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Bettina Fuhr schnappt sich ihren ersten Titel bei Hessenmeisterschaften [04/2009]

Die Erfolgsgeschichte des Frühjahres 2009 der Schwimmer und Schwimmerinnen der 1. Hofheimer Wettkampfmannschaft hat sich bei den Hessischen Meisterschaften und Jahrgangsmeisterschaften am 25. und 26. April 2009 in Wetzlar fortgesetzt. Bei sehr guten Bedingungen im Wetzlarer 50 m Hallenbad ließen die HSC-Aktiven zahlreiche Bestzeiten folgen und kehrten sogar mit einem Titel, drei Vereinsrekorden und insgesamt elf Medaillen aller Couleur zurück in die Kreisstadt. Besonders erfreulich ist, dass sich die Medaillen auf fünf verschiedene Personen verteilen, wobei es gleich für drei von ihnen gleichbedeutend mit der Medaillenpremiere war. Und auch der Podiumsplatz einer HSC-Damenstaffel im abschließenden Wettkampf der Meisterschaften war absolutes Neuland.
Wer das im Oktober des vergangenen Jahres nach den Hessischen Kurzbahnmeisterschaften vorher gesagt hätte, wäre ein sehr mutiger Mensch gewesen. „Besonders die Breite der Entwicklung innerhalb der gesamten Mannschaft macht mich sehr glücklich und auch Stolz auf diese Truppe.“ zeigte sich Trainer Adam Ollé höchst zufrieden über die erzielten Resultate. Denn aufgrund dieser überdurchschnittlichen Entwicklung geht die Saison noch ein ganzes Stück weiter. Am Ende dieses Wochenendes stehen dreizehn Aktive der 1. Mannschaft mit Pflichtzeiten für die Süddeutschen Meisterschaften in vierzehn Tagen in Burghausen da. Und als Zugabe stehen zusätzlich bereits vier Hofheimerinnen als Teilnehmerinnen der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Ende Mai in Hamburg fest. Beides hat es in dieser Form schon sehr lange nicht mehr gegeben und dokumentiert die hervorragende Trainingsarbeit des gesamten HSC-Teams.


Bettina Fuhr siegt erstmals bei Hessischen Jahrgangsmeisterschaften

Obwohl Bettina Fuhr (94) in der hessischen Bestenliste ihres Jahrganges über 50 m Schmetterling auf Platz eins liegend nach Wetzlar anreisen durfte, war damit nicht automatisch klar, dass sie auch den Titel gewinnen würde. Denn die Konkurrenz war stark und nicht alle von den Favoritinnen waren bereits im Vorfeld über diese Strecke angetreten.
Im Rennen lag Bettina dann auch nach dem Start und einem eher mäßigen Übergang recht deutlich hinter der Schwimmerin auf der Nachbarbahn zurück. Doch beim eigentlichen Schmetterlingschwimmen zeigte sie, was sie kann und wendete das Blatt mehr und mehr zu ihren Gunsten. Mit jedem Armzug schob sie sich näher heran und war ca. 10 m vor dem Ziel gleichauf und konnte auch letztlich vorbeiziehen. Zwar war ihr Anschlag auch nicht optimal, da sie etwas an die Wand angleiten musste, doch reichte der Vorsprung aus, um in 30,76 Sekunden erstmals in ihrer Karriere den Sieg bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften zu erringen. Und genauso, wie sie auch den Start etwas verschlief, verschlief sie dann in typischer „Betti-Manier“ auch die Siegerehrung und erhielt erst später ihre erste Goldmedaille.
Trotz aller Freude muss auch erwähnt werden, dass es bei den weiteren Starts hingegen nicht ganz so gut lief. Zwar sicherte sie sich über die 100 m Schmetterling mit dem Bronzerang ihre zweite Medaille, doch verfehlte sie das eigentliche Ziel, das Unterbieten der Süddeutschen Pflichtzeit con 1:09,90 Minuten mit 1:11,25 Minuten letztlich deutlich.


