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Elf Medaillen für Hofheimer Nachwuchs bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften [12/2008]

Wieder einmal waren die Hessischen Jahrgangsmeisterschaften der Saisonhöhepunkt auf der Kurzbahn für die Nachwuchs-Athleten des Hofheimer Schwimmclubs. Mit zwölf jungen Schwimmerinnen und Schwimmern mussten die Trainer Christina Grölz und Volker Kemmerer diesmal nur eine kurze Reise in das nah gelegene Frankfurt-Höchst antreten. Alle Kinder konnten zu Hause in ihren eigenen Betten schlafen und sich somit bestens auf die Meisterschaften einstimmen.
In der langen Vorbereitungszeit konnten 13 Aktive insgesamt 115 Normen des Hessischen Schwimmverbandes zur Teilnahme bei den diesjährigen Jahrgangsmeisterschaften auf der Kurzbahn unterbieten. Aufgrund einer Begrenzung des HSV, die besagt, dass jeder Aktive „nur“ maximal acht Starts absolvieren darf, schickten die Hofheimer Nachwuchs-Trainer ihre Athleten insgesamt 74-mal für Hofheim auf Medaillenjagd. Neben den vielen Einzelentscheidungen wetteiferte Hofheims Nachwuchs auch bei denen vom Verband hervorgerufenen Disziplinen-Dreikämpfen mit.
Als Bilanz können die 12 gestarteten Aktiven mit 40 neuen Bestzeiten bei 74 Starts sowie drei Silber- und acht Bronzemedaillen aufweisen, die sich erfreulicher Weise auf vier verschiedene Schwimmer und Schwimmerinnen der Nachwuchsgruppe verteilen.


Trainer Kemmerer freut sich über elf Medaillen

Rechts Selina Müller mit ihrer ersten Medaille Die jungen Schwimmerinnen und Schwimmer haben sehr hart trainiert und bereits bei einigen Vorbereitungs-Wettkämpfen seit den Herbstferien gezeigt zu welchen Leistungen sie in der Lage sind. Und gleich zu Beginn der Titelkämpfe konnten Selina Müller (Jahrgang 98, im Bild rechts) und Elisa Ritter (97) die ersten Medaillen über 200m Rücken nach Hofheim holen. Beide Mädchen zeigten sehr engagierte Rennen und konnten sich vor allem bei den Wenden deutlich von der Konkurrenz absetzen. Ebenfalls über die lange Rückendistanz startete Patrik Putala (97) in die Meisterschaften. Er belegte nach gutem Rennen Platz 5 verpasste um 0,99 Sekunden die Bronzemedaille knapp. Doch leider ging der Medaillenregen nicht wie erhofft weiter.

Stetig zeigt die Leistungskurve von Jacqueline Jährig (97) nach oben. Vor allem Verbesserungen in Technik und Wenden sorgen für enorme Leistungssprünge. Das Gleichgewicht zwischen Krafteinsatz und Technik ist jedoch noch lange nicht hergestellt. „Jacqui verfügt über eine gute Delfinbeinarbeit. Da hat sie große Vorteile gegenüber der Konkurrenz. Wenn sie diese Fähigkeit noch konsequenter und mit mehr Lockerheit zum Einsatz bringt, kann sie nächstes Jahr bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden“, resümiert Kemmerer. Ihre besten Leistungen brachte sie über 100m Rücken und 50m Schmetterling, die jeweils zu Platz 5 führten.

Sarina Ritter (96) konnte leider nicht allzu oft glänzen. Lediglich über 200m Freistil gelang es ihr, ihr eigentliches Leistungsvermögen anzudeuten. „Sie hat viel mehr drauf“, bedauert Kemmerer. „In den letzten Wochen und Monaten ist es Sarina nicht gelungen sich eine gleichmäßige Technik anzueignen. Sarina tendiert immer wieder dazu, einige Technikmerkmale ständig zu ändern. Ein ‚Einspielen’ auf eine funktionierende Technik ist daher leider kaum möglich gewesen. Sarina hat in den anstrengenden Einheiten sehr gut gearbeitet und ihr Wille ist da. Schade, dass es nicht besser gelaufen ist.“


Neun Podestplätze für Selina Müller und Celine Mauer

Rechts Celine Mauer Wieder einmal wurde Celine Mauer (96, im Bild rechts) die eifrigste Medaillensammlerin der Nachwuchsgruppe. Tatkräftig unterstützt wurde sie von Meisterschafts-Debütantin Selina Müller (98). Selina präsentierte sich bei ihren ersten Hessischen Jahrgangsmeisterschaften in sehr guter Verfassung. Neben der Silbermedaille über 200m Rücken sicherte sie sich Bronzemedaillen über 100m Rücken, 200m Lagen und im Disziplinendreikampf Rücken. Die Brustdisziplinen verliefen wegen einigen ungewöhnlichen Technikproblemen leider nur durchschnittlich. Über 100m Lagen kosteten diese technischen Unzulänglichkeiten leider eine weitere Medaille und Selina musste sich ganz knapp mit dem vierten Rang begnügen. Celine konnte die letzten Wochen leider nur begrenzt die Soll-Trainingspläne von Trainer Volker Kemmerer erfüllen. Nach einer längeren Erkältung wurde sie nur schleppend wieder gesund und konnte nicht voll mittrainieren. Jedoch war Celine bei den Meisterschaften hoch motiviert und konnte trotz aller schlechten Vorzeichen sehr gute Leistungen abrufen. Für die Zukunft wünscht sich Kemmerer eine reibungslose Vorbereitung: „Da wäre bei der ein oder anderen Strecke noch mehr drin gewesen. Silber über 200m Lagen und Bronze über 100 und 200m Schmetterling, 100m Lagen und im Disziplinendreikampf Schmetterling können sich trotzdem sehen lassen.“


