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HSC-Mädels im Titelrausch bei Hessenmeisterschaften [10/2010]

Am 23. und 24. Oktober 2010 wurde die heiße Phase der diesjährigen Kurzbahnsaison eingeläutet. In Baunatal standen die Hessischen Kurzbahnmeisterschaften auf dem Programm. Für den HSC gingen insgesamt 14 Schwimmer und Schwimmerinnen an den Start und lieferten bei 93 Einzel- und drei Staffelstarts ein wahres Feuerwerk an Bestleistungen und guten Platzierungen ab, so dass es im Folgenden sehr schwer fällt, jede dieser Leistungen im Einzelnen so zu würdigen, wie es angemessen wäre. Auf jeden Fall lässt sich sagen, dass es die erfolgreichsten Hessischen Kurzbahnmeisterschaften in der fast 18-jährigen Amtszeit von Trainer Adam Ollé darstellen. Neben 58 Bestleistungen schmetterten die Damen noch 18 neue Vereinsrekorde ins Wasser und nahmen für den HSC noch nie da gewesene 41 Medaillen mit nach Hofheim. Hinzu kommen noch weitere 17 vierte Plätze, so dass die Bilanz mehr als nur erfreulich ausfiel.
Besonders erfreulich ist auch die Tatsache, dass alle Hofheimer Starter und Starterinnen Bestzeiten auf ihrem Konto verbuchen konnten und es vier HSC-Damen gelang auf insgesamt zwölf Finalteilnahmen zu kommen und dabei sogar weitere Duftmarken in Form von zahlreichen Podestplätzen setzen konnten. Im offenen Bereich ließ sich die sehr gute Entwicklung der HSC-Damen gut ablesen. Achtmal belegten sie den zweiten Platz und dreimal den dritten Rang und deuteten damit sehr nachdrücklich ihre Anwartschaft auf Siege auch in der jahrgangsoffenen Wertung an.
Auch im Hinblick auf die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in drei Wochen in Baunatal geben die Ergebnisse Anlass zur Hoffnung, dass noch weitere Verbesserungen mit Zuspitzung der Form realisierbar sein sollten.


Celine Mauer und Chiara Passmann beherrschen Jahrgangskonkurrenz

Nun, dass Celine Mauer und Chiara Passmann ihren Jahrgang 1996 dominieren würden, überraschte niemanden. Aber die dabei gezeigten Leistungen waren teilweise herausragend und fanden im gesamten Schwimmer- und Trainerkreis große Beachtung. Die beiden gewannen 15 der 16 vergebenen Jahrgangstitel und überließen lediglich den Titel über 400m Freistil der Konkurrenz, da dies die einzige Strecke war, bei der die beiden nicht an den Start gingen.
Celine Mauer blieb in allen ihren neun Einzelrennen ungeschlagen und holte jeden der folgenden Jahrgangstitel über 50m, 100m und 200m Freistil, 50m, 100m und 200m Rücken, 50m, 100m und 200m Schmetterling sowie über 100m und 200m Lagen unangefochten. Zusätzlich beendete sie jedes dieser Rennen in persönlicher Bestzeit und kam kaum dazu sich lange darüber zu freuen, da sie sich zudem noch für fünf offene Endläufe der jeweils sechs besten Schwimmerinnen qualifizierte, wovon sie fünf Finals auch wahrnahm und dort auch noch um die Medaillen und Titel mitschwimmen konnte. In den vier Finals gewann sie weitere drei Silber- und eine Bronzemedaille. Insgesamt absolvierte sie an diesem Wochenende 15 Einzelstarts und zwei Staffelstarts, wobei sie bei elf Einzelstart den Vereinsrekord unterbot und mit 16 Medaillen und am Ende völlig erschöpft die Heimreise antreten durfte.

Ein ähnlich erfolgreiches Auftreten zeigte auch Chiara Passmann, die insgesamt vier Jahrgangssiege über 50m, 100m und 200m Brust sowie über 400m Lagen und dabei jeweils den Vereinsrekord deutlich unterbot. In den jahrgangsoffenen Endläufen verbesserte sie die Vereinsrekorde über 50m und 100m Brust ein weiteres Mal und musste sich jeweils nur ganz knapp geschlagen geben. Neben den vier Titeln standen bei ihr am Ende noch drei Silbermedaillen im offenen Bereich zu Buche.


Julia Tilly und Aurica Ritter erkämpfen sich Jahrgangstitel

Der dritte Titelhamster im Bunde war Julia Tilly (Jahrgang 1995), die sich in die Siegerlisten über 50m und 100m Rücken sowie den 50m Brust eintragen durfte. Auch sie absolvierte inklusive vier Finalteilnahmen insgesamt elf Einzel- und zwei Staffelstarts ein Mammutprogramm und hatte mit der Anzahl der Starts ganz ordentlich zu kämpfen, da es ihr als begnadete Sprinterin noch etwas an der Ausdauerkapazität fehlt und sie dadurch etwas längere Regenerationszeiten benötigt. Zudem war sie durch das aktuell sehr harte und auf die in drei Wochen stattfindenden Deutschen Kurzbahnmeisterschaften ausgerichtete Training noch sehr müde und weit weg von ihrer Bestform. Aus diesem Grund musste sie teilweise mehr als ihr lieb war um die einzelnen Titel kämpfen. Sie bewies aber beachtliche Kämpferqualitäten und holte neben den Titeln über 50m und 100m Rücken und den 50m Brust noch drei weitere Medaillen über 50m Freistil und den 100m Lagen und Brust.

