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Zehn Podiumsplätze bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften für den HSC-Nachwuchs [11/2005]

Am 26. und 27. November startete der Hofheimer SC mit acht Mädchen und Jungen bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften auf der 25m Bahn in Frankfurt Höchst. Die zehn- bis 12-jährigen Nachwuchstalente des HSC unterboten im Vorfeld der Meisterschaften insgesamt 47 mal die Qualifikationsnormen des Hessischen Schwimm Verbandes. Dementsprechend hatten Trainer und Aktive viel Zuversicht und hofften auf große Leistungssteigerungen zum Höhepunkt der Kurzbahnsaison und wurden auch nicht enttäuscht. Über die Hälfte aller Rennen beendeten die HSC-Talente mit einer neuen persönlichen Bestzeit. Von 43 Starts wurden 24 mit einer Bestleitung beendet.


Bild: Hinten (v.l.n.r.) Claudia Schmidt, Martina Dillenberger, Aurica Ritter, Bettina Fuhr und Lara-Marie Deibel. Vorne (v.l.n.r.) Kevin Ott, Simon Pistor, Franziska Eichhorn und Larissa Jährig


Lara-Marie Deibel mit zehn Podiumsplätzen in Einzeldisziplinen

Lara (Jahrgang 95) durfte am vergangenen Wochenende zum ersten mal hessische Titelkämpfe bestreiten. Im Vorfeld hatte sie sich für vierzehn Einzeldisziplinen qualifiziert, wurde jedoch von ihren Trainern Christina Grölz und Volker Kemmerer "nur" elf mal an den Start geschickt.
Zu Beginn des Mammut-Programms musste sie die 200m Rücken absolvieren. Nach hervorragenden 3:02,96 Minuten beendete sie die Strecke und landete zum ersten Mal auf dem zweiten Platz und wurde hessische Vizemeisterin. Weiter ging es im halbe Stunden Takt. Über 50m Freistil (33,55 sek) belegte Lara den ersten Platz. Da jedoch alle 50m Strecken nur im Rahmen eines Disziplinen Dreikampfes (50m, 100m und 200m einer Disziplin) gewertet wurden, gab es für Lara leider nicht die erhoffte Goldmedaille.
Nach einem soliden Rennen über 100m Brust (1:34,67 min, 5. Platz) machte Lara ein sehr gutes 400m Freistil Rennen. Nach 5:35,75 Minuten unterbot sie ihre 2 Wochen alte Bestzeit um 4 Sekunden und landete erneut auf dem zweiten Rang.
Nach einer Stunde Mittagspause standen die 100m Freistil auf dem Programm. Hier verpasste Lara nach 1:15,90 Minuten nur knapp den zweiten Platz und holte Bronze. Zu guter Letzt ging sie über 200m Lagen ins Wasser. Nach einer sehr guten kämpferischen Leistung unterbot sie ihre alte Bestmarke um mehr als 4 Sekunden und wurde zum dritten Mal hessische Vizemeisterin.
Am frühen Sonntag morgen ging es dann weiter mit 200m Freistil. Mit der späteren Hessenmeisterin Lisa Laufenberg vom EOSC Offenbach lieferte Lara sich ein spannendes Duell. Nach den ersten 50 Metern lagen beide noch gleich auf, doch dann konnte Lara den guten Wenden der Konkurrentin nicht folgen. Während der Schwimmstrecke holte sie immer wieder leicht auf, doch am Ende musste sie sich leider um knappe zwei Sekunden geschlagen geben. Erneut gab es für Lara-Marie Silber.
Über 50m Brust (43,48 sek.) wurde sie Zweite und über 100m Lagen (1:26,73 min) Dritte. Im letzten Abschnitt des langen Wochenendes standen noch zwei harte Strecken auf dem Programm. Über 200m Brust wurde Lara nach guten 3:21,96 Minuten Zweite und die 400m Lagen beendete sie völlig erschöpft nach 6:33,61 Minuten und holte ihre dritte Bronzemedaille.
Erstmals gab es bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften Mehrkampfwertungen, die sich jeweils aus der 50 m, 100m und 200m Strecke der gleichen Lage zusammensetzen. Beim Brust-Mehrkampf (1041 Punkte), sowie beim Freistil-Mehrkampf (1111 Punkte - nur 27 Punkte Rückstand auf Platz 1) wurde Lara hessische Vizemeisterin. Als Fazit kann man nur sagen, dass die zehnjährige Lara einen hervorragenden Wettkampf bestritten hat und mit zehn Medaillen belohnt wurde.


Franziska Eichhorn wurde dank einer hervorragenden Leistung über 200m Lagen Sechste

Gleich zu Beginn durfte Franziska (94) über 200m Rücken, eine ihrer Lieblingsstrecken, für den HSC ins kühle Nass springen. Leider war sie so aufgeregt, dass sie ihre starken Leistungen der bisherigen Saison nicht auf diese Strecke übertragen konnte. Aber mit einer Zeit von 2:58,61 Minuten und einem siebten Rang war Trainerin Christina Grölz dennoch zufrieden.
Engagiertes Trainieren und großes Selbstbewusstsein waren die Garanten für Franziskas bisherigen erfolgreichen Saisonverlauf. Und sie besann sich dieser Tatsachen, resignierte nicht und schwamm nacjh der kleinen Enttäuschung ein gutes 100m Brust Rennen (1:33,68 min). Darauf folgte eine hervorragende Vorstellung über 200m Lagen. Sie verbesserte ihre Bestzeit und knappe zehn Sekunden und wurde Sechste. Am nächsten morgen ging es weiter mit sehr guten Leistungen über 50m Brust (43,30 sek), 100m Rücken (1:24,01 min), 100m Lagen (1:25,53 min) und 50m Rücken (38,46 sek), die ihr noch zwei siebte Plätze bescherten. Im Rücken-Mehrkampf wurde sie mit 1108 Punkten Siebte.


