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DMS-Bezirksliga: Beide Mannschaften des Hofheimer SC landen im Mittelfeld [11/2006]

So sieht ein Sieger aus :-) Am 25./26. November 2006 war es für die Hofheimer zweiten Mannschaften an der Zeit, bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) auf Bezirksebene an den Start zu gehen.
Für die Frauenmannschaft des HSC traten ausschließlich junge Damen aus der 2. Wettkampfmannschaft von Trainer Volker Kemmerer an. Obwohl Kemmerer auf seine vier zurzeit stärksten jungen Damen, die bereits bei der ersten Mannschaft in der Oberliga aushelfen durften, verzichten musste, konnte er auf weitere neun Schwimmerinnen zurückgreifen.
Bei den Männern sind die Jungs im Nachwuchsbereich leider wesentlich dünner besetzt. Lediglich drei junge Männer kamen für eine Teilnahme in Frage. Simon Hennes (Jahrgang 96) stand an diesem Wochenende leider nicht zur Verfügung, so dass Kevin Ott (93) und Jonas Hohmann (96) die jüngsten Teilnehmer waren. Marcus Hermann (90) vervollständigte das Trio der noch aktiven Schwimmer. Nach kurzen Verhandlungen konnte Trainer Volker Kemmerer, der schließlich auch selbst an den Start ging, noch einige ehemalige Schwimmer reaktivieren. Der prominenteste war wohl zweifelsfrei Frederik Zölls, der mit Sebastian Vöge, Dennis Riedel, Marius Reinhart und Michael Schneider die Herrenmannschaft komplettierte.


Damen konnten sich im Vergleich zum Vorjahr um gute 2000 Punkte steigern

Saria Ritter Im letzten Jahr wurden die jungen Hofheimer Damen noch vorletzte in der Gesamtwertung aller Bezirksligen des Hessischen Schwimmverbandes. Im Vergleich zum Vorjahr konnten sie sich diesmal um mehr als 2000 Punkte auf 10768 Punkte steigern. Daraus resultierte ein sehr guter 22. Platz bei 36 Teilnehmern.
Eifrigste Punktesammlerin war Désirée Poths (95) mit 1479 Zählern aus vier Starts. Leider konnte Désirée ihr eigentliches Leistungsvermögen nicht vollständig abrufen. Lediglich über 200m Lagen, die sie in guten 2:59,83 Minuten zurücklegte, konnte sie ihr Potential andeuten. Große Hoffnungen hat Trainer Kemmerer für die Hessenmeisterschaften am kommenden Wochenende: „Wenn Désirée Gas gibt, ist sie für die ein oder andere Überraschung gut!“

Zweitbeste Punktesammlerin war Aurica Ritter (94), die vor allem über die 800 m Freistil imponieren konnte. Über 400m Lagen, 400m Freistil und 200m Rücken bot Aurica allerdings „nur“ solide Leistungen.

Die persönlich besten Leistungen lieferten Sandra Wellmann und Sarina Ritter (beide 96, im Bild links), sowie Larissa Jährig und Claudia Schmidt (beide 94) ab. Sandra konnte sich bei allen Starts deutlich verbessern. Allmählich trägt die seit den Sommerferien stark verbesserte Trainingsleistung die ersten Früchte. Auch Sarina trainiert wesentlich konzentrierter und steigert sich zurzeit benahe bei jedem Start. Leider wurde sie wegen eines technischen Fehlers bei der Beinarbeit, der seit einiger Zeit erfolgreich abgestellt schien, über die 100m Brust-Distanz disqualifiziert. Kemmerer resümierte etwas verärgert: „Lieber heute als bei den Hessenmeisterschaften am kommenden Wochenende.“

Larissa verbesserte sich vor allem über die Bruststrecken. Leider fehlt bei ihren Rennen noch die Konstanz, um sich weiter kontinuierlich zu verbessern. Momentan ist Larissa auf dem besten Weg sich für die Hessenmeisterschaften im Sommer auf der 50m-Bahn zu qualifizieren. „Die technischen Vorraussetzungen sind gegeben. Einzig die Natur muss jetzt den Rest machen“, so Kemmerer. Claudia zeigte große Fortschritte bei ihrer Lieblinsdisziplin, dem Schmetterlings-Schwimmen. Nur der koordinative Ablauf lässt noch zu wünschen übrig. Stellt Claudia diesen Fehler ab, kann aus ihr eine gute Delphin-Schwimmerin werden.

