HSC : Aktuell : Mitteilungen  



Weibliche C-Jugend drittbeste Mannschaft bei Hessischen Staffelmeisterschaften [03/2007]

Am 03./04.03.2007 fand in Baunatal der DMS-J Hessenentscheid statt. Startberechtigt waren die sechs besten Mannschaften aus ganz Hessen in den jeweiligen Jugenden. Leider konnte sich bei dem Bezirksdurchgang, zwei Wochen zuvor in Oberursel, nur die weibliche C-Jugend für den Hessenentscheid qualifizieren. Als drittbestes Team reisten die Mädels in das gut 200km entfernte Baunatal.

Im Vorkampf kamen in der ersten Mannschaft nur Lara-Marie Deibel (Jahrgang 95), Franziska Eichhorn (94), Bettina Fuhr (94) und Martina Dillenberger (94) zum Einsatz. Um wirklich die vermeintlich schnellstmöglichen Staffeln stellen zu können wollte man die Mannschaft um Désirée Poths (95) und Aurica Ritter (94) erweitern. Aus gesundheitlichen Gründen musste Aurica Ritter allerdings kurzfristig absagen. Auch bei Martina Dillenberger stand wegen einer Krankheit lange nicht fest, ob sie in Baunatal an den Start gehen kann. Doch sie erholte sich rechtzeitig und ging dadurch leicht angeschlagen in den Wettkampf.


Erste "Erfolge" bereits bei der Anreise

Team und Trainer Am Samstagmorgen traf man sich an der Rhein-Main-Therme um alles und jeden in ein Auto zu packen und sich auf den Weg zu machen. Aus privaten Gründen konnte der Trainer Volker Kemmerer am ersten Tagen nicht vor Ort sein. Er wollte es sich aber nicht nehmen lassen hinterherzufahren und so trudelte er am Sonntagmorgen pünktlich im Baunataler Schwimmbad ein. Als Ersatz fuhr Christina Grölz für ihn mit und übernahm mit einem Elternpaar die Betreuung der fünf Mädels.
Die Fahrt nach Baunatal verlief ohne Stau und Pannen. Ab und zu wurde mal zu dem ein oder anderen Lied laut mitgesungen oder getanzt und so verging die Zeit wie im Flug.

Während der langen Fahrt machten vor allem die Damen auf der Rückbank (nennen wir sie einfach Frau P., Frau F. und Frau D. ;-) von Edes Auto aus Bekanntschaft mit netten Kleintransporterfahrern. Die Damen müssen solch einen Eindruck bei den Herren hinterlassen haben, dass sie sogar die Handynummer der Herren bekommen haben. Auch wenn diese Nummer nie gewählt wurde, sorgte sie während des ganzen Wochenendes immer wieder für einen Lacher. Die Geschichte von den "Autobahnflirtern" wird uns wohl noch länger in Erinnerung bleiben.
Nachdem man dann die Autobahn verlassen hatte, wurde der illustren Reisgruppe ein kleiner Kreisel zum Verhängnis und man verlor, allerdings nur für einen kleinen Moment, die Orientierung. Während der Suche nach dem richtigen Weg und der Wilhelmshöhe machte man Bekanntschaft mit weiteren Kreiseln und einer großen Anzahl an Traumhäusern. Dank einer netten Dame, von deren Aussprache man auf eine Verwandtschaft mit Paul Panzer schließen könnte, gelangte man aber wieder auf den richtigen Weg.
Nachdem mit großer Freude festgestellt wurde, dass man endlich das Schwimmbad gefunden hat, wurde in einem kleinen Restaurant erst einmal ein Happen zu sich genommen, bevor man sich auf den Weg zum Einschwimmen machte.


Sicherer Podestplatz nach erstem Wettkampftag

Vor Wettkampfbeginn freuten sich die Mädels auf den Wettkampf und waren froh als es dann endlich losging. Am Beckenrand wurden sie nicht nur von Eltern und Trainerin angefeuert, sondern auch von unserer ersten Vorsitzenden. Denn auch Renate Krebs gab sich die Ehre und ließ sich keinen Start der Hofheimer Mädels entgehen.

Als erstes standen die 4 x 100m Freistil auf dem Programm, wobei besonders Starschwimmerin Bettin Fuhr mit einer neuen Bestzeit glänzte. Sie beendete die 100m in 1:08,73 Minuten mehr als eine halbe Sekunde unter ihrer bisherigen Bestmarke. Die übrigen jungen Damen absolvierten ihre Strecken im Rahmen ihrer Möglichkeiten und am Ende stand der erste dritte Platz mit der Endzeit von 4:40,02 minuten zu buche.

