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Jana Hellenschmidt und Lisa Mauer neue Hessische Jahrgangsmeisterinnen auf der Kurzbahn [11/2009]

Am 28. und 29. November 2009 standen die Landesmeisterschaften auf der Kurzbahn der Jahrgänge 1997 bis 1999 weiblich und 1995 bis 1999 männlich auf dem Terminplan des Hessischen Schwimmverbandes. Mit der Wahl des Austragungsort Fulda (Sportbad Ziehers), entschied sich der Hessische Schwimmverband für eines der größten Sportschwimmbäder (8 x 25m) Hessens. Zudem wurde die elektronische Zeitnahme von der Firma titanium sportstiming übernommen, die zwei riesige Anzeigetafeln im Schwimmbad installierten und für einen reibungslosen Ablauf der Zeitnahme sorgte. Auch die Organisatoren von den Gastgebenden Wasserfreunden aus Fulda sorgten für optimale Bedingungen für alle Aktiven, Trainern und Eltern.

Für die Schwimmerinnen und Schwimmer der Nachwuchsgruppe des Hofheimer Schwimmclubs, sowie zwei jungen Athletinnen der Hofheimer Talentgruppe von Trainerin Christina Grölz, bedeutete dies der Höhepunkt der Kurzbahnsaison 2009. Seit dem 01. Januar 2009 wurden fleißig Pflichtzeiten gesammelt, so dass sich alle Hofheimer Schwimmerinnen und Schwimmer der entsprechenden Altersklassen mindestens einmal für die Meisterschaften qualifizieren konnten. Ronahi Güler (98) verzichtete nach einigen Verletzungen in den vergangen Monaten auf eine Teilnahme, so dass Trainer Volker Kemmerer „nur“ 11 Aktive mit insgesamt 70 Einzelstarts melden konnte. Kurzfristig musste Selina Müller (98) ihre Teilnahme wegen starken Fiebers absagen. Ihr Trainer Kemmerer: „Es ist sehr ärgerlich für Selina. Sie hat in den letzten Wochen sehr gut trainiert und ihre Formkurve zeigte steil bergauf.“

Bereits am Freitagnachmittag reiste die 10-köpfige Sportlergruppe um Trainer Volker Kemmerer nach Fulda, um am Vorabend der Wettkämpfe ein abschließendes 45-minütiges Training im Wettkampfbecken zu absolvieren. „Der Gesamteindruck des letzten Trainings stimmt mich durchaus positiv. Die Kinder waren heiß auf die Titelkämpfe. Einige Sorgen mache ich mir trotzdem um die Leistungsfähigkeit meiner Athleten. Etliche krankheitsbedingte Ausfälle verwehrten eine reibungslose Vorbereitung. Lediglich Jacqueline Jährig konnte in den letzten 4 Wochen regelmäßig trainieren.“, beschreibt Kemmerer die aktuelle Situation.


Jana Hellenschmidt gewinnt nach optimalen Rennen Gold über 200m Lagen

Für Jana Hellenschmidt waren es die ersten Meisterschaften auf Landesebene in dieser Form und dementsprechend aufgeregt absolvierte sie ihren ersten Start. Sehr verhalten und mit kleinen Schwächen in der Wendenausführung reichte es jedoch auf Anhieb für eine Medaille. Nachdem auch noch die Zweitplatzierte disqualifiziert wurde, konnte sich Jana über ihre erste Silbermedaille freuen.
Ein optimales Rennen lieferte Jana anschließend über 200m Lagen ab. Sehr offensiv ging sie ins Rennen und distanzierte die Konkurrenz bereits bis zum Ende der Rückenteilstrecke, so dass sie einem ungefährdeten Sieg entgegen schwimmen konnte. „So muss man bei Meisterschaften auftreten“, lobte Kemmerer seinen Schützling. Leider gelang Jana solch ein Glanzstück nicht mehr an diesem Wochenende. Erneut leichte Schwächen bei den Wenden und zu ruhige Anfangsgeschwindigkeiten über 100m Rücken, 200m Brust und 400m Lagen verwehrten ihr trotz guter Leistungen den Gewinn weiterer Medaillen. Auch starke Endspurts reichten nicht mehr, um die enteilten Konkurrentinnen wieder einholen. Im Rückendreikampf (Addition aller erreichten DSV-Punkte über 50m, 100m und 200m einer Disziplin) sicherte sie sich dank guter 50m Rücken den zweiten Platz.


Lisa Mauer wird Hessische Jahrgangsmeisterin über 100m Lagen

Dank ihres großen Kampfgeistes gewinnt Lisa Mauer (99) trotz längerer Krankheitspause in der direkten Vorbereitung fünfmal Edelmetall, wobei sie ihr bestes Rennen über 100m Lagen absolvierte.
Die Vorgaben von Trainer Volker Kemmerer setzte sie optimal um und konnte so einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg einfahren. Mit Bronzemedaillen über 400m Freistil, 100m Schmetterling und im Freistil-Dreikampf (50m, 100m und 200m), sowie Silber im Schmetterling-Dreikampf wurde Lisa die erfolgreichste Medaillensammlerin für den HSC. „Lisa konnte nach 10-tätiger Krankheit erst vor einer Woche wieder ins Training einsteigen. Dank der guten taktischen Umsetzungen und ihres Kämpferherzes konnte sie trotzdem gute Leistungen abliefern“, freut sich Kemmerer.


