HSC : Aktuell : Mitteilungen  



René Schäfer gewinnt Bronzemedaille bei Deutschen Meisterschaften[05/2005]

Mit jeweils vier Schwimmern und Schwimmerinnen war der HSC bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften vom 21. bis 26. Mai in Berlin vertreten und wird sich mit der nationalen Elite messen.
Bei den Einzelentscheidungen startete Katharina Ebrecht über 100 m Freistil und 50 m Schmetterling sowie zusammen mit Christina Grölz, Franziska Metz und Lena Berges in der 4x100m Freistilstaffel.
Bei den Herren traten René Schäfer über 50 m Freistil und Schmetterling an, Daniel Spahn über 50 m Brust und André Hoven über 50 m Rücken. Zusammen mit Alexander Maus bildeten die drei am Schlußtag die 4x100m Lagenstaffel und konnten die Staffeltradition erfolgreich fortsetzen.


Katharina Ebrecht verfehlt über 100 m Freistil nur knapp das Podium

Ihre guten Trainingsergebnisse konnte Katharina Ebrecht am zweiten Tag der Deutschen Meisterschaften in Berlin nahtlos ins Wasser umsetzen und knackte bei ihrem ersten Start endlich die ersehnte Minutengrenze über 100 m Freistil. Bereits die Woche über im Training lief es sehr gut und beim finalen Einschwimmen in Berlin wurde der Eindruck abschließend bestätigt.

Katharina legte dann auch am Sonntagmorgen in ihrem Lauf los, wie die Feuerwehr und wendete als Zweite in sehr schnellen 28,55 Sekunden und konnte zusammen mit einer weiteren Konkurrentin dem Feld enteilen. Bei Dreiviertel der Strecke wurde ihrem Trainer Adam Ollé am Beckenrand mulmig, da er im Falle des Unterbietens der 59-Sekunden-Grenze einen Wetteinsatz hätte einlösen müssen, über den sicherlich mehr als das halbe Schwimmbadpublikum hätte lachen müssen. Aber Katharina bezeichnete das Vorhaben im Vorfeld als eher peinlich und entschied vielleicht auch deshalb, dass es besser wäre, dies ihrem Trainer zu ersparen und "begnügte" sich im Anschlag mit immer noch hervorragenden 59,40 Sekunden.

Obwohl es bei ihr im Renner sehr gut lief, fehlte es ihr auf den letzten 10-15 m etwas an Durchschlagskraft und die Kräfte verließen sie stärker als erhofft. Mit einer etwas besseren Renneinteilung und ein ganz bißchen weniger Tempo auf den ersten 25 Metern hätte die Kraft wahrscheinlich noch für eine 58er Zeit gereicht, was sie in der anschließenden Besprechung genauso analysierte. Sie war aber, genau wie ihr Trainer, hoch zufrieden und hätte nach eigenen Angaben vor wenigen Wochen noch überhaupt nicht an eine solche Zeit geglaubt und dass sie am Ende die fünftschnellste Schwimmerin des Jahrgangs 1987 ist.


René Schäfer überzeugt zum Auftakt über 50 m Freistil

Am Montag, dem dritten Tag, absolvierte René Schäfer (Jahrgang 86) seinen ersten Start bei den diesjährigen Titelkämpfen in Berlin über 50 m Freistil. Im Vorlauf erzielte er mit 24,81 Sekunden ein ordentliches Resultat und qualifizierte sich locker als Fünfter für das Juniorenfinale am Nachmittag. Für das Finale sah er besonders im Anschlag und auf der ersten Hälfte des Rennens noch Verbesserungspotential, da er nach eigenen Angaben am Morgen noch nicht richtig wach war und auf der ersten Hälfte der Strecke noch zulegen können sollte.

Und erstmals in dieser Langbahnsaison konnte er dann am Nachmittag im Endlauf richtig zulegen und setzte seine Ankündigung auch in die Tat um. Er lieferte sein bestes Saisonrennen und schlug nach 24,40 Sekunden an, womit er seine Bestzeit um zwei Zehntelsekunden unterbot. Er konnte sich auch noch um einen Platz verbessern und wurde schließlich Vierter. Mit etwas Glück wäre die Bronzemedaille drin gewesen, da es naturgemäß bei der schnellsten Strecke im Schwimmsport sehr eng zugeht. Er verfehlte das Podium lediglich um 13 Hundertstelsekunden, was aber aufgrund der guten Leistung zu verschmerzen ist.
Viel wichtiger als die verpaßte Medaille ist für seinen Trainer, dass er es erstmals in dieser Saison geschafft hat, sich in einem Finale signifikant zu verbessern und dass er am Wettkampfhöhepunkt beim ersten Start auch gleich gezeigt hat, dass die Form stimmt und er Bestzeiten schwimmen kann. Dies stimmt für sein wichtigstes Rennen am Mittwoch sehr zuversichtlich. Da geht es für ihn darum, den Vizemeistertitel aus dem Vorjahr über 50 m Schmetterling zu verteidigen.


