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HSC dreht mächtig auf bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften [11/2008]

Die HSC Mannschaft mit Nachwuchsstar Lisa Mauer Am 1.11.2008 war es wieder soweit. Mit den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) stand der einzig echte Mannschaftswettbewerb im Schwimmen auf dem Wettkampfkalender. Für die beiden HSC-Teams waren die Ausgangslagen recht unterschiedlich. Die Damen sollten um den Einzug in das Landesfinale kämpfen und bei den Herren ging es darum, möglichst wenig bis gar nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Besonders die Herren machten Trainer Adam Ollé einiges Kopfzerbrechen, da der Leistungsstand aufgrund seltener und teilweise nicht vorhandener Trainingsbeteiligung nicht realistisch abschätzbar war. Aber die Befürchtungen waren im Nachhinein unbegründet und die gezeigten Leistungen übertrafen in der Summe alle Erwartungen. Die Damen konnten am Ende mit dem besten Ergebnis der Vereinsgeschichte aufwarten und die Herren platzierten sich im sicheren Mittelfeld und hatten von Anfang an nichts mit den hinteren Rängen zu tun und egalisierten mit über 20000 Punkten ihr Vorjahresergebnis.
Trainer Adam Ollé war teilweise mehr als nur verblüfft über das Leistungsvermögen und dem zugrunde liegenden Willen seiner Schützlinge. "Das teilweise solche sensationellen Leistungen erzielt wurden, hat mich fast aus den Socken gehauen!" Ganz besonders stolz ist Ollé auf die Tatsache, dass diese Leistungssteigerungen aus der Mannschaft heraus erarbeitet wurden und es keinen einzigen Neuzugang in den Reihen des HSC gegeben hatte. "Bereits im Vorfeld war die unbändige Freude und Motivation auf dieses Ereignis zu spüren und alle (bis auf einige der Herren;-) wollten endlich auf den Block und zeigen, dass sie gut trainiert haben und hervorragend in Form sind. Und besonders schön ist auch immer wieder zu sehen, dass die Identifikation mit dem Verein unglaublich hoch ist und jede(r) stolz ist, für diese Mannschaft an den Start gehen zu dürfen." lautet die freudige Erkenntnis der diesjährigen DMS für den Trainer.


Vereinsrekord und beste Platzierung einer HSC-Damenmannschaft

Die überaus positiv verlaufende Entwicklung innerhalb der HSC-Damenmannschaft hat an diesem Wochenende in Frankfurt-Höchst ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Mit 19180 Punkten wurde der Vorjahresrekord um mehr als 1000 Punkte überboten. Als Zugabe gelang es den HSC-Damen, sich erstmals aus eigener Kraft für das Landesfinale der sechs besten Teams zu qualifizieren. Zwar waren sie bereits früher bei Endkämpfen dabei, doch damals nur deswegen, weil sich andere hessische Teams für den Aufstiegskampf zur 2. Bundesliga qualifizierten und die Damen somit als Nachrücker noch teilnehmen durften. Dieses Mal schlossen die Damen jedoch den Vorkampf als fünft bestes Team der hessischen Oberliga ab und darf somit zum Landesfinale am 15. November in Baunatal antreten.
