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Goldige HSC-Damen erringen 13 Titel bei den Hessischen Kurzbahnmeisterschaften [11/2009]

Ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Wochenende verbrachten die Vereinsangehörigen des HSC am 8. und 9. November 2009 bei den Hessischen Kurzbahnmeisterschaften in Wiesbaden im Schwimmbad Kleinfeldchen. Fast überall gab es strahlende Gesichter und einen Haufen Medaillen um den Hals von Hofheimer Schwimmerinnen zu sehen. „Es liegt schon ein paar Jahre zurück, dass wir mit so vielen verschiedenen Athleten so erfolgreich waren.“ versucht sich Trainer Adam Ollé zurück zu erinnern. Gleich vier junge Damen (im Bild rechts Chiara Passmann, Julia Tilly, Celine Mauer und Aurica Ritter) trugen sich in die Siegerlisten ihrer Altersklasse ein und zwei weitere Aktive erbeuteten weitere Podiumsplätze.

Mit insgesamt 13 Jahrgangstiteln, acht Silberrängen und drei weiteren dritten Plätzen fischten die HSC-Aktiven nicht weniger als 24 Medaillen aus dem Becken der hessischen Landeshauptstadt und waren damit annähernd so erfolgreich, wie zuletzt vor fünf Jahren. Bemerkenswert waren vor allem die riesigen Leistungssteigerungen quer durch die gesamte Mannschaft, was sich an teilweise sehr deutlichen Vorsprüngen bei den Jahrgangsentscheidungen und an den zahlreichen Finalteilnahmen und Toptenplatzierungen im offenen Bereich ablesen lässt. Im Medaillenspiegel der Jahrgangsentscheidungen konnte sich das HSC-Team auf einem hervorragenden vierten Platz behaupten und musste sich lediglich den Großvereinen aus Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden geschlagen geben, die allerdings auch mehr als doppelt so viele Athleten und Starts aufboten als der HSC. Die 17 Hofheimer Schwimmer und Schwimmerinnen erzielten bei 84 gemeldeten Einzelstarts und fünf Staffeln sehr gute 46 persönliche Bestleistungen sowie acht neue Vereinsrekorde. Celine Mauer, Julia Tilly, Aurica Ritter und Daniel Spahn brachten es zusammen zusätzlich auf sechs Finalteilnahmen.


Celine Mauer mit sechs Titeln erfolgreichste Hofheimerin

Fängt man mit dem „Schlechten“ an, so muss man feststellen, dass Celine Mauer (Jahrgang 96) etwas überraschend über 200 m Lagen den Sieg nicht einfahren konnte und „nur“ Zweite wurde. Da dies trotzdem noch in deutlicher Bestzeit erzielt wurde und sie sich nur einer Hofheimer Mannschaftskameradin beugen musste, kann man über diesen Fauxpas allerdings lächelnd hinwegsehen;-)

Denn insgesamt lieferte Celine ein überragendes Wochenende ab und holte sich bei sieben Einzelstarts sechs Titel und die besagte Silbermedaille. Die Hessenauswahlschwimmerin aus Bremthal dominierte dabei teilweise ihre gleichaltrige Konkurrenz nach belieben und zeigte, wenn es darauf ankam, dass sie sich auch im taktischen Bereich verbessert hat und die Trainervorgaben gut umsetzen kann. Während sie über 50m und 100m Rücken, 100m und 400m Lagen und den 50m Schmetterling ungefährdete Start-Ziel-Siege erschwamm, schlug bei den 100 m Schmetterling ihre Stunde der taktischen Disziplin als sie sich in aller Ruhe bis 75m an ihre Marschroute hielt und sich nicht von der Nachbarbahn aus der Ruhe bringen ließ, die zu diesem Zeitpunkt noch in Führung lag. Denn als einzige im Feld vermochte sie ihr Tempo auch auf dem letzten Viertel der Strecke zu halten und gewann letztlich souverän in neuer Bestzeit von 1:07,28 Minuten mit mehr als einer Sekunde Vorsprung auch dieses Rennen.

