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Siege für Lara-Marie Deibel und Simon Pistor bei Hessischen Jahrgangsmeisterschaften in Stadtallendorf [12/2006]

Am ersten Dezember-Wochenende 2006 war es endlich soweit: Der Jahreshöhepunkt der Nachwuchs-Athleten, die Hessischen Jahrgangsmeisterschaften auf der 25m-Bahn standen auf dem Programm. Mit insgesamt 12 Aktiven aus drei Wettkampfmannschaften des Hofheimer SC reiste Trainer Volker Kemmerer mit der Bahn (die sogar mal pünktlich war) nach Stadtallendorf. Auch zwei junge Damen, die sich im Vorfeld leider nicht qualifizieren konnten, einige Geschwisterkinder und Eltern halfen allen Aktiven mit ihrer lautstarken Unterstützung.
Mit insgesamt 73 Einzelstarts stellte der HSC eine der größeren Mannschaften bei den diesjährigen Meisterschaften. Der Aufwärtstrend in der Jugendarbeit bei den Hofheimern wurde dadurch zum wiederholten Male durch 41 persönliche Bestzeiten deutlich unterstrichen. Auch die insgesamt 12 Podiumsplätze, 17 vierte bis sechste Plätze, sowie 44 Platzierungen von sieben bis zehn dokumentieren die Entwicklung beim HSC. Jedoch ist Ziel noch nicht erreicht. Das Nachwuchskonzept ist zwar entwickelt, jedoch ist die Umsetzung noch nicht optimal. Hier und da gibt es noch was zu verbessern.


Lara-Marie Deibel und Simon Pistor sorgen für die Highlights

Lara Marie Deibel Nachwuchstalent Lara-Marie (Jahrgang 95) ist seit einigen Jahren die erfolgreichste Schwimmerin im Nachwuchsbereich des Hofheimer SC. Und auch dieses Jahr sorgt sie allein für sieben Gold- und drei Silbermedaillen. Sie beendete alle ihre Rennen in neuer Bstzeit. Mit taktisch hervorragenden Rennen über 200m und 400m Freistil, sowie Glanzleistungen über 50m Freistil und 100m Brust konnte sie nicht geschlagen werden. Auch die Disziplinen-Mehrkämpfe Freistil und Brust, bei denen die Ergebnisse der Strecken über 50m, 100m und 200m einfließen, konnte sie mit deutlichem Vorsprung gewinnen. Bei den direkten Duellen gegen ihre stärkste Konkurrentin Silja Langara von der SG Frankfurt musste Lara jedoch leider dreimal den Kürzeren ziehen. Nach super spannenden Rennen über 100m Freistil und 100m Lagen waren es nur ein bis zwei Zehntel, die zum Sieg fehlten. Bei beiden Strecken war wohl die letzte Wende mit für die doch so knappe Niederlage verantwortlich. Über 200m Brust konnte Lara lange ihrer fast schon Freundin aus Frankfurt Paroli bieten, bis sie schließlich durch starkes Seitenstechen nach ca. 125m nicht mehr voll dagegen halten konnte. Mit einer überragenden Zeit von 3:00,56 Minuten musste sie sich jedoch um 0,8 Sekunden geschlagen geben. "Alles in Allem war Lara wieder einmal topfit zu Meisterschaften angereist und absolvierte ein hervorragendes Wettkampf-Wochenende. Aber auch die drei zweiten Plätze tun ihr mal ganz gut. Da weiß sie, was sie noch verbessern kann und lernt mit "Niederlagen" um zu gehen", resümiert Trainer Kemmerer.

Simon Pistor Der seit knappen dreieinhalb Monaten in der ersten Mannschaft von Trainer Adam Ollé trainierende Simon Pistor (93) konnte vor allem über Schmetterlings-Strecken brillieren. Im Disziplinen-Mehrkampf wurde er mit 1150 Punkten Silbermedaillengewinner. Über seine Lieblingsstrecke 50m Schmetterling kann er sich nach 31,14 Sekunden jetzt schnellster Schmetterlings-Sprinter Hessens im Jahrgang 93 nennen. Und auch über die Rücken-Strecken zeigte Simon sehr gute Leistungen und verbesserte seine noch sehr jungen Bestzeiten enorm. Im Rückenmehrkampf wurde Simon mit nur 14 Punkten Rückstand auf Rang drei guter Fünfter. Einzig die Wenden und Tauchphasen, die noch stark verbessert werden können, haben Simon an diesem Wochenende das Erreichen von noch besseren Platzierungen verwehrt.


