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Tolle Leistungen und Titel bei Hessischen Jahrgangsmeisterschaften [07/2007]

Sarina hat Spaß mit den Trainern ;-) Am 30.6. und 1.7. fand mit den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften in Dillenburg der letzte Wettkampf vor der Sommerpause statt. Für den HSC gingen so viele Schwimmer und Schwimmerinnen an den Start, wie schon lange nicht mehr. 12 Damen und 3 Herren konnten sich im Vorfeld qualifizieren, wobei Kevin Ott und Claudia Schmidt krankheitsbedingt passen musste. Trotzdem stellte der Hofheimer SC mit 84 Einzelstarts das siebtgrößte Aufgebot aller 61 teilnehmenden Vereine bei den diesjährigen Jahrgansmeisterschaften. An der gewachsenen Breite kann man bereits die ersten kleinen Erfolge der intensivierten Nachwuchsarbeit der beiden Trainer Volker Kemmerer und Christina Grölz erkennen. Neben der Einzelwertung legte der Trainerstab auch großen Wert auf die Gesamtwertung des Disziplinenmehrkampfs, der die Vielseitigkeit der Athleten anspricht. Aber nicht nur die Anzahl der HSC-Teilnehmer/innen hat sich in die richtige Richtung entwickelt, sondern auch die erzielten Leistungen lassen die Betreuer mit einem Grinsen in die Sommerferien entschwinden. Bei 79 Starts standen am 58 neue persönliche Bestleistungen in den Ergebnisbüchern. Mit jeweils vier ersten und zweiten sowie drei dritten Plätzen kann sich die Medaillenausbeute ebenfalls sehen lassen. Besonders erfreulich ist, dass alle angetretenen HCS-Athleten auch Bestzeiten erzielen konnten.


Drei Titel für Lara-Marie Deibel

Lara-Marie Deibel Die einzige Hofheimer Jahrgangsmeisterin heißt Lara-Marie Deibel (Jahrgang 95). Sie bot bei ihren Rennen die meiste Unterhaltung und es machte viel Spaß, ihr zuzusehen. Allerdings bedeutete der hohe Unterhaltungswert ein teilweise zu hohes Maß an Spannung, welches sie eher ungewollt ins Spiel brachte. Sie lieferte sich mit verschiedenen Konkurrentinnen in mehreren Rennen Kopf-an-Kopf-Entscheidungen, die erst mit dem Anschlag über Siegerin und Verliererin entschieden.
Am Ende der Meisterschaften durfte sie mit drei Titeln, vier Silbermedaillen und einer Bronzemedaille reich dekoriert nach Hause fahren. Sie darf sich über die 100 m Brust, 200 m Freistil Hessische Jahrgangsmeisterin nennen und zusätzlich gewann sie überlegen mit 1630 Punkten und fast 100 Punkten Vorsprung den Dreikampf in der Freistillage, wo die 50 m, 100 m und 200 m Strecken addiert wurden.
Das Wichtigste aus Sicht ihres Trainers Adam Ollé war jedoch die Tatsache, dass Lara erstmals in der Lage war, taktische Vorgaben umzusetzen und zu differenzieren. "Das 100 m Brustrennen war bisher das beste Rennen, das ich von Lara gesehen habe" war ihr Trainer mehr als zufrieden über die Renneinteilung. Sie war dabei in der Lage, komplett ihr eigenes Rennen zu schwimmen, ohne auf die schneller angehenden Nachbarbahnen zu achten. Mit einer überragenden zweiten Rennhälfte gewann sie am Ende deutlich und setzte die Vorgaben bis ins Detail um.
Der gleiche Versuch über 100 m Freistil misslang hingegen, weil sie entgegen der vorgegebenen Taktik zu langsam in das Rennen hineinging und die Körperlänge Rückstand an der Wende auf der zweiten Bahn nicht mehr ganz aufholen konnte. Am Ende unterlag sie im Anschlag um knapp eine Zehntelsekunde. Noch knapper unterlag sie über 200 m Lagen, wo sie ca. 198 m in Führung lag und am Ende wieder wegen des schlechteren Anschlages um 11 Hundertstelsekunden unterlag. In beiden Rennen machte sie am Ende den Fehler, auf den letzten Metern zu viel zu atmen und dann auch nicht schnell genug in die Wand zu greifen. Aber besonders bei den 200 m Lagen freut sich ihr Trainer mehr über die neue Bestzeit von 2:39,9 Minuten, die eine Steigerung von mehr als fünf Sekunden bedeutet.

Lara-Marie Deibel Weitere Silber-Medaillen sammelte sie über 200 m Brust und im Brust-Dreikampf als Vizemeisterin, wobei sie in der Mehrkampfwertung sich äußerst unglücklich mit 1489 Punkten um exakt einen einzigen Punkt geschlagen geben musste, was wiederum im Hundertstelsekundenbereich liegt. Die den Medaillensatz vervollständigende Bronzemedaille erschwamm sie sich im abschließenden 400 m Freistilrennen, das sie, obwohl sie bereits sichtlich gezeichnet war von ihren vielen Starts, in 5:03,5 Minuten auch in Bestzeit beenden konnte.

