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HSC-Herren steigen trotz guter Leistungen aus der 2. Bundesliga ab [11/2005]


Die 1. Herrenmannschaft Ein Jahr nach dem triumphalen Aufstieg der Herren in die 2. Bundesliga-Süd bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen folgte in diem Jahr leider der Abstieg in die Oberliga-Hessen. Die diesjährige Mannschaft war personell fast vollkommen identisch mit dem Vorjahresteam und mußte lediglich auf das Mitwirken von André Hoven verzichten, der sich studienbedingt in den USA befindet. Für ihn rückte Bora Kilic in die Mannschaft.

Am 12.11.05 ging es zum entscheidenden Durchgang nach Gelnhausen, wo der HSC auf die direkten Mitkonkurrenten aus Gelnhausen und Offenbach traf. Im Fokus der Vereine, wo HSC-Trainer Adam Ollé eine Möglichkeit sah, sie hinter sich zu lassen, waren noch Sindelfingen II und Erlangen, die jedoch in der anderen Gruppe in Burghausen an den Start gingen. Allerdings waren die wahren Leistungsverhältnisse nicht klar vorherzusehen, da der Vorkampf bereits vier Wochen zurücklag und alle Teams trainingstechnisch bedingt nun in einer viel besser Form waren, so dass bei allen Vereinen von deutlichen Leistungssteigerungen ausgegangen werden musste. Aber da auch die HSC-Herren noch deutlich zulegen konnten, ging man sehr positiv an die Aufgabe Klassenerhalt heran.


Alexander Maus setzt mit Vereinsrekord das Highlight im 1. Abschnitt

Allen Mannschaftmitgliedern war von vorne herein klar, dass man sich keine Ausrutscher über die 34 zu schwimmenden Strecken erlauben durfte und dementsprechend konzentriert legte der erste Starter, Dominic Rummel, über 100 m Lagen los. Er setzte ein deutliches Signal an die Manschaft, indem er seine Bestzeit um fast 2,5 Sekunden auf 1:02,60 Minuten verbesserte.
Dominic schwamm einen guten Wettkampf und ließ noch drei weitere Bestzeiten über 50 m Schmetterling, 200 m Rücken und 50 m Freistil folgen. Mit seinen 23,66 Sekunden über 50 m Freistil lieferte er sein bestes Ergebnis ab und konnte sich damit sogar noch für die Deutschen Meisterschaften Ende November qualifizieren.

Die Herren machten so weiter und lagen von Anfang an über den Vorgaben. Bei der achten Disziplin zauberte Alexander Maus einen absolut unerwarteten Vereinsrekord über 200 m Lagen hin, mit dem wirklich niemand gerechnet hatte. Bereits im Aufstiegswettkampf musste er diese eher ungeliebte Strecke schwimmen und hält seitdem den Vereinsrekord, den er diesmal sogar um knapp zwei Sekunden unterbot und ihn somit auf 2:10,50 Minuten hochschraubte.
Im Sog dieses Rekordes ließ er im ersten Abschnitt eine weitere Bestzeit über eine der härtesten Strecken im Schwimmsport folgen: Über 200 m Schmetterling lag er zeitweise sogar auf Vereinsrekordkurs, doch konnte er auf den letzten 50 m dieses Tempo nicht mehr gehen und schlug nach sehr guten 2:10,43 Minuten an.
Im zweiten Abschnitt ließ er über 200 m Freistil in 1:53,25 Minuten eine Saisonbestleitung folgen und konnte die ungeliebten 1500 m Freistil ebenfalls mit Bestleistung abschließen. Obwohl er aufgrund eines noch folgenden Starts nicht das Maximum aus sich herausholte, stand letzlich mit 17:15,94 Minuten eine sehr beachtenswerte Leistung zu buche.