Aurica Ritter qualifiziert sich mit Vereinsrekord für Deutsche Meisterschaften

Es geht weiter bergauf für Aurica Ritter (94). Seit den DMSJ-Staffeln Anfang März begibt sie sich Woche für Woche in neue Leistungsdimensionen und sammelt fleißig Vereinsrekorde. Nachdem sie sich im März erstmals für Süddeutsche Meisterschaften qualifizierte und auch noch für die Hessenauswahl starten durfte, legte sie nun wieder eine Schippe nach und sicherte sich mit ihrem nächsten Vereinsrekord in 32,47 Sekunden über 50 m Rücken die Premierenteilnahme bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und war entsprechend überglücklich.
Als weitere Premiere gab es auch zum ersten Mal Siegerehrungen bei Hessen Meisterschaften, bei denen sie gleich mehrfach geehrt wurde. Die 50 m Rücken Zeit reichte für die Silbermedaille. Mit weiteren Bestzeiten über 100 m Rücken in 1:11,34 Minuten und 200 m Rücken in 2:33,29 Minuten konnte sie noch eine weitere Bronzemedaille (bei den 100 m Rücken) gewinnen. Taktische Defizite verhinderten dabei einen noch größeren Erfolg, der bei etwas mutigerem Rennbeginn durchaus in greifbarer Nähe gewesen wäre. In beiden Rennen war sie im letzten Viertel die deutlich schnellste Schwimmerin und holte auf den letzten Metern stark auf. Doch leider verbummelte sie jeweils im zweiten Rennviertel ihre Cahncen und bekam in dieser Phase jeweils einen ordentlichen Rückstand aufgebrummt. Wenn sie diesen Fehler noch abstellen kann, dann hat sie auch noch gute Chancen, sich über die beiden Strecken ebenfalls für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren.


Larissa Jährig erstmals mit Qualifikation für Süddeutsche Meisterschaften

Nachdem Larissa Jährig (94) Ende März beim Wettkampf in Darmstadt als Schlussschwimmerin der Lagenstaffel einen enormen Leistungsschub zu verzeichnen hatte, kehrte anschließend zunächst einmal die Tristesse ins Sportlerleben zurück. Denn anschließend war sie die gesamten Osterferien über krank und konnte diese wichtige und sehr intensive Trainingsphase nicht mitmachen und musste um die Teilnahme bei den Süddeutschen Meisterschaften bangen, da sie noch keine Pflichtzeit aufzuweisen hatte.
Glücklicher Weise kam ihr in Wetzlar das Wettkampfprogramm entgegen und so konnte sie sich gleich bei ihrem ersten Rennen dieser Last entledigen. Über 50 m Freistil verbesserte sie mit 29,03 Sekunde gleich ihre Bestzeit um fast eine Sekunde und unterbot damit auch die geforderte Norm und komplettiert als elfte Hofheimerin das Starterfeld für Burghausen. Ihre weiteren Rennen waren dann doch vom großen Trainingsrückstand gezeichnet und obwohl sie noch über 100 m und 200 m Freistil weitere Bestzeiten abliefern konnte, war sie nicht wirklich glücklich, da sie über eine ausgeprägte Kraftlosigkeit klagte, die sich auch jeweils zum Ende der Rennen überdeutlich bemerkbar, sowohl optisch, technisch und dann auch letztlich in der Zeit bemerkbar machte. Allerdings ist Trainer Adam Ollé soweit optimistisch, dass nach Rückkehr in den normalen Trainingsbetrieb in zwei Wochen wieder zur gerade erst erlangten Stärke zurückkehren können sollte.

Auch Chiara Passmann (96) war in Wetzlar am Start, um noch die fehlende Pflichtzeit über 100 m Brust für die Süddeutschen Meisterschaften zu unterbieten. Es war die letzte Chance, nachdem sie in den vergangenen Wochen mehrmals nur um Hundertstelsekunden über der Norm anschlug. Aber augenscheinlich war sie noch von dem tollen 200 m Brust Rennen in Luxemburg euphorisiert und so stellte diese Hürde diesmal überhaupt kein Hindernis dar. Sie verbesserte ihre Bestzeit um 1,5 Sekunden auf 1:23,24 Minuten und holte sich damit die Starterlaubnis für die Süddeutschen Meisterschaften in zwei Wochen.

Eine Woche nach der sensationellem Qualifikation für die Süddeutschen Meisterschaften konnte Sarina Ritter (96) ihren tollen Leistungen aus Luxemburg erneut bestätigen und sogar verbessern. Über 200 m Brust lieferte sie in 3:00,57 Minuten eine weitere Bestleitung ab. Ihr Trainer zeigte sich sehr zufrieden damit, dass es offensichtlich in Luxemburg kein Zufallsergebnis war, sondern sie auch in Wetzlar gezielt in der Lage war, diese Leistung erneut abzurufen. Ein wichtiger Schritt, um eventuell dann in Burghausen nochmals nachlegen zu können. Ihre gute Gesamtentwicklung konnte sie auch im Rahmen der 4 x 200 m Freistilstaffel unter Beweis stellen, in der sie ihre Teilstrecke in guten 2:32,71 Minuten absolvierte.

