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Das schöne Wetter überzeugt beim Wettkampf in Dillenburg [04/2007]

Die Trainer bei der Arbeit Am 28. und 29. April starteten alle drei Wettkampfmannschaften des HSC beim Dillenburger Oranierschwimmfest. Als Glück im Unglück muss man das strahlende perfekte Wetter benennen. Durch diese glücklichen Umstände war es möglich, das dazugehörende Freibad zum Aufenthalt zu nutzen und somit der Enge der Halle zu entgehen, in der die Wettkämpfe stattfanden. Wenn dies aber nicht möglich gewesen wäre, wäre ein nicht tollerierbares Chaos die Folge gewesen. Das Problem ist jedes Jahr zu diesem Zeitpunkt ähnlich, da es nur sehr wenige Langbahnwettkämpfe gibt und alle Vereine diese Wettkämpfe nutzen müssen, um sich für die Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Aus diesem Grund wurden von den teilnehmenden Vereinen über 3000 Starts gemeldet, was zur Folge hatte, dass der Wettkampf beispielsweise am Sonntag bis knapp 21 Uhr hätte dauern sollen. Diese Anzahl an Starts ist auch Sicht der Trainer und auch der Kampfrichter als nicht mehr tolerierbar anzusehen und der Veranstalter muss sich ganz klar den Vorwurf gefallen lassen, viel zu viele Meldungen angenommen zu haben. Im Sinne der Athleten ist dies sicher nicht, jedoch darf man des Aspekt der Einnahmen für den Veranstalter nicht außer Acht lassen. Allerdings ist ein Kompromiss zwischen Startzahl und Startgeldern dringend notwendig, da sich niemand wirklich vorstellen möchte, was alles passiert wäre, wenn die knapp 1000 Athleten, Betreuer, Kampfrichter und Angehörige alle das gesamte Wochenende hätten im dafür nicht ausreichend dimensionierten Hallenbad zubringen müssen.


"Furzi" zeigt eine gute Form

Bei der Nachwuchsmannschaft ging in Dillenburg nur ein Teil an den Start. Die Schwimmer/innen wurden von Trainerin Christina Grölz auf freiwilliger Basis gemeldet, so dass mit Trixi Frießleben (97), Jacqueline Jährig (97), Elisa Ritter (97) und Moritz Deibel (97) nur vier Schwimmer/innen der Mannschaft an den Start gingen. Die Veranstaltung sollte den Kindern die Möglichkeit geben, nach dem Trainingslager in Wetzlar, nun auch im Wettkampf Erfahrungen auf der 50m-Bahn zu sammeln.

Elisa Ritter, seit diesem Wochenende auch liebevoll "Furzi" genannt, erreichte auf allen drei Rückenstrecken eine neue persönliche Bestzeiten. Vor allem mit ihrer Leistung über 200m Rücken konnte sie auf sich aufmerksam machen. Sie verbesserte ihre alte Bestmarke um knapp sechs Sekunden auf 3:19,16 Minuten.
Trixi Frießleben gelang das gleiche Kunststück, indem sie ihren alten persönlichen Rekord über 100m Brust, ebenfalls um knapp sechs Sekunden auf 1:55,13 hinunter schraubte. Außerdem waren bei ihr ihre technischen Fortschritte sehr auffällig.
Jacqueline Jährig konnte auch sehr gute Leistungen abrufen. Sie stieg mit drei neuen Bestzeiten über 50m Brust (0:49,93min), 100m Brust (1:49,88min) und 50m Kraul (0:38,61) aus dem Wasser.
Moritz Deibel war an diesem Wochenende leider nicht in Vollbesitz seiner Kräfte und blieb bei seinen Starts immer nur ganz knapp über seiner persönlichen Bestzeit. Seine beste Leistung zeigte er über die 50m Brust (0:49,08min).

Alles in allem war Trainerin Christina Grölz sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Schützlinge auf der langen Bahn. Es wurden einige neue Bestzeiten erreicht und durch Elisa Ritter und Jacqueline Jährige auch zwei Silber- bzw. eine Bronzemedaille gewonnen.