Wenn man nun noch bedenkt, dass sie krankheitsbedingt nicht mal im Vollbesitz ihrer Kräfte war, so nötigt die Tatsache, dass sie bei allen Strecken mit Bestzeit anschlug noch mehr Respekt ab. Zudem durfte sie sich auch ein paar Minuten über einen neuen Vereinsrekord über 50 m Rücken freuen, da sie ihre eigene Bestmarke um zwei Zehntelsekunden auf 31,26 Sekunden verbesserte. Allerdings wurde die Rekordmarke gleich wenige Minuten später wieder unterboten. Über die 400 m Lagen konnte sie die fast sieben Jahre alte Bestmarke um fast vier Sekunden unterbieten und hält nun den Vereinsrekord mit 5:18,67 Minuten.

Des Weiteren konnte sie auch im offenen Bereich eine Duftmarke hinterlassen, indem sie sich jeweils für die offenen Endläufe der sechs schnellsten Hessischen Damen über 50m Rücken und Schmetterling qualifizieren konnte. Zwar kam sie in den Endläufen nicht über den sechsten Platz hinaus, doch konnte sie wichtige Erfahrungen sammeln, die ihr sicherlich weitere Wettkampfstabilität bringen werden.


Chiara Passmann freut sich über ihre ersten drei Hessentitel

Nahtlos fortsetzen konnte Chiara Passmann (Jahrgang 96) ihren steilen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen. Dass sie allerdings mit drei Titeln und zwei Silbermedaillen nach Hause fahren würde, damit war nicht unbedingt zu rechnen, auch wenn sie bereits zuvor zum Favoritenkreis bei den Bruststrecken zählte. Für ihre ersten beiden Siege über 50m und 100m Brust musste sie sich auch ganz enorm steigern, da die Konkurrenz ebenfalls mit starken Bestleistungen zu überzeugen wusste. Allerdings hatte Chiara jeweils das bessere Stehvermögen und den besseren Anschlag, so dass in 35,12 Sekunden und 1:17,30 Minuten ihre Konkurrentin aus Dillenburg jeweils knapp hinter sich lassen konnte.
Trotz dieser Siege war sie besonders über die 50m Brust nicht ganz zufrieden, da sie als Siebte der Vorläufe lediglich um eine Hundertstelsekunde den Endlauf verpasste und für die erstmalige Qualifikation für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften fehlten ihr gerade einmal zwölf Hundertstelsekunden. Allerdings muss sie sich dabei auch an die eigene Nase fassen, denn sie neigt dazu, ab und an etwas unkonzentriert zu sein und die einfachen Dinge schleifen zu lassen. Die fehlenden Hundertstel wären sicher kein Thema, wenn sie einfach nur mitten in der zweiten Bahn geradeaus geschwommen wäre, anstatt nach der Wende erst zur Leine und danach wieder in die Bahnmitte "abzubiegen" ...

Ihr Meisterstück lieferte sie allerdings über die 200m Lagen ab, wo doch unerwartet ihre favorisierte Kameradin Celine Mauer auf den zweiten Platz verweisen konnte und den Sieg mit einer Steigerung um gut drei Sekunden in 2:31,71 Minuten einfahren konnte. Dem gegenüber stehen aber auch noch taktische Mängel, die sie über die 200m Brust offenbarte. Als Titelträgerin über die beiden kürzeren Strecken verschlief sie ihr Rennen und zahlte mit dem vierten Rang den Preis dafür, dass sie nicht ihr eigenes Rennen schwamm, sondern lediglich mit den Konkurrentinnen mitschwamm und viel zu wenig Initiative an den Tag legte. Dieses Mal unterlag sie im Endspurt und blieb aus Sicht ihres Trainers, trotz deutlicher Bestzeit, mit 2:49,54 Minuten deutlich unter ihren Möglichkeiten. Sollte allerdings diese unnötige Niederlage den gewünschten Lerneffekt erzielen, kann Ollé dieser Niederlage durchaus sehr viel Positives abgewinnen. Abgerundet wurde ihr erfolgreiches Wochenende mit zwei Silbermedaillen über 100m und 400m Lagen und der Erkenntnis, dass sie nun auch zu Recht Hessische Jahrgangsmeisterin nennen darf.