Überzeugende Leistung der Damen-Freistilstaffel

Am vierten Tag griff die 4x100m Freistilstaffel der Damen ins Geschehen ein. Die Erwartungen an das Endergebnis waren von vorne herein sehr gering, da das Team nicht in der vermeintlichen Bestbesetzung nach Berlin anreisen konnte. Ziel war es, die vor 14 Tagen bei den Süddeutschen Meisterschaften in Sindelfingen gezeigten Leistungen in Berlin zu bestätigen.
Als Startschwimmering ging Christina Grölz ins Rennen, die wie immer hoch motiviert zu Werke ging. Sie befolgte den zuvor abgesprochenen taktischen Ratschlag und ging das erste Rennviertel bewußt verhaltener an, um mehr Reserven für den Schlußabschnitt zu haben. Die taktische Maßnahme ging auf und Christina schlug nach 1:04,13 Minuten an. Sie erzielte damit zwar ihre Saisonbestleistung, doch war sie mit der Endzeit alles andere als zufrieden, da sie sich zumindest eine 1:03er Zeit vorgestellt hatte.
Als zweites schwamm Franziska Metz, die vor dem Rennen noch ganz andere, wesentliche Probleme zu lösen hatte. Für sie ging es vor dem Start darum, einen Badeanzug aufzutreiben, da ihr eigener offensichtlich nicht auffindbar zu sein schien. Glaubwürdige Zeugenaussgen bestätigen, dass das Problem gelöst wurde und sie ihr Rennen mit adäquater Schwimmbekleidung bestritt ;-) Sie konnte ihre Bestzeit nicht ganz erreichen und baute vor allem auf den letzten Metern sehr stark ab und schickte Katharina Ebrecht nach 1:05,34 Minuten ins Rennen.
An Position drei startete mit Katharina die stärkste Hofheimer Kraulerin, die bereits auf der ersten Bahn Vollgas gab und schon nach 27,83 Sekunden wendete. Sie konnte sehr viel Boden bzw. Wasser gegenüber den Konkurrenten gut machen und blieb erneut, wie bei den Süddeutschen Meisterschaften, mit 58,94 Sekunden unter der 59-Sekundengrenze und übergab an Schlußschwimmerin Lena Berges.
Bis zu diesem Zeitpunkt lag die Staffel noch knapp unter dem vor 14 Tagen in Sindelfingen aufgestellten Vereinsrekord. Doch war bereits zu diesem Zeitpunkt klar, dass an diese Zeit nicht mehr heranzukommen war, da Lena noch vor wenigen Tagen im Traum nicht daran dachte, bei den Deutschen Meisterschaften zu starten. Doch da der Damenstaffel eine Schwimmerin nicht zur Verfügung stand, sprang Lena dankenswerter Weise kurzfristig ein und reiste mit nach Berlin, obwohl sie im Grunde überhaupt nicht trainiert hatte und nur ganz gelegentlich im Training vorbeischaute. Sie war und ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der DMS-Mannschaft und so war es für sie selbstverständlich, dass sie aushilft und so den anderen Damen den Start in Berlin ermöglichte, da ansonsten der Staffelstart hätte abgesagt werden müssen. Und trotz ihrer bekannten Schulterprobleme schwamm sie ohne Training mit 1:07,75 Minuten immer noch eine hervorragende Zeit, wobei sowohl ihre Einzelzeit sowie die Endzeit von 4:16,16 Minuten lediglich sekundär sind. Vielmehr steht im Vordergrund, dass überhaupt eine Hofheimer Damenstaffel in Berlin an den Start gehen konnte und diese sich aufgrund der schwierigen Umstände achtungsvoll verkaufte. An dieser Stelle sei Lena noch einmal ausdrücklich gedankt für ihr Engagement und ihre Einstellung, an dem sich sicher mancheine(r) eine Scheibe abschneiden kann...


