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HSC fischt 18 Medaillen bei Hessenmeisterschaften aus dem Becken [11/2005]

Als letzte Vorbereitung und Formüberprüfung vor den wichtigsten Kurzbahn-Wettkämpfen im November fanden am 5. und 6.11.2005 die Hessischen Kurzbahmeisterschaften in Baunatal statt. Eine Woche vor dem Endkampf der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften und drei Wochen vor den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Essen traten die HSC-Schwimmer und-Schwimmerinnen gegen die unmittelbare Konkurrenz an, jedoch lässt sich aus denm Resultaten kein einheitliches Bild zeichnen, da alle Topschwimmer (auch die der anderen Vereine) mit Sicherheit noch die Nachwirkungen des harten Trainings der vergangenen Wochen in den Knochen spürten. Dementsprechend fällt es zu diesem Zeitpunkt auch schwer, die Leistungsfähigkeit der 1. Mannschaft abschließend zu beurteilen. Die wohl wichtigste Erkenntnis des Wochenendes ist die Tatsache, dass noch jede Menge Spielraum für eine notwendige Leistungssteigerung vorhanden ist und sein muss.

Die Medaillenausbeute ließt sich mit drei (Junioren-) Titeln, sowie acht Silber- und sieben Bronzemedaillen recht ordentlich, doch dürfen diese 18 Medaillen nicht darüber hinweg täuschen, dass die dafür erbrachten Leistungen nicht immer höheren Ansprüchen genügten. Besonders das Auftreten vor den Starts ließ aus Sicht von Trainer Adam Ollé öfters zu wünschen übrig und es blieb der Eindruck haften, dass die letzte Entschlossenheit, der unbedingte Siegeswille, nicht immer zu spüren war. Die gezeigten Leistungen waren in der Breite sicherlich in Ordnung, doch echte Spitzenresultate blieben die ganz seltene Ausnahme.
Allerdings ist der Trainer einhundertprozentig sicher, dass der noch vermisste "Killerinstinkt" am kommenden Wochenende bei den Mannschaftsmeisterschaften nicht nur an den Tag gelegt wird, sondern auch mit Leib und Seele zu spüren sein wird. Alleine schon aus der Tatsache heraus, dass nicht wenige der konkurrierenden Vereine die Hofheimer Schwimmer nicht mehr auf der Rechnung haben, wenn es nächste Woche um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geht.


Katharina Ebrecht und René Schäfer gewinnen Juniorentitel

Ein wahres Mamutprogramm absolvierten an diesem Wochenende Katharina Ebrecht und René Schäfer. Katharina brachte es auf 10, René sogar auf 12 Starts, wobei Katharina dreimal in einem Finale stand und René sich sogar fünfmal für den Endlauf der jeweils sechs Besten qualifizierte.
Katharina lieferte ihre beste Leistung über 100 m Lagen ab, wo sie mit der neuen Vereinsrekordzeit von 1:07,63 Minuten den einzigen Vereinsrekord aus Hofheimer Sicht aufstellen konnte und sich damit den Sieg in der Juniorenwertung der Jahrgänge 1986 und 87 sicherte. Im jahrgangsoffenen Finale kam sie annähernd an die zuvor geschwommene Zeit heran und konnte sich als Drittplatzierte über ihre erste Medaille im offenen Bereich freuen. In der Juniorenwertung konnte sie weitere Medaillen im Freistilbereich über 50 m, 100 m und 200 m gewinnen und startete in den Finals über 50 m und 100 m Freistil.

René Schäfer erschwamm sich über 50 m Freistil in 23,69 Sekunden und 50 m Schmetterling in 26,13 Sekunden ungefährdet die Titel in der Juniorenwertung und fügte drei weitere Silbermedaillen über 100 m Lagen, Schmetterling und Freistil hinzu.
In den offenen Endläufen konnte er jeweils über 50 m Freistil und Schmetterling, sowie über 100 m Schmetterling diue Bronzemedaille gewinnen. Sein Trainer befand die Leistung im 100 m Schmetterling-Finale als seine beste, wo er nach 56,90 Sekunden anschlug.
Bemerkenswert waren auch seine Leistungen in den Finalläufen am Sonntag, wo er innerhalb weniger Minuten in drei aufeinanderfolgenden Finals stand und sich trotz der geringen Pausen außerordentlich gut verkaufte. Nach dem dritten Rang über 50 m Schmetterling in 26,01 Sekunden absolvierte er die 100 m freistil in 52,90 Sekunden und direkt im Anschluss die 100 m Lagen in 1:01,43 Minuten und wurde damit jeweils guter Vierter.