Erster Hessentitel und drei neue Vereinsrekorde für Aurica Ritter

Auch Aurica Ritter (Jahrgang 94) zählt zu diesen ganz großen Gewinnerinnen des Wochenendes und verblüfftes dabei mit nicht zu erahnenden Leistungssteigerungen und beendete das Wochenende als eine der besten hessischen Rückenschwimmerinnen. Ihr Wochenende zeigte im Verlauf viele Parallelen zu dem von Celine Mauer. Auch sie stammt aus Bremthal und anscheinend tut beiden die leichte Bergluft ganz gut und verhilft neuerdings auch zu vielen Titeln;-)

Kurz nachdem Celine Mauer über 50m Rücken dem Becken mit neuem Vereinsrekord entstieg, schlug Aurica Ritter zurück und entriss ihr in 31,22 Sekunden den Rekord um vier Hundertstelsekunden. Noch wichtiger war allerdings, dass sie sich mit dieser Leistung erstmals einen Jahrgangstitel und die gleichzeitige Qualifikation als Viertplatzierte für das Finale erschwimmen konnte.
Im Finale erwischte sie jedoch keinen guten Start und fand erst zum Ende in das Rennen und war trotz deutlich langsamerer Zwischenzeit am Ende in 31,23 Sekunden lediglich eine Hundertstelsekunde langsamer als am Vormittag und ärgerte sich maßlos über die schlechte erste Bahn. „Aurica hat noch Defizite im Startbereich an denen wir noch arbeiten müssen. Wenn sie mal ein gesamtes Rennen sauber durchschwimmen kann, so ist aktuell vielleicht eine hohe 30er Zeit möglich. Aber dafür, dass sie im Grunde überhaupt keine Sprinterin ist, ist der Finaleinzug und der erreichte vierte Platz deutlich mehr als zu erwarten war.“ zog ihr Trainer trotzdem zufrieden Bilanz.

Ihr mit Abstand bestes Rennen legte sie über die 200m Rücken zurück, bei denen sie ihre eigentliche Stärke voll ausspielen und die gute Trainingsarbeit in den Wettkampf überführen konnte. Es gelang ihr, wie mühevoll im Training wieder und wieder praktiziert, in hohem Gleichmaß ohne nennenswerte Schwankungen zu schwimmen und spulte nach eigenen Angaben ohne große Mühe ihr Pensum herunter und war anschließend, genau wie die ganze HSC-Mannschaft, begeistert von einer unglaublichen Zeit. In 2:24,75 Minuten schlug sie in neuer Vereinsrekordzeit an und verbesserte sich um sagenhafte neun Sekunden! Den ganz großen Paukenschlag verpassten sie nur um wenige Zehntelsekunden, indem sie sich in der offenen Wertung bis auf den vierten Rang nach vorne schwamm und den Bronzerang nur um 0,5 Sekunden verfehlte. Belohnt wurde sie aber dennoch durch die Silbermedaille in ihrer Altersklasse.

Auch über die verbleibende Rückenstrecke hinterließ sie einen positiven Eindruck, indem sie ihren eigenen Vereinsrekord nochmals verbesserte. In 1:07,64 Minuten belegte sie nur knapp geschlagen den dritten Rang in der Jahrgangswertung und zog als fünfte abermals in das offen Finale am Sonntagnachmittag ein. In diesem Finale ging allerdings nicht mehr viel, da sie von den anstrengenden Rennen der beiden Tage sichtbar gezeichnet war und auch der noch nicht vollständig auskurierten Erkältung Tribut zollen musste. Sie war dann auch in Finale mehr oder weniger chancenlos und beendete das Rennen als Sechste, wobei sie eine Sekunde langsamer als im Vorlauf war.

