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René Schäfer und Franziska Eichhorn Vizemeister bei Hessischen Kurzbahnmeisterschaften [10/2007]

Uschi Eichhorn mit ihrem glücklichen Trainer und einer angeknabberten Silbermedaille Wiesbaden war am 20. und 21. Oktober 2007 der Schauplatz der diesjährigen Hessischen Kurzbahnmeisterschaften im Schwimmen. Der Termin gut zwei Wochen vor der Vorkämpfen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) sorgte für ein sehr starkes Teilnehmerfeld. Auch der HSC war mit seinen besten Athleten am Start und gab ein ordentliches Bild im Kreise der hessischen Elite ab.
Besonders die erfahrenen Schwimmer und Schwimmerinnen zeigten sowohl in den Staffeln, wie auch bei den Endläufen, dass sie trotz des reduzierten Trainings kaum etwas verlernt hatten. So konnte Trainer Adam Ollé von seiner gesamten DMS-Mannschaft einen Leistungsnachweis erhalten, obwohl einige bewährte Stammkräfte lediglich im Rahmen der Staffelwettbewerbe startetenn und ganz auf die Einzelwettbewerbe verzichteten. Die zwölf HSC-Teilnehmer absolvierten 46 Einzel- und 4 Staffelstarts und brachten neben 14 neuen Bestzeiten auch drei Silbermedaillen mit in die Kreisstadt zurück. Als Zugabe konnten sich sowohl die Damen als auch die Herren über 4 x 50 m Freistil die Teilnahme an den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften sichern.


Schäfer und Spahn qualifizieren sich für die Finalläufe

Mit überzeugenden und im Vorfeld so nicht zu erwartenden Leistungen meldete sich René Schäfer eindrucksvoll ins Wettkampfgeschen zurück. Obwohl er kaum mehr als ein- bis zweimal pro Woche im Wasser ist, konnte er sich bei allen seinen vier Starts für das offene Finale der sechs besten hessischen Athleten qualifizieren, wobei es ihm über 50 m Freistil in 24,31 Sekunden und 50 m Schmetterling in 25,97 Sekunden sogar als Vorlaufschnellstem gelang. Über 100 m Freistil qualifierte er sich in 52,46 Sekunden als Fünfter und über 100 m Schmetterling in 57,73 Sekunden als Sechster, wobei er auf das 100 m Schmetterlingsfinale verzichtete, da er in der aktuellen Form kaum Steigerungsmöglichkeiten sah.

Diese Steigerungsmöglichkeiten waren aber in den 50 m Endläufen gegeben und René setzte sie auch hervorragend um. Er steigerte sich über 50 m Freistil auf 23,97 Sekunden und über 50 m Schmetterling auf 25,35 Sekunden, womit er sich jeweils nur einem einzigen Nationalmannschaftsschwimmer geschlagen geben musste. "Diese Zeiten sind sehr hoch zu bewerten, da besonders die Startblöcke in Wiesbaden einer Meisterschaft unwürdig sind." resümierte Ollé zufrieden über die beiden Slbermedaillen. Lediglich die beiden Frankfurter A-Kader-Athleten Marco di Carli und Helge Meeuw waren erwartungsgemäß noch einen Tick schneller.
Das Finale über 100 m Freistil fand zeitlich recht kurz nach dem Schmetterlingsfinale statt, so dass er dort noch nicht vollständig erholt an den Start gehen musste. Dabei machte sich dann das fehlende Training bemerkbar, das dann als Konsequenz längere Erolungszeiten nach sich zieht. Trotz dieses Handicaps schwamm er in 53,07 Sekunden eine ansprechende Zeit und belegte den vierten Rang.

