HSC : Aktuell : Mitteilungen  



Jahresabschluß beim Kelkheimer Weihnachstsschwimmen [12/2006]

Eine Woche nach den Hessen-Meisterschaften fand in der Hofheimer Rhein-Main-Therme das Kelkheimer Weihnachtsschwimmen statt. Leider war das Teilnehmerfeld in diesem Jahr nicht so stark und vielfältig, wie es sonst in den vergangenen Jahren war. Auch der HSC startete nicht in voller Besetzung, da zeitgleich der Hofheimer Weihnachtsmarkt statt fand und der HSC seinen eigenen Stand zu besetzen hatte. Aber die 27 HSC-Schwimmer und –schwimmerinnen, die bei Jahresabschluss starteten, konnten auch bei letzten Wettkampf des Jahres in der Mannschaftsleistung überzeugen und erzielten bei 81 Starts insgesamt 42 Bestzeiten. Dabei wurde das Ergebnis dadurch unterstützt, dass die Trainer nach dem Wettkampfhöhepunkt eine Woche zuvor, nun verstärkt in den Nebenlagen – und -disziplinen meldeten, um nicht erneut das gleiche Wettkampfprogramm zu absolvieren.


Lara-Marie Deibel gewinnt überraschend das Brustfinale

Lara-Marie Deibel bei der Siegerehrung Traditionell werden alle 100m-Strecken beim Kelkheimer Weihnachtsschwimmen in separaten Finalläufen entschieden. Mit Lara-Marie Deibel, Désirée Poths (beide Jahrgang 95) und Martina Dillenberger (94) erreichten auch erstmals Aktive der Nachwuchsmannschaft ein offenes Finale und durften sich nochmals dem Publikum stellen.
Dabei konnte sich besonders Lara-Marie Deibel im 100 m Brustfinale in Szene setzen. Nachdem sie im Vorlauf in 1:24,26 Minuten ganz dicht an ihrer Bestzeit dran war, legte sie im Endlauf mehrere Schippen drauf und besiegte etwas überraschend als jüngste Schwimmerin die gesamte Konkurrenz und verbesserte sich auf 1:22,57 Minuten, womit sie aktuell in Deutschland die viertbeste Schwimmerin ihrer Altersklasse ist. Im gleichen Finale schwamm Iris Szimnau (91) in 1:25,63 Minuten auf Rang 4.

Désirée Poths und Martina Dillenberger qualifizierten sich für das 100 m Rückenfinale und Désirée zeigte wieder, warum ihr die Trainer viel zutrauen und der Meinung sind, dass sie viel mehr aus sich raus holen könnte, als sie das gewöhnlich tut. Mit ihrer neuen Bestzeit im Finale von 1:18,83 Minuten hätte sie letzte Woche die Bronzemedaille bei den Hessen-Meisterschaften gewonnen. Sie war hier fast 1,5 Sekunden schneller als in der Vorwoche. Martina lieferte zwei solide Rennen in jeweils 1:22 Minuten ab und belegte in Endklassement den fünften Rang.

Franziska Metz (91) und Christina Grölz (86) standen jeweils in zwei Finals und landeten dabei auch jeweils auf dem Podium. Christina scheint ihr Tal langsam aber sicher durchquert zu haben und besonders ihre sichtbaren technischen Verbesserungen machen ihren Trainer glücklich. Belohnt wurden ihre Leistungen im Freistil- und Schmetterlingsfinale mit zwei Bronzemedaillen, die sie sich in 1:03,55 und 1:18,17 Minuten erkämpfte.
Auch bei Franziska Metz zeigte die Formkurve nach dem krankheitsbedingt verkorkst verlaufenen Meisterschaftswochenende wieder nach oben. Sie stand sowohl im Rücken- als auch Freistilendlauf und konnte sich jeweils die Silbermedaille sichern. Dabei zeigte sie ihre beste Leistung im Freistilfinale, wo sie auch in 1:03,17 Minuten eine neue Bestzeit erzielte.