Gleichzeitig entschädigten die Medaillen und Zeiten für die harten Trainingswochen und Aurica selbst hatte wohl am wenigsten damit gerechnet als sie Mitte der vergangenen Woche sehr niedergeschlagen war, weil ihr alles weh tat, sie sich kaum bewegen konnte und zudem auch noch nicht ganz gesund war. Aber auch sie musste lernen, dass nicht die Form in der Mitte der Trainingswoche entscheidend ist, sondern die am Wochenende beim Wettkampf. Und die war trotz der Schmerzen nicht ganz so schlecht;-)


Julia Tilly holt drei Titel und glänzt nicht nur beim Brustschwimmen

Dass Julia Tilly (Jahrgang 95) Brustschwimmen kann, ist innerhalb des Hessischen Schwimmverbands hinlänglich bekannt. Da es in der Regel kaum Schwimmer oder Schwimmerinnen gibt, die dazu auch noch vernünftig Rücken schwimmen können, mag der eine oder andere Beobachter milde gelächelt haben als Julia Tilly im Meldeergebnis bei den 50m Rücken zu finden war. Und trotzdem rechnete sich Trainer Adam Ollé für Julia realistische Chancen für den Jahrgangstitel aus und sollte auf eindrucksvolle Weise durch Julias Leistung Recht behalten. Bei ihrem allerersten Start der Veranstaltung erteilte sie ihren gleichaltrigen Konkurrentinnen eine Lehrstunde über 50m Rücken und holte sich mit 1,5 Sekunden Vorsprung in 31,55 Sekunden den Sieg und Jahrgangstitel. Dabei unterbot sie sogar die Pflichtzeit für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Essen und verpasste als Siebte nur ganz knapp das Finale.

Nach diesem kleinen Husarenstück ging es nun um die Jahrgangstitel in den Bruststrecken. Den Auftakt bildete dabei die 100m Bruststrecke, bei der sie neben dem Sieg auch noch die Qualifikation für Essen anstrebte, für die sie 1:16,00 Minuten erreichen musste. Aufgrund ihres hervorragenden Starts lag sie bereits vor dem ersten Armzug deutlich in Führung und zog mehr oder weniger einsam vorneweg ihre Bahnen. Der Sieg war relativ früh in trockenen Tüchern, doch musste bis zum Anschlag gebangt werden, ob sie die Pflichtzeit schaffen würde. Der Blick auf die Anzeigetafel gab beruhigender Weise den Aufschluss, dass Julia es in 1:15,60 Minuten geschafft hatte. Sieg, Bestzeit um mehr als eine Sekunde unterboten und dabei noch den 15 Jahre alten Vereinrekord von Karen Hörnung aus dem Jahr 1984 unterboten. Das Strahlen in Julias Gesicht war absolut gerechtfertigt!

Über 50m Brust hatte sie das Ticket für Essen bereits in der Tasche und der Jahrgangstitel eigentlich nur Formsache. Allerdings strebte sie ihre erste Qualifikation für ein offenes Finale bei Hessenmeisterschaften an. Zwar lieferte sie kein optimales Rennen ab, doch reichte es in 34,61 Sekunden locker zum Jahrgangssieg und als Gesamtfünfte schaffte sie auch erstmal den Sprung in den Endlauf und durfte am Nachmittag noch mal über ihre Lieblingsstrecke an den Start gehen. Im Endlauf konnte sie dann auch besonders auf der ersten Bahn noch mal zulegen und war bis zu diesem Zeitpunkt auch noch im Rennen um die Medaillen. Allerdings besteht beim Tauchzug, besonders bei der zeitlichen Kopplung der Bewegungen, noch Verbesserungsbedarf, so dass sie nach der Wende etwas zurückfiel und in 34,34 Sekunden als Fünfte das Ziel erreichte. Nachdem noch eine Finalteilnehmerin disqualifiziert wurde, rutschte Julia noch auf den vierten Rang nach vorne.

Neben den drei Titeln sammelte sie mit drei weiteren Bestzeiten jeweils Silbermedaillen. Über 100m Lagen unterbot sie erstmals in 1:09,92 Minuten die 1:10,0 Minutengrenze und zeigte aus Sicht ihres Trainers besonders beim Rennen über 200m Lagen endlich den Siegeswillen und die Tempohärte, an der sehr viel gearbeitet wurde und auch noch weiter gearbeitet werden muss. Sie hatte direkt neben sich eine Darmstädter Konkurrentin und Julia konnte mit geringem Vorsprung die abschließenden 50m Kraul in Angriff nehmen. Vor wenigen Wochen noch hätte sie dieses direkte Duell mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verloren. Doch nicht an diesem Tag. Julia zeigte erstmals die hart erarbeiteten Qualitäten und hielt mit Leidenschaft und Kämpferherzen dagegen und verteidigte den Vorsprung hauchdünn bis zum Anschlag nach 2:31,71 Minuten. „Ein ganz ganz wertvolles Rennen für Julia, denn zum ersten mal habe ich sie nicht einknicken sehen, sondern mit aller Macht dagegen haltend.“ zeigte sich ihr Trainer hoch zufrieden über den Ausgang.

