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B-Jugend überraschend Hessenmeister beim Mannschaftswettbewerb der Jugend [03/2010]

Ein äußerst spannendes Wettkampfwochenende bescherte die weibliche B-Jugend allen Zuschauern, Fans und Trainern beim Hessenentscheid der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend. Am 6. und 7. März 2010 schwammen die jeweils sechs besten Hessischen Mannschaften die Sieger in den Altersklassen Jugend E (Jahrgänge 2001/2002) bis Jugend A (1993/1994) in Addition von fünf Staffelwettbewerben aus. Bei diesem Deutschen Mannschaftswettbewerb der Jugend werden die Zeiten der Freistil-, Brust-, Rücken-, Schmetterling- und Lagenstaffel zu einer Endzeit addiert, welche dann den Ausschlag über die Gesamtplatzierung gibt.

Für den Hofheimer SC qualifizierten sich im Vorkampf auf Bezirksebene die weiblichen Teams der A-, B- und D-Jugend, wobei besonders die B-Jugend als Zweitplatzierte des Vorkampfes die besten Aussichten aufwies. Die A- und D-Jugend gingen jeweils als vierbestes Team ins Rennen und hatten aufgrund der Abstände aus den Vorkämpfen nur geringe Aussichten, sich weiter nach vorne zu schwimmen.


Leistungsexplosion bei Schmetterling ebnet den Weg zum Titel

In der weiblichen B-Jugend der Jahrgänge 1995 und 1996 standen mit Celine Mauer (96), Chiara Passmann (96), Sarina Ritter (96) und Sandra Wellmann (96) vier Schwimmerinnen, die bereits im vergangenen Jahr in der C-Jugend unangefochten den Hessentitel gewannen. Vervollständigt wurde das Quartett dieses Jahr in der B-Jugend durch Julia Tilly (95), die in der letzten Saison mit der damaligen B-Jugend Vizehessenmeister wurde. Obwohl die Mannschaft nach dem Vorkampf mehr als 16 Sekunden Rückstand auf den Favoriten aus Eschborn aufwies, rechnete sich Trainer Adam Ollé trotzdem gute Chancen für die Damen aus, noch den Sprung nach ganz vorne zu schaffen, da man im Vorkampf bereits drei der fünf Staffeln für sich entscheiden konnte und zudem nicht bei jeder Staffel mit der nominell besten Aufstellung an den Start gegangen wurde.

Der erste Wettkampftag lief dann ähnlich wie im Vorkampf und die HSC-Damen gewannen die 4 x 100 m Rücken- und Bruststaffel und wurden Dritte bei der Freistilstaffel. Besonders bei der Bruststaffel boten Celine Mauer, Chiara Passmann, Sarina Ritter und Julia Tilly ein wahre Demonstration und deklassierten das übrige Feld mit einer deutschlandweit hervorragenden Endzeit von 5:13,41 Minuten. Am Ende des ersten Tages lag die B-Jugend mit gut vier Sekunden vor Eschborn in Führung, bevor es am zweiten Wettkampftag die wichtigste Staffel, die 4 x 100 m Schmetterling zu absolvieren galt. Im Vorkampf gab es bei Schmetterling eine regelrechte Klatsche und einen mehr als unbefriedigenden Rückstand von mehr als zwölf Sekunden. Der Schlüssel zum Sieg lag also eindeutig bei dieser Staffel. Wie im Vorkampf traten die gleichen vier Damen an, jedoch in veränderter Reihenfolge und mit einer ungleich stärkeren Motivation. Das Fiasko des Vorkampfes sollte sich auf keinen Fall wiederholen.
Und bereits nach der Hälfte des Rennens zeichnete sich die erhoffte Steigerung ab. Chiara Passmann als Startschwimmerin verbesserte sich mit 1:10,1 Minuten um fast zwei Sekunden und Julia Tilly, die alles lieber mag als Schmetterling, steigerte sich sogar um mehr als vier Sekunden auf 1:11,6 Minuten. Als Drittes flog dann mit Celine Mauer die schnellste Schmetterlingsschwimmerin der gesamten Veranstaltung an den bisher führenden Eschbornerinnen regelrecht vorbei und übergab in Führung liegend nach überragenden 1:05,5 Minuten an Schlussschwimmerin Sarina Ritter, die dann bis zur Hälfte ihrers Rennens vom Vorsprung zehren konnte, bevor die Eschborner Schlussschwimmerin wieder vorbei zog. Sarina kämpfte sich ebenfalls mit Bestzeit ins Ziel und hielt den Rückstand mit knapp sechs Sekunden in Grenzen und am Ende stand mit 4:42,87 Minuten die um mehr als zehn Sekunden erhoffte Verbesserung zum Vorkampf. Mit lediglich 1,6 Sekunden Rückstand in der Gesamtwertung hielten die HSC-Damen vor der abschließenden Lagenstaffel nun alle Trümpfe in der Hand, da sie Eschborn bereits zwei Wochen zuvor beim Lagenschwimmen hinter sich lassen konnten.