Stephanie Hofherr (92), Zuzana Putalova (93) und Catiana Krapp(94) komplettierten die Damenmannschaft mit guten Leistungen. Leider war bei allen etwas der Wurm drin, so dass die in den letzten Wochen angedeuteten Leistungen und vor allem die Erwartungen nicht bestätigt werden konnten.


"Alt-"Herrenmannschaft schwimmt mit Spaß und Freude

Frederik Zölls Mit Frederik Zölls, der mehrfach in Finals bei Deutschen Meisterschaften stand, konnte der HSC den wahrscheinlich besten Schwimmer der diesjährigen DMS-Bezirksliga stellen. Das wollten die Hofheimer auch von Beginn an und Beweis stellen. Da Freddy urlaubsbedingt nicht in der ersten Mannschaft starten konnte, stellte er sich der zweiten Mannschaft zur Verfügung und durfte gleich als erster Hofheimer ins Wasser. Über 100m Lagen setzte er auch direkt ein Zeichen und konnte die Konkurrenz mehr als deutlich schlagen.
Aufgrund terminlicher Engpässe abolvierte er alle seine fünf Starts in einem Abschnitt und erzielte über seine Paradestrecke 50 m Schmetterling die beste Leistung der gesamten Veranstaltung. Mit 25,09 Sekunden übertraf er die 800 Punkte-Marke und setzte sich damit sogar auf Platz vier der hessischen Bestenliste. Nicht schlecht, alter Mann ;-)

Sebastian 'Hansi' Vöge Beflügelt von dieser Leistung sprang Sebastian Vöge (im Verein besser bekannt unter dem Namen „Hansi“) über 200m Freistil ins Wasser. Überaus selbstsicher verweigerte er im Vorfeld jede Form des Wassertraings und war der Meinung, dass die Vorbereitung in den VIP-Bereichen der Frankfurt Lions und der Eintracht vollkommen ausreichen würden.
Recht forsch bestritt er die ersten 100 Meter, was sich auch bei den Zwischenzeiten, die auf eine überragende;-) Endzeit deuteten, widerspiegelte. Die zweite Hälfte setzte er ebenso so schnell fort und verblüffte die meisten „Fans“ am Beckenrand. Doch dann (nach geschätzten 123,5 Metern) setzte „unser Hansi“ nicht zur Rollwende an, sondern bliebt einfach stehen und beendete sein Rennen mit den lapidaren Worten: „Ich hab keine Luft mehr bekommen.“ (In diesem Zug raten wir „unserem Hansi“ doch lieber mit dem Rauchen aufzuhören und konnten zugleich allen Nachwuchs-Schwimmerinnen und Schwimmern die Gefahr der Glimmstängel gut unter Beweis stellen - Danke Hansi.)

Marius 'Babu' Reinhart Für den zweiten „lustigen“ Zwischenfall sorgte Marius Reinhart (Babu). Am frühen Sonntagmorgen und nach durchzechter Nacht, durfte Babu den ersten Start (100m Lagen) absolvieren. Leicht zitternd bestieg er den Startblock und schien froh zu sein, dass er sich an demselbigen anschließend festhalten durfte. Allerdings gab seine zwangsläufig nach vorn gebückte Haltung auch zu gewissen Sorgen Anlass. Aber glücklicher Weise musste bzw konnte er nur kurz (sehr kurz) ruhig auf dem Startblock verharren, ehe das Startsignal ertönte und er energiegeladen und kraftvoll ins Wasser sprang. Laut der zuständigen Schiedsrichter war es jedoch ein Frühstart. Nach den nunmehr umsonst zurückgelegten 100m Lagen kletterte Babu recht wütend aus dem Wasser, da er sich sicher war, KEINEN Fehlstart gemacht zu haben (man sollte meinen, dass ein 26-jähriger, leicht angeheiterter Mann das beurteilen kann). Auch ein angedrohter Protest von Babu, konnte das geforderte Nachschwimmen nicht ersetzen.

Viel bleibt von den Seniorenschwimmern, die sonst ihren Job sehr gut erledigen nicht zu berichten. Einzig der Dank an alle ehrgeizigen „Senioren“ oder besser Ehemaligen bleibt, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, eine 2. Männermannschaft zu stellen und somit den jüngeren den Start bei den DMS zu ermöglichen. DANKE !!!

Der jüngste Teilnehmer Jonas Hohmann (96), sowie Marcus Hermann (90) und Kevin Ott (93) machten einen guten Wettkampf. Bei 14 Starts konnten die drei Jungs 12 neue Bestzeiten erzielen und so gekonnt das Gesamtbild der DMS-Männermannschaft abrunden.