Zum Abschluss der zweitägigen Meisterschaften zeigte sie auch über 200m Brust, dass sie den richtigen weg eingeschlagen und fleißig trainiert hat. In 2:47,40 Minuten verbesserte sie sich um vier Sekunden und kommt der Siegerin bei jedem Wettkampf etwas näher und ist nebenbei auch nur noch sieben Zehntel Sekunden vom nächsten uralten Vereinsrekord entfernt. Auf jeden Fall hat Julia einen riesigen Schritt nach vorne gemacht und folgendes erkannt: „Gewinnen macht Spaß!“, stimmt’s Julia ;-)


Medaillen für Lukas Tilly und Bettina Fuhr

Neben den vier Jahrgangssiegerinnen gab es noch zwei weitere Medaillen für den HSC. Lukas Tilly (Jahrgang 95) schlug bei sechs Starts jeweils in neuer persönlicher Bestzeit an und konnte sich, genau wie im Frühjahr auf der 50m Bahn, die Bronzemedaille über 50m Brust in 33,00 Sekunden sichern. Zwei vierte Plätze über 100m in 1:12,39 Minuten und 200m Brust in 2:39,49 Minuten bestätigen seine Verbesserungen. Verpasste er über 100m Brust die Bronzemedaille nur knapp um eine halbe Sekunde, so war der Abstand bei den 200m Brust zum Bronzerang mit fast zehn Sekunden überdimensional groß.
Das zeigt auf, dass die Bemühungen im Training weiter intensiviert werden müssen, wenn Lukas den Kampf um Siege aufnehmen möchte. Trotz der vielen Bestzeiten muss Lukas auch noch sehr viel an seiner Technik und im besonders im Ausdauerbereich arbeiten, um auch bei den längeren Strecken den Anschluss an die gleichaltrige Konkurrenz zu schaffen.

Ebenfalls im Frühjahr konnte Bettina Fuhr (Jahrgang 94) die Konkurrenz überraschen und ihren ersten Titel über 50m Schmetterling gewinnen. Das gleiche Kunststück gelang ihr zwar an diesem Wochenende nicht ganz, doch ist der zweite Rang in dieser Disziplin in 30,19 Sekunden als Erfolg zu werten. Leider verpasste sie als Siebte den Endlauf nur um einen Wimpernschlag. Sie hat ebenfalls die Qualifikation für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in der Tasche und arbeitet darauf hin, erstmals unter 30 Sekunden zu bleiben.
Die Arbeit ist aufgrund ihres Trainingsrückstands auch dringend nötig, denn aktuell hinkt sie ihrer Form noch etwas hinterher. Bettina hat aus Sicht ihres Trainers noch sehr viel brach liegendes Potential, welches sie noch nicht auszuschöpfen in der Lage ist. Ihr Trainer sieht die Lage wie folgt: „Sobald sie im Training annähernd an die Leistungen ihrer Mannschaftskameradinnen herankommen würde, erachte ich noch große Leistungssteigerungen für möglich. Dafür muss sie aber über einen längeren Zeitraum konstant gut trainieren, was sie bisher noch nicht geschafft hat.“ Eine weitere Medaille verpasste sie über 100m Lagen in 1:11,60 Minuten trotz Bestzeit leider um knapp eine halbe Sekunde.