Die vierte und letzte Hofheimer Titelträgerin war an diesem Wochenende Aurica Ritter (94). Sie ist und bleibt bei jedweden Titelkämpfen eine kleine Wundertüte, weswegen Trainer Ollé scherzhaft den Erfolg eines Wochenendes stets an Auricas Leistungen knöpft. Nachdem die 50m Rücken aufgrund der bekannten Schwächen beim Start nicht optimal verliefen, hing das gesamte Wochenende sozusagen am seidenen Faden. Es sollten mit den 200m und 100m Rücken die beiden wichtigsten Rennen für Aurica folgen, da ihr dort auch noch die Pflichtzeit für die Deutschen Meisterschaften in Wuppertal fehlte und deswegen auch ein etwas größerer Druck auf ihr lastete. Aber dieser Druck und die damit verbundenen Anspannung fiel nach den 200m Rücken von allen beteiligten ab und Auricas Grinsen nach dem Anschlag verhieß dann auch ein gutes Wochenende für den Trainer ;-) Sie erreichte in diesem Rennen alle Ziele, indem sie ihren eigenen Vereinsrekord unterbot und damit ihre erste Medaille im offenen Bereich gewann und auch noch die Pflichtzeit für Wuppertal unterbot.
Das kleine Sahnehäubchen setzte sie am Schlusstag über die 100m Rücken, wo sie nach schlechtem Start dem Feld hinterher schwamm und bis zum Anschlag kämpfte und auf den letzten Metern noch an allen Konkurrentinnen vorbei kam und sich den Jahrgangstitel und die Pflichtzeit für Wuppertal sicherte.


Gesamte HSC-Mannschaft überzeugt mit Leistungssprung

Trotz dieser Medaillen- und Rekordflut der bereits genannten Damen, konnten auch die übrigen, daran nicht beteiligten, HSC-Damen ihren Trainer überzeugen und warteten mit weiteren zahlreichen überzeugenden Leistungen auf, wobei manche nur ganz knapp an Podestplätzen vorbei schwammen. Mit Ann-Katrin Gerullis (95) und Franziska Eichhorn (94) gelang es zwei weiteren Athletinnen, sich auf Medaillenplätze vor zu schwimmen. Ann-Katrin Gerullis sicherte drei Bronzemedaillen über 100m und 200m Schmetterling sowie über 200m Freistil. Franziska Eichhorn gewann über die 50m Brust sogar Silber und wies am Ende über alle drei Strecken ihrer Hauptlagen, dem Brustschwimmen, neue Bestzeiten auf. Auch Bettina Fuhr (94) erkämpfte sich eine Bronzemedaille über die 100m Schmetterling. Sie ist noch ähnlich weit weg von ihrer Bestform wie Julia Tilly, was sich besonders über ihre Lieblingsstrecke, den 50m Schmetterling, zeigte. Im Sommer stand sie in Berlin im Jahrgangsfinale und wurde bundesweit Zehnte ihres Jahrganges und musste sich bei den aktuellen Landestitelkämpfen überraschend mit dem vierten Platz begnügen.

Obwohl es bei „Oldie“ Christina Grölz nicht zu Medaillen reichte, überraschte sie sich selbst und ihren Trainer mit unerwartet starken Resultaten über 100m und 200m Schmetterling, bei denen sie jeweils ihrer persönlichen Bestzeiten deutlich nach unten drücken konnte. Da sie aufgrund ihres Referendiates nicht die in den vergangenen Jahren gewohnten Trainingsumfänge absolvieren konnte, war es umso erstaunlicher, dass auf der mörderischen 200m Schmetterlingstrecke sich so deutlich verbessern konnte. Das gleiche Kunststück auf derselben Strecke gelang auch Martina Dillenberger, die sichtlich erfreut und erstaunt ihre neue deutliche Bestzeit zur Kenntnis nahm. Nicht minder erfreut nahm das Ergebnis ihr Trainer am Beckenrand zur Kenntnis, denn Martina gehört mit zu den Fleißigsten innerhalb der Gruppe und hat sich das gute Resultat mehr als verdient.

Als krönenden Abschluss erreichte die Damen-Lagenstaffel (im Bild rechts) einen tollen zweiten Platz und musste sich über die 4x50m Lagen lediglich der übermächtigen SG Frankfurt beugen. Celine Mauer als Rückenschwimmerin, Chiara Passmann als Brustschwimmerin, Bettina Fuhr als Schmetterlingsschwimmerin und Julia Tilly als abschließende Kraulschwimmerin sorgten nach zuvor insgesamt 48 absolvierten Rennen abschließend gemeinsam für ein würdiges Ende der erfolgreichsten Landestitelkämpfe in der Geschichte des Hofheimer Schwimmclubs.


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