Jacqueline Jährig etabliert sich in den Top Sechs ihres Jahrgangs

Die besten individuellen Verbesserungen konnte Jacqueline Jährig (97) erzielen. Nach sehr guten Trainingsleistungen in den vergangenen Wochen, konnte Jacqueline lernen, dass es sich die regelmäßige „Quälerei“ im Training lohnt. Ein dritter Platz über 50m Schmetterling, vierte Plätze über 100m Lagen und 50m Rücken und drei weitere Top 6 Platzierungen unterstrichen das erfreuliche Resultat. Über 100m Lagen lag sie nach der Rückenteilstrecke noch auf Rang zwei. Doch dann kam die ungeliebte Brustteilstrecke, bei der sie von zwei Konkurrentinnen eingeholt wurde und auf den undankbaren vierten Platz verdrängt. „Lediglich bei Brust ist Jacqui unterlegen, bei den übrigen Lagen war sie schneller als die Zweit- und Drittplatzierte. Doch daran werden wir in der Zukunft gezielt arbeiten“, so Kemmerer.


Veit Wenzel und Sara Rizzetto mit ersten Podestplätzen bei Landesmeisterschaften

Sara Rizzetto (99) und Veit Wenzel (98) konnten sich jeweils über einen dritten Platz über eine 50m Strecke freuen. Da die 50m Strecken jedoch nicht in der Einzelwertung geehrt wurden, sondern lediglich im Disziplinendreikampf in die Wertung eingingen, blieben die beiden leider ohne Medaille. Sara belegte zudem einen guten vierten Rang im Rücken-Dreikampf. „Bei Veit wären noch einige bessere Platzierungen drin gewesen, wenn er noch intensiver an seiner Technik arbeiten würde. Die Wasserlage ist noch nicht ideal, so dass er viel Kraft aufbringen muss, um gegen des Wasser zu schwimmen, statt auf dem Wasser zu gleiten“, übt Kemmerer Kritik.


Hofheimer Nachwuchs erkämpft sich insgesamt 30 Bestzeiten

Ester Rizzetto (99), Jana Eichhorn, Elisa Ritter, Patrik Putala (alle drei 97) und Max Helmer (98) komplettierten das Hofheimer Aufgebot und nahmen den Kampf um die Plätze bei den Meisterschaften an. Jana Eichhorn zeigte gute Verbesserungen über die Bruststrecken und freute sich über einen guten sechsten Platz über 100m Brust. Elisa Ritter legte direkt am frühen Samstagmorgen sehr stark los und erzielte über 200m Rücken eine neue Bestzeit. Bei den folgenden Starts wirkte sie jedoch kraftlos und konnte keine weiteren Verbesserungen erzielen. Patrik Putala hatte große Ziele vor sich. Über 100m Lagen wollte er Silber holen. Doch leider warf in eine schleppende Erkältung in den letzten Wochen weit zurück, so dass schon nach wenigen Metern Arme und Beine schwer wurden und er weit hinter seinen Möglichkeiten hinterher schwimmen musste. Trainer Kemmerer fühlte mit seinem Schützling: „Es ist sehr schade. Auf dem letzten Testwettkampf vor zwei Wochen konnte Patrik sehr gute Resultate erzielen.“ Auch Ester Rizzetto ging beschwächt an den Start. Trotzdem kämpfte sie sich durch den Wettkampf und konnte drei persönliche Rekorde erzielen. Max Helmer konnte seine steigende Leistungskurve der letzten Wochen leider nicht fortführen und beendete die 100m Brust mit einer durchschnittlichen Leistung.

Insgesamt zeigt sich Trainer Kemmerer sehr zufrieden. „Technisch sind wir recht gut ausgebildet. Vor allem von Jana Hellenschmidt kann die Konkurrenz beim Schwimmen noch was lernen. Und nach den vielen Erkrankungen im Vorfeld der Meisterschaften war es klar, das wir nicht aus dem vollen Schöpfen konnten. Nur fehlt mir bei manchen noch der nötige Killerinstinkt. Wer hier zurückhaltend agiert, hat auf diesem Niveau schon vor dem Start das Rennen verloren. Und das ist leider ab und an mal vorgekommen. Wir müssen noch daran arbeiten, dass wir unsere Gegner „zerstören“ wollen. Lisa und Jana haben dies über 100m und 200m Lagen vorgemacht. Auch Jacqui zeigt sich stets angriffslustig. Einige sind noch viel zu brav beim Schwimmen.“

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