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Damenstaffel qualifiziert sich mit Vereinsrekord für Deutsche Meisterschaften [03/2008]

Der Hofheimer Nachwuchs um Trainer Volker Kemmerer testete am Sonntag, dem 16. März 2008 letztmals die Form und das aktuelle Leistungsvermögen vor dem Ostertraininglager in Wetzlar. Außerdem konnten durch diesen Wettkampf die auch aufgrund zahlreicher Erkrankungen bedingten uneinheitlichen Leistungen des vergangenen Wochenendes in München überprüft bzw. revidiert werden, so dass sich ein klareres Bild über den Leistungsstand der Athleten ergeben sollte. Von der ersten Mannschaft wurden lediglich Simon Pistor und eine Freistilstaffel ins Rennen geschickt. Die Staffel sollte sich für die Süddeutschen Meisterschaften qualifizieren und den Versuch starten, auch noch die Pflichtzeit für die Deutschen Meisterschaften zu unterbieten.
Beim TSG-Test im Darmstädter Nordbad konnten die jungen Schwimmerinnen und Schwimmer ein stark besetztes Teilnehmerfeld beobachten und den ein oder anderen deutschen Topsportler bewundern, der sich in gut vier Wochen in Berlin für die Olympischen Spiele qualifizieren möchte.


Letzter Formtest vor dem Trainingslager

Mit neun Teilnehmern konnte Trainer Kemmerer auf beinahe alle Athletinnen und Athleten seiner Nachwuchsgruppe zurückgreifen. Lediglich Jacqueline Jährig (JG 97) konnte aus privaten Gründen nicht an den Start gehen. Mit insgesamt 26 neuen Bestzeiten bei 35 Starts zeigte sich Kemmerer sehr zufrieden.
Die meisten Medaillen für den HSC sicherte sich die jüngste Schwimmerin. Die erst neunjährige Selina Müller konnte jeweils zweimal Gold und zweimal Silber gewinnen und erreichte drei persönliche Bestmarken. Jana Eichhorn und Elisa Ritter (beide JG 97) konnten sogar jeweils viermal ihre bisherigen Leistungen verbessern. Jana machte ihr bestes Rennen über 50m Freistil und verbesserte ihre alte Bestmarke um mehr als 2,5 Sekunden. Elisa machte einen starken Wettkampf, agierte jedoch über 100m Rücken etwas ängstlich, was sich in der noch steigerungsfähigen Zeit bemerkbar machte.

Celine Mauer, Sarina Ritter und Sandra Wellmann (alle 96) zeigten sich auch in guter Verfassung. Nach wochenlanger Krankheit konnte Celine endlich mal wieder einen Wettkampf in annähernd guten Zustand absolvieren. Die 100m Schmetterling absolvierte sie sogar ohne große Anstrengung in 1:21,37 Minuten. Sarina zeigte gute technische Verbesserungen im Schmetterlingsschwimmen, wirkte bei den anderen Starts jedoch etwas träge. „Ihr fehlt noch immer eine wenig Körperspannung und die Fähigkeit sich quälen zu können“, kommentiert Kemmerer Sandras Leistungen. Was Sandra wirklich drauf haben könnte, zeigte sie auf den letzter Bahn der 200m Brust-Strecke. „Sowohl technisch als auch kämpferisch war ich mit der letzten Bahn sehr zufrieden.“

Auch die jungen Männer Moritz Deibel, Patrik Putala (beide 97) und Simon Hennes (96) erzielten gute Leistungen. Moritz agierte wesentlich konzentrierter als die Woche zuvor in München und konnte sich dementsprechend auch deutlich steigern. Patrik kämpfte wie immer vorbildlich, konnte jedoch die neu erlernten Technikansätze noch nicht in Wettkampftempo umsetzen, so dass er etwas unglücklich nur zu einer Bestzeit kam. Simon zeigt seit einigen Monaten konstant gute Leistungen auf Wettkämpfen und konnte vor allem im Freistilschwimmen sehr gute Zeiten schwimmen. Lediglich das leidige Thema um Wenden, Abstoßen und Tauchphasen bleibt äußerst verbesserungswürdig.

