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HSC-Herren zum vierten Mal in Folge im Finale bei Deutschen Kurzbahnmeisterschaften [11/2005]


René Schäfer auf dem Weg zum Schwimmbad Adam Ollé bei der Arbeit Unter äußerst schwierigen Rahmenbedingungen fanden (nicht nur für den HSC) die diesjährigen Deutschen Kurzbahnmeisterschaften vom 24. bis 27. November in Essen statt. Bereits die Anreise gestaltete sich aufgrund des Schneechaoses in Nordrhein-Westfalen zu einem wahren Erlebnis. Auf dem Weg zum Schwimmbad hatte man mehr das Gefühl, sich in einem Wintersportort zu befinden, denn zum Schwimmen unterwegs zu sein. Selbst der Trainer musste beim morgentlichen Ausgraben des Wagens Schwerstarbeit verrichten ;-)
Aber nicht nur die Anreise hatte es in sich, sondern besonders für drei unserer Damen war die Heimfahrt das mit Abstand härteste und bizarste Erlebnis, welches sie wohl jemals im Rahmen des Schwimmsportes erleben mussten. Dazu mehr in einem Sonderbereicht von Christina Grölz, die alles hautnah miterlebt hatte...

Die HSC-Mannschaft setzten sich aus vier Schwimmerinnen und fünf Schwimmern zusammen. Trainer Adam Ollé wurde von Christina Grölz, Franziska Metz, Laura Riedel, Katharina Ebrecht, Frederik Zölls, Daniel Spahn, Alexander Maus, René Schäfer und Dominic Rummel nach Essen begleitet.

Neben den widrigen äußeren Bedingungen hatten große Teile der Mannschaft zusätzlich das Pech auch noch selbst in schlechter Verfassung zu sein. Leider ereilte drei von vier Einzelstartern genau in dieser Woche das Unglück einer sehr starken Erkältung, die passender Weise an diesem Wochenende in Essen ihre stärksten Auswirkungen zu Tage förderte. Daraus resultierend spiegelt sich das wahre Leistungsvermögen der betroffenen Athleten nicht an den Ergebnissen der Meisterschaften wider.


Kein Freistil-Staffelfinale ohne die HSC-Herren

Das Hauptaugenmerk der Herren lag eindeutig auf der 4 x 50 m Freistilstaffel. Obwohl Frederik Zölls, wie auch Alexander Maus mehrere Pflichtzeiten für verschieden Einzelstarts aufwiesen, verzichten sie darauf, um sich gänzlichst auf die Staffel zu konzentrieren.

Trainer Adam Ollé, Alexander Maus, René Schäfer, Frederik Zölls, Daniel Spahn und Dominic Rummel Das HSC-Team gehört mittlerweile zu den etablierten Staffeln, nachdem man in den vergangenen drei Jahren jeweils im Endlauf gestanden hatte. Auch wenn das gesteckte Ziel wieder die Finalteilnahme lautete, ist die Qualifikation im Vorlauf immer wieder mit einigen zu überwindenden Hürden verbunden und der Ausgang stets ungewiss und nicht immer von den Schwimmern beeinflussbar, was sich durch zahlreiche unberechtigte Disqualifikationen in Essen belegen läßt. Auch wenn die HSC-Staffel davon glücklicherweise nicht betroffen war, muss doch bei der Durchführung der Veranstaltung deutlich Kritik am Verband geübt werden, dass man nicht in der Lage ist, objektive Meßverfahren zur Kontrolle der Staffelwechsel bereitzustellen. Alle Staffeln waren der subjektiven Wahrnehmung der Kampfrichter ausgesetzt, denen die nahezu unmenschliche Aufgabe zuteil wurde, mit bloßem Auge zu beurteilen, ob die Füße des startenden Schwimmers im Moment des Anschlages des anschwimmenden Athleten noch den Startblock berühren. Hier ist allerdings die Frage erlaubt, wie ein normaler Mensch dies bei sechs Staffelwechseln innerhalb einer halben Sekunde gewährleisten soll?!

Bei den HSC-Herren klappten die zuvor penibel eingeübten Wechsel hervorragend und am Ende standen für Dominic Rummel, René Schäfer, Frederik Zölls und Alexander Maus mit 1:32,25 Minuten nicht nur ein hervorragende Zeit, sondern mit dem 5. Platz auch die vierte Endlaufteilnahme in Folge zu buche. Neben der Freude mischte sich auch Erleichterung, einer ungerechtfertigten Disqualifikation entgangen zu sein. Aufgrund eines (vermeintlichen) Wechselfehlers der Dortmunder Staffel qualifizierten sich die HSC-Herren sogar als viertbestes Team für den Nachmittag.
Für das Finale wurde entschieden, aus taktischen Gründen eine Umstellung der Reihenfolge vorzunehmen. Da Starschwimmer Dominic Rummel krankheitsbedingt nicht so schnell, wie erhofft war, tauschte er mit Alexander Maus im Finale die Position. Durch diese Maßnahme erhofften sich Trainer und Staffel, dass man zu Beginn des Rennens dichter an den führenden Staffeln dran bleiben kann und somit weniger Wellen ausgesetzt sein wird.
Doch leider verpuffte diese Maßnahme wirkungslos, da Alexander Maus im Finale nicht wesentlicher schneller schwimmen konnte als Dominic Rummel zuvor im Vorlauf. Die Medaillenränge waren außerhalb des möglichen und die HSC-Staffel kam als fünftbestes Team ins Ziel. Und obwohl die Endlaufzeit eine Sekunde langsamer war als im Vorlauf, konnten die Erwartungen und die gesteckten Ziele für diese Staffel erfüllt werden.

