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Erste Titel für Peter Hellenschmidt und Sonja Lehr bei Hessischen Jahrgangsmeisterschaften  [11/2011]

Ein schönes und gelungenes Wochenende verbrachten die Trainer, Schwimmer/innen und mitfiebernde Eltern des HSC bei den Hessischen Kurzbahnmeisterschaften der Jahrgänge 1999-2001 weiblich und 1997-2001 männlich in Fulda. Am 5. und 6. November 2011 trafen sich die jungen Schwimmer und Schwimmerinnen, um im Sportbad Ziehers die diesjährigen Hessischen Kurzbahnmeister/innen zu küren.
Für den HSC wurden insgesamt 15 Schwimmer und Schwimmerinnen 109 mal an den Start geschickt und alle HSC-Teilnehmer/innen konnten persönliche Bestzeiten erzielen. Insgesamt 66 persönliche Rekorde, 24 Medaillen bei den Einzelstarts verteilt auf sieben Athleten und schließlich noch acht Podestplätze bei Disziplinenmehrkämpfen (50m, 100m und 200m in einer Lage) sorgten bei allen Beteiligten für frohe Gesichter und gute Laune. Als weitere Zugabe gelang es drei HSC-Athleten, sich in die Hessenauswahl für den Süddeutschen Ländervergleich hinein zu schwimmen.


Peter Hellenschmidt holt ersten Titel und Patrick "verschenkt" ihn

Als erfolgreichste Familie kehrten die Hellenschmidts nach Hause zurück. Dies ist insofern nicht soooooooo schwierig da sie ja auch gleich zu dritt an den Start gingen und dabei 22 Einzelstarts absolvierten. Am erfolgreichsten war dabei Peter Hellenschmidt (Jahrgang 2001, im Bild links), dem es gleich beim allerersten Start gelang, sich über 200m Rücken seinen ersten Titel zu sichern und somit seine Geschwister auch gleich noch ordentlich unter Druck zu setzen ;-)
Mit weiteren drei Medaillen über 100m, 200m und 400m Freistil sowie einem zweiten Rang in der Freistilmehrkampfwertung sowie dem dritten Rang im Rücken-Dreikampf kehrte er als erfolgreichster HSC-Teilnehmer aus Fulda zurück.

Zwillingsbruder Patrick sammelte über 100m Brust, 100m Rücken sowie 100m und 200m Lagen jeweils zwei Silber- und Bronzemedaillen und verschenkte zudem "großzügig" den möglichen Sieg in der Brust-Mehrkampfwertung durch eine grobe Fahrlässigkeit und eine völlig unnötige und überflüssige Disqualifikation im abschließenden 200m Brustrennen. Trotz eingehender und mahnender Worte seines betreuenden Trainers sich nur auf sich selbst zu konzentrieren und sein eigenes Rennen zu schwimmen, misachtete er (wieder mal) diese Anweisung und schaute bis zum Zeitpunkt des Fehlers, der zur Disqualifikation führte, mehr als 30 (in Worten: "dreißig"!!!) mal zum größten Konkurrenten rüber, der auf der Nachbarbahn seine Bahnen zog, bevor er nach Dreiviertel des Rennens anschlug und der Meinung war, das Rennen siegreich beendet zu haben.
Bevor er lautstark von Eltern und Kampfrichtern auf seinen Irrtum hingewiesen wurde, hängte er sich an die Leine und verstieß damit gegen die Wettkampfregeln. Obwohl er anschließend noch weiterschwamm, war die Disqualifikation unumgänglich.
Besonders ärgerlich dabei ist die Tatsache, dass er schwimmerisch seinem Hauptkonkurrenten deutlich in Sachen Technik und Schwimmstil überlegen war. Und solange er sich darauf konzentrierte ordentlich zu schwimmen, war er auch der bessere Schwimmer im Rennen. Aber mit jedem Rüberschauen verlor er seinen Rhythmus und die Konzentration und ein kleiner Bruch war jedesmal zu erkennen.
Nachdem er von allen Seiten Beistand erfahren hatte, gab es aber auch noch die kritischen und mahnenden Worte des Trainers, der ihm versuchte den Sachverhalt deutlich klar zu machen. Sollte er es verstanden haben und es beim nächsten Mal auch umsetzen, so dürfte auch sein erster Titel nicht lange auf sich warten lassen. Sollte er es jedoch nicht gelernt haben, dann ...
Als weiteren Trost wurde er aufgrund seiner guten Leistungen für die Hessenauswahl nominiert, die Ende November in Tübingen zum Süddeutschen Ländervergleich gegen sieben weiteren Landesauswahlmannschaften antritt.