Für Simon Pistor (93) geht es in dieser Saison erneut darum, sich für die Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften zu qualifizieren. Und nachdem es bei den Meisterschaften keine 50 m Strecken mehr gibt, bleiben für Simon die 100 m und 200 m Schmetterling, bei denen er sich realistischer Weise qualifizieren könnte. In Darmstadt startete er nur über die 100 m Distanz und entschied die Konkurrenz in seinem Jahrgang in 1:06,84 Minuten zu seinen Gunsten. Er blieb erstmals weniger als eine Sekunde über der anvisierten Pflichtzeit und unterbot in diesem Rennen seine Bestzeit um knapp drei Zehntelsekunden und zeigte, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet. Nun muss er das Trainingslager konsequent zum weiteren Formaufbau nutzen und dann sollte er es in seiner eigenen Hand haben, sich für die Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften am 24. und 25. Mai in Wetzlar zu qualifizieren.


Damenstaffel mit sensationellem Vereinsrekord

Im Staffelwettbewerb über die 4 x 100 m Freistil der Damen stellte der HSC sein bestes Team auf, um den Versuch zu wagen, sich doch noch für de Deutschen Meisterschaften am 19. April in Berlin zu qualifizieren. Neben den drei bewährten Staffel-Stammkräften Christina Grölz (86), Franziska Metz (91) und Katharina Ebrecht (87) wurde erstmals Lara Marie Deibel (95) nominiert, die sich in den letzten Monaten durch starke Leistungen für den vierten Staffelplatz empfohlen hatte. Die angepeilte Norm von 4:12,00 Minuten zu unterbieten schien für Trainer Adam Ollé eher unwahrscheinlich und so lautete seine Vorgabe, zumindest die Pflichtzeit für die Süddeutschen Meisterschaften von 4:15,00 Minuten zu erreichen. Bisher gelang es erst einer einzigen Staffel, die aktuell geforderte DM-Norm zu unterbieten, welches den aktuellen Vereinsrekord von 4:11,53 Minuten darstellt und schon knapp drei Jahre alt ist.

Die Abwesenheit ihres Trainers schien die Damen weniger zu stören als vielmehr noch mehr zu motivieren, um ihm zu zeigen, dass sie unbedingt nach Berlin wollen. Den Anfang machte wie in fast jeder Staffel unsere Ede, deren unbedingter Wille auch dieses Mal Berge zu versetzen schien. Obwohl sie sich nach dem in der letzten Woche wieder angezogenen Training und den Krafteinheiten nicht besonders locker fühlte, schwamm sie dennoch wieder ein großartiges Rennen und unterbot dabei sogar ihre erst eine Woche alte Bestzeit mit 0,71 Sekunden um eine kleine Ewigkeit und schlug nach bärenstarken 1:02,07 Minuten an. Ihr folgte das "Küken" Lara Marie Deibel, die nicht minder stark durch das Wasser eilte. Auch ihre Bestzeit war erst eine Woche alt und kann gleich ad acta gelegt werden, denn in 1:03,51 Minuten war sie mehr als eine Sekunde schneller als zuvor in München. Dem wollte augenscheinlich die dritte im Bunde, Franziska Metz, nicht nachstehen und tat es Lara mehr oder minder gleich, indem sie ebenfalls ihre letztwöchige Bestzeit um mehr als eine Sekunde unterbot und nach weiteren 1:02,82 Minuten Schlussschwimmerin Katharina Ebrecht ins Wasser schickte. Platzierungstechnisch war zu diesem Zeitpunkt bereits alles klar, da die HSC-Damen den Darmstädterinnen genauso enteilt waren, wie die Erlangerinnen unserem Quartett. Der zweite Rang war sicher und nach den drei Bestzeiten war die Qualifikationsnorm für Berlin auf einmal realistisch und in greifbarer Nähe. Obwohl sich Katharina mitten in Prüfungsvorbereitungen befindet und die letzte Woche sogar gar nicht trainierte, schwamm sie mit ihrer Routine die Staffel mit 1:02,17 Sekunden sicher nach Hause und pulverisierte in 4:10,57 Minuten den alten Vereinsrekord um fast eine Sekunde und sorgte damit für das Erreichen der geforderten Pflichtzeit für die Deutschen Meisterschaften.

Anschließend griff eine freudig aufgeregte Ede zum Handy und informierte ihren Trainer, dessen verwunderter erster Kommentar nur "Wollt ihr mich verar.....?" lautet ;-) Aber nach Aufzählen der Einzelzeiten wurde klar, dass die das Damen-Quartett etwas ganz Außergewöhnliches geleistet hat, das ihren Trainer kurz sprachlos und anschließend sehr stolz machte.

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