Erste Mannschaft kann im Ganzen überzeugen

Bei den nicht mehr so zahlreich vorhandenen HSC-Herren wusste besonders Simon Pistor (Jahrgang 93) zu überzeugen. Sechs seiner sieben Starts beendete er wieder einmal in Bestzeit und setzt seinen Aufwärtstrend weiter fort. Seit den Sommerferien schwimmt Simon Woche zu Woche neue Bestleistungen, so dass es immer weniger selbstverständlich wird, dass er sich weiter in so kurzen Abständen verbessert. Besonders stolz ist sein Trainer auf Simons Entwicklung über die 400m Lagen. Seit Sommer verbesserte er sich um insgesamt 16 Sekunden und robbt sich so langsam an den Vereinsrekord heran, von dem er seit Samstag in 4:56,67 Minuten nur noch etwas über sieben Sekunden entfernt ist. Mit dem dabei erschwommenen fünften Platz lieferte er sein bestes Ergebnis ab.

Auch bei „Oldie“ Daniel Spahn (Jg. 82) geht es bei jedem Wettkampf langsam aber sicher bergauf. Über alle drei Bruststrecken schwamm er Saisonbestleistungen und zeigte sich im Hinblick auf die anstehenden Mannschaftsmeisterschaften stark verbessert. Etwas überraschend für seinen Trainer gelang ihm in 30,21 Sekunden erneut der Einzug in das 50m Brustfinale. Leider konnte er aber am Nachmittag die Leistung nicht weiter steigern und belegte im Finale abschließend in 30,43 Sekunden den sechsten Platz, was aber aufgrund des stark eingeschränkten Trainings als Erfolg zu werten ist.

Abschließend sollen noch die von Christina Grölz (Jg. 86), Larissa Jährig (Jg. 94), Franziska Eichhorn (Jg. 94), Sandra Wellmann (Jg. 96) und Niklas Frank (Jg. 90) erzielten Bestleitungen gebührend Erwähnung finden. Als herausragend ist die Steigerung von Sarina Ritter (Jg. 96) über 200m Brust anzusehen. Zwar wurde sie aufgrund eines technischen Fehlers zu Recht disqualifiziert, doch bewertet Ollé die geschwommen 2:50,25 Minuten als hervorragende Leistung mit der sie sogar völlig überraschend an den Podestplätzen kratzen konnte. Nach guten Trainingsleistungen konnte Martina Dillenberger (Jahrgang 94) nun auch endlich ihre Bestzeit über 200m Schmetterling dank einer disziplinierten Renntaktik auf 2:44,43 Minuten verbessern, womit sie auf Platz fünf das Ziel erreichen konnte.


Damenstaffeln qualifizieren sich mit Vereinsrekorden für die Deutsche Kurzbahnmeisterschaften

Für die HSC-Staffeln der Damen standen die Qualifikationen für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im Vordergrund. Trainer Adam Ollé stellte seinen Athletinnen die Nominierung von jeweils zwei Staffeln über die 4x50m Freistil und Lagen in Aussicht, sofern es die zweiten Mannschaften schaffen würden, die Normzeiten von 1:55,00 über Freistil und 2:06,00 über Lagen zu unterbieten. Für die jeweilige erste Mannschaft stellen diese Normen kein Problem dar und sie wollten sich unter den ersten fünf in Hessen etablieren, was auch gelang. Bei der Freistilstaffel gelang dies zwar mit Platz fünf, doch die erzielte Zeit von 1:52,16 ließ niemanden in Jubel ausbrechen, da sie damit knapp zwei Sekunden über dem Vereinsrekord blieben. Anders sah das schon bei der zweiten Mannschaft aus, bei der sich die vier jungen Damen über das Erfüllen der Qualifikationszeit und den siebten Rang mächtig freuen durften.

Noch besser lief es bei den beiden Lagenstaffeln, die beide unmittelbar nacheinander mit Vereinsrekord ins Ziel kamen. Zunächst lieferte sich die zweite Mannschaft einen spannenden Kampf gegen die Uhr und als Bettina Fuhr als Schlussschwimmerin nach 2:05,82 Minuten in Vereinsrekordzeit auch die Pflichtzeit für Essen unterbot, lagen sich vier Mädels im Arm;-)
Im darauf folgenden Lauf stellte die erste Mannschaft allerdings die Rangordnung wieder her und unterbot den Vereinsrekord um weitere 1,5 Sekunden auf 2:04,34 Minuten. Leider landeten die HSC-Damen damit auf dem undankbaren vierten Rang und waren trotz des Vereinsrekords ziemlich enttäuscht.



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