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Lauter Topleistungen und Rekorde bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften [11/2007]

Am 22.11.2007 fuhr eine gut gelaunte und auch gut vorbereitete kleine Hofheimer Truppe zu den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften nach Essen. Trainer Adam Ollé wurde von der Damenstaffel mit Christina Grölz, Laura Riedel, Franziska Metz und Katharina Ebrecht begleitet. Bei den "Herren der Schöpfung" wollte in diesem Jahr lediglich Daniel Spahn an den Start gehen. René Schäfer hat sich zwar im Vorfeld über die 50 m und 100 m Schmetterling sowie den 50 m Freistil qualifizieren können, verzichtete aber auf einen Start, da er aufgrund seines Trainingsrückstandes sich nicht ausreichend in Form fühlte, um den eigenen Anforderungen gerecht zu werden. Das gleiche galt auch für Herren-Freistilstaffel, die bei den letzten vier Meisterschaften jeweils im Finale stand.
Aber dafür überzeugten die anwesenden Hofheimer Athleten mit Topleistungen und erzielten bei allen Starts ausschließlich Vereinsrekorde. Daniel Spahn schraubte die Brustrekorde nach oben und die HSC-Damen lieferten in der Freistilstaffel ebenfalls Rekordleistungen ab. Neben den ausgezeichneten Leistungen wird Trainer Adam Ollé aber auch nicht müde, den Teamgeist und die gute Stimmung in der Mannschaft zu loben und hervorzuheben. "Es macht mir auch immer wieder Spaß mit meiner Mannschaft zu den Meisterschaften zu fahren. Die Stimmung ist immer klasse, wir haben viel zu lachen und eigentlich schwimmen wir immer sehr gut bei den nationalen Titelkämpfen. Und auch bei den gemeinsamen Abenden ist auch mal Zeit, sich in Ruhe über viele Dinge zu unterhalten und die Zeit zu genießen, nachdem so lange hart trainiert wurde."


Daniel Spahn mit zwei Vereinsrekorden über die Bruststrecken

Daniel Spahns kontinuierliche und gute Trainingsarbeit seit dem Sommer fand ihre Belohnung in zwei neuen Bestmarken über 50 m und 100 m Brust. Dabei hat er sich nicht nur konditionell topfit gezeigt, sondern hat sich auch technisch und taktisch weiter entwickelt, was besonders seinen Trainer erfreut. "Die Renneinteilung war sehr gut und der Start hat sich auch verbessert" lobt Ollé die Fortschritte. Daniel ging mit der schnellsten 25 m Zeit seines Lebens in das Rennen, konnte die Zeit aber mit niedriger Frequenz realisieren, was für eine gute Technik und gute Taktik spricht. Er wendete bei Halbzeit in 30,09 Sekunden annähernd in 50m Bestzeit und konnte das angeschlagene Tempo durchhalten und schlug am Ende in 1:04,27 Minuten mit neuem Vereinsrekord an und war genauso zufrieden, wie sein Trainer. Allerdings gibt es immer noch genug Reserven im Start- und Wendenbereich, so dass bei optimaler Ausführung eine 1:03 möglich gewesen wäre. Das Video zum Rennen kann auch angesehen werden: 100 m Brust (31 MB).