Auf ein ebenfalls gelungenes Wochenende kann Niklas Frank (90) zurück blicken. Bei allen vier Starts schlug er mit neuen persönlichen Rekorden an und konnte mit zwei fünften Plätzen über 50 m Brust in 33,10 Sekunden und 200 m Brust in 2:44,16 Minuten sehr zufrieden sein. Und in Übereinstimmung mit seinem Trainer sieht auch er noch erhebliches Steigerungspotential hinsichtlich der Trainingsbeteiligung.

Simon Pistor (93) zeigte sich in Wetzlar von seiner kämpferischen Seite und überzeugte seinen Trainer besonders in den Rennen über die Schmetterlingsdistanzen. Dabei fiel besonders seine Willensstärke und sein Stehvermögen über 100 m und 200 m Schmetterling auf. In beiden Rennen legte er die besten zweiten Rennhälften seiner Sportlerkarriere hin und durfte sich auch über zwei sehr gute neue Bestzeiten freuen. Leider reichte es (noch) nicht für Medaillenränge, doch konnte er zahlreiche schneller gemeldete Konkurrenten hinter sich lassen und durfte über die 200 m Schmetterling als Vierter schon mal am Podium schnuppern. Dabei verbesserte er seine Bestzeit um satte 2,5 Sekunden auf nunmehr 2:21,33 Minuten. Zwar reichte es in einem, zugegeben engen Endklassement über 100 m Schmetterling nur zum achten Rang, doch blieb er mit seiner neuen Bestzeit von 1:03,12 Minuten nur knapp eine Sekunde über der Deutschen Pflichtzeit für seinen Jahrgang. „Diese Sekunde noch zu finden wird eine verdammt harte Nuss, doch wenn Simon in Burghausen die gleiche Leidenschaft und das Kämpferherz ins Wasser bringt, ist es nicht gänzlich unmöglich, die 1:02,00 Minuten zu schaffen.“ traut ihm sein Trainer eine weitere Verbesserung zu.


„Käpitän Ahab“ mit Vereinsrekord

Das Wochenende von Christina „Ede“ Grölz (86) war eher durchwachsen, allerdings mit einem echten Paukenschlag als Höhepunkt. Lautstark unterstützt von der gesamten, am Beckenrand versammelten Mannschaft ging sie auf ihrer Paradestrecke, den 200 m Freistil ins Rennen. Um sie noch mehr zu motivieren wurden sogar Plakate gemalt und in die Luft gereckt. Das Motto für das Rennen war vorher festgelegt und wurde ihr auch nochmals eindringlich mit auf den Weg gegeben. Als „Waljägerin“ sollte sie die Konkurrenz jagen und erlegen, so, wie es Kapitän Ahab mit Moby Dick getan hatte.
Sie ging wie gewohnt beherzt, jedoch taktisch zurückhaltend ins Rennen und wendete bei Halbzeit in 1:04,4 Minuten. Nachdem sie auch auf der dritten Bahn immer noch mit ordentlichem Druck schwamm, war auf einmal der Vereinsrekord von Katharina Ebrecht in Reichweite. Und jeder der Ede auch nur ein wenig kennt, weiß, dass sie das Kämpfen und niemals aufgeben in die Wiege gelegt bekommen hat, quasi der Oliver Kahn des Schwimmens;-) Auf jeden Fall ließ sie nicht nach, sondern konnte noch eine Konkurrentin auf den letzten Metern stellen und schlug nach beeindruckenden 2:12,32 Minuten an und verbesserte den Vereinsrekord um mehr als eine Sekunde. Die Freude schrie sie dann auch passend heraus und freute sich zudem auch noch über die erstmalige Qualifikation für die Süddeutschen Meisterschaften über diese Strecke. Mission erfüllt, Wal erlegt;-)