Auch dem HSC-Vorzeige-Brustschwimmer Daniel Spahn gelang wieder ein Finalleinzug über 50 m Brust. Nachdem er am Vortag über die doppelte Distanz in guten 1.06,69 Minuten als Vorlaufsiebter das Finale nur um wenige Hundertstelnekunden verpasste, gelang ihm dies über 50 m Brust in 30,42 Sekunden ganz knapp als Vorlaufsechster. Im Gegensatz zu René Schäfer trainiert Daniel in vollem Umfang mit, so dass ihm in der jetzigen Saisonphase noch die Spritzigkeit für die Sprints fehlt. Und auch die Arbeit an seiner Technik, besonders den Tauchzügen, ist noch nicht abgeschlosssen, so dass bei ihm im Verlauf der Saison noch (hoffentlich deutliche) Steigerung zu erwarten sein sollten.
Im Finale konnte er nicht ganz an seine Vorlaufzeit anknüpfen und beendete das Rennen in 30,56 als Sechster, wobei nach Ansicht des Trainers die beiden Tauchzüge den Unterschied zur Konkurrenz ausmachten. "Im reinen Schwimmen gehörte Daniel sicher zu den drei Schnellsten des Finales, doch fehlt ihm noch das richtige Timing beim Tauchzug und dadurch verliert er unter Wasser einfach zuviel Zeit. Die zeitliche Kopplung der einzelnen Phasen des Tauchzuges waren einfach noch nicht präzise genug." gibt sein Trainer ihm die Technikinhalte für die nächsten Trainingswochen vor.


Franziska Eichhorn gewinnt Silber im Herzschlagfinale

Uschi Eichhorn mit ihrer Silbermedaille Der letzte hofheimer Start sollte gleichzeitig der spannendste und auch fast schon als dramatisch zu bezeichnende sein. Über 200 m Brust ging Franziska Eichhorn (Jahrgang 94) zu ihrem abschließenden Rennen an den Start. Von Anfang an schwamm sie mit einer gleichaltrigen Konkurrentin dem Feld auf und davon. Es lief sehr gut und Franziska bemerkte nicht, dass sie bereits zu Halbzeit ihre 100 m Bestzeit um mehr als eine halbe Sekunde unterbot. Beide hielten ihr flottes Tempo durch und es kam zum Anschlagfinale, in dem leider Franziska ganz knapp um eine Zehtelsekunde das Nachsehen hatte. Aber mit der überragenden Bestzeit von 2:55,43 Minuten verbesserte sie sich um mehr als sechs Sekunden und war selber überrascht über die tolle Zeit. Das Dramatische sollte jedoch erst im nächsten Lauf folgen, in dem weitere zwei Schwimmerinnen ihrer Altersklasse starteten. Franziska lag zu diesem Zeitpunkt auf dem zweiten Rang und wenigstens eine der beiden Konkurrentinnen musste also langsamer schwimmen als sie, damit sie ihre erste Medaille bei Hessen-Meisterschaften entgegen nehmen kann. Zur zusätzlichen Spannung trug bei, dass in diesem entscheidenden Lauf die elektronische Zeitanzeige nicht funktionierte und keiner genau wusste, wie schnell das Teilnehmerfeld unterwegs war. Nach dem Anschlag zeigte die mitlaufende Uhr von Trainer Adam Ollé bis auf die Zehntelsekunde die gleiche Zeit, die auch Franziska Eichhorn geschwommen war, so dass niemand in der Schwimmhalle Gewissheit über die Platzierungen hatte. Es blieb nichts anderes übrig als zu warten, bis der Aufruf zur Siegerehrung erfolgte. Und glücklicherweise wurde Franziskas Name als zweites aufgerufen und sie nahm mit glänzenden Augen und freudigem Grinsen ihre allererste Medaille bei Meisterschaften entgegen. Nach zahllosen vierten Plätzen hatte sie erstmals das Quäntchen Glück,dass die Konkurrentinnen im nachfolgenden Lauf um wenige Hunderstelsekunden hinter ihr geblieben waren.

Neben diesem Erfolg erzielte sie über 200 m Rücken in 2:40,42 Minuten und 400 m Lagen in 5:41,61 Minuten weitere überzeugende Bestzeiten und die Plätze vier und fünf. Lediglich bei den Rückenwenden gab es scharfe Kritik vom Trainer, da sie dort beim Anschwimmen und Umdrehen durch Passivität zu viel Zeit liegen ließ: "Jede Wende hat sie gut zwei bis drei Zehntel gekostet und wenn man das zusammenzählt, wäre die Bronzemedaille in greifbarer Nähe gewesen."