Christina Grölz, Laura Riedel, Daniel Spahn, Franziska Metz und Katharina Ebrecht An nächsten Tag stand seine "Problemstrecke", die 50 m Brust auf dem Programm. Er konnte sich erstmals überhaupt für die Sprintstrecke qualifizieren, da er in der Vergangenheit stets Schwächen beim Sprinten zeigte. Sein Problem liegt bei den hohen Bewegungsfrequenzen in der mangelnden technischen Effizienz. Er kann den Mehraufwand durch die schnelleren Bewegungsfolgen noch nicht effizient genug in Vortrieb umwandeln und dadurch war seine 50 m Zeit im Verhältnis deutlich schwächer und es langte bisher noch nicht zum Unterbieten der Pflichtzeit. Aber die seit dem Sommer verrichtete Arbeit an seiner Schwimmtechnik und im Bereich der Tauchzüge und des Stars tragen langsam aber sicher Früchte und so wurde seine 50 m Zeit kontinuierlich besser. Und trotz der erst kürzlich erzielten beiden Vereinsrekorde unter 30 Sekunden hatte er noch ein weiteres wichtiges Ziel. Auf den Uhren des Trainers stand damals jeweils 30,0 Sekunden. "Und deswegen muss ich einmal so schnell schwimmen, dass selbst auf den Uhren meines Trainers die 29 Sekunden stehen müssen", gab Daniel die Losung für das Rennen aus.
Daniel legte nach dem Startsignal los, wie die Feuerwehr und wendete nach 13,4 Sekunden und unterbot erstmals mit elektronischer Zeitnahme die 30-Sekundengrenze und schwamm mit 29,52 Sekunden den erhofften Vereinsrekord. Und als Zugabe stand auf den Uhren von Adam Ollé ebenfalls 29,5 Sekunden. Das Video zum Rennen kann auch angesehen werden: 50 m Brust (8 MB).

In den Endabrechnungen hören sich die beiden Platzierungen, 34. über 100 m Brust und 30. über 50 m Brust, zunächst nicht so toll an, aber die Breite in den Topleistungen auf höchstem deutschen Niveau war bei diesen Meisterschaften besser als je zuvor. Die Erklärung mit den vor der Haustür stehenden Olympischen Spielen im nächsten Sommer ist offensichtlich und die Abstände nach vorne sind nicht so groß als dass sie Daniel nicht noch weiter verkürzen könnte. In diesem Kontext betrachtet hat sich Daniel auch in Relation besser geschlagen als noch vor zwei Jahren bei den letzten Kurzbahnmeisterschaften. Der Anfang ist getan und wenn Daniel seine Entwicklung fortsetzt, dann bekommt er im April in Berlin bei den nächsten Deutschen Meisterschaften auf der Langbahn wieder die Möglichkeit, sich mit den Besten zu messen.


