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Kuriose Pokalverteidigung beim Westerwaldschwimmfest [06/2010]

Am 12.6.2010 stand das bei allen Hofheimern sehr beliebte Westerwaldschwimmfest als Saisonabschluss auf dem Programm. Als Titelverteidiger des Wanderpokals für die Mannschaftswertung sind die Hofheimer Schwimmer und Schwimmerinnen seit 2003 in der Gesamtwertung unbesiegt und hatten auch in diesem Jahr die feste Absicht, den Wanderpokal zum achten Mal in Folge mit nach Hause zu nehmen.
Erschwert wurde dieses Vorhaben durch die Terminierung der Bezirksmeisterschaften, die am gleichen Wochenende in Offenbach stattfanden und bei denen die Nachwuchsmannschaften des HSC antraten. So musste es ausschließlich die 1. Mannschaft des HSC versuchen zu richten und es war von Anfang an klar, dass es in diesem Jahr recht eng werden würde.
Die äußeren Bedingungen im Freibad zu Herschbach waren durchwachsen. Sonnenschein und leichter Regen wechselten sich ab, aber glücklicher Weise waren die Temperaturen mit knapp 20 Grad so, dass man ohne großes Frieren dem Schwimmsport nachgehen konnte.
Mit 28 Siegen und insgesamt 49 Podestplätzen bei 60 Starts verbuchten die HSC-Athleten eine fast optimale Bilanz und holten damit annähernd die maximal mögliche Anzahl an Punkten für die Gesamtwertung. Zusätzlich gab es einen geplanten Vereinsrekord durch die Freistilstaffel und einen unerwarteten durch Celine Mauer über 50 m Rücken.


Celine Mauer überzeugt mit fünf Bahnrekorden

Nachdem Celine Mauer vor einer Woche bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften ihre hervorragende Form unter Beweis stellte, konnte sie auch in Herschbach überzeugen. Insgesamt fünf neue Bahnrekorde stehen nach Beendigung der Wettkämpfe auf ihrem Konto. Sie schaffte es dabei, jeden ihrer Starts mit einem Bahnrekord zu beenden und steht nun über 50 m Rücken, Schmetterling und Freistil sowie über 100 m Rücken und Schmetterling in den Rekordlisten. Etwas überraschend gelang ihr dabei in 30,88 Sekunden sogar ein neuer Vereinsrekord über 50 m Rücken.

Weitere Bahnrekorde sicherten sich Julia Tilly und Peter Hohmann. Julia Tilly unterbot ihre eigene Bestmarke über 50 m und 10 m Brust aus dem Vorjahr. Über 50 m lieferte sie in 34,84 Sekunden eine ordentliche Leistung ab. Über die doppelte so lange Bruststrecke lieferte sie sich ein Kopf an Kopf Rennen mit Chiara Passmann, die nach einem Rückstand wieder aufholen konnte und am Ende zeitgleich nach 1:17,65 Minuten mit Julia Anschlug.
Peter Hohmann sicherte sich bei seinem ersten Wettkampf in diesem Jahr die Rekordmarke über 50 m Rücken mit 29,11 Sekunden und verfehlte über 50 m Schmetterling mit 28,46 Sekunden die Rekordmarke nur um zwei Zehntelsekunden.
Zum Abschluss seiner (vorläufigen) Hofheimer Schwimmkarriere konnte sich Simon Pistor mit vier neuen Bestzeiten verabschieden. Besonders über 100 m Freistil ließ er es noch einmal krachen und unterbot in 57,77 Sekunden erstmals die Minutengrenze. In Anlehnung an seinen Spitznamen "Pino" erhielte er von der Mannschaft als Abschiedsgeschenk ein Pinocchio T-Shirt und freute sich zudem über ein Fotoalbum mit vielen schönen Momenten und Geschichten aus seiner Hofheimer Zeit. Wir alle wünschen Pino bei seinem neuen Verein viel Erfolg und zudem noch viel Spaß beim 25 Km Rennen bei der Freiwasser DM Ende Juni ;-)


Freistilstaffel sichert mit Vereinsrekord Pokalverteidigung

Zum Abschluss stand die 4 x 200 m Freistilstaffel auf dem Programm, die im Grunde nur einmal pro Jahr eben beim Westerwaldschwimmfest vom HSC geschwommen wird, da sie so gut wie nie auf dem Programm von Kurzbahnwettkämpfen zu finden ist. Der alte Vereinsrekord stammte aus dem Jahr 2003 und war mehr als überfällig und sollte dem aktuellen Leistungsstand der Mannschaft angepasst werden. Deswegen wurde mit Celine Mauer, Ann Katrin Gerullis, Chiara Passmann und Christina Grölz in Bestbesetzung angetreten und die vier Damen unterboten auch in 9:14,72 Minuten den alten Rekord um gut 15 Sekunden und gewannen die Staffelkonkurrenz unangefochten.

Im Anschluss folgte die Siegerehrung und alle waren gespannt, ob es gelungen war, den Mannschaftspokal zu verteidigen. Als dann der Vereinsname bereits beim dritten Rang fiel, waren die Gesichter vor Enttäuschung zunächst schon etwas lang, doch nahm man es sportlich und fuhr dann halt eben ohne den großen Wanderpokal nach Hause.
Als dann am nächsten Tag das Protokoll veröffentlich wurde, staunte Trainer Adam Ollé nicht schlecht als er sah, dass die veröffentlichte Gesamtwertung nicht der zuvor geehrten entsprach. Nach dieser Veröffentlichung lag der HSC nämlich vorne! Auf Nachfrage beim Veranstalter wurde von diesem ein Fehler eingeräumt und der HSC nachträglich als Sieger erklärt. Am Ende sicherte sich der HSC mit 323 Punkten und gerade einmal 30 Punkten Vorsprung den Sieg vor Daaden-Wissen. Und wie sich zudem im Nachhinein herausstellte, waren es genau die 30 Punkte, die es für den Sieg bei der abschließenden Freistilstaffel gab, bei der die Konkurrenzstaffel lediglich Dritte wurde.

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