Mit eisernem Willen und großem Kämpferherzen gelang es der großen Schwester Jana (99) im allerletzten Rennen über 400m Lagen, sich die mehr als nur verdiente Medaille zu sichern, nachdem sie zuvor in sieben Rennen, die sie alle in Bestzeit abschloss, immer zwischen dem vierten und siebten Platz landete.
Bei dem finalen Start nahm sie von Anfang an ihr Herz in beide Hände und legte los wie die Feuerwehr und ließ keinen Moment lang einen Zweifel aufkommen, dass sie um den Sieg mitschwimmen möchte. Das erste Rennviertel fegte sie weniger als eine Sekunde über ihrer Einzelbestzeit über 100m Schmetterling durchs Wasser und gab auch im Folgenden den Ton an und lag bis zum Ende auf deutlichem Bestzeitkurs. Auf die abschließenden 100m Freistil ging sie auf Platz zwei liegend und wehrte gekonnt alle Angriffe von hinten ab und verbesserte sich in 5:29,74 Minuten um fast fünf Sekunden und durfte sich für dieses Rennen die Silbermedaille und für das gesamte Wochenende ein dickes Sonderlob vom Trainer abholen.


Sonja Lehr "fliegt" zum Gold und in die Hessenauswahl

Die erfolreichste junge Hofheimer Dame war an diesem Wochenende Sonja Lehr (2000) mit insgesamt vier Einzelmedaillen und je einem zweiten Rang in der Brust-und der Freistil-Mehrkampfwertung. Sie überzeugte das gesamte Wochenende und schaffte vor dem finalen Rennen über 200m Brust bereits sechs persönliche Bestzeiten in sieben Rennen. Für das besagte letzte Rennen ging sie als Außenseiterin an den Start und erhielt als Marschroute die Vorgabe von Anfang an zu attackieren, um die neben ihr schwimmende Favoritin eventuell zu überraschen, aber zumindest von Beginn an unter Druck zu setzen.
Und der Hofheimer Anhang wagte kaum den eigenen Augen zu trauen, denn Sonja ließ sich nicht zweimal Bitten und ging sofort in Führung und baute diese bis zur Halbzeit sogar auf kaum zu glaubende 2,5 Sekunden aus. Die nicht unbgeründete Angst, dass sie zu schnell angegangen war und einbrechen könnte, wischte sie nach 150m Metern mit dem Ausbau des Vorsprunges auf drei Sekunden weg. Erst auf der allerletzten Bahn schwanden ihre Kräfte, doch war ihr Sieg zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Gefahr und mit einer fünfsekündigen Verbesserung ihrer Bestzeit schlug sie nach 3:00,66 Minuten mit als zwei Sekunden Vorsprung an und sicherte sich in beeindruckender Manier ihren ersten Titel bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften und durfte sich zudem über die Nominierung für die Hessenauswahl für den Süddeutschen Ländervergleich freuen, bei der sie als Brustschwimmerin eingesetzt werden soll.


Lisa Mauer fehlen nur Hundertstel zum Titel

Ebenfalls in guter Form präsentierten sich Ester und Sara Rizzetto (beide Jahrgang 1999), auch wenn es noch nicht ganz für eine Medaille reichte. Ester schlug sechsmal mit Bestzeit an und hatte am Ende zwei siebte Ränge über 400m Freistil und 200m Lagen als beste Platzierung stehen.
Sara erzielte vier neue persönliche Rekorde und zeigte ihre Vielseitigkeit durch zwei sechste Ränge über 100m und 200m Lagen.

Zur erfreulichen Gesamtbilanz trug auch Noah-Lars Gerullis (1997) mit zwei Bestzeiten über die mörderischen 200m Schmetterling und 100m Rücken bei, die er zudem auch noch auf dem starken fünften Platz nach 1:07,38 Minuten beendete.
Moritz Kolenbrander (2000) lieferte drei Bestzeiten bei vier Starts ab und auch Patrik Putala (1997) steuerte über 50m Brust eine Bestleistung bei. Scott McClymont (1998) trug sich zweimal in die Rekordliste ein und zeigte bei seinen finalen 400m Lagen starke Kämpferqualitäten und durfte sich in 5:51,07 Minuten zurecht über den achten Platz freuen.

