Rücken endlich geplatzt. Trainer Kemmerer zeigte sich sehr erfreut über ihre veränderte Einstellung bezüglich der Renntaktik und -einteilung. Sie zeigte endlich den notwendigen Mut im Becken und zog ihre Rennen komplett durch, ohne die vorher immer wieder vorhandenen und gerügten Phasen des „Ausruhens“ in der Mitte ihrer Rennen. Fünf ihrer sechs Rennen beendete sich mit Bestzeit, wobei besonders die 100m Freistil in hervorragenden 1:03,64 Minuten ins Auge stechen.

Zu guter letzt hatte der HSC sogar zwei Herren am Start, deren Leistungen natürlich auch Gehör finden sollen;-)
Zum einem hatte sich Noah Lars Gerullis (1997) erstmals für Süddeutsche Meisterschaften qualifiziert. Er hatte sich diese Teilnahme redlich mit einer tollen Leistungsentwicklung über die ganze Saison hindurch verdient. Bei seiner Premiere konnte er sich gleich für drei Strecken qualifizieren, doch leider konnte die gute Form der letzten Wochen nicht ins Wasser bringen und präsentierte ganz sicher nicht sein wahres Können. Zwar schien die nötige Kraft vorhanden zu sein, doch auch er schien das zusätzlich erforderliche Wassergefühl gerade an diesem wichtigen Wochenende nicht zu spüren und kam an seine tollen Qualifikationsleistungen nicht heran.

Und als echte Überaschung zog der HSC dann einen seiner erfolgreichen "Oldies" aus dem Hut. Nach Jahre langer auslandsbedingter Abstinenz sprang Michael Krayer (1982) nach gut sieben Jahren erstmals wieder für den HSC ins Becken. Der Finalist der Deutschen Meisterschaften 2006 startete über seine Paradestrecke, den 50m Freistil. Zwar trainiert er bei weitem nicht mehr so aufwendig, wie früher, aber trotzdem fühlte er sich aufgrund eines ganz persönlich erarbeiteten Trainings richtig fit und peilte mit einem Auge das Finale über 50m Freistil an.
Der Hofheimer Vereinsrekordhalter legte auch ein sehenswertes Rennen hin und erzielte mit 24,43 Sekunden auch ein starkes Resultat, doch fehlten ihm in der Endabrechnung als Elfter gerade einmal 17 Hundertstelsekunden zum Einzug ins Finale. Auf jeden Fall freuten sich viele alter HSCler, dass unser alter "Paco" wieder mal dabei war.

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