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Nur zwei Medaillen bei den Hessenmeisterschaften [06/2007]

Am 23. und 24. Juni 2007 standen zum Abschluss der Langbahnsaison die offen Hessischen Meisterschaften sowie die Jahrgangsmeisterschaften der älteren Jahrgänge in Gelnhausen auf dem Programm.
Aufgrund der Personalenge reiste der HSC lediglich mit sieben Aktiven an, wobei mit Franziska Eichhorn und Lara-Marie Deibel auch noch zwei Schwimmerinnen im Aufgebot standen, die nur für die offene Wertung startberechigt waren und lediglich aus Vorbereitungsgründen für ihre eigenen Hessischen Jahrgangsmeisterschaften am kommenden Wochenende am Start waren. Christina Grölz verzichtete zudem noch auf Einzelstarts und trat ausschließlich im Rahmen der 4 x 100 m Freistilstaffel an.
Leider waren die Hofheimer Schwimmer und Schwimmerinnen sehr geizig mit dem Erzielen von Bestzeiten. Lediglich die Jüngste im Team, Lara-Marie Deibel, konnte ihren persönlichen Rekord über 100 m Freistil als Startschwimmerin der Staffel verbessern. Auch die Medaillenausbeute war mit zwei Bronzemedaillen die schlechteste überhaupt in diesem Jahrtausend. Lediglich Oliver Buch gewann in der Juniorenwertung der Jahrgänge 88 und 89 über 50 m Schmetterling eine Bronzemedaille und erfreulicher Weise schaffte es Iris Szimnau im Jahrgang 1991 erstmals überhaupt eine Medaille zu gewinnen. Sie erschwamm sich die Bronzemedaille in ihrem letzten Rennen über 200 m Brust. Durch Unkonzentriertheiten beim Anschlag verschenkte Franziska Metz hingegen zwei Medaillen. Sowohl über 50 m Schmetterling, wie auch über 50 m Freistil fehlten ihr am Ende wenige Hundertstelsekunden zum Podestplatz.

Nachfolgend nun die Stellungnahmen der Athleten.

Christina Grölz:
"Auch wenn der Veranstalter den Start der 4x100 m Freistilstaffel noch unnötig hinauszögerte, war die Stimmung innerhalb unserer Mädelsmannschaft vor dem Start sehr gut. Wir vertrieben uns die Zeit mit kleinen Reaktionsspielchen, die für einige Lacher sorgten, stimmt’s, Lara?! ;-). Auch nach einem halben Tag bei durchwachsenem Wetter im Freibad war die Freude und auch Aufregung in den letzten Minuten vor dem Start deutlich spürbar. Noch schnell Küsschen links, Küsschen rechts und dann ging’s auch schon los…

Ich persönlich hatte nach dem Abschlusstraining am Abend zuvor ein gutes Gefühl. Beim Einschwimmen wurde dies auch noch bestärkt und auch selbst wenn die Spurts unmöglich waren, beunruhigte mich dies aus irgendeinem Grund überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich rechnete sogar mit einer schnelleren Zeit als vor dem Einschwimmen. Ich kann nicht genau sagen woran es lag, aber es war einfach so, dass ich mich endlich mal wieder so richtig auf einen Start freute!
Nach den Vorzeichen bin ich mit meiner Zeit am Ende zwar nicht 100%ig zufrieden, kann mich aber mit ihr anfreunden. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit den zwei Küken aus unserer Mannschaft (und übrigens auch zwei ehemaligen Schützlingen von mir :-) und Franz diese, mir persönlich sehr wichtige, Staffel zu schwimmen!!
Allerdings fand ich es schade, dass am Beckenrand weniger Mitglieder aus unserer Mannschaft zu finden waren als hinter dem Startblock. "


Peter Hohmann:
"Beim ersten Start über die 50m Rücken ging es mir darum, meine Leistungen, die ich bei den Süddeutschen Meisterschaften erschwommen hatte, zu halten, denn das große Ziel war erreicht, und die Anspannung hatte sich gelegt.

Die 200m Rücken verliefen nicht so wie ich es mir gedacht hatte. Die ersten 50m liefen wie von selbst und ich setzte sinnlos meine ganze Kraft ein. Dann der große zu erwartende Einbruch bereits bei 75m wurden die Arme immer schwerer, die Kraft und die Leichtigkeit der ersten 50m war schlicht und ergreifend verballert. Diesen Fehler werde ich nicht noch einmal machen. Das Resultat von diesem Samstag ist, dass noch eine Menge Arbeit auf mich zu kommt."


Oliver Buch:
"Die Hessischen Meisterschaften verliefen zunächst nicht ganz optimal. Bedingt durch das doch sehr kalte und regnerische Wetter am ersten Wettkampftag, zog ich mir wohl eine Zerrung im rechten Oberarm zu, der allerdings mit gutem zureden und etwas Voltaren Creme Einhalt geboten werden konnte.

