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Langbahnauftakt mit Rekordflut und Vereinsrekord [03/2009]

Selten erlebten die HSC-Trainier einen so gelungenen Auftakt in die Langbahnsaison, wie am 14. und 15. März 2009 beim Frühjahrsmeeting in Wetzlar. Auf den acht Bahnen des Europabads lieferten die HSC-Schwimmer und -Schwimmerinnen bei ihren insgesamt 144 Starts ein regelrechtes Rekordfestival ab und bestätigten damit den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen. Faszinierende 129 Bestzeiten und ein neuer Vereinsrekord wurden von den insgesamt 16 HSC-Aktiven an diesem ersten Langbahnwochenende erzielt. Auch in der Mannschaftswertung lag der HSC gut und konnte mit insgesamt 44 Podestplätzen, davon 15 Siege, den fünften Platz unter 34 teilnehmende Vereinen erreichen.


Bettina Fuhr gelingt Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften

Das eigentliche Ziel der 1. Mannschaft, das Erreichen von Pflichtzeiten für die Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften, wurde bereits beim ersten Wettkampf auf der 50 m Bahn beeindruckend in die Tat umgesetzt. Als allererstes gebührt Bettina Fuhr (94) die Ehre der Qualifikation für diesjährigen Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Ende Mai in Hamburg.
Im Vorlauf über 50 m Schmetterling erzielte sie in 30,43 Sekunden eine neue Bestzeit und unterbot damit auch die Qualifikationsnorm für die nationalen Titelkämpfe. Fast genauso gut lief es über die doppelte Distanz, bei der sie mit 1:10,80 Minuten eine weitere deutlich Bestzeit folgen ließ. Mit dieser Zeit ist sie ganz dicht dran an der Qualifikationszeit für die Süddeutschen Meisterschaften Anfang Mai in Burghausen. Keine Sorgen mehr braucht sie sich über 50 m Freistil zu machen, da sie sich mit den geschwommenen 28,67 Sekunden ganz sicher für die Süddeutschen Meisterschaften qualifizieren konnte.


Aurica Ritter holt weiteren Vereinsrekord

Den Vogel "schoss" auch dieses Wochenende Aurica Ritter (Jg. 94, Spitzname Willi) ab. Nachdem sie letzte Woche den über ein Jahrzehnt alten 100 m Rücken Vereinrekord auf der Kurzbahn unterbot, schnappte sie sich in Wetzlar den nächsten Vereinsrekord aus dem letzten Jahrtausend. Lena Berges hielt den Rekord über 50 m Rücken auf der 50m Bahn seit dem Mai 1999 als sie damals in Leipzig bei den Deutschen Meisterschaften nach 33,31 Sekunden anschlug. Aber seit diesem Wochenende ist die Bestmarke zu Aurica Ritter gewechselt, die die gleiche Strecke in 33,17 Sekunden absolvierte. Bleibt jetzt logischer Weise als nächstes nur noch der fast zwanzig Jahre alte Vereinsrekord über 100 m Rücken zu knacken. Auf geht's Willi ;-)


Zahlreiche Pflichtzeiten für Süddeutsche Meisterschaften unterboten

Mit Martina Dillenberger, Julia Tilly, Aurica Ritter und Christina Grölz gelang es weiteren Schwimmerinnen, sich im ersten Anlauf für Burghausen zu qualifizieren. Zusammen mit Katharina Ebrecht und Daniel Spahn, die in Wetzlar nicht am Start waren, haben sich nun bereits sieben HSC-Schwimmer und Schwimmerinnen qualifizieren können.
Martina Dillenberger (94) krönte einen bisher einmaligen Saisonverlauf mit einer weiteren tollen Bestzeit und unterbot erstmalig in ihrer Schwimmerkarriere eine Pflichtzeit für Süddeutsche Meisterschaften. Über 50 m Schmetterling verbesserte sie ihre Bestzeit um mehr als eine Sekunde auf 31,20 Sekunden und freute sich zurecht wie eine "Schneekönigin" über die Qualifikation.
Julia Tilly (95) und Christina Grölz (86) nahmen zwar schon an Süddeutschen Meisterschaften teil, doch für beide ist es doch eine Premiere. Julia Tilly wird erstmals für den HSC in Burghausen starten und Christina Grölz gelang es erstmals, eine Pflichtzeit für die offene Wertung zu erreichen. Julia Tilly gelang in 1:21,4 Minuten das Unterbieten der 100 m Brust Norm und Christina Grölz schaffte es, sich in 28,27 Sekunden über 50 m Freistil zu qualifizieren. Nun schielt sie auch ein wenig auf Katharina Ebrechts Vereinsrekord, der nur noch zwölf Hundertstelsekunden entfernt ist ...