Laura Riedel und Alexander Maus mit weiteren Medaillen

Ein wenig nachdenklich stimmt es den Trainer, dass die Medaillen ausschließlich auf das Konto der etablierten Athleten gehen und die jüngeren Athleten der 1. Mannschaft (noch) nicht das Potential haben, um um Medaillen mitzuschwimmen. Einzig Franziska Metz (Jahrgang 91) war überhaupt in der Nähe der Medaillenränge und zeigte, dass sie nicht mehr allzu weit weg ist von den Podesträngen. Sie deutete in der Jahrgangswertung, nach einer überstandenen Krankheit, mit zwei vierten Plätzen über 50 m Schmetterling und 100 m Freistil, sowie zwei fünften Plätzen über 100 m Lagen und 50 m Freistil an, dass mit ihr in Zukunft zu rechnen sein könnte.

Für die restlichen Hofheimer Medaillen waren allerdings andere zuständig. Laura Riedel (Jahrgang 88) sammelt bereits seit Jahren fleißig Medaillen, schafft es allerdings nicht, sich entscheidend von der Konkurrenz abzusetzen, so dass es in den wichtigen Rennen zumeist nicht für den Sieg reicht. Ihre beiden Jahrgangstitel über 50 m Brust und Freistil konnte sie nicht verteidigen, sondern musste sich diesmal jeweils mit dem zweiten Platz über diese Strecken begnügen. Eine weitere Medaille erschwamm sie sich über 100 m Freistil.

Den letzten Hofheimer Podestplatz steuerte Alexander Maus in der offenen Wertung bei. Er schwamm über seine Paradestrecke, den 200 m Freistil ein sehr beherztes und offensives Rennen und lag bis 35m vor dem Ziel auf Siegeskurs, mußte sich dann aber noch im Schlußspurt zwei Schwimmern geschlagen geben und erzielte in sehr guten 1:53,62 Minuten den dritten Rang.

Zwei weitere Hofheimer Schwimmer konnten sich für die Finalläufe qualifizieren. Allerdings verzichtete Frederik Zölls auf seine Finalteilnahmen über 50 m Rücken und 100 m Schmetterling, da sein Hauptaugenmerk auf dem Staffelstart lag und er seine Einzelstarts lediglich als Test für das kommende Wochenende mit den Mannschaftsmeisterschaften absolvierte.
Der vierte Hofheimer, der ein Finale erreichte, war Daniel Spahn, dem es gelang, wie im Vorjahr in das 100 m Brustfinale vorzudringen. Im Endlauf erzielte er seine beste Leistung des Wochenendes und musste sich nur knapp geschlagen geben. In 1:06,13 Minuten wurde er Vierter und verpasste eine Medaille nur um wenige Hunderstelsekunden.


Männerstaffel verpasst knapp die Titelverteidigung

Das Prunkstück des Hofheimer Schwimmclubs ist unbestritten die 4 x 50 m Freistilstaffel der Herren, die in den letzten drei Jahren jeweils im Finale der Deutschen Meisterschaften stand und dabei im letzten Jahr als viertbestes Team Deutschlands von den Titelkämpfen heimkehrte.
Gleichzeitig ging man als Titelverteidiger an den Start und gehörte mit drei Schwimmern aus der Siegesstaffel vom Vorjahr zum engsten Favoritenkreis. In der Besetzung Dominic Rummel, René Schäfer, Frederik Zölls und Alexander Maus lieferten sich die vier ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Wiesbadener Staffel. Hat es in den vergangenen Jahren immer hauchdünn für das Hofheimer Quartett gereicht, konnte diesmal das Wiesbadener Team den Spieß erstmals umdrehen und verwies seinerseits den Titelverteidiger hauchdünn um drei Hundertstelsekunden auf den zweiten Rang. Zwar konnte Alexander Maus als Schlußschwimmer noch mehr als eine halbe Sekunde aufholen, doch mußte er sich letztlich durch den schlechteren Anschlag mit dem zweiten Platz begnügen. Insgesamt blieb die Staffel mit 1:34,88 Sekunden hinter den eigenen Erwartungen und mehr als eine Sekunde hinter der eigenen Siegeszeit aus dem Vorjahr zurück.

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