Insgesamt zehn junge Damen sorgten für das grandiose Ergebnis: Christina Grölz, Katharina Ebrecht, Laura Riedel, Franziska Metz, Franziska Eichhorn, Bettina Fuhr, Larissa Jährig, Martina Dillenberger, Aurica Ritter und Celine Mauer. Acht der Damen erzielten bei den insgesamt 34 Starts 16 neue persönliche Bestzeiten, wobei sich die jüngste im Team, die kurz zuvor zwölf Jahre alt gewordene Celine Mauer, mit Bestzeiten bei allen vier Starts besonders hervor tat. Ihre stärksten Auftritte hatte sie über die 400 m Lagen in 5:40,6 Minuten und den 100 m Lagen, bei denen sie nach 1:12,2 Minuten anschlug. Aber nicht weniger überzeugend oder sogar besser ausgedrückt hervorragend waren die Leistungen der übrigen Schwimmerinnen. Die größten Leistungssteigerungen vollbrachten Martina Dillenberger und Bettina Fuhr über die 100 m und 200 m Schmetterling. Beide pulverisierten mit 1:11,6 und 1:09,3 Minuten sowie 2:45,3 und 2:38,6 Minuten ihre sieben Tage alten Bestzeiten und verbesserten sich in der Summe um knapp 20 Sekunden zur Vorwoche!
Bei Aurica Ritter und Franziska Metz liefen die 100 m bzw. 200 m Rücken am besten. Aurica Ritter unterbot ihre in 1:11,4 Minuten ihre Bestmarke um mehr als zwei Sekunden und und bei den 800 m Freistil schwamm sie in 10:05 Minuten knapp an die 10 Minuten Grenze heran und verbesserte sich um sieben Sekunden. Franziska Metz blieb bei ihrem 200 m Rücken Rekord in 2:31,3 Minuten um gut fünf Sekunden unterhalb ihrer bisherigen Bestmarke.
Deutlich Form verbessert zeigte sich auch Franziska Eichhorn, die für die drei Bruststrecken nominiert wurde. Bei den 100 m und 200 m blieb sie noch knapp über ihren Bestzeiten. Über die 50 m Brust hingegen legte sie in 37,4 Sekunden eine neue Bestzeit hin und verspielte durch kleine taktische Fehler am Ende des Rennens sogar den Vereinsrekord um drei Zehntelsekunden, der durchaus im Bereich des Möglichen lag.
Lediglich bei Larissa Jährig lief es bei den 800 m Freistil nicht optimal. Mit 10:54 Minuten waren weder sie, noch ihr Trainer zufrieden. Sie hat sich das gsamte Jahr über stetig verbessert, doch schafft sie es noch nicht, regelmäßig Topleistungen abzurufen. Aber für ihren Trainer ist es wichtiger, dass sie sich in den vergangenen Monaten in der gesamten Breite der Strecken und Lagen deutlich verbessert hat, auch wenn es noch Schwankungen gibt. Wenn nun noch die Konstanz Einzug hält, wird sie in naher Zukunft auch Topleistungen gezielt abrufen können.
Auch Christina Grölz schaffte zwei neue Bestzeiten. Über 200 m Lagen schlug sie nach phänomenalen 2:34,4 Minuten an und robbt sich langsam aber sicher über 100 m Freistil an die Minutengrenze heran, die sie diesmal noch mit 1:00,6 Minuten knapp verpasste. Laura Riedel legte eine deutliche Leistungssteigerung hin und schwamm seit langer Zeit mal wieder ein 50 m Freistilrennen in 28,9 Sekunden unter 29 Sekunden und rechtfertigte somit ihren Startplatz mit einer prima Vorstellung.
Die fleißigste Punktesammlerin für den HSC war Katharina Ebrecht mit 3132 Punkten und vier Saisonbestleistungen, ganz knapp gefolgt von Christina Grölz, die mit 3129 Punkten lediglich drei Punkte weniger zum Gesamtergebnis beitrug. Für Katharina waren die 200 m Lagen das härteste Rennen seit langem, da sie sich als Vereinsrekordhalterin über 200 m Lagen in der Verantwortung sah, auch bei den DMS die schnellste Hofheimer Lagenschwimmerin zu sein. Nachdem Christina Grölz aber im ersten Abschnitt eine 2:34 vorlegte, musste Katharina (natürlich aufgestachelt durch die entsprechenden Kommentare ihres Trainers;-) kontern und verausgabte sich über Gebühr, so dass am Ende mit 2:33,25 Minuten die Verhältnisse wieder gerade gerückt wurden ...