Die „silberne“ Uschi auf Erfolgskurs

Franziska „Uschi“ Eichhorn (94) konnte nahtlos an das gute letzte Wochenende in Luxemburg anknüpfen und verbesserte sich wieder bei allen Starts und kam auch mit drei Medaillen nach Hause. Franziskas bzw. Uschis Rennen gehörten zweifelsohne zu den spannendsten des Wochenendes, da die Entscheidungen immer erst im Anschlag fielen. Über 50 m und 100 m Brust sah sie jeweils fast als Siegerin aus, bevor sich herausstellte, dass sie gerade noch abgefangen wurde. Über 100 m Brust hätte sie auf der Außenbahn fast die gesamte, deutlich schneller gemeldete Konkurrenz düpiert. Durch eine sehr kluge Renneinteilung „schlich“ sie sich kurz vor dem Ziel in die Spitzenposition und es sah von der Tribüne so auch als könnte sie auch als Erste anschlagen. Allerdings war das Feld so eng zusammen, dass alle gebannt auf die Anzeigentafel schauen mussten, um das Endergebnis zu erfahren. Franziska schlug schließlich in Bestzeit nach 1:21,13 Minuten als Zweite an und freute sich neben der Silbermedaille auch über das Unterbieten der Süddeutschen Pflichtzeit. Wie knapp es zuging, lässt sich daran ermessen, dass ihr lediglich 15 Hundertstelsekunden zum Titel fehlten, aber wenn sie den gleichen Wimpernschlag langsamer gewesen wäre, hätte es auch nur zum siebten Platz gereicht.

Wenn man nun denkt, dass es knapper nicht geht, so widerlegte Franziska dies gleich am nächsten Tag über die 50 m Brust. Denn auch hier wusste niemand nach dem Anschlag über die Verteilung der Medaillen bescheid. Klar war, dass sie wieder auf dem Treppchen stehen würde, doch auf welcher Stufe? Und für die Pechmarie des Wochenendes sollte der Triumph wieder verwehrt bleiben. Leider fehlten diesmal sogar nur zwei Hundertstelsekunden zum Titelgewinn, was unsere Uschi mit einem lauten und spontanen „Mist“ kommentierte;-) Auf der anderen Seite verwies sie in neuer Bestzeit von 36,65 Sekunden die Drittplatzierte gerade mal um eine weitere Hundertstelsekunde…

In ihrem letzten Rennen sollte noch das kleine Wunder geschafft werden. Über 200 m Brust wollte sie die noch vor einer Woche kaum für möglich gehaltene Pflichtzeit von 2:54,00 Minuten unterbieten. Erst letzte Woche gelang es ihr überhaupt erstmals unter 3 Minuten zu bleiben und so musste sie erneut die gleiche Steigerungsrate erzielen, um auch auf dieser Strecke in Burghausen antreten zu dürfen. Zur Halbzeit war sie bereits 1,5 Sekunden schneller als in Luxemburg und konnte auch weiter Tempo machen und legte am Ende noch ordentlich zu und fing diesmal mit dem Anschlag eine gleichaltrige Schwimmerin ab und unterbot auch noch hauchdünn in 2:53,79 Minuten dir geforderte Norm. Dass sie im anschließenden Lauf von einer anderen Schwimmerin ihres Jahrganges noch auf Rang zwei verwiesen wurde, war dann auch nicht mehr wirklich schlimm. Vielmehr durfte sie erstmals überhaupt mit drei Medaillen und genauso vielen Pflichtzeiten für die Süddeutschen Pflichtzeiten wieder nach Hause fahren. „Ein tolles Ergebnis!“ findet ihr Trainer.


Lukas Tilly erstmals auf dem Podium

Auch Lukas Tilly (94) konnte sich den kleinen Traum von der ersten Medaille bei Hessischen Jahrgangsmeisterschaften erfüllen. Nachdem er letzte Woche in Luxemburg in den Brust-Finalläufen zu überzeugen wusste, legte er am Sonntagvormittag in Wetzlar noch eine Schippe drauf und holte über 50 m Brust in 33,9 Sekunden mit Bestzeit die Bronzemedaille. Beinahe wäre es sogar die ganz große Sensation geworden, denn nach einem mäßigen Start, bei dem ihm der Tauchzug noch technische Probleme bereitet, lag er auf einmal wenige Meter vor dem Anschlag sogar vermeintlich in Führung. Bis dahin war er der schnellste Schwimmer im Wasser. Doch leider konnte er den Rhythmus nicht ganz auf dem Niveau bis zum Ende durchhalten und wurde in der Streckphase etwas zu kurz und musste mit dem Anschlag zwei Konkurrenten noch passieren lassen.
Aufgrund dieses tollen Erfolgs breitet sein Trainer auch den Mantel des Schweigens über den Großteil der weiteren Starts aus. Lukas weiß auch genau, warum … ;-)

„Schwesterherz“ Julia Tilly (95) hat bereits die Qualifikation für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in der Tasche und möchte natürlich auch im Vorfeld bei den Hessischen und Süddeutschen Meisterschaften um Medaillen und vordere Plätze mitschwimmen. Allerdings bekommt sie aktuell auch das harte Training zu spüren, welches sie in dieser Form nach ihrem Wechsel aus Kelkheim Anfang des Jahres, auch noch nicht kennt. Aus diesem Grund überlagert aktuell die starke Ermüdung die bereits erzielten konditionellen Fortschritte. Und obwohl sie so müde war, schaffte sie es am Sonntagnachmittag in ihrem letzten Einzelrennen, sich über die nicht ganz so geliebten 200 m Brust in 2:59,53 Minuten mit einer Bestzeit zu verabschieden.