Wie im vergangenen Jahr beim Aufstieg, legte Jens Frankenhäuser auch dieses Mal einen unglaublichen Wettkampf hin. Allerdings standen die Vorzeichen diesmal eher ungünstig, da er die gesamte Vorbereitung über mit einer schweren Angina flach lag und überhaupt nicht trainieren konnte. Aber als absoluter Mannschaftsschwimmer konnte er dieses körperliche Handicap durch Einsatz und Leistungsbereitschaft kompensieren und war bis auf den Aufstiegswettkampf im vergangenen Jahr noch nie schneller. Besonders über die 50 m Brust war er in 31,5 Sekunden sogar sehr dicht an seiner Beszeit dran. Und auch über 100 m Brust in 1:10,7 Minuten zeigte er eine in dieser Qualität nicht zu erwartende Leistung und nötigte seinem Trainer und der gesamten Mannschaft höchsten Respekt ab.

Trainer Adam Ollé, Katharina Ebrecht und Dominic Rummel Den gleichen Respekt hat sich auch unser "Edelsprinter" Bora Kilic verdient, der das aus seiner Sicht äußerst zweifelhafte Vergnügen hatte, neben seiner Lieblingsstrecke 50 m Freistil auch noch die 1500 m schwimmen zu dürfen oder in diesem Fall eher schwimmen zu müssen.
Man müßte Lügen, wenn man behauptete, dass die 1500 m gut aussahen, doch quälte sich Bora da bravourös durch und ließ anschließend über die 50 m Freistil in 24,5 Sekunden eine richtig gute Zeit folgen.

Auch "Chefpumper" ;-) Dennis Riedel musste in diesem Jahr mehr Meter im Wasser zurücklegen als im letzten Jahr und besonders als ihm lieb war. Er durfte neben den 100 m Freistil, die er trotz deutlich reduziertem Training in beachtlichen 55,73 Sekunden zurücklegte, auch noch über die eher ungewohnten 200 m Freistil ins Wasser, die er nach exakt 2:10,00 Minuten beendete.

Weitere herausragende Leistungen zeigten Daniel Spahn über 200 m Brust in 2:23,03 Minuten und einer Bestzeit über 400 m Freistil, René Schäfer mit Bestzeit und Vereinsrekord über 400 m Lagen in 4:48,97 Minuten und auch Frederik Zölls bei allen seinen fünf Starts, die er nach einem Fußzehenbruch leicht gehandicapt absolvieren musste. Er erzielte über 50 m Schmetterling in 25,14 Sekunden und 796 Punkten auch die beste Leistung der gesamten Hofheimer Mannschaft.


Abstieg wäre vermeidbar gewesen

Letzlich war Trainer Adam Ollé mit den in Gelnhausen gezeigten Leistungen sehr zufrieden. Die Tugenden der Leistungsbereitschaft waren zu sehen und zu spüren und das gesamte Team lieferte einen sehr guten Wettkampf ab. Die gesamte Mannschaft kämpfte, ließ nicht locker und suchte bei jedem Start den Zweikampf und gab alles. Und obwohl man in zweiten Abschnitt von 17 Starts 13 Mal vor dem direkten Konkurrenten aus Offenbach anschlug, fehlten am Ende immer noch 350 Punkte, um vorbeizuziehen und ca. 600 Punkte um die Klasse zu erhalten.
Aber leider wurde die Zweitliga-Zugehörigkeit nicht bei diesem Wettkampf verspielt, sondern in den Wochen davor, wo der gemeinsame unbedingte Wille nicht immer zu spüren war. Zu selten trainierte die Mannschaft geschlossen und man hatte vermehrt den unterschwelligen Eindruck, dass im Zweifel ein anderer Termin dem Training vorgezogen wurde. Im Endeffekt muss man den Abstieg als gerechtfertigt ansehen, da die Mannschaft in diesem Jahr nicht das Niveau des vergangenen Jahres hatte. Mit den Leistungen aus der letzten Saison hätte das Team nichts mit dem Abstieg zu tun gehabt, was für die Zukunft bedeutet, dass es die HSC-Herren in der eigenen Hand haben, sich durch engagiertes Training wieder in die Form des Aufstiegsjahres zu bringen ...