HSC-Herren überteffen die Erwartungen bei Weitem

Viele, sehr viele Fragezeichen standen hinter den HSC-Herren und noch nie war es für den Trainer so schwer, eine Aufstellung zu finden, bei der sich ein gutes Gefühl einstellen würde. Mit Daniel Spahn, Simon Pistor, Peter Hohmann und Niklas Frank befinden sich lediglich vier Athleten planvoll im Training. Die weiteren Mannschaftsmitglieder trainierten eher regelmäßig unregelmäßig (oder auch mal gar nicht), so dass eine Leistungseinschätzung und die daraus resultierende Aufstellung sehr viele Variablen in sich trug. Aber trotz dieser Vorzeichen war Trainer Ollé zunächst einmal sehr glücklich und dankbar, dass alle Herren dem Ruf nach Hofheim bzw. ins Höchster Hallenbad gefolgt sind. Besonders für Alexander Maus war der Weg aus Berlin, wo er mittlerweile studiert, besonders lang. Komplettiert wurde das Team durch die "alten Hasen" Bora Kilic, Dominic Rummel, Jens Frankenhäuser und Dennis Riedel.

Bora Kilic und Dominic Rummel Nominell traten die HSC-Herren mit der bestmöglichen Mannschaft an und nun mussten die 34 Starts zeigen, ob die Leistungen aureichen, um das eigene Ziel, den Klassenerhalt, zu schaffen. Und gleich von Beginn an ließen die Herren keinen Zweifel daran, dass sie nichts mit den hinteren Plätzen zu tun haben wollen. Alexander Maus unterbot für ihn selbst überraschend bei den 200 m Freistil in 1:59,74 Minuten die 2-Minutengrenze und dann lief es die ganze Veranstaltung hinweg innerhalb der gesamten Mannschaft sehr gut. Bereits zur Halbzeit war klar, dass das angepeilte Ziel ziemlich problemlos erreicht werden würde, so dass auch eine gewisse Lockerheit zu verspüren war. Trotzdem bestand der Trainer dann darauf, dass das Bier erst nach Beendigung des Wettkampfes getrunken wird ;-)
Mit Simon Pistor kam dem jüngsten im Team eine verantwortungsvolle Aufgabe zu. Er hatte fünf schwere Starts auf Strecken, um die ihn keiner beneidete. Doch er löste seine Aufgabe sehr gut und steuerte mit vier Bestzeiten seinen Teil zum Erfolg bei. Besonders bei den 200m Schmetterling zeigte er sich im vergleich zur Vorwoche taktisch verbessert und unterbot seine Bestzeit in 2:22,8 Minuten um mehr als eine Sekunde, obwohl er bei Halbzeit deutlich langsamer war als letztes Wochenende. Die meisten Punkte erzielte er bei seiner Lieblingsstrecke, den 100 m Schmetterling, die er in 1:03,5 Minuten zu Ende brachte.
Peter Hohmann bestätigte seinen Aufwärtstrend mit zwei persönlichen Bestzeiten und zwei weiteren Topzeiten, die nur marginal über seinen Bestleistungen liegen. Über 50 m und 200 m Rücken reichte es in 28,3 Sekunden sowie 2:20,7 Minuten zu neuen persönlichen Rekorden.
Zwei Athleten überraschten mit ungewöhnlich starken Leistungen. Auf der einen Seite war es wieder einmal René Schäfer, der trotz minimalem Trainingsaufwand sogar einen in keinster Weise zu erwartenden Vereinsrekord beisteuerte. Nach 100 m Schmetterling schlug er in 55,13 Sekunden fünf Hundertstelsekunden unter seiner eigenen Bestmarke an und sorgte bei Trainer und Mannschaft für ungläubiges Staunen. Bei drei Viertel des Rennens wäre sogar eine Zeit von knapp über 54 Sekunden möglich gewesen, aber natürlich konnte er ohne das notwendig gewesene Training diese Geschwindigkeit nicht halten. Aber auch so war es eine faszinierende Leistung. Fast genauso imposant waren die 50 m Schmetterling, bei der es auch eine neue Bestzeit zu bejubeln gab, die er in 25,11 Sekunden zurück legte. Diese beiden Starts waren auch gleichzeitig mit 780 und 798 Punkten die mit Abstand besten Leistungen im Rahmen der zum Endergebnis beigesteuerten Punkte. Und wieder einmal stellt sich ganz offen die Frage, zu welchen Zeiten René fähig wäre, wenn er über einen definierten längeren Zeitraum "normal" trainieren würde ...
Die Sensation des Tages war aber Niklas Frank, der eigentlich zeitbedingt kaum noch schwimmt. Doch nach den Sommerferien erklärte er sich bereit, sich gemeinsam im Rahmen der ersten Mannschaft auf die DMS vorzubereiten. Er trainierte mehr und härter als es früher der Fall war, doch wenig deutete im Vorfeld auf eine derartige Leistungsexplosion hin. In seinem 200 m Brustrennen begann er gewohnt offensiv und schnell. Aber im Gegensatz zu früher, wurde er erstmals nicht bzw. kaum langsamer im Verlaufe des Rennens. Selbst im letzten Teilstück sah man bei ihm eine funktionierende Technik und viel Druck im Wasser, was gewöhnlich nur bis zur Hälfte des Rennens zu bemerken war. Die Belohnung für sein tolles Training war die Verbesserung seiner Bestzeit um knapp !elf! Sekunden auf 2:35,4 Minuten, so dass er an einen bösen Scherz glaubte als ihm Mannschaftskamerad Peter Hohman die gute Nachricht verkündete. Insgesamt schwamm das gesamte Hofheimer Team auf hohem Niveau. Bora Kilic blieb über 50 m Freistil in 24,5 Sekunden nur knapp über seiner Bestzeit. Daniel Spahn brachte über die Bruststrecken seine gewohnt starken Leistungen und konnte über 50 m Brust in 29,8 Sekunden sogar unter 30 Sekunden bleiben. Jens Frankenhäuser steuerte trotz Krankheit bei drei Starts wertvolle Punkte bei und auch Dennis Riedel und Dominic Rummel steuerten in der Summe mehr Punkte bei als es die Vorgaben vorsahen. Für beide steht nun ein noch viel wichtigeres Ziel an: "Ab Montag fangen wir mit einer Diät an!" lautet die Ansage. Allerdings sagen sie das eigentlich jedes Wochenende (nachdem sie gerne mal wieder beim Burger King oder Mc Donalds waren ;-)

Zu den Ergebnissen


Endstand der Oberliga Hessen nach den Vorkämpfen

Endstand Damen Punkte Endstand Herren Punkte
1. DSW Darmstadt 20591 1. Wasserfreunde Fulda21820
2. SG Frankfurt II 199512. SCW Eschborn21482
3. SC Wiesbaden II19608 3. SG Frankfurt III20620
4. SCW Eschborn 19381 4. Wasserfreunde Fechenheim20567
5. Hofheimer SC 19180 5. DSW Darmstadt II20529
6. Wasserfreunde Fechenheim 190996. SC Wiesbaden II20134
7. Erster Offenbacher SC189007. Hofheimer SC20042
8. DSW Darmstadt II 176438. SV Delphin Wiesbaden19903
9. TV Dillenburg 174459. TV Wetzlar19836
10. SSG Rödermark 1684910. SG Baunatal19335
11. SG Mittelhessen 1580711. SG Frankfurt II18044
12. TG Rüsselsheim 1109512. TSV Stadtallendorf10671