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Vereinsrekorde purzeln reihenweise nach Trainingslager [04/2010]

Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Caorle galt es für die Hofheimer Schwimmer und Schwimmerinnen bei den folgenden Wettkämpfen am 17. und 18. April in Bad Nauheim und Mainz sowie am 24./25. April in Pohlheim die harte Trainingsarbeit in neue Bestzeiten und Qualifikationen für die Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften umzusetzen.
Am ersten Wettkampfwochenende gab es noch wechselnde Höhen und Tiefen, wobei der Weg aber mehr nach oben zeigte. Bei 113 Starts erzielten die Athleten der 1. Mannschaft und der Nachwuchsgruppe insgesamt 49 persönliche Rekorde und auch vier neue Vereinsrekorde.

Am zweiten Wochenende legte die 1. Mannschaft in Pohlheim ordentlich Kohlen nach steuerte bei 59 Starts weitere 27 persönliche Bestzeiten und drei Vereinsrekorde bei. Weiterhin erhöhte sich die Anzahl der für die Süddeutschen Meisterschaften in SindelfingeN qualifizierten Athleten auf mittlerweile neun Personen. Neben den bereits zuvor qualifizierten Celine Mauer, Chiara Passmann, Sarina Ritter, Julia Tilly, Aurica Ritter und Bettina Fuhr schafften nun auch Franziska Eichhorn, Ann-Katrin Gerullis und Jacqueline Jährig den Sprung nach Sindelfingen. Auch die Damenstaffeln über 4 x 100 m Freistil und Lagen konnten das begehrte Ticket lösen.


Weitere uralt Vereinsrekorde aus den Rekordlisten gelöscht

Gleich bei ihrem allerersten Start nach ihrem Wechsel aus Eschborn konnte Ann-Katrin Gerullis (Jahrgang 1995) in Mainz den Uralt-Vereinsrekord über 800 m Freistil aus dem Jahr 1985 deutlich um mehr als zehn Sekunden unterbieten und ihn auf 10:03,54 Minuten verbessern. Allerdings lief es an ihrem ersten Wettkampfwochenende für den HSC noch nicht ganz rund und sie blieb teilweise deutlich hinter ihren Bestzeiten zurück.
Erst in Pohlheim löste sie die Handbremse und legte mit einigen Bestzeiten den Grundstein für die Teilnahme an den Süddeutschen Meisterschaften. Mit persönlichen Bestleistungen über 50 m Freistil in 29,45 Sekunden, 200 m Freistil in 2:17,74 Minuten und 400 m Freistil in 4:48,38 Minuten hat sie nun die Normen für alle Freisitilstrecken in der Tasche, wobei sie sich auch noch zusätzlich den 400 m Freistil Vereinsrekord unter den Nagel riss, nachdem gerade eine Woche zuvor Aurica Ritter (94) den bis dato mehr als zwei Jahrzehnte gültigen Rekord unterbieten konnte.

Zwischen "Kreisklasse" und nationaler Spitze pendeln aktuell die Leistungen von Chiara Passmann (96). In Bad Nauheim schwamm sie sich über 200 m Brust mit hervorragenden 2:48,59 Minuten in die Top Ten der Deutschen Bestenliste ihres Jahrganges und deutete damit ihr Potential überdeutlich an. Aber nach dem Galaauftritt folgten am gleichen Tag noch unterirdische Leistungen, die in keinem Verhältnis zu ihren Möglichkeiten stehen. Auch im Training der folgenden Woche gab es mehrfache Ermahnungen von Trainerseite, das Training gewissenhafter umzusetzen. Aber scheinbar verflogen diese Mahnungen ungehört und die Leistungen Chiaras am ersten Wettkampftag in Pohlheim knüpften leider an die vorangehenden lustlos wirkenden Auftritte an. Eine weitere sehr deutliche Traineransage und die damit verbundene Streichung aus der Lagenstaffel schien dann am zweiten Wettkampftag in Pohlheim die erhoffte Wirkung zu zeigen. Chiara schien verstanden zu haben und lieferte über 200 m Lagen in 2:34,59 eine starke neue Bestzeit ab. Auch bei den anschließenden 100 m Schmetterling wusste sie mit persönlichem Rekord von 1:11,85 Minuten zu überzeugen. Es bleibt zu hoffen, dass sie nachhaltig verstanden hat, dass sie fleißig und hart arbeiten muss, damit sie bei den kommenden Meisterschaften belohnt wird. Die Fähigkeiten dazu bringt sie allemal mit ...


Celine Mauer und Julia Tilly auf dem Weg in die nationale Spitze

Auf gewohntem und vor allem konstant hohem Niveau trainiert und absolviert Celine Mauer (96) ihre Wettkämpfe. Die Schmetterlings- und Rückenspezialistin führt führt in diesen Disziplinen in allen Streckenlängen die Hessische Bestenliste ihres Jahrganges teilweise überdeutlich an und gehört besonders über Schmetterling auch zu den Top Ten der Bundesrepublik. Auch vereinsintern ist sie aktuell über die Lagen- und Schmetterlingsstrecken nahezu konkurrenzlos. Diese Stellung untermauerte sie mit zwei neuen Vereinsrekorden über 400 m Lagen in 5:23,15 Minuten und den 200 m Schmetterling in 2:31,99 Minuten.

Auf dem richtige Weg und dabei auch noch auf dem Vormarsch befindet sich Sprintspezialistin Julia Tilly (95). Nachdem sie im Trainingslager und in der anschließenden Woche sehr erschöpft war, scheint sie nun langsam über den Berg zu kommen. Sie verzeichnete in Pohlheim einen rasanten Formanstieg und riss zwei Vereinsrekorde an sich. Zunächst "klaute" sie als Brustschwimmerin der Rückenspezialistin Aurica Ritter mit 31,73 Sekunden um fünf Hundertstelsekunden den Vereinsrekord über 50 m Rücken, um danach über 50 m Brust noch einen richtigen Paukenschlag draufzusetzen.
Bekannter Weise gehört sie zu den besten 50 m Brustschwimmerinnen ihres Jahrganges, doch die Leistung in Pohlheim beeindruckte selbst ihren Trainer. Bis zur Hälfte des Rennens verlief alle normal und sie erreichte diese Marke bei ca. 15,5 Sekunden. Aber nun geschah eine folgenschwere Veränderung: Sie wurde nicht viel langsamer und konnte bei fast konstanter Frequenz den Tempoverlust deutlich in Grenzen halten und schlug nach überragenden 33,97 Sekunden an und pulverisierte den alten Vereinsrekord von Chiara Passmann um mehr als eine Sekunde und schwamm sich damit auch auf den Spitzenplatz der Deutschen Bestenliste ihrer Altersklasse und der altersunabhängigen offenen Hessischen Bestenliste. Die Freude war ihr und auch der restlichen Mannschaft deutlich anzusehen. Und als Geste des Respekts für diese beeindruckende Leistung zog ihr Trainer auf der Tribüne den virtuellen Hut ;-)

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