Zwei Vereinsrekorde bei der Damen-Freistilstaffel

Kurz nachdem Daniel Spahn den 100 m Brust-Vereinsrekord verbesserte, durften die HSC-Damen mit der Staffel zeigen, dass sie ebenso gut in Form waren. Besondere Motivation war nicht notwendig, denn die Damen waren schon seit Wochen "heiß" auf dieses Rennen und man merkte ihnen die Vorfreude an. Der Teamgeist war vorbildlich und man spürte bereits im Vorfeld seit längerem den Willen, dass die Damen gemeinsam etwas Außergewöhnliches auf die Beine stellen wollten. Sie wollten nicht nur ihren eigenen drei Jahre alten Vereinsrekord unterbieten, sondern wollten die magische Grenze von 1:50,0 Minuten unterbieten. Dafür standen in den vergangenen Trainingseinheiten jedes Mal die Staffelwechsel auf dem Programm, um die perfekten Wechsel einzuüben. Wie wichtig diese Übungseinheiten waren, zeigte sich an den zahlreichen Disqualifikationen der anderen Staffeln, die offenbar ihre Hausaufgaben nicht so sorgfältig gemacht hatten. Die Damen übten akribisch ihre Wechsel und analysierten im Training jede Kleinigkeit, ohne dass Trainer Adam Ollé sie dazu auffordern musste. "So stelle ich mir die Trainingsarbeit vor. Konzentriert und immer bei der Sache und immer mit dem Ziel das Beste heraus zu holen." Das Ergebnis waren die gewohnt guten Wechsel einer Hofheimer Vereinsstaffel. Manche HSC-Damen hatten im Rennen sogar das Gefühl, etwas zu früh gestartet zu sein, aber aus Sicht von Ollé bestand bei keinem Wechsel auch nur ansatzweise die Gefahr einer Disqualifikation. Und da in Essen auch noch Kontaktmessplatten die Wechsel elektronisch und objektiv überwachten, war der Trainer über die Wechsel auch zu keinem Zeitpunkt beunruhigt.
Ein hartes Stück Arbeit Erstmals in der Vereinsgeschichte starteten alle HSC-Damen in einem Schwimmanzug. Die guten Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit trugen zur Entscheidung bei, sich auch dieses Vorteils zu bedienen, der im Topbereich bereits zur Alltäglichkeit gehört. Die Staffel trat in der seit Jahren gewohnten Aufstellung Christina Grölz, Laura Riedel, Franziska Metz und Katharina Ebrecht an.
Unsere Ede machte den Anfang und kam gut vom Block weg und ins Rennen hinein. An der Wende berührten ihre Füße bereits nach sehr schnellen 13,2 Sekunden die Wand und sie lag gut im Feld. Und obwohl sie aufgrund ihrer Erkältung auf der Rückbahn mehr atmen musste als gewollt, schwamm sie das Beste Rennen ihrer Karriere und unterbot in 27,53 Sekunden den alten Vereinsrekord ihrer Kameradin Katharina Ebrecht um eine Zehntelsekunde und freute sich nach dem Anschlag zu Recht sich auf ihre ganz spezielle Weise ;-)
Auf sie folgte im Wasser das Sorgenkind Laura Riedel. Im Gegensatz zu den "nur" erkälteten Ede und Franz, hatte sie sogar eine Mittelohrentzündung und durfte erst nach ärztlicher Rücksprache an den Start gehen. Aber für sie selbst stand ein Startverzicht nie zur Debatte und sie wollte unbedingt ihren Teil zur Rekordstaffel beitragen. Ihr Markenzeichen war schon seit den frühesten Jahren ihr unbändiger Kampfgeist, der sie auch jetzt wieder beflügelte. Das Rennen konnte sicher aufgrund des Handicaps nicht optimal verlaufen, doch schaffte sie trotzdessen in 28,41 Sekunden eine Saisonbestleistung und übergab im Soll liegend an Franziska Metz, die für ihre Verhältnisse einen sehr ordentlichen Startsprung hinlegte und mit hohem Einsatz durchstartete. Der Schwimmanzug und der betonte Beinschlag verhalfen ihr zu einer guten Wasserlage und sie flog dann auch zu einer neuen Staffelbestzeit und übergab nach 27,54 Sekunden an Katharina Ebrecht, der schnellsten Hofheimerin. Es war alles bereitet und die 1:49 waren noch möglich. Katharina wendete nach 12,6 Sekunden und schwamm dem Vereinrekord entgegen, der bereits zu diesem Zeitpunkt klar unterboten werden würde. Die Frage war auf der letzten Bahn nur noch, ob die Damen unter 1:50,0 Minuten bleiben würden oder knapp darüber. Kathrina gab alles, doch lag sie etwas in den Wellen der leicht enteilten Nachbahrbahnen und hätte aus Sicht ihres Trainers noch etwas mehr Beinarbeit machen sollen. Ihre Hand berührte nach genau 26,84 Sekunden und der Endzeit 1:50,32 Sekunden die Anschlagmatte, womit der alte Vereinsrekord um mehr als eine Sekunde verbessert wurde. Das Video zum Rennen kann auch angesehen werden: 4x50m Freistilstaffel (31 MB). Und mit einer halbwegs gesunden Laura Riedel wäre die die erträumte Zeit unter 1:50 Minuten mit Sicherheit auch realisiert worden. Und so waren die Damen dann auch außerordentlich zufrieden mit dem Endergebnis und einem guten 16. Rang in der Endabwertung. Und somit bleibt ein weiteres Ziel bestehen, für das es sich zu trainieren lohnt ...