Zuvor legte sie zwar durchgehend ordentliche Rennen hin, ohne aber für große Glanzpunkte sorgen zu können. So erzielte sie über 50 m Brust in 36,3 Sekunden die Silbermedaille und über 100 m Brust in 1:20,90 den dritten Rang, musste sich aber auch deutlich der jeweiligen Siegerin geschlagen geben. "Diesen großen Abstand werden wir hoffentlich in Burghausen nicht mehr sehen." hofft Ollé darauf, dass sich Julia bis dahin deutlich besser regenerieren wird und dann auch bessere Zeiten ins Becken bringen wird. Schade war, dass sie in beiden Rennen nur hauchdünn an der Finalteilnahme der schnellsten Acht gescheitert war. "Diese Wettkampferfahrung und die dazu gehörende Wettkampfhärte in Finalläufen fehlt ihr aktuell noch. Alleine aus diesem Grund sollte sie sich noch stark verbessern können, wenn sie diese Erfahrung verarbeitet." sieht Ollé den kommenden Titelkämpfen optimistisch entgegen.


Celine Mauer mit weiterer Pflichtzeit für Deutsche Meisterschaften

Für Celine Mauer (96) ging es in Wetzlar noch nicht um hessische Ehren, da ihr Jahrgang die Titelkämpfe erst im Juni austrägt. Aber in der offenen Wertung hatte sie die Gelegenheit, weitere Pflichtzeiten zu schwimmen. Das wichtigste Rennen an diesem Wochenende waren die 400 m Lagen, bei denen sie sich für die nationalen Titelkämpfe qualifizieren sollte und dies auch bravourös in die Tat umsetzte. Die beste Hofheimer Lagenschwimmerin unterbot in 5:36,55 Minuten die geforderte Norm deutlich um mehr als drei Sekunden und darf Ende Mai in Hamburg den Vereinsrekord von Katharina Ebrecht angreifen, den sie in Wetzlar um gerade mal etwas mehr als eine Zehntelsekunden verfehlte. Als Zugabe durfte sie seit langem Mal wieder über die 50 m Schmetterling antreten und legte in 30,97 Sekunden eine deutschlandweit sehr beachtlich Zeit für ihre Altersklasse hin.


Vereinsrekord und überraschender Podiumsplatz für die Damenstaffel

Im letzten Rennen der Damenkonkurrenz sorgte das HSC-Team mit Aurica Ritter, Julia Tilly, Celine Mauer und Christina Grölz für eine große Überraschung und holte erstmals in 16 Jahren unter Trainer Ollé eine Medaille bei offenen Hessischen Meisterschaften. Bereits Startschwimmerin Aurica Ritter brachte die HSC-Staffel auf einen komfortablen dritten Rang, den die übrigen Staffelschwimmerinnen zur Überraschung ihres Trainers unangefochten verteidigen konnten. Das Ergebnis war so überraschend, dass Ollé selbst während des Rennens, obwohl die Damen durchgehend, sogar mit Vorsprung, auf dem dritten Platz lagen, es nicht so richtig wahrhaben wollte. "Ich habe niemals mit einer Medaille gerechnet und habe eigentlich geduldig darauf gewartet, dass uns die im Grunde deutlich überlegenen Darmstädterinnen und Fuldaerinnen noch irgendwann im Verlaufe des Rennens noch überholen würden."
Aber der Vorsprung wuchs bis zu Schlussschwimmerin Christina Grölz auf zwei Sekunden an, den sie auch an der letzten Wende noch annähernd halten konnte. "Erst nach der letzten Wende habe ich mich erstmals mit dieser möglichen Bronzemedaille gedanklich auseinandergesetzt und war dann auch auf einmal etwas nervöser als die vier Minuten zuvor." musste dann Ollé auch zugeben. Die Schlussschwimmerin aus Fulda holte zwar auf, doch konnte Christina Grölz den dritten Platz letztlich relativ ungefährdet nach Hause schwimmen und schlug nach 4:44,96 Minuten auch noch in neuer Vereinsrekordzeit an und sorgte für durchgehend gute Laune auf der Heimfahrt…

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