Weitere Athleten kurz vor der Qualifikation

Neben den bereits Qualifizierten, haben sich zahlreiche weitere Schwimmerinnen und Schwimmer angeschickt, die Normen für Burghausen zu unterbieten und scheiterten teilweise nur um Haaresbreite. Franziska Eichhorn (94) scheiterte mit Bestzeit in 37,87 Sekunden über 50 m Brust gerade mal um sieben Hundertstelsekunden, Peter Hohmann (90) blieb mit super Bestzeit über 50 m Rücken in 29,20 Sekunden genau eine Zehntelsekunde über der Norm, Chiara Passmann (96) fehlten mit Bestleistung über 100 m Brust nach 1:24,97 Minuten auch nur 0,57 Sekunden und Simon Pistor (93) schrammte über die gefürchteten 200 m Schmetterling, ebenfalls mit Bestzeit, in 2:26,74 Minuten um 14 Hundertstelsekeunden an der Qualifikation vorbei. Zudem war mit Celine Mauer (96) krankheitsbedingt eine sichere Bank für Burghausen nicht am Start.

Alles in allem ist Trainer Adam Ollé aber sehr zuversichtlich, dass das Teilnehmerfeld für die Süddeutschen Meisterschaften aus HSC-Sicht noch anwachsen wird. "Die gezeigten Leistungen in der gesamten Breite der Mannschaft haben mich sehr fröhlich gestimmt. Vor allem wissen nun wirklich alle, dass sie eine echte Chance haben, sich für Burghausen zu qualifizieren." Das Ziel des Hofheimer Trainers ist, das es erstmals gelingt, mit einer zweistelligen Anzahl von Athleten mit Qualifikation für die Einzelwettbewerbe zu den Süddeutschen Meisterschaften zu reisen.


Auch Nachwuchsgruppe mit gelungenem Einstand auf der 50m Bahn

Für den Einstieg in die Langbahnsaison wählte Trainer Volker Kemmerer bewusst das 3. Frühjahrsmeeting des TV Wetzlar. Seit einigen Jahren nutzt der Hofheimer SC die ideale Infrastruktur in Wetzlar, um seinen Nachwuchsschwimmern die Osterferien mit einem Trainingslager zu versüßen. „Damit die Umstellung nicht allzu schwer fällt, habe ich beschlossen die jungen Aktiven in einer ‚gewohnten’ Umgebung zum ersten Mal in diesem Jahr auf die lange Bahn zu schicken“, erklärt Kemmerer. Jana, Eichhorn, Elisa Ritter, Patrik Putala (alle JG 97), Ronahi Güler, Selina Müller, Max Helmer und Veit Wenzel (alle JG 98) untermauerten diese Entscheidung mit 38 neuen Bestzeiten bei 42 Starts.

Neben einigen hervorragenden Leistungen wurden durchweg gute Ergebnisse erzielt und bereits einige Pflichtzeiten für die Hessischen Jahrgangsmeisterschaften erzielt. Selina Müller und Patrik Putala können sich nach den gezeigten Leistungen Hoffnung machen, von ihrem Trainer nominiert zu werden, um beim 2. Süddeutschen Jugendmehrkampf für Hofheim an den Start zu gehen. Auch Elisa Ritter zeigte, dass sie mit nach Karlsruhe möchte, um die Vereinsfarben zu vertreten.