Überragende Ebrecht beim Disco-Bowlen

It's Party Time Ein Trainer, ein Wort. Nachdem die HSC-Mädels ihren Ankündigungen die entsprechenden Taten im Wasser folgen ließen, war es nun an Trainer Adam Ollé sein Versprechen einzulösen und den finanziellen Teil des Abends zu übernehmen. Besonders zur Freude von Franz ging es zum gemeinsamen Bowlen. Noch auf dem Weg zur Bowlingbahn sagte sie hoffnungsvoll, "ist mir egal, wohin wir gehen, Hauptsache kein Bowling, denn das kann ich überhaupt nicht!". Die Enttäuschung, dass es doch ein Bowlingabend wurde konnte sie aber sehr schnell überwinden. Doch mit ihrer Einschätzung bezüglich der Qualität ihres Spiels hatte sie völlig Recht und blieb, trotz alkoholfreier Fanta, konstant auf einem sehr bescheidenen Spielniveau. Allerdings schien sie auch ab und an nicht ganz bei der Sache zu sein und von der Nachbahrbahn abgelenkt zu sein, auf der "Peter Schmock" sein ganzes Können und vor allem seine Männlichkeit zur Schau stellte. Die Analyse der Situation durch ihren Trainer offenbart Bekanntes: "Ich will ja nicht behaupten, dass Franz von diesen Peter fasziniert war, aber es ist wie beim Schwimmen: Sie kann sich nicht immer auf das Wesentliche konzentrieren ..." ;-))

Im Gegensatz zu Franz nahm Laura jedoch die Tipps ihres Trainers an und konnte sich steigern. Aber vielleicht lag es auch an der Cola, die sie im Gegensatz zu Franz trank und eine ruhigere Hand zur Folge hatte. Auch wenn es manchmal beim Werfen so aussah als würde sie mit der Kugel zusammen wegfliegen, ging alles gut und es waren einige Strikes dabei. Auch unsere Ede zeigte, dass es selbstverständlich zum Repertoire eines Mammolshainer Mädels gehört, auch vernünftig mit einer Bowlingkugel umgehen zu können. Als bewährte Startschwimmerin hatte sie auch auf der Bowlingbahn die enorme Verantwortung, das Spiel zu eröffnen. Sie zeigte eine beeindruckende technische Eleganz und Grazie beim Werfen und lieferte konstant gute Ergebnisse über 100 Punkte ab und schaffte es sogar einmal, über 140 Punkte zu werfen.

Die Bowling-Königin Die Jahre lange Erfahrung von Adam Ollé beim Bowlen und noch viel mehr beim Hefeweizentrinken, führte bereits im Vorfeld zur Aussage, dass seine beste Qualität sich beim Bowlen zwischen dem zweiten und dritten Weizen einstellen würde. Und die Weisheit des Trainers wurde natürlich bestätigt, denn einem mittelmäßigen Beginn folgte am Ende der rasante spielerische Absturz und er ließ die immer von ihm bei seinen Athleten geforderte Konstanz total vermissen. Nach zwei Hefeweizen und einer von den Damen belächelten Anlaufkorrektur, spielte er sich kurzzeitig in einen Bowlingrausch und traf fast alles (glücklicherweise nur auf der Bahn;-) Vier Strikes in Folge und eine unfassbare neue Bestleistung von genau 170 Punkten krönten die Form des HSC-Teams. "Eine Bestmarke für die HSC-Ewigkeit" dachte er, doch unterschätzte er Tinkas Ehrgeiz. Diese war von den großkotzigen Sprüchen bis in die Haarspitzen motiviert und zeigte gleich im Anschluss im nächsten Spiel, wo der Bowlinghammer hängt. Der Trainer war mittlerweile beim vierten Weizen und die Form war weg. Tinka ihrerseits konnte ihre Form durch weitere "Bit Copas" verbessern und war nun optimal eingespielt und ließ Strike auf Strike folgen. Dem hatte ihr Trainer nichts entgegen zu setzen, außer Be- und Verwunderung. Die für die Ewigkeit gedachte Rekordmarke wurde von ihr pulverisiert und auf 187 hoch geschraubt. Danach blieb dem Trainer nichts mehr übrig als kleinlaut die Rechnung zu übernehmen...

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