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Hofheims Nachwuchs startet in München erstmals Mal bei großem internationalen Wettkampf [03/2006]

Das Olympiabad in München Auch die junge zweite Mannschaft des Hofheimer SC hatte die Gelegenheit in der beeindruckenden Olympiaschwimmhalle in München am 11. und 12. März an den Start zu gehen.
Trainer Volker Kemmerer konnte auf 13 seiner 14 Aktiven zurückgreifen. Lediglich Larissa Jährig konnte aufgrund eines gebrochenen Fingers nur vom Beckenrand aus mitwirken. Hoch motiviert unterstütze sie ihre Kameradinnen und Kameraden, sowie ihren Trainer tatkräftig. Im Rahmen einer solch großartigen Veranstaltung auf historischem Grund setzte Trainer Volker Kemmerer große Hoffnungen auf seine Athleten. Doch leider konnten diese die Erwartungen nur bedingt erfüllen.


Guter Auftakt am ersten Wettkampftag

Am frühen Samstagmorgen sah alles nach einem sehr guten Wettkampf aus. Martina Dillenberger (Jahrgang 94) schwamm ein gutes Rennen über 200m Rücken und Désirée Poths (95) brachte über diese Strecke in 2:59,9 Minuten eine hervorragende Leistung. Ebenso konnte Simon Pistor (93) bei den 200m Rücken in 2:52,46 Minuten einen prima Einstand in die Langbahnsaison verzeichnen. Doch leider ging es nicht so weiter.
Ein Teil der Mannschaft beim Anfeuern auf der Trbüne Die zuletzt sehr starke Franziska Eichhorn (94) agierte nervös und verkrampft und konnte ihre Leistung nicht ganz abrufen. Für Aurica Ritter (94) war eher ein Wochenende zum im Bett bleiben, sie war komplett neben der Kappe. Ebenso ging es anschließend den gesamten Wettkampf weiter. Teilweise unkonzentriert und nicht bei der Sache gingen die jungen Damen und Herren an den Start. Nur wenige Lichtblicke konnten noch bewundert werden. Sandra Wellmann (96) schwamm sehr gute 100m und 200m Freistil sowie 200m Brust. Sarina Ritter (96) konnte über 100m Schmetterling und 200m Brust glänzen. Désirée zeigte neben den hervorragenden 200m Rücken nur noch über 100m Schmetterling ihre Leistung bringen. Martina machte noch über 50m Freistil, 100m Rücken und 100m Brust eine gute Figur und Franziskas beste Leistung waren die 100m Rücken.
Bettina Fuhr (94) steigerte sich vor allem über 100m Freistil und 50m und 100m Schmetterling. Catiana Krapp (94) machte über 50m und 100m Freistil große Fortschritte. Claudia Schmidt konnte über 50m, 100m und vor allem über 200m Schmetterling sehr gute Leistungen zeigen. Stephanie Hofherr (92) zeigte die erwarteten Leistungen leider nur über die Freistildistanzen. Kevin Ott (93) folgte den Anweisungen seines Trainers leider nur bei den 50m Freistil, so dass er nur über diese Strecke eine gute Leistung zeigen konnte.


Nur Simon Pistor und Lara-Marie Deibel überzeugen ihren Trainer

Simon Pistor Nur Simon Pistor (93) und Lara-Marie Deibel (95) konnten durch die Bank mit guten bis sehr guten Leistungen brillieren. Simon trainiert seit Jahren sehr motiviert und setzt die taktischen Vorgaben von Trainer Volker Kemmerer in der Regel sehr genau um. In München wollte er jedoch immer mehr als er auf der 50m Bahn imstande war zu leisten. Auf beinahe jeder Strecke blieb er die letzten 10 bis 15 Meter förmlich stehen, weil er zu motiviert in die erste Teilstrecke der Rennen startete. Trotzdem konnte Simon vor allem über 200m Rücken, 50m Rücken, 100m Schmetterling, 100m Rücken und 200m Freistil sehr gute Leistungen bringen, mit denen sein Trainer mehr als zufrieden war.

Désirée Poths und Lara-Marie Deibel Bei Lara-Marie können sich alle Mannschaftskameradinnen und -kameraden eine Scheibe abschneiden. Nicht, weil Lara so schnell ist, sondern weil sie immer fröhlich und gut gelaunt an den Start geht. Ihr merkt man förmlich die Vorfreude auf ihre Rennen an. Kurz vor dem Start ist sie dann hoch konzentriert und im Wasser schwimmt sie mit Freude jede Strecke (nur 100m und 200m Schmetterling noch nicht;-). Durch solch ein Verhalten waren fantastische Leistungen möglich. Mit ihrer besten Lesitung über 100m Freistil gewann sie in für ihr Alter hervorragenden 1:10,73 Minuten die Bronzemedaille . Sie katapultierte sich mit dieser Zeit auf den fünften Rang der deutschen Bestenliste. EInziger Kritikpunkt war die Wende. Mit einer gescheiten Wende wäre sogar locker Silber drin gewesen, da sie nur drei Hundertstelsekunden hinter der zweitplatzierten Schwimmerin aus Ungarn lag.

Letzt endlich konnte Volker Kemmerer immer noch auf 72 Langbahn-Bestzeiten bei 76 Starts blicken. Doch lag der letzte Langbahnwettkampf bei den meisten Aktiven bereits über ein dreiviertel Jahr zurück, so dass diese Steigerungen zu erwarten waren. Insgesamt waren die Leistungen in Ordnung, doch bei einem solchen Event, vor den offenen Augen von "Chef"-Trainer Adam Ollé müssen beim nächsten Mal viel bessere Leistungen gezeigt werden. Schließlich steht für die jungen Damen und Herren auch irgendwann der Sprung in die erste Mannschaft bevor. Doch dafür müssen gleichmäßig sehr gute Leistungen demonstriert werden.

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