Der vorletzte Wettkampf über 200m Brust hatte es aus Hofheimer Sicht nochmal richtig in sich. Im gleichen Rennen von Sonja Lehr kämpfte auch Carolina Walch (2000) bis zum letzten Meter um eine Medaille, die sie aber mit dem Anschlag leider verlor und bereits zum vierten Mal als Vierte anschlug.
Dieser achte und letzte Start war dann auch ihr einziger, bei dem sie nicht in Bestzeit anschlug. Aber glücklicher Weise wurde sie neben den sieben zuvor erzielten Bestzeiten auch noch mit zwei Treppchenplätzen und jeweils einer Silber- und Bronzemedaille für ein tolles Wettkampfwochenende belohnt. Als unverhoffte Zugabe gelang es ihr außerdem noch, sich im Rücken-Dreikampf ihres Jahrganges den dritten Platz zu sichern.

Auch Leon Müller und Julian Grebe (beide Jahrgang 2000) lieferten bei ihren letzten Starts, den 200m Brust, ihre besten Rennen ab. Leon Müller begann das Wettkampfwochenende mit drei neuen Bestzeiten und beendete es mit seinem vierten Rekord und dem guten vierten Rang. Außerdem brachten ihm die guten Zeiten über die Bruststrecken den guten vierten Rang im Mehrkampf ein.
Julian Grebe wollte es augenscheinlich bei seinem 200m Brustrennen richtig wissen und zündete bei dieser Gelegenheit den bisher so nicht gekannten "Turbo". Ob diese Leistungsexplosion im Zusammenhang mit seiner Lektüre "Tintenherz" steht, in welcher er möglichst schnell weiterlesen wollte, kann nur vermutet werden. Aber ganz von der Hand zu weisen ist diese Annahme nicht, denn nach dem Hinweis seines Trainers, dass er bei einem schnellen und eher zu Ende gebrachten Rennen auch früher weiterlesen kann, hat er sich um mehr als zehn Sekunden verbessert und erschwamm sich mit dem sechsten Rang seine mit Abstand beste Platzierung des Wettkampfes ;-)

Der letzte Hofheimer Starter über 200m Brust war Veit Wenzel (1998) und auch er überzeugte dabei mit persönlichen Rekord und einer weiteren Bronzemedaille. Zuvor sammelte er schon zwei Bronzemedaillen über 100m Brust und 200m Lagen, wobei besonders die Bestzeit über die Lagenstrecke hervorzuheben ist, bei der er in 2:30,23 Minuten mehr als fünf Sekunden unter seinem alten Rekord blieb.
Seine aus Trainersicht gut erkennbaren Fortschritte im Technikbereich bestätigt die von Trainer Volker Kemmerer eingeschlagene Richtung und muss auch von Veit konsequent weiter verfolgt werden, um noch weiter nach vorne zu kommen. Motivieren dürften ihn zudem noch die Silbermedaille im Brust-Dreikampf sowie der vierte Rang bei der Freistil-Mehrkampfwertung.

Fünfmal gelang es D-Kaderschwimmerin Lisa Mauer (1999) auf das Podest zu schwimmen. Und obwohl sie einmal sogar als Erste über 50m Schmetterling anschlug, reichte es doch nicht, um einen Titel mit nach Hause nehmen zu dürfen, da ja die 50m Strecken nur im Rahmen der Dreikampfwertung gezählt wurde.
Neben drei Bestleistungen in acht Rennen gelang ihr eine Silbermedaille in ihrem letzten und besten Rennen über 100m Schmetterling. In 1:10,19 Minuten verfehlte sie den Sieg nur um wenige Hundertstelsekunden, lieferte aber ein taktisch gutes und insgesamt starkes Rennen ab, bei welchem nur Zentimeter beim Anschlag fehlten. Jeweils mit Bestzeit erkämpfte sie sich Bronze über 200m Schmetterling und 100m Rücken und ohne persönlichem Rekord reichte es zum dritten Rang über die 200m Rücken.
Außerdem brachten ihr die gezeigten Leistungen eine Silbermedaille in der Schmetterlings- sowie eine weitere Bronzemedaille in der Rücken-Dreikampfwertung ein. Als eine der bundesweit besten Schmetterlingsschwimmerinnen ihres Jahrganges und als verdiente Zugabe wurde auch sie vom Hessischen Schwimmverband für den Süddeutschen Ländervergleich nominiert.

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