Zahlreiche Schwimmerinnen nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte

Sandra Wellmann Leider sehr unglücklich waren Sandra Wellmann (96, im Bild rechts), Désirée Poths (95) und Claudia Schmidt (94) erkältet nach Stadtallendorf gefahren. Dementsprechend war das Leistungsvermögen lediglich eingeschränkt vorhanden. Trotz alle dem zogen sich die Damen gut aus der Affäre. Sandra konnte sich vor allem beim Rückenschwimmen stark verbessern. Im Disziplinen-Dreikampf wurde sie gute Siebte. Bei ihrer eigentlichen Stärke, dem Kraulschwimmen flutschte es allerdings nicht so gut. Durch die Erkältung hatte sie Probleme mit dem Atmen und konnte das Tempo nicht lange hoch halten. Beim Erreichen ihrer persönlichen Bestleistungen hätte es in der Mehrkampfwertung zum dritten Platz gereicht. Angeschlagen kam leider nur Rang neun zu Stande.

Désirée konnte in der letzten Zeit wegen Krankheit, Urlaub und einiger kleinen logistischen Problemen nicht am regelmäßigen Trainingsbetrieb teilnehmen. Trotzdem konnte sie sich bei einigen Strecken beachtlich steigern und erzielte fünf neue Bestleistungen. Bei anderen Starts blieb sie jedoch deutlich hinter den Erwartungen, die sich auch an ihren eigentlich vorhandenen Fähigkeiten orientieren. Ihre beste Platzierung erreichte sie über 100m Rücken. Hier wurde sie in 1:20,75 Minuten Fünfte mit gerade mal 0,9 Sekunden Rückstand zur Bronzemedaille. "Bei so einer knappen Entscheidung ärgern technischen Defizite, sowie schlechte Starts und Wenden, die durch das geringe Training entstehen, um so mehr", so Kemmerer.

Claudia war wohl durch die Erkältung am stärksten in Mitleidenschaft gezogen. Dann musste sie auch noch über die Schmetterlings-Strecken an den Start, die besonders viel Kraft fordern. Leider ist die im Training forcierte Technikumstellung noch nicht auf den Wettkampf projezierbar, so dass Claudias Stil noch zu Kraft raubend ist. Über 200m Schmetterling macht sich das dann stark bemerkbar. Insgesamt machte sie mit Rücksicht auf die Erkältung einen gelungenen Wettkampf.
Franziska Eichhorn
Franziska Eichhorn (94) war erkältungsbedingt fit. Ihr machten jedoch Schmerzen in der linken Schulter zu schaffen. Einzig über 50m Rücken konnte sie daher in 35,64 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung erzielen. Jedoch auch angeschlagen konnte "Uschi" zweimal Vierte und zweimal Sechste werden. Im Rücken-Mehrkampf hätten alle bisherigen Bestzeiten für den dritten Rang gereicht.


Simon Hennes bei seinen ersten hessischen Meisterschaften in guter Verfassung

Simon Hennes Als einziger aus der Nachwuchsgruppe von Trainerin Christina Grölz qualifizierte sich Simon (96) für die Kurzbahnmeisterschaften in Stadtallendorf. Christina Grölz, die in Wiesbaden bei den offenen hessischen Kurzbahnmeisterschaften selbst starten durfte, konnte leider nicht mitreisen, wurde daher von Kemmerer vor Ort vertreten. Mit insgesamt acht Starts hatte er gleich bei seiner Meisterschaftspremiere ein langes Programm vor sich. Bei sechs Starts schwamm er hervorragende neue Bestzeiten und konnte über 50m Freistil seine Leistung bestätigen. Nur über 200m Brust, sein letzter Start, war die Luft raus. Jedoch konnte Simon sich beinahe immer unter die Top Ten seines Jahrgangs platzieren und erreichte über 400m Freistil mit Rang Sieben seine beste Leistung.