Geschlossene Mannschaftsleistung lässt für Saisonhöhepunkte hoffen

Insgesamt überwog in den Einzelentscheidungen der positive Eindruck, wobei noch deutliches Verbesserungspotential zu erkennen war. Allerdings ist dies für Trainer Adam Ollé nach der harten Trainingsphase und den anstehenden wichtigen Wettbewerben nicht weiter ungewöhnlich. "Die Konstanz und Stabiltät muss in den nächsten Wettkämpfen erarbeitet werden und mit der zunehmenden Erholung wird sich die Form und Spritzigkeit weiter verbessern." ist der Trainer optimistisch für die kommenden Mannschaftsmeisterschaften.

Auf gutem Weg präsentierte sich Katharina Ebrecht, die berufsbedingt wenig zum Trainieren kommt. Ihre beiden Staffelauftritte und besonders die 100 m Freistil in 1:01,56 Minuten stimmten sie und ihren Trainer sehr positiv für die weiteren Wettkämpfe.

Noch etwas außer Form befindet sich Franziska Metz (91) die immer noch an den Folgen ihrer Blinddarm-Operation leidet und noch nicht recht in Fahrt kommen will. Allerdings sieht ihr Trainer das Problem weniger im körperlichen als vielmehr im mentalen Bereich. "Sie traut sich selber noch nicht genug zu und verschenkt dadurch unbeabsichtigt ihr wahres Leistungsvermögen." Dieser Eindruck wird durch die eklatanten Unterschiede zwischen den Einzel- und Staffelzeiten über 50 m Freistil erhärtet. Trotz des Staffelwechsel, der natürlich im Vergleich zum Einzelrennen Zeitvorteile bringt, lagen beide Staffelzeiten mit 28,2 Sekunden mehr als eine Sekunde unter ihrer Leistung aus dem Einzelrennen (29,38 Sekunden). "Ich weiß, dass sie trotz des Trainingsrückstandes zu deutlich besseren Leistungen fähig ist und wir müssen noch mehr daran arbeiten, dass sie im Training ihre Fortschritte erkennt und dann auch selbstbewusster ins Rennen geht." lautet das Fazit ihres Trainers.

Die gleiche Aussage trifft sicher auch auf Christina Grölz zu, die an diesem Wochenende jeweils als Startschwimmerin der beiden Staffeln an den Start ging. Sie hat nach Ansicht ihres Trainers seit den Sommerferien hervorragend trainiert, ist aber aktuell noch nicht in der Lage, die Früchte dieser Arbeit zu ernten. Mit ihren Einzelzeiten über 50 m Freistil in 29,38 Sekunden und 50 m Rücken in 34,96 Sekunden, die sie bereits mehrfach auch im Training erzielte oder sogar unterbot, blieb sie hinter ihren eigenen Erwartungen zurück, was man ihr nach den Rennen auch deutlich anmerkte. Sie wirkt zur Zeit noch nicht locker genug im Wasser und will ihre Zeiten erzwingen und schwimmt dadurch einfach zu hart und bekommt somit das Wasser nicht richtig zu fassen. "Sobald sie die nötige Lockerheit erreicht und nicht nur an die Endzeit denkt, sondern mehr an das Schwimmen an sich, werden sich die guten Zeiten von alleine wieder einstellen." lautet die Analyse ihres Trainers, der fest daran glaubt, dass sie bei den Mannschaftsmeisterschaften ihre Qualitäten abrufen werden kann.

Praktisch außer Konkurrenz schwamm Lara Marie Deibel (95), da ihre Alterklasse erst im Dezember in Fulda die Jahrgangstitel ausschwimmt. Sie war die Woche zuvor beim Kaderlehrgang und sollte hinsichtlich der Mannschaftsmeisterschaften weitere Wettkampferfahrung sammeln. Aus diesem Grund absolvierte sie für ihre Verhältnisse, mit nur zwei Einzelstarts, ein sehr kleines Programm. Als dritten Start wurde sie in der Lagenstaffel eingesetzt. Trotz des umfangreichen Trainingslagers konnte sie über 100 m Brust überzeugen und in 1:22,01 Minuten eine neue Bestzeit erzielen. Über 100 m Freistil blieb sie in 1:05,21 Minuten nur unwesentlich über ihrer Bestmarke.