So sieht ein Sieger aus :-) Bei den Herren standen naturgemäß René Schäfer (86) und Daniel Spahn (82) in den Endläufen. René konnte über die 100 m Freistil nicht überzeugen und musste sich dem für Saarbrücken startenden Nils-Oliver Freimuth sehr deutlich mit gut drei Sekunden Rückstand geschlagen geben. Der Saarbrücker verbesserte dabei im Finale den Bahnrekord auf 50,22 Sekunden. Besser machte er seine Sache im Schmetterlingsfinale, wo er voll auf Angriff und Bahnrekord schwamm. Doch leider langte die Kraft nicht mehr für den Bahrekord und er blieb in 56,94 Sekunden knapp drei Zehntelsekunden über der Bestmarke. Mit dieser Leistung und dem Sieg zeigte sich Trainer Adam Ollé aber zufrieden. „Mehr war heute einfach nicht drin. Er hat alles aus sich rausgeholt“.
Im gleichen Finale, etwas im Schatten von René, schwamm Daniel Spahn in 1:01,48 Minuten zu einer neuen Bestzeit und dem zweiten Rang. Das Brustfinale war dann die erwartete One-Man-Show von Daniel. Für ihn ging es ausschließlich um die Zeit und darum, zu sehen, wie sein aktueller Leistungsstand aussieht, nachdem er in der Vorwoche mit seinen 100 m Brust im Finale der Hessen-Meisterschaften nicht ganz zufrieden war. Er ging volle Pulle und lag zeitlich hervorragend im Rennen. An der letzten Wende sah es noch so aus als könne er die 1:04er Marke knacken und seinen eigenen Bahnrekord unterbieten. Er machte es bis zum letzten Zug spannend und blieb in 1:05,36 Minuten hauchdünn über seiner angepeilten Zeit. Er erzielte damit Saisonbestleistung und war eine halbe Sekunde schneller als in der Vorwoche.

Der letzte Hofheimer Finalteilnehmer war Peter Hohmann über die 100m Rücken. Nachdem die Hessen-Meisterschaften bei ihm gehörig daneben gingen, konnte er im Finale etwas Wiedergutmachung betreiben. Er schwamm mit der zweitbesten Zeit seiner Karriere in 1:06,69 Minuten auf den dritten Rang und durfte erstmals eine Bronzemedaille entgegen nehmen.


Bestzeiten und technischen Fortschritte bei den jüngsten Hofheimern

Ede und ihre Raketens Auch die Nachwuchsmannschaft des Hofheimer Schwimmclubs startete beim Kelkheimer Weihnachtsschwimmen. Bis auf eine Ausnahme gingen die acht Schwimmer und Schwimmerinnen Selina Müller (98), Jana Eichhorn (97), Trixi Frießleben (97), Jacqueline Jährig (97), Elisa Ritter (97), Kevin Herrmann (98), Moritz Deibel (97) und Patrik Putala (97) über die 50m-Strecken am Samstag an den Start. Nur Simon Hennes (96), der eine Woche zuvor seinen ersten Auftritt bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften in Stadtallendorf hatte, startete am 2. Wettkampftag.

Neben den Einzelstarts gingen die Mädels auch mit jeweils einer Kraul- und Bruststaffel ins Rennen. Bei den Jungs war dies aufgrund der zu geringen Anzahl an anwesenden Schwimmern leider nicht möglich. Die Mädels behaupteten sich gegen die meist älteren Staffeln und konnten die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen.

Besonders erfreulich waren die Leistungen von Selina Müller, Elisa Ritter, Trixi Frießleben und Moritz Deibel, die bei ihrem letzten Wettkampf im Jahr 2006 noch einmal sehr deutliche Leistungssteigerungen zeigten. Auch Jacqueline Jährig und Patrik Putala erreichten bei all ihren drei Starts neue Bestzeiten. Jana Eichhorn und Kevin Herrmann beenden dieses Jahr ebenfalls mit zwei neuen persönlichen Rekorden.

Trainerin Christina Grölz ist überaus zufrieden mit den gezeigten Leistungen ihrer Schützlinge. Die vielen Bestzeiten und technischen Fortschritte zeigen, dass ihre Schwimmer auf dem richtigen Weg sind. Nach ihrem ersten gemeinsamen Jahr mit dieser Gruppe ist sie sehr zufrieden mit der positiven Entwicklung ihrer Schwimmer und freut sich auf das kommende Trainingsjahr mit ihren Raketen.

Zu den Einzelergebnissen