Bronze für René Schäfer über 50 m Schmetterling

Am fünften Tag stand die wichtigste Einzelentscheidung aus Hofheimer Sicht an. Am Mittwoch trat René Schäfer an, um seine Silbermedaille aus dem Vorjahr zu verteidigen.
Was am Monag noch über 50 m Freistil so verheißungsvoll begann, konnte er am Mittwoch im Vorlauf über 50 m Schmetterling nicht fortsetzen. Er lieferte ein verkorkstes Rennen ab, bei dem weder der Start mit Übergang, noch der Anschlag besonders gelungen waren. In letztlich für René sehr bescheidenen 26,01 Sekunden konnte er sich aber immer noch problemlos als Viertplatzierter für das Finale am Nachmittag qualifizieren.

Er wußte, dass dies sein letztes Jahrgangs- bzw. Juniorenfinale seiner Karriere sein würde, da er ab nächster Saison altersbedingt in den offenen Bereich wechseln wird. Dementsprechend konzentriert ging er diesen Endlauf an, um die Fehler aus dem Vorlauf nicht zu wiederholen.
Start und Übergang klappten zwar deutlich besser als am Vormittag, doch offenbarte der Schwimmer auf der Nachbarbahn schonungslos die immer noch vorhandenen Defizite im Startbereich, indem René bis 15 m fast eine Körperlänge verlor. Er kam jedoch anschließend gut in das Schmetterlingsschwimmen hinein konnte wieder Boden gut machen, womit sich wieder zeigte, dass seine schwimmerischen Fähigkeiten glänzend ausgebildet und weit über dem Durchschnitt (nicht nur bei seinen Alterskollegen) liegen. Er konnte den Rückstand zwar nicht vollständig aufholen, doch sicherte er sich im Finale mit einer ordentlichen Leistungssteigerung auf 25,63 Sekunden den dritten Rang und konnte sich über die Bronzemedaille freuen.

Von solchen Platzierungen kann Daniel Spahn leider nur träumen. FÜr ihn ging es in seinem 50 m Brustrennen darum, seine in Sindelfingen aufgestellte Bestmarke von 30,61 Sekunden nochmals zu verbessern. Die Vorzeichen standen ganz gut, denn trotz zahlreicher Erkrankungen im Vorfeld war er in den Tagen vor Berlin beschwerdefrei und hatte auch ein gutes Wassergefühl.
Doch bestätigte sich in Berlin wieder, dass die 50 m Strecke im Brustschwimmen sein Sorgenkind bleibt. Er hat immer noch Probleme im technischen Bereich, wenn es an die ganz schnellen Bewegungen in der Brustlage geht. Er versteht es besser mit ruhigen Frequenzen den notwendigen Druck aufzubauen, was ihm bei hohen Frequenzen noch nicht so gut glücken will. Oftmals kann er annähernd die gleiche Zeit mit niedrigerer Frequenz schwimmen, was zeigt, dass der Schlupf mit zunehmender Bewegungsschnelligkeit überproportional zunimmt und ihm damit die gewünschte Schwimmgeschwindigkeit nicht ermöglicht. Die Folge in Berlin war eine Endzeit von 31,04 mit der Daniel überhaupt nicht zufrieden war. Um sich weiter zu verbessern muss und wird er zusammen mit seinem Trainer gezielt an dieser Schwäche arbeiten.


