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Gelungene Generalprobe vor den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften [10/2007]

Am 27. und 28.10.2007 starteten die HSC-Wettkampfmannschaften für den letzten Test vor den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) beim Rüsselsheimer Herbstschwimmen. Hier hatten alle eine abschließende Chance, sich zu präsentieren und für die 1. Mannschaft zu empfehlen. Und zahlreiche Athleten nutzten diesen Test und zeigten stark verbesserte Leistungen. Besonders die Summe der Bestzeiten bei der 1. Mannschaft war Trainer Adam Ollé fast schon unheimlich. "Ich hatte zwar mit einem Formanstieg gerechnet, aber die Anzahl der guten Leistungen sowie die Verteilung der persönlichen Bestzeiten und Saisonbestleistungen hätte ich in dieser Breite noch nicht erwartet."
Offensichtlich sind die Arthleten heiß auf die Mannschaftsmeisterschaften und das im Sommer neu akzentuierte Training im Trockenbereich scheint nun auch voll anzuschlagen. Das Bemerkenswerte an den guten Zeiten ist auch, dass die Athleten alle bestätigten, sich weder in Topform zu befinden, noch dass sie selber das Gefühl hatten, so schnell unterwegs zu sein. Alle sehen noch durch die anstehende Erholung Leistungsreserven und zeigten sich selber überrascht über die erzielten Zeiten. Aufrund des immer noch recht harten Trainings der vergangenen Woche hatte niemand bereits an diesem Wochenende mit diesen Leistungssprüngen gerechnet.


Formanstieg in ganzer Breite bei der Ersten Mannschaft

Einen riesen Schritt nach vorne machte an diesem Wochenende Peter Hohmann (Jahrgang 90), der rechtzeitig vor den DMS seine Fornm gefunden zu haben scheint. Gleich bei seinem ersten Start über 200 m Rücken verbesserte er seine Bestzeit um drei Sekunden auf 2:21,7 Minuten und konnte diese Leistungen mit weiteren Bestzeiten über 100 m Rücken in 1:05,2 Minuten und 200 m Lagen in 2:25,4 unterstreichen.

Auch Simon Pistor (93) hat sich durch fleißiges Training eine gute konditionelle Basis geschaffen und sich in ganzer Breite verbessert. Über 200 m Schmetterling in 2:30,9 Minuten und 200 m Rücken in 2:33,1 Minuten startete er gleich mit Bestzeiten in den Wettkampf. Allerdings waren noch deutliche technische Mängel sichtbar, mit denen Simon in der Rennanalyse konfrontiert wurde. Beim Schmetterlingsschwimmen kommt er beim Atmen dermaßen weit aus dem Wasser, dass er dadurch enorm viel Kraft verschwendet, die dann für das eigentliche Schwimmen fehltn. Die Problematik bei den Rückenwenden ist hinlänglich bekannt und aktuell gleicht jede Rückenwende hinsichtlich des Zufallsprinzips eher der Ziehung der Lottozahlen ;-) Mit seinem 400 m Freistilstart rundete er seinen guten Eindruck mit einer weiteren Bestzeit in 4:42,8 Minuten ab.

Auch Aurica Ritter (94) konnte sich gut in Szene setzten und verbesserte sich über 200 m Rücken um vier Sekunden auf 2:45,0, aber der Trainer musste am Beckenrand Valiumtabletten schlucken, denn was sie bei den Wenden veranstaltete, musste jeden Trainer in den Wahnsinn treiben. In allen Variationen glückten ihr schlechte Wenden und gerade als man dachte, dass es nur noch besser werden kann, kam eine noch mehr verunglückte Wende. Geschätze 2-3 Sekunden, wenn man die daraus folgende Übergänge mit einberechnet, hat sie dadurch eingebüßt. Als "Strafe" wird sie nächste Woche Wenden üben, bis der Badeanzug durchsichtig ist ;-)
Dafür bekommt Aurica aber für die darauffolgenden 400 m Freistil ein dickes Sonderlob. Sie ist abgegangen wie das sprichwörtliche "Zäpfchen" und selbst der berühmte "Duracell-Hase" wäre bei gleicher Intensität früher erschöpft gewesen als Aurica bei den 400 m Freistil. Endlich gelang es ihr, ein gesamtes Rennen am Limit zu schwimmen und keinen Meter nachzugeben. Die Belohnung war eine neue fantastische Bestzeit in 5:08,4 Minuten, wobei sie sich um knapp 13 Sekunden verbesserte.

Die positive Überraschung des ersten Tages war aber Oldie Alexander Maus (83), der nach überstandener Krankheit und praktisch ohne Monate langes Training eine wahnsinns Zeit über 200 m Freistil hinlegte. Auch technisch einwandfrei und taktisch überlegt schwamm er 1:56,7 Minuten und schien selber angenehm überrascht über diese unerwartet gute Zeit. Auch bei seinem zweiten Start zeigte er seine Qualitäten und beendete die 200 m Lagen in ausgezeichneten 2:17,0 Minuten.