Simon Pistor qualifiziert sich für Süddeutsche Meisterschaften

Trainer Adam Ollé mit Simon Pistor Bei der 1. Mannschaft konnte einzig alleine Simon Pistor (Jahrgang 93) vollends überzeugen. Nachdem er im März in Wetzlar beim Langbahnauftakt keine überzeugende Vorstellung ablieferte, konnte er in Dillenburg das Bild wieder zurechtrücken und erzielte enorme Steigerungen im Schmetterlingsbereich. Eine Verbesserung um gut drei Sekunden über 100 m Schmetterling auf 1:07,55 Minuten und um sogar gut 10 Sekunden auf 2:34,06 Minuten über 200 m Schmetterling bescherten ihm gleichzeitig die erstmalige Qualifikation für die Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften Mitte Mai in Darmstadt.

Ganz anders verlief das Wochenende für Franziska Metz, "Uschi" Eichhorn, Peter Hohmann, Lara-Marie Deibel und Oliver Buch. Die drei zuerst genannten wollten ebenfalls Pflichtzeiten für die Süddeutschen schwimmen, doch ging an diesem Wochenende gar nichts in diese Richtung. Uschi merkte man deutlich die Nachwirkungen ihrer Krankheit vom letzten Wochenende an. Weniger im körperlichen, denn im psychologischen Bereich wurde deutlich, dass sie nicht in der Lage war, ihren guten Trainingsleistungen in den Wettkampf umzusetzen. Das Problem war weniger der kurzzeitige krankheitsbedingte Ausfall, sondern die daraus folgende Unsicherheit über die Form und das daraus resultierende fehlende Selbstvertrauen.
Lara-Marie Deibel muss zu gute gehalten werden, dass sie eine Woche zuvor die gesamte Woche über karankheitsbedingt pausieren musste und sich erst wieder an Belastungen gewöhnen muss. Aus diesen Gründen kann keine objektive Beurteilung ihrer geschwommenen Zeiten erfolgen. Allerdings ist sie in der glücklichen Lage, bereits jede Mege Pflichtzeiten für Darmstadt erzielt zu haben, so dass es keine negativen Nachwirkungen geben wird. Sie muss nun schauen, dass sie nach ihrer vollständigen Genesung ihre Form findet, um in drei Wochen in Darmstadt eventuell um Medaillen mitzuschwimmen.
Franziska Metz zeigte am Wochenende zuvor bei den Kreis-Meisterschaften eine sehr überzeugende Vorstellung und war sehr hoffnungsvoll angereist. Doch auch bei ihr war all das gute Training und die Bestzeiten vom vergangenen Wochenende wie weggeblasen. Aus absolut unerklärlichen Gründen schwamm sie ihren eigenen Zeiten meilenweit hinterher und hinterlies sich und ihren Trainer ratlos am Beckenrand und konnte keine weitere Pflichtzeit neben der bereits vorhanden 50 m Schmetterlings-Pflichtzeit erzielen. Wie sich aber im Nachhinein gegen Mitte der Woche herausstellen sollte, wurde auch sie krank, wodurch sich zumindest die Vermutung aufdrängt, dass sie bereits in Dillenburg nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war.
Bei Peter Hohmann sah es ganz ähnlich auch, wie bei Franziska Metz, mit dem Unterschied, dass er auch anschließend keine körperlichen Probleme aufwies. Seine Zeiten war auch nicht wirklich ansprechend und blieben deutlich hinter seinen letztjährigen Bestmarken zurück. Aber wenigsten hat auch er eine Qualifikationsnorm bereitz im März erfüllt und wird bei den Süddeutschen Meisterschaften über 50 m Rücken an den Start gehen.
Schließlich zeigte Oliver Buch bei seinen zwei Starts über 50 m Freistil in 26,0 und Schmetterling in 28,0 ebenfalls keine überzeugende Leistung, womit er jeweils gut eine Sekunde über seinen Bestzeiten blieb. Genau diese eine Sekunde fehlt ihm auch noch zu seinem Saisonziel, der Teilnahme an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Die letzte Chance zur Qualifikation werden für ihn die Süddeutschen Meisterschaften in Karlsruhe am 19. und 20. Mai darstellen.

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