Genauso kann man sinngemäß die beiden Starts von Jens Frankenhäuser als "außer Konkurrenz" betrachten. Sein Anliegen war es, mehr für die DMS zu testen und nochal Wettkampfpraxis zu sammeln, da er am kommenden Wochenende beim letzten Test nicht teilnehmen kann. Er ging über 50 m Rücken und Brust ins Rennen und lieferte mit 30,92 Sekunden und 32,83 Sekunden Leistungen ab, auf denen er aufbauen kann. Er selber sagte nach den Rennen, dass ihm einfach noch das Wassergefühl und die Wettkampfpraxis fehlt. Aber alle, die ihn kennen, wissen, dass er bei den Mannschaftsmeisterschaften sprichwörtlich zum Tier im Wasser wird und bisher immer zu den fleißigsten Punktesammlern zählte.

Das "Problemkind" ;-) bei wichtigen Veranstaltungen ist und bleibt irgendwie Peter Hohmann (90). Nach wie vor will ihm nicht der entscheidende Durchbruch gelingen. Bereits im Mai deutete er im Training kurz vor den Süddeutschen Meisterschaften an, dass er leistungstechnisch deutlich weiter ist als es seine Wettkampfleistungen aussagen. Aber bekannter Weise sind Training und Wettkampf zwei Paar Schuhe. So leider auch bei Peter. Die erzielten Zeiten waren alle im Rahmen, knapp an den jeweiligen Bestzeiten dran oder darunter. Aber trotzdem sind sie weder Fisch noch Fleisch, da sich die gleichaltrige Konkurrenz sehr viel weiter entwickelt hat, so dass diese Leistungen gerade einmal für Top-Ten-Plätze im Jahrgangsbereich reichen. Enttäuschend dabei ist immer wieder, dass Peter die schwimmerischen Fähigkeiten besitzt, um um Medaillen zu schwimmen, er es aber in den entscheidenden Situationen nicht umsetzten kann. Lediglich bei der Lagenstaffel kam sein Potential deutlicher zum Vorschein, als er im Vergleich zu seiner am Vortag im Einzel erzielten Zeit eine knappe Dreiviertelsekunde schneller war. Mit dieser Zeit hätte er im Einzelrennen über 50 m Rücken zwei weitere Mitbewerber hinter sich lassen können und wäre mit Platz fünf in Reichweite der Podestplätze gewesen. Wenn es Peter einmal gelänge, dass der sogenannte Knoten platzt, dann prophezeit sein Trainer ihm Zeiten, von denen er wahrscheinlich heute nicht einmal zu träumen wagt. Aber noch schlummern diese Zeiten lediglich in ihm ...

Bei Bettina Fuhr (94) und Aurica Ritter (94) ist Adam Ollé der Meinung, dass sie sich noch etwas unter Wert verkauft haben. Beide konnten zwar mit Bestzeiten aufwarten, doch scheinen sie noch nicht an ihrem perönlichen Limit schwimmen zu können. Bei Bettina Fuhr fiel besonders beim 100 m Freistilrennen auf, dass sie noch taktische Defizite hat und vielleicht noch selber gar nicht realisiert hat, dass sie schon viel weiter ist und ihre Art des Schwimmens verändern muss. Bei besagtem Rennen lag sie durch einen guten Start mindestens eine halbe Länge vor der übrigen Konkurrenz, nutze diesen Vorteil aber nicht, sondern verschlief zu Beginn das Rennen und wendete sogar bei Halbzeit im hinteren Feld, um dann wieder alle auf der letzten Bahn zu überholen. Am Ende egalisierte sie mit 1:06,54 Minuten ihre Bestzeit, hätte diese aber bei besserem Rennverlauf deutlich unterbieten können. Diese noch vorhandenen taktischen Fehler spielten auch eine (kleine) Rolle bei der knapp verpassten Medaille über 100 m Lagen. In diesem Lauf lag sie bis wenige Meter vor dem Ziel ausichtsreich im Rennen, wurde aber trotz neuer persönlicher Bestzeit in 1:14,94 Minuten knapp geschlagen leider nur Vierte. Hier lag der taktische Fehler beim Endspurtverhalten, wo sie es noch nicht schafft, auf den letzten Metern mit erhöhtem Beinschlag und Frequenz sowie der Atmung den notwendigen kleinen Vorteil zu verschaffen, um eben die eine Hundertstelsekunde vorne zu sein und nicht, wie in diesem Rennen, 22 Hunderststelsekunden hinter der Drittplatzierten anzuschlagen.