Männer-Lagenstaffel übertrifft die Erwartungen deutlich

Am letzen Tag der Meisterschaften kam André Hoven zu seinem ersten und einzigen Einzelstart. Obwohl es ihm im Vorfeld nicht gelang, die geforderte Pflichtzeit über 50 m Rücken zu unterbieten, traute ihm sein Trainer die geforderte Norm zu und nach einem intensiven Gespräch beschloss man zusammen, ihn trotzdem an den Start gehen zu lassen, da sich seine Form in den letzten Wochen kontinuierlich verbesserte.
Und trotz einer nicht ganz geglückten Tauchphase nach dem Start, die etwas zu tief erfolgte, konnte er die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen und unterbot die geforderte Pflichtzeit in 27,95 Sekunden knapp um fünf Hundertstelsekunden. Er blieb dabei lediglich 14 Hundertstelsekunden über dem Vereinsrekord von Frederik Zölls, obwohl es zwischenzeitlich so aussah als könne er ihn sogar unterbieten. Doch am Ende des Rennen schlug wieder mal die "phlegmatische" Ader von André zu und irgendwie hatte sein Trainer das Gefühl, dass er seine Frequenz auf den letzen Metern irgendwo verloren hatte. Seinen Bewegungen kam zunehmend die Dynamik und Schnelligkeit abhanden, so dass er auf den allerletzten Metern den Vereinsrekord vergab, den er aufgrund seiner vorhandenen Fähigkeiten eigentlich deutlich unterbieten könnte. Aber über Andrés schwankende Leistungen wurde ja bereits mehrfach berichtet. Das Potential für noch deutliche Leistungssteigerung hat er aufgrund seines Talentes mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, doch muss er verstehen und umsetzen, dass man dafür auch im Training die notwendigen Voraussetzungen schaffen muss. Sobald er da mal zielstrebig über einen längeren Zeitraum arbeiten würde, wären die Rückenrekorde von Frederik Zölls mehr als nur gefährdet...

Was den Trainingsfleiß und die Einstellung angeht, ist bei Katharina Ebrecht absolut nichts auszusetzen. Im Gegenteil wäre Trainer Adam Ollé sehr glücklich, wenn deutlich mehr Athleten diese Arbeitsweise übernehmen würden. Katharina beendete an diesem letzten Tag die Titelkämpfe mit dem Sart über 50 m Schmetterling, wo sie sich eine kleine Chance auf das Juniorenfinale ausrechnete, für das sich die acht schnellsten Schwimmerinnnen aus den Jahrgängen 1986 bis 1988 qualifizieren.
Und obwohl der Starter sehr lange bis zum Auslösen des Startsignals wartete, kam sie gut vom Block weg und lag mit an der Spitze des Feldes. Zur Hälfte des Rennes war sie auf Bestzeitkurs und lag auch auf der zweiten Hälfte gut im Wasser. Technisch war alles in Ordung, doch mit dem Anschlag verschenkte sie die Finalteilnahme und ebenfalls eine neue Bestzeit, indem sie mit dem letzten Zug nicht an die Wand kam und zu lange bis zum Anschlag angleiten mußte. Dadurch fand ein wirklich gutes Rennen leider nicht den krönenden Abschluß und sie verpaßte letztlich mit 29,57 Sekunden das Finale lediglich um 31 Hundertstelsekunden, die bei einem normalen Anschlg sicher drin gewesen wären.

In der allerletzten Entscheidung der Männer durfte die Hofheimer Lagenstaffel als Fünftplatzierter des Vorjahres im Finalabschnitt am Nachmittag antreten, wo die acht schnellsten Staffeln den Titelträger ausschwimmen.
Die Meßlatte aus dem letzten Jahr war außerordentlich hoch, wo die Staffel mit der immer noch bestehenden Vereinrekordzeit von 3:54,60 Minuten den sensationellen fünften Rang erschwamm. Zusätzlich standen mit Frederik Zölls und Michael Krayer auch noch zwei der vier Starter aus dem Vorjahr nicht zur Verfügung, so dass es im Vorfeld nicht einmal gesichert war, ob es in diesem Jahr überhaupt eine Staffel geben würde. Erst als sich Alexander Maus am Tag vor dem Meldeschluß dazu überreden ließ, doch mitzumachen, wurde beschlossen, in Berlin an den Start zu gehen. Alexander hatte berechtigter Weise Bedenken, da er sich seit Januar eine Auszeit vom Schwimmen gönnt und von vorne herein immer betont hatte, nicht in Berlin starten zu wollen, wenn er nicht auch so fit ist, um eine vernünftige Leistung abliefern zu können. Aber nach der guten Zeit in Sindelfingen ließ er sich dann doch noch überzeugen. Glücklicherweise, wie das Rennen zeigen sollte.