"Natürlich hat noch nicht alles so geklappt, wie erhofft, aber die Art und Weise, wie sie verschiedene Strecken gegen unterschiedliche Konkurrentinnen geschwommen ist, lässt erkennen, dass sie sich in die richtige Richtung entwickelt und zu verstehen beginnt, dass man, besonders bei Meisterschaften, wo es um den Sieg geht, durch eine gute Taktik die Gegnerin überraschen und dadurch in Verlegenheit bringen kann. Sie hat natürlich noch einige fundamentale Fehler gemacht und deshalb zwei Rennen verloren, die sie auch hätte gewinnen können, aber im Endeffekt denke ich, dass diese Niederlagen im Finish einen größeren Lerneffekt haben werden als wenn sie knapp gewonnen hätte. Und das Wichtigste für mich ist, dass sie in jeder Lage konkurrenzfähig ist und ganz tolle Zeiten geschwommen ist" zieht Ollé ein positives Fazit.

Einen deutlichen Schritt nach vorne konnte auch Franziska Eichhorn (94) machen. Nachdem sie im Training schon des öfteren Bestzeiten abliefern konnte, klappte dies leider nicht bei den vergangenen Wettkämpfen. Die holte sie in Dillenburg nach und erzielte über 200 m Rücken in 2:45,0, über 200 m Brust in 3:04,9 und 100 m Rücken in 1:17,5 Minuten neu Bestzeiten und landete dabei jedes Mal auf dem undankbaren vierten Platz. Besonders bitter war es bei den 200 m Brust, da ihr dort lediglich 14 Hundertstelsekunden zum Podium gefehlt haben. Auf der anderen Seite zeigte sie bei allen 200 m Rennen, dass auch sie sich konstant verbessert hat, da sie in der Lage war, ihr Tempo zu halten und dabei auf der zweiten Teilstrecke noch etliche Schwimmerinnen hinter sich zu lassen. Bei den 200 m Brust lag sie zur Halbzeit nur auf Rang 12, konnte sich aber mit der zweitbesten Zeit über die zweite Streckenhälfte noch fast auf den Bronzerang vorschwimmen. Auch über 200 m Lagen schwamm sie ein gutes Rennen und unterbot ihre alte Bestzeit um 10 Sekunden auf 2:49,9 Minuten. In der Rücken-Dreikampfwertung landete sie mit 1358 Punkten auf dem fünften Platz.

Bei Simon Pistor (93) fing das Wochenende gleich mit seiner Lieblingsstrecke, den 50 m Schmetterling an. Dabei erwischte er einen Auftakt nach Maß und blieb erstmals in 29,89 unter der 30 Sekundengrenze und wurde lediglich von einem Schwimmer überflügelt. Leider konnte er im Folgenden dieses hohe Niveau nicht ganz halten und blieb über 100 m und 200 m Schmetterling etwas hinter seinen Bestzeiten zurück und belegte damit die guten Plätze fünf und sechs. In der Endabrechnung wurde er im Dreikampf mit 1270 Punkten guter Fünfter und es fehlten nur 62 Punkte zum Podest.
Das Rückenschwimmen lief erwartungsgemäß nicht ganz so gut und da muss Simon nach den Ferien deutlich an seiner Technik arbeiten, um den Anschluss an die hessische Spitze wieder herzustellen, an der er im Winter auf der Kurzbahn näher dran war. Seine abschließenden 400 m Freistil absolvierte er ordentlich und erreichte in neuer Bestzeit von 5:01,50 Minuten den 7. Platz.


Celine Mauer gewinnt Bronzemedaille über 100m Schmetterling

Celine Mauer Celine Mauer (96), die ihre ersten Hessenmeisterschaften für den Hofheimer SC bestritt, machte einen hervorragenden Wettkampf und konnte sich bei allen Strecken enorm steigern und erzielte über 100m Schmetterling ihre beste Leistung. Dank guter Technikarbeit im Training konnte sie ihre Bestzeit um ganze sechs Sekunden unterbieten. Mit einer Zeit von 1:22,74min belegte sie mit 19 Hundertstel Sekunden Rückstand auf Platz zwei den dritten Rang. Überglücklich und mit einem breiten Grinsen verließ sie das Wasser und ließ sich stolz ihre Bronzemedaille um den Hals hängen. Auch bei ihren anderen Starts setzte sie die Vorgaben ihres Trainers sehr gut um, so dass sie auch über ihre restlichen Starts etliche Bestzeiten erzielte. Über 200m Lagen wurde sie gute Vierte und über 100m Freistil belegte sie einen ebenfalls guten sechsten Platz.