Aus gesundheitlichen Gründen wurde die Lagenstaffel dann noch kurzfristig umgestellt. Sarina Ritter rückte für die durch eine Erkältung geschwächte Sandra Wellmann ins Team. Rückenschwimmerin Julia Tilly brachte die Staffel in sehr guten 1:08,4 Minuten bereits mit drei Sekunden in Führung, die anschließend Brustschwimmerin Sarina Ritter und Schmetterlingsspezialistin Celine Mauer auf sechs Sekunden ausbauen konnten. Von diesem großen Vorsprung beflügelt und den Sieg vor Augen legte Kraulschwimmerin Chiara Passmann in 1:01,1 Minuten abschließend eine Bestzeit hin und brachte den notwendigen Vorsprung nach Hause, so dass die B-Jugend die Überraschung perfekt machte und den Hessentitel mit einer Gesamtzeit von 23:28,02 Minuten erneut nach Hofheim holen konnte. Nebenbei pulverisierten die Damen bei der Aufholjagd auch noch den Vereinsrekord der Lagenstaffel um vier Sekunden auf nunmehr 4:34,87 Minuten und verbesserten die Gesamtzeit um fast 25 Sekunden im Vergleich zum Vorkampf. Anschließend war nur noch Jubeln und Siegerehrung angesagt.
Die Gesamtzeit bedeutete ebenfalls einen inoffiziellen Vereinsrekord, da noch nie zuvor eine Hofheimer Mannschaft derart schnell unterwegs war. Die Endzeit nährte auch die Hoffnung auf die Teilnahme am Bundesfinale der acht schnellsten Mannschaften der Bundesrepublik. Aber leider wurde der Finaleinzug um etwas mehr als sechs Sekunden verpasst. Trotzdem steht am Ende ein hervorragender elfter Platz in der deutschlandweiten Gesamtwertung zu Buche.














A-Jugend schafft in Brust den Sprung auf's Podest

In der weiblichen A-Jugend der Jahrgänge 1993 und 1994 standen Larissa Jährig, Aurica Ritter, Bettina Fuhr, Franziska Eichhorn und Martina Dillenberger (alle Jahrg 1994) im Aufgebot. Nach dem vierten Rang in 24:26,39 Minuten im Vorkampf zeichnete sich schnell ab, dass der Zug nach vorne las auch nach hinten abgefahren war und im Hinblick auf die Gesamtplatzierung kaum noch eine Änderung möglich war. Also ging es im Wesentlichen darum, bei der einen oder anderen Staffel eine Duftmarke zu setzen und die anderen Teams zu überraschen.