André Hoven begann in der Rückenlage und lieferte das bisher beste Rennen als Hofheimer ab. Er wendete mit 28,85 Sekunden exakt mit der Vereinserkord-Zwischenzeit von Frederik Zölls und machte sich auf den Weg, die acht Jahre alte Marke zu unterbieten. Doch wieder reichte es auf den letzten Metern nicht und er schickte Brustschwimmer Daniel Spahn nach sehr guten 1:00,36 Minuten ins Rennen. Daniel schwamm so schnell, wie es ihm Arme und Beine erlaubten und wendete unter 31 Sekunden. Doch auch bei ihm reichten die Kräfte nicht ganz, um das hohe Tempo bis zum Schluß durchzuhalten. Er schwamm jedoch mit 1:06,73 Minuten annähernd so schnell, wie im letzten Jahr. Auf ihn folgte der "Schmetterling" René Schäfer, der es auf der Nachbahrbahn mit dem frischgebackenen Deutschen Meister Helge Meeuw aus Wiesbaden zu tun bekam. Bis zur Wende konnte er den mitbekommenen Vorsprung verteidigen und ging auch mit 25,3 Sekunden volles Risiko, um den Wiesbadener so lange, wie möglich, auf Distanz zu halten. Aus der halben Länge Vorsprung wurde nach der Wende und dem Auftauchen von Meeuw eine gute Länge Rückstand, die der Wiesbadener auch kontinuierlich bis zum Anschlag ausbauen konnte. Auch wenn René optisch einiges an Metern verlor, schwamm er trotzdem eine hervorragende Zeit. In 56,46 Sekunden unterbot er seine bisherige Saisonbestmarke um beinahe zwei Sekunden, womit nicht unbedingt zu rechnen war.
Dann schlug die Minute des "unfiten" Schlußschwimmers Alexander Maus, der sich auf die Verfolgung machte und so furios in das Rennen ging als hätte er überhaupt keinen Trainingsrückstand. Nach 24,2 Sekunden wendete er und konnte sein Tempo sogar weiterhin gut halten, so dass am Ende in 3:55,81 Minuten sogar der Vereinsrekord lediglich um 1,2 Sekunden verfehlt wurde. Und Alexander schaffte mit 52,26 Sekunden die schnellste Staffelzeit seines Lebens und war von der eigenen Leistung am allermeisten beeindruckt. Doch als nach dem Rennen die Schmerzen da waren, wußte er wieder, warum es sich doch lohnt zu traineren: "Dann sind die Schmerzen hinterher nicht so groß!" Mit der großartigigen Teamleistung reichte es zu einem im Vorfeld nicht zu erwartenden achten Platz.


Positives Fazit der Titelkämpfe

Alles in allem fällt das Fazit deutlich positiver aus als erwartet. Die Mannschaft konnte die Erwartungen übertreffen und hat wieder beim Wettkampfhöhepunkt gezeigt, dass sie in der Lage ist, in wichtigen Momenten die beste Leistung abzurufen und alle diesmal durchaus vorhandenen Querelen auszublenden.
Aber sicher ist auch, dass einiges geändert werden muss, damit es weiter voran geht. Denn mit Katharina Ebrecht gibt es lediglich eine Schwimmerin, die in der Folgesaison noch an Jahrgangs- und Juniorenentscheidungen teilnehmen darf. Bei den Männern werden alle HSC-Starter sich ausschließlich im offenen Bereich messen dürfen. Und dort hängen die Trauben wahrlich sehr sehr hoch ...

Ein Riesenspaß am letten Wettkampftag waren die zahlreichen Anrufe bei unserem Geburtstagkind Nittaku, der in der vorangegangenen Nacht in seinen 21. Geburtstag hineingefeiert hatte. Genau aus diesem Grund wurde ihm halbstündig ab 7 Uhr von jedem einzelnen Teammitglied aus Berlin telefonisch gratuliert. Er klang zwar verständlicher Weise bei jedem der zahlreichen Anrufe sehr müde, doch schien er sich trotz der wiederkehrenden Weckaktion über jeden einzelnen Anruf zu freuen;-) Und als Belohnung bekommt er ein wirklich tolles T-Shirt mitgebracht...

Nicht unerwähnt soll das Highlight der Rückfahrt mit den "Schumibrüdern" Hoven und Maus und der rasanten Heimfahrt mit Andrés Golf bleiben, der schon über 300.000 KM auf dem Buckel hat. Beide schafften es, sich auf der Autobahn blitzen zu lassen und im Nachhinein müssen alle Insassen auch noch froh sein, dass sie ohne Hörsturz nach Hause gekommen sind. Denn der liebe André hat beim Burger King-Drive In bei Kirchheim so laut bestellt, dass man die gleiche Bestellung auch nochmals in Frankfurt hätte abholen können. Alexander hatte sogar kurzzeitig den Verdacht, dass seine Oma bestellen würde ;-))

Zu den Einzelergebnissen