Medaillen für Patrik Putala und Elisa Ritter

Rechts Elisa Ritter mit ihrer ersten Medaille Erstmals in ihrer noch jungen Schwimmkarriere konnte Elisa Ritter (97, im Bild rechts) eine Medaille bei Landesmeisterschaften gewinnen. Nach einem sehr guten Rennen über 200m Rücken konnte sie den Erfolg erst richtig fassen, nachdem sie auf dem Siegertreppchen geehrt wurde. Leider konnte Elisa den Schwung aus dem ersten Rennen nicht weiter in die folgenden Wettkämpfe übertragen. „Elisa fehlt da noch die Konstanz. Sie muss lernen, dass sie bei jedem Start ihre volle Leistung abrufen muss, um weitere Medaillen zu gewinnen.“, haderte Kemmerer.
Patrik Putala (97) hatte mit einigen technischen Fehlern beim Schmetterlingsschwimmen zu kämpfen, so dass die erhofften Medaillen über diese Lage leider nicht gewonnen werden konnten. Über die Rückendisziplinen agierte Patrik gewohnt sicher in der Technik, wirkte jedoch über die 50m und 100m sehr zurückhaltend. Lediglich über 100m Lagen konnte der Knoten richtig platzen und Patrik erspurtete sich mit 0,6 Sekunden Rückstand auf Rang 2 die Bronzemedaille.


Sandra Wellmann und Jana Eichhorn unter Wert geschlagen

In der Vorbereitung konnte Sandra Wellmann (96) mit vielen guten Leistungen auf sich aufmerksam machen. Einiges deutete auf sehr gute Meisterschaften von Sandra hin. Über 100m Freistil machte sie sich sogar Hoffnungen auf eine Medaille. Leider fehlte Sandra jedoch jegliche Spritzigkeit und sie wirkte meist kraftlos. Das Ergebnis waren nur durchschnittliche Leistungen. Die Erklärung für die Abgeschlagenheit gab es dann am folgenden Montagmorgen. Eine kommende Erkältung raubte ihr die Kraft. „Schade“, kommentierte Kemmerer die Leistungen von Sandra. „Ich hatte ihr wesentlich mehr zu getraut.“
Jana Eichhorn (97) konnte sich im Vorfeld für 100m Freistil, 100m Rücken und 100m Lagen für die Meisterschaften qualifizieren. Jedoch auch Jana wirkte schlapp. Ihre beste Platzierung erreichte sie über 100m Lagen, wo sie 15. wurde.


Premierenteilnahme für Talentgruppe

Die Mitglieder der Talentgruppe von Trainerin Christina Grölz hatten in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit sich für die Hessischen Jahrgangsmeisterschaften zu qualifizieren. Für den Hofheimer SC gingen Malin Forndran, Roni Güler, Veit Wenzel und Max Helmer (alle Jg. 98) an den Start.

Veit Wenzel war im Vorfeld der eifrigste Pflichtzeitensammler. Er unterbot im Laufe der Saison achtmal die geforderte Norm. Das Wochenende verlief für Veit aber alles andere als optimal. Mit Rang 11 verpasste er zweimal ganz knapp eine Top-Ten-Platzierung (50m Brust 47,89/200m Brust 3:43,92) und konnte bei den meisten Starts keine neuen Bestmarken aufstellen. Trotzdem ließ er sich nicht hängen, so dass er doch noch eine neue Bestzeit über 100m Kraul (1:22,93) und 100m Rücken (1:36,27) erreichte.

Max Helmer erreichte im Laufe der Saison drei Pflichtzeiten. Er konnte die Norm über 200m Brust unterbieten und qualifizierte sich weiterhin für den Rückendreikampf. Den ersten Start absolvierte er über 200m Rücken (3:27,75). Diese Strecke nutzte er anscheinend um „wach“ zu werden. Nachdem er über die 200m Rücken noch deutlich langsamer schwamm als im Vorfeld, erreichte er bei den drei restlichen Starts eine Bestzeit nach der anderen. Seine beste Platzierung belegte er über 200m Brust (3:46,92) mit Rang 12.

Malin Forndran startete über 100m Rücken (1:38,48) und 100m Lagen (1:36,51). Trotz ihres guten Eindrucks, den sie im Training hinterlassen hatte, konnte sie ihre Bestzeiten aus der Saison nicht weiter verbessern. Wahrscheinlich war die Aufregung, zum ersten Mal bei Hessischen Meisterschaften zu starten, einfach zu groß.

Roni Güler ging über 100R und 100F an den Start. Beide Strecken konnte sie in neuen Bestzeiten beenden (100R 1:34,08/100F 1:20,57) und belegte jeweils den 19. Rang.

Ganz zufrieden war die Trainerin allerdings nicht mit diesem Wochenende. Einige Schwimmer hatten zwar in der Zeit vor den Meisterschaften mit Krankheiten zu kämpfen, aber trotzdem hatte sie insgesamt mehr von ihren Schützlingen erwartet. Die Kinder müssen den Wettkampf nun als Erfahrung mitnehmen und daraus lernen, um bei den kommenden Meisterschaften wieder voll anzugreifen.