Am besten gelang dies bei der Bruststaffel, bei der die HSC-A-Jugend etwas überraschend bis zur allerletzten Wende in Führung lag, bevor dann doch noch zwei Schwimmerinnen an Schlussschwimmerin Aurica Ritter vorbeiziehen konnten, die trotzdessen als absolute Nicht-Brustschwimmerin mit 1:24,0 Minuten eine ausgezeichnete Leistung bot. Die vergleichsweise beste Leistung bot aber Martina Dillenberger, die sich auf für sie sehr gute 1:20,9 Minuten verbesserte. Bestzeit erzielte auch Startschwimmerin Bettina Fuhr in 1:19,6 Minuten und erwartungsgemäß war Brustspezialistin Franziska Eichhorn in 1:18,8 Minuten die schnellste in diesem Quartett.
Mit der guten Endzeit von 5:23,43 Minuten konnte die A-Jugend wenigstens einen Podestplatz erringen, womit im Vorfeld nicht unbedingt zu rechnen war. Bei allen anderen Staffeln kam die HSC-A-Jugend als viertplazierte ins Ziel, so dass dann auch folglich im Endklassement der vierte Platz mit einer Gesamtzeit von 24:08,49 Minuten wurde. Dabei verbesserten sich auch die Damen der A-Jugend im Vergleich zum Vorkampf um fast 20 Sekunden.














Weibliche D-Jugend mit gutem Abschneiden und zwei Podestplätzen

Mit Lisa Mauer, Jana Hellenschmidt, Ester und Sara Rizzetto (alle 99), sowie Sonja Lehr (2000) hatte Trainer Volker Kemmerer eine schlagkräftige Truppe für den Hessenentscheid der DMS-J zusammen. Dank der guten Vorstellungen beim Bezirksentscheid zwei Wochen zuvor, qualifizierten sich die jungen Damen als viertbestes Team für die Entscheidung auf Landesebene. Hoch motiviert wollten sie die erzielte Gesamtzeit aus der Bezirksentscheidung unterbieten und einen Podiumsplatz auf Landesebene erkämpfen. Allerdings war die Konkurrenz nicht weniger stark und es war nicht davon auszugehen, dass die Eschborner, Darmstädter oder Frankfurter Staffeln schwächen zeigen würden.

Sehr gut in Form waren die Zwillingsschwestern Ester und Sara Rizzetto. Sara konnte bei all ihren fünf Einsätzen Bestzeiten erzielen. Ester zeigte ebenfalls sehr gute Leistungen, konnte jedoch in der abschließenden Lagenstaffel nur noch ansatzweise ihr volles Leistungsvermögen abrufen. Sonja Lehr wurde lediglich in der Bruststaffel eingesetzt, machte ein gutes Rennen und trug so zur guten Platzierung bei. Jana Hellenschmidt und Lisa Mauer hatten jeweils 5 Starts und durften somit bei allen Staffeln den Hofheimer SC an den Start und zeigten gute Leistungen. Leider mussten beide in den letzten Wochen jeweils einige wichtige Trainingstage krankheitsbedingt pausieren, so dass deutlichere Verbesserungen leider nicht möglich waren. Lisa war immer noch leicht geschwächt, was vor allem über die 100m Schmetterling in der Lagenstaffel deutlich sichtbar war.

Letztendlich wurden die fünf Mädels mit knappen 30 Sekunden Rückstand auf Platz drei gute Vierte. Wie gut dieses Ergebnis tatsächlich ist, wird deutlich, wenn man sich die Qualifikationsliste zum Bundesentscheid ansieht: Die drei Erstplatzierten Mannschaften aus Hessen fahren alle zu den Deutschen Meisterschaften nach Essen. Gesund und mit fünf optimalen Staffeln hätten auch die Hofheimer Mädels das Zeug gehabt, den Kampf um die Teilnahme beim DSV Entscheid wesentlich knapper zu gestalten. Aber immerhin konnten die talentierten HSC-Mädels zweimal die Phalanx der dominierenden Teams durchbrechen und sie erkämpften sich in der Freistil- und Rückenstaffel jeweils den dritten Rang.














Weibliche C-Jugend erreicht 8. Platz auf Bezirksebene

Mit guten Ergebnissen beim Bezirksentscheid konnten sich die Hofheimer Mädels der weiblichen C-Jugend leider nicht für Hessenmeisterschaften qualifizieren. Selina Müller, Christina Lehr (beide 98), Jana Eichhorn, Jacqueline Jährig und Elisa Ritter (alle 97) erzielten viele Bestzeiten, waren jedoch chancenlos bei der Vergabe um die besten 6 Plätze in Hessen. Trotzdem waren die Mädels zufrieden mit ihrem Abschneiden und bereiten sich im Training engagiert auf die nächsten Wettkämpfe vor.

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