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Spahn und Ebrecht mit Vereinsrekorden in Aachen [10/2005]

Als wichtiger Test und Leistungsüberprüfung sollte der 1. Mannschaft das international erstklassig besetzte Aachener Schwimmfestival am 22. und 23. Oktober dienen. Doch aufgrund einer Krankheitswelle, die seit einiger Zeit umhergeht, war es lediglich einer äußerst dezimierten Mannschaft möglich, Trainer Adam Ollé nach Aachen zu begleiten. Schließlich blieben mit Katharina Ebrecht und Daniel Spahn gerade einmal zwei gesunde Athleten, die sich der sehr starken Konkurrenz stellten.
Der Umstand, dass die beiden alleine waren, trübte aber nicht im geringsten die Laune, da besonders die Hinfahrt zu einem musikalischen Ereignis mit diversen Gesangseinlagen ausartete. Diese besondere Fröhlichkeit übertrug sich auch auf den anwesenden "Bornmanschen Borkenkäfer", welcher zwar in Köln beheimatet ist, jedoch als ein ausgeprägt unternehmenslustiges Wesen bekannt ist ;-))


Daniel Spahn erobert auch den letzten Brust-Vereinsrekord

Echt coole Brille, Hennes ;-) Obwohl die (gesunden) Schwimmer und Schwimmerinnen des HSC gerade in der härtesten und intensivsten Trainingsphase stecken, zeigten Daniel und Katharina stark ansteigende Form und sehr ansprechende Leistungen.
Wie eine Erlösung muss es Daniel vorgekommen sein, endlich den 50 m Brust-Vereinsrekord von Nicht-Brustschwimmer Frederik Zölls erobert zu haben. Mehr als eineinhalb Jahre lang jagte er vergeblich dessen Rekord, wobei er letzte Woche bei den DMS den Rekord zumindest schon mal egalisierte. Mit dem bisher besten 50 m Brust-Rennen seiner Karriere pulverisierte er den alten Rekord und verbesserte die eigene Bestleitung um fast eine halbe Sekunde auf 30,01 Sekunden und hält nun alle Vereinsrekorde in der Brustlage. Ein kleiner, wirklich ganz kleiner Wermutstropfen ist die Tatsache, dass er mit dieser Zeit die Qualifikationsnorm für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften um genau eine Hundertstelsekunde verpasste. Im Vergleich dazu trübte den bekennenden 1.FC Köln-Fan die 3:6 Niederlage seines Lieblingsclubs bei der Eintracht doch wesentlich mehr...

Dem gelungenen 50m Sprint ließ er ein taktisch gelungenes 200 m Brust-Rennen folgen, das er nach 2:25,08 Minuten beendete. Erfreulich dabei war die Umsetzung der vorgegebenen Renntaktik, die vorsah, gleichmäßiger zu schwimmen als in der Vorwoche. Dies gelang ihm gut, indem er deutlich langsamer anging und dafür hinten heraus schneller wurde. Das macht den Trainer froh :-)
Sein letztes Rennen bestritt er über die 100 m Brust-Distanz, welches ihm nicht so gut gelang. Er hat ihn diesem Rennen weder taktisch noch technisch seine eigenen Vorgaben umsetzen und fand zu keiner Zeit richtig ins Rennen. Nach für ihn mäßigen 1:07,01 Minuten schlug er schließlich an.


Katharina Ebrecht mit zwei Freistil-Rekorden

Auch bei Katharina Ebrecht lief es ähnlich, wie bei Daniel. Sie überzeugte sowohl über die 50 m Sprintstrecken, wie auch über die 200 m Freistil. Sie stieg mit 50 m Schmetterling ins Wettkampfgeschehen ein und lieferte in 29,84 Sekunden einen ordentlichen Einstand.
Als nächstes standen die 50 m Freistil auf dem Programm. Und wer sie nach dem Lauf gesehen hat, mußte aufgrund ihrer Unzufriedenheit annehmen, dass sie ein sehr schlechtes Rennen gezeigt hatte. Aber das Gegenteil war der Fall. Sie schwamm mit 27,63 Sekunden eine neue Bestzeit, die auch gleichzeitig Vereinsrekord ist. Ihre Unzufriedenheit rührte daher, dass sie beim Start etwas vom Block abrutschte und damit einiges an Zeit liegen ließ. Aber mit der Portion Wut im Bauch rollte sie das Feld von hinten auf und hat nun auch die Gewissheit, eine Zeit um 27,2 Sekunden schwimmen zu können, wenn auch der Start normal verläuft.
Den ersten Wettkampftag beendete sie mit den 100 m Lagen, für die sie sich bereits im Vorfeld für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert hatte. Sie lieferte eine ordentliche Leistung ab, verschenkte aber mit schlechten Wenden eine bessere Zeit und schlug in 1:09,01 Minuten etwas mehr als eine Sekunde über ihrer Bestzeit an.

Am Sonntag standen für sie mit den 100 m und 200 m Freistil die beiden wichtigsten Rennen an. Sie begann mit 100 m Freistil und versuchte auch dort mit einem engagierten Rennen eine Bestmarke hinzulegen. Bis 50 m sah alles gut aus, doch danach konnte sie das scharfe Angangstempo nicht mehr halten und beendete dieses Rennen nach 59,85 Sekunden. Eine Zeit, die mit Blick auf die aktuelle Trainingsbelastung als hoffnungsvoll anzusehen ist.
Bei ihrem letzten Start ging es um das Umsetzten der im Training geübten taktischen Vorgaben. Das große Ziel im Verlauf der Wintersaison ist es, über 200 m Freistil ihre bereits zwei Jahre alte Bestzeit, noch für Wiesbaden startend geschwommen, zu unterbieten. Um dies zu erreichen wird im Training besonderes Augenmerk auf die taktische Disziplin im Hinblick auf die Renneinteilung gelegt. Katharina fühlte sich zwar bei ihrem fünften und letzten Start nicht mehr hundertprozentig fit, setzte aber die Vorgaben ihres Trainers eindrucksvoll um und ließ sich von der schnellen Konkurrenz nicht beirren und schwamm, wie geplant, ein gleichmäßiges Rennen. Sie absolvierte die letzten drei 50m-Teilstrecken jeweils in knapp 33 Sekunden und unterbot damit ihren eigenen Vereinsrekord um mehr als zwei Sekunden auf 2:10,05 Minuten. Zwar liegt sie damit noch deutlich über ihrer Bestzeit, doch bei konsequenter Fortführung des Trainings dürfte sie eine reelle Chance haben, wieder in den Bereich der 2:06 Minuten zu gelangen. Sie war auf jeden Fall mit der abschließenden Leistung zufrieden, genauso, wie ihr Trainer ...