Laura Riedel, Katharina Ebrecht, Franziska Metz und Christina Grölz Bei den HSC-Damen waren die Erwartungen naturgemäß deutlich geringer ausgeprägt. Bei ihnen ging es darum, die im vergangenen Jahr erzielte Vereinsrekordzeit zu unterbieten. Die 4 x 50 m Freistilstaffel ging mit Christina Grölz, Laura Riedel, Franziska Metz und Katharina Ebrecht in der identischen Aufstellung an den Start, wie bei den letzten Kurzbahnmeisterschaften vor zwölf Monaten.
Doch trotz ermutigender Anzeichen an den Trainingstagen vor dem Wettkampf konnten die ersten drei Schwimmerinnen ihre Zeiten aus dem vergangenen Jahr nicht unterbieten. Sie verpassten in der Summe ihre Zeiten aus dem Vorjahr nur um knapp drei Zehntelsekunden. Lediglich Schlußschwimmerin Katharina Ebrecht konnte im Vergleich zum letzten Mal deutlich zulegen und durch ihre 26,24 Sekunden verpassten die vier Damen ihren eigenen Vereinsrekord ganz knapp um nur vier Hundertstelsekunden.


Auch Lagenstaffel unter den Top Ten

Die 4 x 50 m Lagenstaffel der Männer stellte sich am dritten Wettkampftag der übermächtigen Konkurrenz. Obwohl die Staffel im vergangenen Jahr überraschend im Finale stand, machte man sich keine ernsthaften Hoffnungen auf die Wiederholung dieser Sensation. Nach dem tollen sechsten Platz des Vorjahres erreichte die Staffel in der identischen Besetzung mit Frederik Zölls, Daniel Spahn, René Schäfer und Alexander Maus wieder eine sehr gute Platzierung und beendete den Wettkampf mit Platz acht. Dieses Resultat bedeutete wiederum, ebeso wie bei der Freistilsataffel, dass der Hofheimer SC den Wettkampf als bester hessischer Verein beendete.
Zwar lag die Staffel mit der Endzeit von 1:44,34 Minuten dieses mal gut 1,5 Sekunden über der Vorjahreszeit, doch selbst die Rekordzeit der letzten Meisterschaften hätte nicht für die erneute Finalqualifikation gereicht. Mit dieser weiteren Top-Ten-Platzierung waren alle mehr als zufrieden.
Im Nachhinein können besonders Frederik Zölls und Alexander Maus heilfroh über den Start der Lagenstaffel sein, da sie wegen dieses Rennens einen Tag länger in Essen blieben und dadurch den Monsterstaus des Vortages, in den unsere Damen geraten waren, entgangen sind.


Leistungen der Einzelstarts durch Krankheiten verwässert

Wie bereits zuvor erwähnt, traf es mit Daniel Spahn, Katharina Ebrecht und Dominic Rummel drei der vier Einzelstarter krankheitsbedingt knüppelhart und sie quälten sich mehr über ihre Strecken als dass sie schwammen.
Alle bescheinigten ein gutes Wassergefühl und versuchten auch engagierte Rennen abzuliefern. Sowohl Daniel Spahn bei den 100 und 200 m Brust, wie auch Katharina Ebrecht bei den 200 m Freistil lagen bei Halbzeit ihrer Rennen auf Bestzeitkurs. Doch machte der Körper auf der zweiten Streckenhälfte nicht mehr mit und alle bauten am Ende stark ab. Trotzdem standen immer noch ordentliche Zeiten zu buche und lassen vermuten, dass bei besserer Gesundheit deutlich mehr drin gewesen wäre. Daniel beendete die 200 m Brust in 2:23,95 Minuten und Katharina blieb in 2:08,61 weniger als zwei Zehntelsekunden über ihrem eigenen Vereinsrekord. Glücklicher Weise werden beide am kommenden Wochenende beim Kelkheimer Weihnachtsschwimmen nochmals die Möglichkeit erhalten, über ihre Paradestrecken an den Start zu gehen und dann hoffentlich bei guter Gesundheit auch zeigen, dass sie sich in Essen unverschuldet unter Wert geschlagen geben mußten.

Bei Dominic Rummel war nach drei Tagen in der Schwimmhalle am Ende die Luft raus und obwohl er alles versuchte und ihm auch die lautstarke Unterstützung der Gelnhausener Mädels zuteil wurde, reichte es am Ende lediglich zu 24,28 Sekunden über die 50 m Freistil. Auch wenn er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, konnte er seine Enttäuschung nicht verbergen.

Der einzige verbliebene Starter ohne erkennbare gesundheitliche Probleme war an diesem Wochenende René Schäfer, der neben den Staffeleinsätzen noch über 50 m Schmetterling und Freistil an den Start ging. Seine Leistungen spiegeln seinen durchwachsenen Saisonverlauf wider. Nachdem er das Juniorenalter verlassen hat, mußte er erstmals ausschließlich in der jahrgangsunabhängigen Wertung antreten und sich nicht nur mit den Altergenossen messen. Über 50 m Schmetterling reichte es trotz Saisonbestleistung in 25,52 Sekunden nur zum 27. Platz und über 50 m Freistil in 23,81 Sekunden zum 39. Platz. Für ihn wird es nun darum gehen, eine Entscheidung zu treffen, ob er den ernsthaften Versuch unternehmen möchte, sich in der nationalen Spitze ebenso zu etablieren, wie es ihm im Juniorenbereich mit zwei Podiumsplätzen in den beiden vergangenen Jahren bei den Deutschen Meisterschaften gelungen war. Das Talent wird ihm sowohl vom eigenen, wie auch von den Verbandstrainern attestiert, lediglich der Wille und die Einstellung für ein konsequentes und zielorientiertes Training hat in den vergangenen eineinhalb Jahren gefehlt...

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