Sarina Ritter zeigte starke Leistungen über 100m und 200m Brust

An die guten Vorstellungen vor zwei Wochen beim Saisonabschluß-Schwimmen in Herschbach konnte Sarina (96) vor allem über die Bruststrecken anknüpfen. Mit nur leichten Unsicherheiten in der Technikausführung konnte Sarina über 100m Brust ihre alte Bestmarke um fünf Sekunden unterbieten. Über 200m steigerte sie sich sogar um fast zehn Sekunden. Jeweils Rang sechs war das Ergebnis der guten kämpferischen, aber auch technisch verbesserten Leistungen. Auch über die Schmetterlingstrecken konnte Trainer Kemmerer gute Ansätze in der Technikverbesserung erkennen. Auch hier waren persönliche Rekorde das Resultat.


Martina Dillenberger und Bettina Fuhr bestätigten ihre aufsteigende Form

Martina Dillenberger (94) konnte bei all ihren sieben Starts neue Bestzeiten erzielen. Nachdem der Samstag zwar gut, aber nicht ganz optimal verlief, konnte sie sich Sonntag „frei“ schwimmen und erreichte über 100m Rücken einen guten siebten Platz. Über 100m Schmetterling und 200m Brust kam die intensiver Technikarbeit der letzten Trainingswochen zum Tragen.

Auch Bettina Fuhr (94), die mit Martina über 100m Schmetterling und 200m Brust zwei Kopf-an-Kopf-Rennen austrug, machte über diese Strecken große Fortschritte. Aber auch über die Freistil-Distanzen konnte Bettina glänzen. Dank schwerer Arme, die durch ein Schulsportfest am Tag zuvor herbeigeführt worden, wurden ihr noch bessere Platzierungen verwehrt.


Catiana Krapp und Aurica Ritter auf den Freistil-Strecken fit

Catiana Krapp (94) konnte sich im Vorfeld auf die Hessenmeisterschaften leider nur über die drei Freistilstrecken qualifizieren. Trotzdem zeigte sie sich in den letzten Trainingswochen sehr motiviert und setzte die geforderten Pläne konzentriert um. Über 100m Freistil machte sie das beste Rennen ihrer Karriere. Mit einer erreichten Zeit von 1:09,82 Minuten konnte sie sich um ganze vier Sekunden steigern. Auch über 200m Freistil setzte sie die Vorgaben gut um und erreichte mit einer Zeit von 2:34,70 Minuten Platz 14.

Auch Aurica Ritter (94) machte große Fortschritte auf den Freistildistanzen. Eine Steigerung von knapp zweieinhalb Sekunden über 50m Freistil waren der Beginn der guten Vorstellungen auf allen Freistilstrecken. Gerade über die längeren Distanzen 200m und 400m Freistil kamen ihre Technikverbesserung und ihr gutes Ausdauervermögen zum Tragen. Leider schaffte es Aurica nicht bei ihrer eigentlichen Hauptlage, dem Rückenschwimmen das Wasser richtig anzufassen, so dass ihr hier bessere Platzierungen verwehrt blieben.


Auch Larissa Jährig, Simon Hennes und Désirée Poths in guter Form

Simon Hennes Simon Hennes (96) hatte die schwere Bürde als einziger Junge die zweite Mannschaft des Hofheimer SC zu vertreten. Doch dies gelang ihm ausgesprochen gut. Sechs Bestzeiten standen letztlich zu buche. Doch leider sorgte ausgerechnet Simon auch für die einzige Disqualifikation. Über 200m Freistil startete er leider vor dem Startsignal. Doch die guten Leistungen ließen dies schnell vergessen.

Larissa Jährig (94) ging nur über 100m Freistil an den Start. Auch sie konnte ihre Bestmarke verbessern. Mit 1:14,12 Minuten waren sie und ihr Trainer zufrieden.

Désirée Poths (95) konnte leider keinen kontinuierlichen Trainingsbetrieb in letzten halben Jahr vorweisen. Umso erstaunlicher waren ihre Ergebnisse einzuschätzen. Über 100m Rücken fehlten nur eineinhalb Sekunden zu einem Podestplatz und bei ihren übrigen Starts konnte sie die Erwartungen ihres Trainers übertreffen.

Sandra Wellmann (96) war es ebenfalls nicht möglich kontinuierlich zu trainieren. Leider schaffte sie es nicht die Trainingsrückstände durch Willen und Kampfgeist zu egalisieren. Unterm Strich waren ihre Leistungen in Ordnung.

Fazit von Trainer Volker Kemmerer: „Die Meisterschafen haben gezeigt, dass die Kinder sich rechtzeitig zu wichtigen Wettkämpfen steigern können. Mit den gezeigten Leistungen bin ich sehr zufrieden. Bei einigen Starts habe ich jedoch mit noch besseren Resultaten gerechnet, da das Leistungsvermögen vorhanden ist. Jedoch die mentale Stärke vieler Athleten noch nicht richtig ausgeprägt. – Die Ergebnisse werden im Laufe der Jahre immer besser. Mit der Masse der erzielten Pflichtzeiten bin ich zufrieden, jedoch haben wir noch zu wenige Top-Platzierungen. Leider fehlen noch mehr Ausreißer nach oben.“

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