Premiere für die Talentgruppe

Mit einer sehr reduzierten Mannschaft reiste die Talentgruppe nach Wetzlar an. An den Start gingen Carlotta Böddeker (00), Chiara Laske (99), Jana Hellenschmidt (99), Sara und Ester Rizzetto (99), Lisa Mauer (99) und Jule Peters (98). Die Bambinigruppe war vertreten durch Peter und Patrick Hellenschmidt (01).

Für die meisten der Schwimmer war es der erste Wettkampf auf einer 50m-Bahn. Die große Halle mit einer richtigen Tribüne schien sie allerdings recht wenig zu beeindrucken. Im Gegenteil, die Umgebung motivierte sie und somit gingen sie auch im „großen Becken“ auf Bestzeitenjagd.

Über die meisten neuen Bestzeiten konnte sich Lisa Mauer an diesem Wochenende freuen. Bei acht Starts stieg sie mit sechs persönlichen Rekorden aus dem Wasser. Es ist schwer eine Leistung besonders hervorzuheben, jedoch beeindruckte sie ein weiteres Mal vor allem über die Schmetterlingstrecken. Für 50m Schmetterling benötigte sie lediglich 37,15sec und belegt damit Platz 1 in der Deutschen Rangliste (50m Bahn) ihres Jahrgangs. Auch über die doppelte Distanz hinterließ sie mit 1:27,95min einen bleibenden Eindruck.

Gefolgt wurde Lisa Mauer von ihrer Mannschaftskollegin Jule Peters. Sie konnte an diesem Wochenende vier ihrer Kurzbahnbestzeiten unterbieten. Hauptsächlich über die Freistilstrecken zeigte Jule deutliche Fortschritte (50F 40,66 und 100F 1:32,14). Beeindruckend war vor allem ihr Kämpfergeist an diesem Wochenende. Denn kurz vor ihrem Start, über die ohnehin von ihr ungeliebten 100m Rücken, stürzte sie eine Treppe hinunter. Mit Tränen in den Augen ging sie trotzdem an den Start und beendete die Distanz in guten 1:47,45min.

Carlotta Böddeker, die erst seit Beginn des Jahres in der Talentgruppe schwimmt, konnte nach jedem Start über eine neue Bestzeit jubeln. Besonders bemerkenswert war ihre Leistung über 100m Freistil. Sie unterbot ihre Kurzbahnbestzeit um acht Sekunden und schlug nach 1:48,55min an.

Chiara Laske gelang das gleiche Kunststück. Auch sie verbesserte ihre alte Bestzeit über sie 100m Freistildistanz um acht Sekunden und beendete ihr Rennen nach 1:39,81min. Eine weitere Bestzeit erreichte sie über 100m Brust (2:12,07).

Vor allem die 99er-Mädels sorgten für ein schönes Bild auf dem Siegerpodest. Über die 100m Brust belegten sie die ersten vier Plätze in der Reihenfolge Jana Hellenschmidt (1.-1:44,26) Sara Rizzetto (2.-1:51,39) und Ester Rizzetto (3.-1:57,92). Auch über 100m Rücken ließen sie der Konkurrenz keine Chance und besetzten in der Endabrechnung sogar die ersten vier Plätze (1. Jana 1:30,94 – 2. Lisa 1:31,37 – 3. Sara 1:34,42 – 4. Ester 1:39,99).

Mit Patrick und Peter Hellenschmidt konnten auch zwei Schwimmer aus der Bambinigruppe erste Erfahrungen auf der langen Bahn sammeln. Beide starteten über 50m Brust und 50m Freistil. Mit ihren Ergebnissen konnten sie zufrieden sein und Patrick durfte sich am Ende sogar noch über einen Pokal für die punktbeste Einzelleistung im Jahrgang 2001 freuen.

Einzelergebnisse des HSC