Simon Pistor nach Verletzung wieder fit

Nach einer vierwöchigen Trainingspause wegen eines gebrochenen Fingers konnte Simon (93) vor den Kurzbahnmeisterschaften des HSV nur knappe zwei Wochen voll mittrainieren. Doch Simon ist am Saisonhöhepunkt immer hoch motiviert und setzt besondere Kräfte frei. Bei all seinen Rücken-Strecken verbesserte er sich enorm. Insgesamt konnte er sich über 200m Rücken (2:51,26 min), 100m Rücken (1:20,39 min) und 50m Rücken (37,80 sek) um knappe elf Sekunden steigern und landete im Disziplinen-Dreikampf mit 875 Punkten auf dem achten Rang.
Auch über 100m Freistil (1:12,50 min) machte Simon große Verbesserungen. Er unterbot seine Bestmarke um 1,8 Sekunden. Nur über die 100m Schmetterling (1:29,22 min), 200m Lagen (2:59,74 min) und 100m Lagen (1:24,65 min) waren die Steigerungen nicht ganz so stark. Doch da er und sein Trainer Volker Kemmerer in den letzten beiden Trainingswochen kein großen Wert auf das Schmetterling- und Brustschwimmen gelegt hatten, waren die Leistungen trotzdem positiv überraschend.


Aurica Ritter mit Hochs und Tiefs bei den diesjährigen Titelkämpfen

Aurica (94) konnte sich im Laufe der Saison für sechs Schwimmstrecken qualifizieren. Ihr erster Start waren die 50m Freistil. Hier verbesserte sie ihre alte Bestzeit um zwei Hunderstelsekunden auf 35,49 Sekunden. Über 100m Freistil ging es ähnlich weiter. Nach 1:18,21 Minuten beendete sie die 100 Meter um konnte ihre alte Bestmarke um drei Zehntelsekunden verbessern. Ihr letzter Start am Samstag waren die 200m Lagen. Leider klappte bei dieser vielseitigen Strecke nicht viel. Mit 3:15,09 Minuten blieb sie knappe sechs Sekunden hinter den diesjährigen gezeigten Leistungen zurück.
Am Sonntag morgen konnte sie diesen Schock noch nicht ganz verdauen und beendete die 200m Freistil (2:54,79 min) vier Sekunden über Bestzeit. Nach einer längeren Pause und gutem Zureden und Aufpuschen ihrer Trainer absolvierte sie ein hervorragendes Rennen über 100m Rücken (1:26,00 min). Getragen von dieser Leistung verbesserte sie zu guter Letzt ihre vier Wochen alte Bestzeit über 400m Lagen (6:46,43 min) um gute fünf Sekunden und wurde Siebte. Im Freistil-Disziplinen-Dreikampf wurde Aurica mit 931 Punkten Siebzehnte.


Claudia Schmidt wurde Fünfte über 50m Schmetterling

Eine starke Vorstellung zeigte Claudia (94) direkt bei ihrem ersten Start. Über 50m Freistil (33,78 sek) verbesserte sie sich um 1,6 Sekunden. Leider konnte sie in den folgenden Wettkämpfen ihre Leistung nicht voll abrufen. Eine Erkältung machte ihr gerade auf den längeren Distanzen große Schwierigkeiten. Doch alle gezeigten Leistungen waren im Bereich ihrer Bestmarken. Mit 39,03 Sekunden über 50m Schmetterling wurde sie Fünfte und im Disziplinen-Dreikampf Schmetterling wurde sie mit 761 Punkten sogar Sechste.


Bettina Fuhr, Martina Dillenberger und Kevin Ott nur mit kurzen Auftritten

Martina (94) ging über 100m Brust (1:38,33 min) und 100m Rücken (1:27,63 min) an den Start. Bei der Brust-Strecke wollte sie zu viel und musste bereits nach 50 Metern ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen und schien auf den letzten Metern beinahe zu stehen. Über Rücken konnte sie dann den taktischen Anweisungen der Trainer folgen und verbesserte ihren persönlichen Rekord um 0,2 Sekunden.

Bettina (94) und Kevin (93) konnten nur bei den 100m Freistil an den Start gehen. Bettina verpasste im Laufe der Saison mehrere Pflichtzeiten nur um Hunderstelsekunden, so dass sie nur diesen einen Start vorweisen konnte. Beherzt startete sie und blieb am Ende mit 1:18,40 Minuten nur 0,1 Sekunden hinter ihrer Bestzeit.
Kevin (93) war den ganzen Sommer verhindert und verpasste somit die komplette Vorbereitung. Trotzdem reichte es für die Pflichtzeit über 100m Freistil. Gut gelaunt wie immer marschierte er an den Start und kletterte erschöpft nach 1:12,90 Minuten wieder aus dem Becken.

Alles in allem waren Christina Grölz und Volker Kemmerer sehr zufrieden. Im nächsten Jahr wird dann verstärkt die Vorbereitung auf die Teilnahme bei Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften ausgelegt.

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