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HSC-Damen kämpfen wieder um Aufstieg in die 2. Bundesliga  [01/2012]

Unter keinem wirklichen guten Stern stand die Anreise zum Vorkampf der Deutschen Manschaftsmeisterschaften im Schwimmen nach Nordhessen. Die Hofheimer Damen mit Cheftrainer Volker Kemmerer mussten am 28.1.2012 stark ersatzgeschwächt in Baunatal antreten und hatten zusätzlich das Handicap, dass die anderen beiden stärksten Mannschaften der Oberliga-Hessen erst am kommenden Tag in Frankfurt ihren Vorkampf austrugen. Nach kurzfristigen, gesundheitsbedingten Umstellungen schickte Kemmerer mit Ann-Katrin Gerullis, Karin Grebe, Christina Grölz, Celine und Lisa Mauer, Selina Müller, Chiara Passmann, Aurica Ritter und Julia Tilly neun Damen an den Start, um die Hofheimer Farben bei 32 Rennen zu vertreten und das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen. Lautstark unterstützt wurden die eingesetzten Hofheimerinnen von den nominierten Ersatzschwimmerinnen Christina Lehr, Martina Dillenberger und den Schwestern Jana und Franziska Eichhorn.

Nachdem die Damen im vergangenen Jahr bereits den Aufstieg in die 2. Bundesliga vor Augen hatten, bestand aufgrund der diesjährigen Voraussetzungen kaum die Hoffnung, dass man es wieder unter die besten sechs Teams des Süddeutschen Schwimmverbandes schaffen würde, um dann eine Woche später in Freiburg beim Endkampf erneut die Chance zu haben, um den Aufstieg mitzuschwimmen. Doch dank einer großen mannschaftlichen Geschlossenheit, den motivierenden DMS-Shirts mit dem Aufdruck: „OUR BETTER IS BETTER THAN YOUR BETTER!“ und vielen Kämpferherzen konnten sich die Hofheimer Damen den Traum vom Aufstiegskampf erfüllen.


Ann-Katrin Gerullis überragt mit drei Vereinsrekorden

Mit der Aufstellung musste Trainer Kemmerer stark improvisieren und so kam dann auch mit Lisa Mauer eine Nachwuchsschwimmerin zu ihrer Premiere bei den Deutschen Mannschaftmeisterschaften. Die jüngste Hofheimerin (Jahrgang 99) und Schmetteringsspezialistin wurde über 100m und 200m Schmetterling sozusagen ins kalte Wasser geschmissen und lieferte mit zwei Bestzeiten eine überzeugende Leistung ab und rechtfertigte das ganz und gar das in sie gesetzte Vertrauen.
Als tragende Säule dieses Vorkampfes erwies sich Ann-Katrin Gerullis (95), die sich glücklicher Weise bester Gesundheit erfreute und einen echten Sahnetag erwischte und alle fünf Starts mit Bestzeit abschloss. Bereits im ersten Rennen der Veranstaltung legte sie über 200m Freistil in 2:08,10 Minuten einen Vereinsrekord hin und brachte das Team sogleich in Führung, welche bis zum Ende der Veranstaltung bestand hatte. Über 400m Freistil und 800m Freistil folgten weitere Vereinsrekorde in 4:31,60 Minuten und 9:29,18 Minuten. Und selbst ihre Problemdisziplin, das Sprinten, scheint sie langsam verstanden zu haben;-) Denn nur so lassen sich die schnellen 50m Freistil und das erstmalige Unterbieten der Minutengrenze über 100m Freistil in 59,60 Sekunden erklären.

Den vierten und letzten Vereinsrekord steuerte Celine Mauer (96) bei, die über 50m Schmetterling in 28,56 Sekunden knapp unter ihrer eigenen Vereinsbestmarke bleiben konnte und dabei wie auch bei den 100m Freistil mehr als 700 Punkte erzielen konnte.
Die beiden punktbesten Leistungen für das Team wurden von Julia Tilly (95) und Chiara Passmann (96) erzielt. Julia steuerte über 50 Rücken in starken 30,46 Sekunden 749 Punkte und Chiara über 50m Brust in 33,48 Sekunden weitere 741 Punkte zum Gesamtergebnis bei.
Mit drei Bestzeiten bei fünf Starts sowie zwei Bestzeiten bei drei Starts trugen Selina Müller (98) und Karin Grebe (95) weitere wertvolle Punkte zum erfolgreichen Abschneiden bei.


HSC-Damen Reisen mit Chancen zum Aufstiegskampf

Mit der Bilanz von 20563 Punkten und 17 persönlichen Bestleistungen ist der Hofheimer Trainer mehr als zufrieden. Besonders erfreut zeigte sich Kemmerer über die geschlossene Mannschaftsleistung und den Einsatz aller Schwimmerinnen, die trotz zahlreicher gesundheitlicher Probleme mit großem Willen ihre Bereitschaft zeigten, sich für das gesamte Team einzusetzten.

1.SG Schwabmünchen-Nördlingen21.191  Punkte
2.SCW Eschborn20.763  Punkte
3.Hofheimer SC20.563  Punkte
4.DSW 1912 Darmstadt20.517  Punkte
5.SSV Ulm20.250  Punkte
6.SG Bamberg19.291  Punkte
Voller Freude und etwas erstaunt nahm man dann am Sonntagabend das Ergebnis zur Kenntnis, welches besagt, dass es die HSC-Damen tatsächlich geschafft hatten, sich für den Aufstiegskampf in Freiburg zu qualifizieren. Und besonders die Tatsache, dass man als Dritte noch realistische Aufstiegsambitionen hat, dürfte Trainer Kemmerer ein Lächeln auf die Lippen gezaubert haben. Bei nur 200 Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz haben es die HSC-Damen erneut in der Hand, sich ihren Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga zu erfüllen.

Mit dieser Einstellung und hoffentlich gesunderen Schwimmerinnen sehen die Voraussetzungen für den kommenden Samstag anstehenden Endkampf deutlich angenehmer aus als es zu erwarten war. Auf geht's ...

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