Die 50 m Freistil waren ein mittelmäßiges Rennen. Die Endzeit war zwar absolut im Rahmen, besonders in anbetracht der Wetterlage, jedoch zeigten sich einige bekannte Fehler, besonders an Start und Übergang, die mir immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Auch hier muss in Zukunft hart gearbeitet werden, um diese bekannte Fehlerquelle auszumerzen.

Es ist mir ein Rätsel warum immer wieder 50 m Strecken direkt hintereinander gelegt werden, denn die oft vertretene Meinung, dass 50 m einen gut trainierten Athleten nicht nachhaltig für die folgenden Wettkämpfe belasten, vertrete ich überhaupt nicht. Noch vor den 50 m Rücken war ich immer noch am Schnaufen und der Puls hatte sich noch nicht gefangen. Es ist eigentlich egal ob ich ein 50, 100 oder 200 m Rennen schwimme, im Endeffekt bin ich immer „platt“ nach meinen Rennen und brauche mehr als nur 20 Minuten um mich zu erholen, auch wenn es „nur“ 50 m sind. Die 50 m Rücken die im Anschluss zu den 50 m Freistil stattfanden, verliefen also unterdurchschnittlich, was alles fehlschlug würde hier den Rahmen sprengen ;-)

Der zweite Wettkampftag gestaltete sich wesentlich sonniger und wärmer, sodass ich guten 50 m Schmetterling entgegensah. Die erste Teilstrecke verlief mit 12,3 sec auch durchaus erfreulich, obwohl der Start immer noch ungünstig ausfiel. Jedoch blieb ich auf den zweiten 25 m nahezu stehen, da meine Atemtechnik immer noch eine Schwäche beim Schmetterlingsschwimmen ist. Die Endzeit von 27,8 sec verhalf mir zwar zu einem dritten Rang in der 88/89er Wertung, jedoch war die Zeit bedingt durch den Einbruch nach 25 m nur unterer Durchschnitt.

Die 100 m Freistil begann ich viel zu langsam, da ich fürchtete, zu schnell „mein Pulver zu verschießen“. Grundsätzlich war es ein ruhiges Rennen, was zunächst positiv einzustufen ist, da ich zu unkontrollierten Frequenzen neige, jedoch konnte ich die auf der ersten Teilstrecke verlorene Zeit nicht wieder aufholen. Im Endeffekt waren die 100 m Freistil ein Rennen mit schlechter Einteilung.

Insgesamt waren die Hessischen Meisterschaften in Gelnhausen der mittelmäßige Abschluss einer mehr oder weniger verkorksten Saison. Mir fehlte seit den schlechten Süddeutschen Meisterschaften einfach auch ein Rest an Motivation um noch einmal eine Leistung am Limit zu vollbringen. Nach den „Süddeutschen“ hatte ich eigentlich schon die kommende Kurzbahnsaison und den neuen Aufbau im Sinn, was sicherlich der Motivation nicht ganz zu gute kam… "


Iris Szimnau:
"Mit meinen Zeiten bin ich nicht zufrieden und auch körperlich war jede einzelne Strecke anstrengender, als sie hätte sein dürfen. So konnte ich beispielsweise bei den 50m Brust auf den letzten Metern nicht einmal mehr die Frequenz steigern. Die 200m Brust waren der vorletzte Wettkampf am Sonntag und ich war die Einzige, die im vierten Abschnitt aus der Mannschaft überhaupt noch geschwommen ist, weswegen ich besonders meinem Trainer dankbar bin, da er bis zum Ende mit mir geblieben ist. Meine Zeit war nicht gut, aber die einer Mitschwimmerin ebenfalls nicht, sodass ich letztlich Dritte werden konnte. Insgesamt sind wir alle nicht überragend geschwommen und die meisten Zeiten hielten sich gleich mit denen des letzten Jahres. Auch das Wetter im Gelnhausener Freibad ließ zu wünschen übrig, wobei es sonntags immerhin trocken blieb."


Franziska Metz:
"Ich war am Wochendende mit meinen eigenen Leistungen gar nicht zufrieden. Eigentlich war ich sehr motiviert, da ich mich seit den Süddeutschen sehr auf diesen Wettkampf gefreut habe. Leider war die vorige Trainigswoche eher demotivierend wegen schlechter Zeiten schon im Training, was sich leider auf den Wettkampf abgefärbt hat.
Die 50m Freistil scheiterten an wenigen Hundertstelsekunden und ich schwamm an einer Medaille vorbei, wegen 'nicht zu Ende geschwommenen Rennens'. Anders bei den 50m Schmetterling, da fehlte es an Technik und Kraft auf den letzten Metern, obwohl ich anfangs gut vorwärts kam.
Insgesamt konnte ich keine neuen Bestzeiten erreichen, sondern bin dieselben Zeiten geschwommen wie vor einem Jahr."

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