Kevin Ott (93), der im Vorfeld lediglich über 100m Freistil die vom HSV geforderte Norm unterbot, fuhr überglücklich und sehr motiviert mit zu den Titelkämpfen. Doch leider war die Klappe wieder einmal größer als die gezeigten Leistungen. Als eher enttäuschend war seine Vorstellung einzustufen. "Es ist schade, das sich Kevin, der eigentlich viel besser sein könnte, durch seine überheblichen Kommentare und falschen Selbsteinschätzungen immer wieder selbst aus dem Konzept bringt. Die taktischen und schwimmtechnischen Vorgaben werden leider oft nur bis zum Start im Kopf behalten.", so sein Trainer.


Sarina Ritter, Bettina Fuhr, Martina Dillenberger und Aurica Ritter mit Höhen und Tiefen

Bei allen vier jungen Damen waren die Leistungen an diesem Wochenende zweigeteilt. Sarina (96) konnte über die Bruststrecken sehr gute Fortschritte machen, jedoch bei Schmetterling waren einige technische Fehler zu sehen. Auch die 200m und 400m Lagen, die von der Teilstrecke Schmetterling eingeleitet werden, litten darunter ein wenig. Am meisten ärgerte sich die junge Dame jedoch über den vierten Rang über 200m Brust. Im Mehrkampf Brust belegte sie den fünften Platz.

Claudia Schmidt (hinten) und Martina Dillenberger Martina (94) hatte auch deutliche Probleme über die Schmetterlings-Strecken. Einerseits funktioniert die Technik über längere Strecken nicht gut und andererseits hatte Martina mit Atemproblemen zu kämpfen. Über die kurzen Distanzen, wie 50m Schmetterling, 100m Lagen und 100m Rücken bot sie sehr gute Leistungen.

Aurica (94) kam an diesem Wochenende ebenfalls mit den kürzeren Distanzen besser zurecht. Über 50m und 100m Rücken waren Bestzeiten zu sehen. Über 200m Rücken und 400m Lagen lief es nicht ideal. "Leider ist Aurica noch nicht in der Lage ihr eigenes Leistungsvermögen einzuschätzen. Immer wenn es auf längere Strecken geht, agiert sie am Anfang zu vorsichtig. Richtig eingebrochen ist sie auf einem Wettkampf noch nie.", hadert Kemmerer.

Bei Bettina (94) konnte man eher von einem misslungenen Samstag und einem guten Sonntag sprechen. Am Samstag wollte Bettina (eventuell etwas übermotiviert) durch Krafteinsatz und Vernachlässigen der Technik gute Leistungen erzielen. Leider ging der Schuss nach hinten los. Nach guten 50m ging Bettina langsam aber sicher die Puste aus. Resultat waren zwar recht gute Zeiten, jedoch wäre noch mehr drin gewesen. Sonntag lief es dann besser. Die Technik wurde wieder angewandt und über 100m Lagen, 50m Brust und 200m Brust waren deutliche Verbesserung zu sehen.

Als "sehr gelungen" resümierte Trainer Volker Kemmerer die Leistungen bei den Meisterschaften in Stadtallendorf. Nur die Rahmenbedingungen waren nicht optimal. Am Samstag wurde die Schwimmhalle erst pünktlich um neun Uhr geöffnet, nachdem einige hundert Leute 20-30 Minuten in der Kälte vor der Halle stehen mussten. Auch in der Schwimmhalle ging das Chaos weiter. Die elektrische Zeitnahme war noch nicht vollständig aufgebaut und das Schwimmbad selbst zu klein für eine Veranstaltung dieser Größenordnung. Abends im Hotel waren dann nicht genug Betten vorhanden. Im Endeffekt konnte zwar jeder schlafen, doch optimal waren 13 Betten und 4 Schlafcouchen für 20 Personen nicht. Auf jeden Fall werden die zuständigen Personen (ein großes Dankeschön an Frau Schürner-Ritter) noch einmal streng beim Hotel nachhaken.

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