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Langbahn Saisonauftakt mit Hessen-Titel für Celine Mauer [01/2010]

Mitten in der ersten langen Trainingsphase waren die Hessischen Meisterschaften der Langen Strecken am 23. und 24. Januar 2010 terminiert. Die ersten Titelkämpfe des neuen Kalenderjahres wurden in der Traglufthalle in Bergen-Enkheim ausgetragen und für den HSC wurden mit Celine Mauer, Chiara Passmann über 400 m Lagen und Simon Pistor über 1500 m Freistil lediglich der Aktive gemeldet.
Für Celine Mauer ging es im Grunde hauptsächlich um die Qualifikation für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Sommer in Berlin. Für Trainer Adam Ollé bestand kein Zweifel daran, dass sie, sofern nicht etwas völlig Außergewöhnliches vorfallen würde, den Titel über 400 m Lagen nach Hofheim holen würde. Mit Chiara Passmann stand die größte Rivalin des Jahrganges 1996 gleich neben ihr auf dem Startblock und der HSC-Trainer hoffte auf einen Doppelsieg seiner Schützlinge.

Nach dem Start zog Celine Mauer als beste hessische Schmetterlingsschwimmerin ihrer Altersklasse gleich zusammen mit einer weiteren Schmetterlingsspezialisten aus Gelnhausen auf und davon und die beiden wechselten mit ansehnlichem Vorsprung in die Rückenlage. Chiara Passmann hatte beim ersten Wechsel gut drei Sekunden Rückstand und befand sich mitten in der Verfolgergruppe. Da Celine Mauer auch noch die beste Rückenschwimmerin des Feldes ist, konnte sie sich nun der letzten Konkurrentin entledigen und zog mit großem Vorsprung vorne einsam ihre Bahnen und musste beim Brust- und Kraulschwimmen alleine gegen die Uhr schwimmen. Ihre planmäßige Vorgabe lautete bei ca. 5:25 Minuten anzuschlagen. Obwohl sie um jeden Meter kämpfte, merkte man ihr doch deutlich an, dass sie mitten in einer ermüdenden Trainingsphase steckte und aktuell kaum Tempohärte vorhanden war. Am Ende verpasste sie zwar die Vorgabe knapp, sicherte sich aber in neuer Vereinsrekordzeit von 5:26,63 Minuten überlegen mit mehr als zehn Sekunden Vorsprung den Titel und konnte sich nach dem Anschlag umdrehen und zuschauen, was ihre Mannschaftskameradin auf den letzten Metern veranstaltete.
Chiara Passmann hatte sich nach der dritten Teilstrecke, dem Brustschwimmen, auf den zweiten Rang vorgeschoben und verteidigte beim Kraulschwimmen verbissen den knappen Vorsprung und ließ sich bis zum Anschlag die Silbermedaille nicht mehr entreißen. Mit persönlicher Bestzeit von 5:37,24 Minuten machte sie den Hofheimer Doppelsieg perfekt.
Wer aber nun denkt, dass das Tagesprogramm erledigt sei und die beiden sich zurücklehnen durften, der irrt gewaltig. Denn kurz nachdem die beiden ihre Siegerehrung erhalten hatten, sprangen beide ins Auto ihres Trainers und es ging gleich weiter zum nächsten Training …

Dort beim Training trafen sie auch auf ihren Mannschaftskameraden Simon Pistor (Jahrgang 1993), der am folgenden Tag über die 1500 m Freistil an den Start ging. Medaillen- oder sogar Titelchancen konnte man Simon in dem starken Jahrgang 1993 nicht zurechnen. Nachdem er Anfang Januar ein 10-tägiges Trainingslager mit sehr vielen Umfängen auf Lanzarote erfolgreich hinter sich gebracht hatte, wollte er nun seine Bestzeit deutlich verbessern.
Aufgrund der noch physisch vorhandenen Müdigkeit nach Lanzarote ging er sein Rennen sehr diszipliniert an und versuchte über ein ausgesprochen konstanten Rennverlauf eine gute Endzeit zu erzielen. Er pendelte sich recht zügig auf eine 100 m Durchschnuttszeit von 1:15 Minuten ein und war bei Halbzeit des Rennens knapp eine Sekunde unter seiner Bestzeit. Im Gegensatz zu seinem Bestzeitrennen konnte er diesen Schnitt dieses Mal allerdings halten und unterbot in 18:36,0 Minuten seinen Rekord um fast sieben Sekunden und wurde damit am Ende siebtplatzierter seiner Altersklasse.

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