Aber die Sensation des Wochenendes überhaupt war die Leistung von Christina "Ede" Grölz über 100 m Freistil. Nachdem der Wettkampf zuvor leider, wie zu oft in der jüngeren Vergangenheit, überhaupt nicht gut lief, beschlossen Trainer Adam Ollé und Katharina Ebrecht, Ede für die 100 m Freistil in einen Schwimmanzug von Katharina zu stecken. Dies geschah in der Hoffnung, das der Anzug ihr eine besser Wasserlage und ein besseres Wassergefühl geben würde, welches sie dann einfach lockerer schwimmen lassen würde. Und die Wirkung des Anzuges hat jegliche Form der kühnsten Überlegungen bei weitem übertroffen. Ede ist ihr bestes 100 m Freistil-Rennen ihrer gesamte Karriere geschwommen und hat nach fünf Jahren erstmals wieder eine Bestzeit über diese Strecke erzielt. Als sie nach dem Anschlag ihre Zeit von 1:01,7 Minuten erfahren hat, kam ein Freudenschrei, der selbst Tarzan verblüfft hätte;-) Glücklicherweise ist der Stein, der ihr vom Herzen gefallen ist, nicht im Weltall in Richtung Erde unterwegs. Denn mit dieser Größe würde dieser "Meteor" die gesamte Erde locker zerstören ;-) Ihr Trainer war mindestens genauso glücklich und auch stolz, denn niemand hat besser und fleißiger seit den Sommmerferien trainiert als Ede. Sie hat es sich definitiv verdient!!!

Mit vier neuen Bestzeiten bei vier Starts empfahl sich Bettina Fuhr (94) für weitere Aufgaben. Erstmals ging sie über die 200 m Schmetterling an den Start und sie zollte der gefürchtetten Strecke in 3:00,13 Minuten ihren Tribut. Über 100 m Schmetterling schlug sie nach 1:19,31 Minuten und hat nach Ansicht des Trainers bei beiden Strecken noch Reserven, die sie hoffentlich am nächsten Wochenende ausspielen wird.

Unsere Uschi Eichhorn (94) hat den Frust über die nicht gewonnene Pizza "verdaut" und hat genau da weiter gemacht, wo sie letzte Woche bei den Hessischen Meisterschaften aufgehört hatte: Mit Bestzeiten am Fließband! Trotz leichter Probleme im Oberarm toppte sie dieses Wochenende die 200 m Lagen in 2:40,2 Minuten, die 100 m Rücken in 1:15,5 Minuten und besonders über die 100 m Brust gelang ihr ein kleines Meisterwerk in 1:21,8 Minuten.

Lediglich Martina Dillenberger (94) war an diesem Wochenende leicht neben der Spur. Bei ihr wollte es einfach noch nicht so gut laufen, wie beim Rest der Mannschaft. Besonders das Schmetterlingsschwimmen machte ihr aufgrund des Beinschlages zu schaffen. Trotz des gewohnten vollen Einsatzes hat sie keinen Abdruck gefunden und kam nicht wie gewollt vorwärts. Am besten kam sie noch über die 100 m Brust zurecht, wo sie in 1:29,5 lediglich eine Sekunde über ihrer Bestzeit blieb.

Lara Marie Deibel (95) zeigte ihre überdurchschnittlichen Fähigkeiten auf den mittleren Freistilstrecken und unterbot trotz nicht optimaler Renneinteilungen ihre Bestzeiten über 200 m Freistil in 2:21,2 Minuten und 400 m Freistil in 4:57,7 Minuten. In beiden Rennen verschlief sie die erste Hälfte regelrecht und legte jeweils im zweiten Rennabschnitt deutlich zu. Wenn sie diese taktischen Fehler nächste Woche in den Griff bekommt, dann sollte weiteren Bestzeiten nichts im Wege stehen.

Auch bei Franziska Metz (91) ging es endlich wieder steil bergauf und kommt doch noch rechtzeitig zu den DMS in Form. Durch die Bank weg lieferte sie deutlich bessere Leistungen ab, als es noch am vergangenen Wochenende in Wiesbaden der Fall war. Eine Woche vor den Mannshcaftsmeisterschaften "robbte" sie sich bei fast allen Starts wieder dicht an ihre Bestzeiten heran. Über 200 m Freistil in 2:19,8 Minuten, 200 m Lagen in 2:38,4 Minuten und 200 m Rücken in 2:40,4 erzielte sie jeweils die zweitbesten Zeiten ihrer Karriere und blickt nun auch viel fröhlicher den DMS entgegen als noch vor kurzem. Bis nächste Woche muss sie allerdings noch an ihren Starts und Wenden arbeiten, da dort das Timing mehrfach ungenau war und sie da noch zu viel Zeit liegen ließ.

Auch René Schäfer (86), Daniel Spahn (82) und Katharina Ebrecht (87) konnten sich über 200 m Lagen gut in Szene setzen und sahen alle trotz der guten Zeiten noch Potential für das kommenden Wochenende. René beendete das Rennen nach 2:14,9 Minuten, Daniel nach 2:21,8 Miunuten und Katharina nach 2:37,8 Minuten.


Endkampfteilnahme ist das Ziel bei den Mannschaftsmeisterschaften

Trainer Adam Ollé sieht es als Glücksfall an, dass Rüsselsheim als Vorbereitungswettkampf geschwommen wurde. Durch die zahllosen guten Ergebnisse sollten alle das Selbstvertrauen gewonnen haben, dass sich alle in blendender körperlicher Verfassung befinden.
Das Fazit dieses Wettkampfes lautet ganz klar, dass der HSC bereit ist, die anstehenden Aufgaben am kommenden Wochenede anzugehen und sich die Schwimmer und Schwimmerinnen in einer Form befinden, die Anlass zur Hoffnung gibt, dass sich sowohl das Damen- als auch das Herrrenteam für den Endkampf der Oberliga-Hessen qualifizieren können. Für dieses hochgesteckte Ziel müssen aber alle noch ein Schippchen drauflegen und weitere Bestzeiten folgen lassen. Denn aufgrund der diesjährigen Konstellation wird sehr schwer und knapp, unter die fünf besten Mannschaften der Oberliga zu kommen. Aber die Leistungen der Generalprobe haben gezeigt, dass das erreichen des Endkampfes in greifbarer Nähe liegt ...

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