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HSC-Damen schwimmen im Endkampf der Oberliga Hessen

Etwas überraschend konnten sich die Damen für den Endkapf der Oberliga Hessen qualifizieren. Für das stark verjüngte Team ging es vor vier Wochen im Vorkampf lediglich um den Klassenerhalt, den sie als neuntplatziertes Team auch schafften. Durch den ungewöhlichen Umstand, dass es drei hessischen Vereinen gelang in den Aufstiegskampf zur 2. Bundesliga vorzudringen, durften unsere Damen beim Endkapf starten, was allerdings nicht in ungeteilte Freude ausartete, da die Damen es sich fest eingeplant hatten, die Herren in Gelnhausen lautstark zu unterstützen. Aus diesem Vorhaben wurde somit leider nichts.

Franz und Laura geht's gut ;-) Der sportliche Wert dieses Oberliga-Endkampfes kann und muss sogar als eher zweifelhaft angesehen werden, da es im Grunde lediglich um die bereits viel zitierte goldene Ananas ging. Aus diesem Grund verzichtete der HSC auf die bestmöglichste Aufstellung und ordnete die Verteilung der Starts den Deutschen Meisterschaften Ende November in Essen unter. Das bedeutete in der Praxis, dass die Leistungsträger, die in Essen an den Start gehen, nicht mit den maximal fünf möglichen Starts belegt wurden, sondern sie das Privileg erhielten, sich teilweise schonen zu dürfen. Zusätzlich durften sie fast ausschließlich nur über die kurzen Strecken an den Start gehen.
Demzufolge musste der Nachwuchs in Person von Aurica Ritter (Jahrgang 94), Franziska ("Uschi") Eichhorn (94) und Lara-Marie Deibel (95) öfters als im Vorkampf an den Start gehen. Vervollständigt wurde das Damen-Team durch Iris Szimnau, Franziska Metz und Laura Riedel, wobei die beiden zuletzt genannten Damen sichtlich Spass gehabt haben müssen, wie im Bild rechts zu sehen ist. Ist das nicht ein schönes Bild, Laura?! ;-)


Katharina Ebrecht mit Vereinrekord über 200 m Freistil

Den größten Formanstieg im Vergleich zum Vorkampf und den Wettkämpfen der vergangenen Wochen konnte Christina Grölz erzielen, die scheinbar gerade noch rechtzeitig zu den Deutschen Meisterschaften in die Form kommt. Die schon fast überfälligen guten Leistungen hat sie sich durch ihre fleißige und vorbildliche Trainingsarbeit redlich verdient. Mit drei Starts, die sie jeweils nur knapp über ihrer jeweiligen Bestzeit beendete, stieg sie nach längerer Durststrecke endlich mal wieder gut gelaunt aus dem Becken und erhält für ihre Leistungen über 50 m Schmetterling in 32,90 Sekunden, 50 m Freistil in 28,74 Sekunden sowie 100 m Freistil in 1:02,7 Minuten ein Sonderlob ihres Trainers.

Katharina Ebrechts Programm war ganz auf die 200 m Freistil ausgerichtet, die sie auch als Haupstrecke bei den Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen in Angriff nehmen wird. Es war in diesem Rennen sehr wichtig, dass sie das im Training erarbeitete taktische Konzept unter Wettkampfbedingungen ein letztes Mal übt und umsetzt, bevor dann in Essen das Meisterstück folgen soll.
Auch ihre Form spitzt sich erwartungsgemäß zu und sie konnte ein sehr schnelles Rennen abliefern. Ihre An- und Durchgangszeiten waren allesamt in Ordnung und sie wendete bei Halbzeit in guten 1:01,68 Minuten. Naturgemäß konnte sie dieses Tempo noch nicht ganz halten und schwamm die zweite Teilstrecke in 1:06,80 Minuten. Mit der Endzeit von 2:08,48 Minuten unterbot sie ihren kürzlich aufgestellten Vereinsrekord um 1,6 Sekunden und fährt optimistisch nach Essen.
Im Sog der guten Freistilzeit schaffte sie auch eine sehr gute Leistung über 200 m Lagen, wo sie in 2:29,0 Minuten lediglich eine Sekunde über ihrer Bestzeit blieb, der auch gleichzeitig der bestehende Vereinsrekord ist.

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