Im Anschluss folgten die 4 x 100m Brust. Diese Staffel lag den Mädchen besonders am Herzen, da es ihnen beim Vorkampf gelungen ist, die große SG Frankfurt zu schlagen und somit Bezirksmeister zu werden. Auch an diesem Tag wollten sie zeigen, dass sie durchaus in der Lage sind mitzuhalten.
Mit der Endzeit von 5:49,23 Minuten waren sie dieses Mal ein wenig langsamer als im Vorkampf und leider gelang es ihnen dieses Mal nicht, die großen Vereine zu ärgern und dementsprechend war die Enttäuschung sehr groß. Sowohl Frankfurt als auch Darmstadt waren deutlich schneller. Nach einigen Witzrunden und einem Spaziergang über den Parkplatz waren sich die Mädchen wieder einig und Lara sprach wohl das aus, was auch die anderen dachten: "Jetzt zeigen wir es ihnen!"

Am späten Nachmittag stand als Abschluss des ersten Wettkampftages die Rückenstaffel auf dem Plan. Aber irgendwie war es nicht der Tag Hofheimerinnen. Auch hier blieben sie hinter den Leistungen des Bezirks-Vorkampfes und zurück und wurden erneut Dritte, diesmal in 5:20,02 Minuten. Zum Abschluss des ersten Tages lag man unangefochten auf dem sicheren dritten Rang, ohne große Chance nach vorne, aber auch ohne Gefahr, von hinten eingeholt zu werden.


Riesen Appetit und Pyjamaparty

Nachdem der erste Wettkampfabschnitt vorbei war, wurde die Pension aufgesucht. Im Anschluss an die Begrüßung durch Rocky und die Zimmeraufteilung machte man sich zu Fuß auf den Weg zum Baunataler Hof, wo gemeinsam mit den Schwimmern des Kelkheimer Schwimmclubs zu Abend gegessen wurde. Die Größe der Schnitzel sorgte bei einigen Damen für Staunen und man hatte bereits nach der Hälfte das Gefühl als müsse man nach Hause rollen.
Pappsatt und in Schlafanzüge gekleidet traf man sich dann unterm Dach noch mal zu einer kurzen aber sehr amüsanten Pyjamaparty. Ob auch Trainer Ede in entsprechendem Pyjama gekleidet war, ist nicht überleifert;-) Direkt im Anschluss verteilten sich alle wieder auf die Zimmer und Ede versuchte noch zwei Schwimmerinnen durch Massagen von ihren Schmerzen zu befreien, bevor wirklich in allen Zimmern Bettruhe herrschte.

Am nächsten Morgen klingelte gegen 8:00 Uhr der Wecker. Beim gemeinsamen Frühstück waren alle, trotz überwiegend schlechtem Schlaf, bei bester Laune. Die Riesen-Schnitzel am Vortag schienen schnell vergessen, denn der gesamte Brötchenvorrat der Pension wurde aufgebraucht und selbst danach waren noch nicht alle Münder gestopft. Besonders eine Dame mit braunen Lockenhaaren und großen grünen Augen sorgte an ihrem Tisch durch ihren scheinbar unbändigen Hunger für großes Staunen. (Zitat: "Mein Rekord waren mal 8 Brötchen!!!") Im Anschluss ans Frühstück wurde die Taschen gepackt und dann ging es direkt weiter ins Schwimmbad.


Bronzemedaille am zweiten Tag erfolgreich verteidigt

Für den zweiten Tag wollte es sich Trainer Volker Kemmerer nicht nehmen lassen, dabei zu sein und er kam auch kurz nach dem Einschwimmen in Baunatal an und konnte die 4 x 100 Schmetterling Staffel live erleben. Aber der Trend des gestrigen Tages blieb erhalten und irgendwie wollte der Knoten an diesem Wochenende einfach nicht platzen. Der unangefochtene dritte Gesamtplatz wurde auch bei der Schmetterlingsstaffel mit der Endzeit von 5:26,13 Minuten und dem erneuten dritten Platz untermauert.

Und obwohl bereits die Gesamtplatzierung vor der abschließenden Lagenstaffel feststand, nahm Volker seine Mädels vor der letzten Staffel noch mal bei Seite, um sie trotzdem auf den letzten Start "heiß" zu machen, damit sie letzlcih doc noch mit wenigstens einer neuen Staffelbestzeit heimfahren können.
Die Mädels nahmen sich die Worte anscheinend zu Herzen und legten einen tollen Abschluß hin. Natürlich wurden sie erneut Dritte, konnte sich aber in 5:11,23 Minuten um gut 10 Sekunden im Vergleich zum Vorkampf steigern und sorgten für einen schönen Abschluss.

Bei allen Staffeln belegten die Hofheimer Mädels den dritten Platz, so dass sie auch in der Gesamtwertung auf einem guten dritten Platz landeten. Hessenmeister in der weiblichen C-Jugend wurde der DSW Darmstadt gefolgt von der SG Frankfurt. Nach der Siegerehrungen und einigen Fotos machte man sich dann auf den Weg in Richtung Heimat. und wird sich nun den kommenden Aufgaben zuwenden...

Zu den Einzelergebnissen