Ähnlich und doch anders sieht es bei Aurica Ritter aus. Sie lässt ihre Möglichkeiten immer mal aufblitzen, doch bekommt sie es nicht über ein gesamtes Rennen hin, konstant zu schwimmen. Von ihrer Schwimmtechnik her hat sie gegenüber ihren Mannschaftskameradinnen sogar teilweise nennenswerte Vorteile. Doch noch ist sie nicht dazu fähig, dies in ihre Wettkampfleistung zu portieren. Hinzu kommt auch noch, dass sie zwischenzeitlich immer mal zu vergessen scheint, dass sie schnell schwimmen muss, so dass sie insgesamt noch deutliche Leistungsreserven besitzt. Ihr 100 m Rückenennen beendete sie in 1:17,17 Minuten mit mehr als einer Sekunde unter ihrer alten Bestzeit. Und wäre sie nicht auf der vorletzten Bahn regelrecht eingeschlafen, dann wäre dort noch eine kanppe Sekunde mehr drin gewesen, dann wäre sie nicht Siebte, sondern Vierte in ihrem Jahrgang geworden. Sie befindet ich noch in einer Art "Dornröschenschlaf", aus dem sie geweckt werden muss. Hoffentlich klingelt der Wecker dann spätestens in zwei Wochen bei den Mannschaftsmeisterschaften ;-)

Ihr Trainer sieht es nicht als Zufall an, dass in den entscheidenden Fällen zumeist knapp im Anschlag verloren wird. "Alle freuen sich zwar zurecht über neue Bestzeiten, aber im Endeffekt sind wir auch auf Meisterschaften, wo eben der Platz und vielleicht die dabei gewonnene Medaille eben noch mehr zählt als die reine Leistung." Und dafür braucht man nach Ansicht von Ollé eben einen gewissen Killerinstinkt bzw. Siegeswillen, um im entscheidenden Moment die Sieg bringende Kleinigkeit besser als die Konkurrenz zu machen, egal, wie schwer es in diesem kurzen Moment auch fällt. "Da sind viele von uns noch zu lieb und brav und atmen noch auf den letzten Zug oder gleiten an den Anschlag ran."

Aber alles in allem war der Trainer zufrieden mit den gezeigten Leistungen und sieht die Mannschaft auf dem richtigen Weg. "Was für mich zählt ist, dass wir noch nicht am persönlichen Limit waren und dass sich alle verbessert gezeigt haben. Und bei den Staffeln habe ich auch den Teamgeist gesehen, der uns immer stark gemacht hat und den wir auch für die Mannschaftsmeisterschaften brauchen."


Staffeln verpassen knapp das Podest

Erstmals seit vielen Jahren konnten die hofheimer Herren nicht mit einem Podestplatz aufwarten. Doch trotz dieses Ergebnisses hielt sich die Enttäuschung in Grenzen da die gezeigten Leistungen absolut in Ordnung waren. Über 4 x 50 m Freistil verpassten die Herren die Silbermedaille gerade mal um vier und die Bronzemedaille um weniger als zwei Zehntelsekunden und kamen als Fünfte in 1:37,26 Minuten ins Ziel. Als entscheidende Situation stufte Schlussschwimmer René Schäfer seine Wende ein, bei der er leicht abrutschte und die fehlenden Zehntelsekunden liegen ließ. Aber trotzdem überwiegen die positiven Erkenntnisse bei diesem Rennen. Alexander Maus blieb trotz einer zähen Erkältung unter 24 Sekunden, Brustschwimmer Daniel Spahn unterbot die 25 Sekundengrenze und Startschwimmer Dominic Rummel zeigte wieder in 24,98 Sekunden einmal, dass er zu den besten Startern in Hessen gehört. Und zusätzlich reichte die Endzeit als Qualifikation für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften Ende November in Essen.

Kurz zuvor gelang dies bereits der HSC-Damenstaffel, die sich sichtbar über die unterbotene Norm freute. Obwohl man aktuell den Damen sicher noch keine Topform unterstellen kann, präsentierten sich Christina Grölz, Laura Riedel, Franziska Metz und Katharina Ebrecht in ansteigender Form und und erreichten damit den siebten Platz und blieben mit 1:54,53 Minuten knapp unter der Pflichtzeit von 1:55,0 Minuten. Allerdings blieben sie aber auch gut drei Sekunden über ihrem eigenen Vereinsrekord, wobei Katharina Ebrecht, die als Schlussschwimmerin in 27,90 Sekunden die schnellste der Damenstaffel war, den stärksten Eindruck hinterließ. Allerdings traut ihnen der Trainer in Essen durchaus auch die Verbesserung des Vereinsrekordes zu.

Bei der Damen-Lagenstaffel war nicht an eine Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften zu denken, da hier selbst der Vereinsrekord knapp vier Sekunden über der geforderten Zeit von 2:06,0 Minuten liegt. Allerdings traute ihr Trainer den vier Damen durchaus einen Vereinsrekord zu und setzte als Belohnung eine Einladung zum Pizzaessen für die gesamte Mannschaft aus. Das motivierte zusätzlich auch die anfeuernden Athleten, wobei besonders Uschi glänzende Augen bekam und die Staffelschwimmerinnen zu noch mehr Einsatz aufforderte ;-))
Im Vergleich zur Freistilstaffel rückte anstelle von Laura Riedel die jüngste Hofheimerin, Lara Marie Deibel auf der Brustlage in die Staffel. Die vier Damen schwammen praktisch um ihr Leben und um die Pizza für Uschi. Und wie ihr Trainer vorhergesagt hatte, wurde es eng, sehr eng! Mit 2:10,06 Minuten reichte es zu einem guten sechsten Platz, jedoch verpassten sie schließlich hauchdünn um nur zwölf Hundertstelsekunden den Vereinsrekord und die Pizza für Uschi, die ihre Enttäuschung nur schwer verbergen konnte;-) Allerdings scheint dieser Vereinsrekord lediglich aufgeschoben zu sein, denn alle Teilnehmerinnen haben nach Ansicht des Trainers noch großes Steigerungspotential während dieser Kurzbahnsaison und selbst die Pflichtzeit für die Deutschen Meisterschaften ist nicht gänzlichst außerhald des Möglichen. In dieser Staffel hinterlies Lara Marie Deibel mit sehr guten 36,5 Sekunden über die 50 m Brust den besten Eindruck.

Ähnlich knapp ging es bei der Lagenstaffel der Herren zu, die allerdings zusätzlich eine kleine Chance auf die Bronzemedaille hatte. Jedoch lag für sie der Vereinsrekord außerhalb jeder Reichweite. Bei der Aufstellung gab es verschiedene vortellbare Varianten, so dass sich Adam Ollé schließlich für den Einsatz von Peter Hohmann als Startschwimmer über die Rückenstrecke entschied. Über Brust, Schmetterling und Freistil waren die bei Deutschen Meisterschaften mehrfach Endlauf bewährten Daniel Spahn, René Schäfer und Alexander Maus am Start. Nachdem es bei Peter Hohmann am Tag zuvor nicht so gut über die 50 m Rücken lief, konnte er sich in der Staffel deutlich verbessern und bleib erstmals in 29,67 Sekunden im Wettkampf unter der 30-Sekundengrenze. Die übrigen Staffelteilnehmer lieferten sich ein enges Rennen mit Fulda und der zweiten Frankfurter Mannschaft, welches schließlich Schlussschwimmer Alexander Maus für sich entscheiden konnte. Allerdings reichte es leider nur zum undankbaren vierten Rang und in 1:48,55 Minuten blieb die Staffel eine knappe halbe Sekunde über der Pflichtzeit für die Deutschen Meisterschaften.

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