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HSC-Männer haben "den Bums" und steigen in die 2. Bundesliga auf [11/2004]

Mit einer sensationellen Leistung der HSC-Männer beim Deutschen Mannschaftswettbewerb im Schwimmen feiert der Hofheimer SC den größten Erfolg der Vereinsgeschichte und steigt in die 2. Bundesliga auf! Der HSC beendet den Aufstiegskampf zur 2. Bundesliga als drittplatziertes Team und profitiert dabei von einem zusätzlich frei gewordenen Platz in der 2. Bundeliga, da die SG Frankfurt zeitgleich den Sprung aus der 2. Liga in die Bundesliga geschafft hat.
Der vermeintlich oft verwendete Ausspruch, dass eine Mannschaft über sich hinaus wächst, trifft für den 13.11.2004 in Schwäbisch Gmünd für die HSC-Manschaft uneingeschränkt zu. Die HSC-Männer (von links sitzend) René Schäfer, André Hoven, Dominic Rummel, Jens Frankenhäuser, (stehend) Trainer Adam Ollé, Daniel Spahn, Dennis Riedel, Frederik Zölls und Alexander Maus konnte sich mit der identischen Aufstellung, wie vier Wochen zuvor beim Vorkampf, um fast 1800 Punkte auf ein sensationelles Endergebnis von 24224 Punkten steigern und boten den favorisierten Teams aus Darmstadt und Rheinhessen ein in dieser Dichte nicht zu erwartenden Kampf um die beiden zum Aufstieg berechtigenden Plätze. Lagen die HSC-Herren nach dem Vorkampf noch fast 1500 Punkte hinter Darmstadt, so konnten sie diesmal Paroli bieten und mussten sich letztlich um gerade einmal 355 Punkte geschlagen geben.


Herausragende Leistungen von Jens Frankenhäuser und Alexander Maus

Das Team ließ sich offensichtlich vom Motto des neuen T-Shirts "Wir haben den Bums" inspirieren. Die überragende Mannschaftsleistung spiegelt sich eindrucksvoll in der Stastik der 34 Einzelstarts wider, die sich in in 7 Vereinsrekorden und 23 Bestzeiten ausdrückt, wobei teilweise Leistungssteigerungen erzielt wurden, die selbst die Athleten kaum glauben konnten. Eine solche "Leistungsexplosion" hat Trainer Adam Ollé bei seinen Schützlingen noch nie erlebt und spricht vom besten Wettkampf in seiner über 11-jährigen Trainertätigkeit in Hofheim.

Bei dieser Mannschaftsleistung ist es fast nicht möglich, einzelne Schwimmer hervorzuheben, doch zwei Herren gebührt die besondere Ehre: Alexander Maus und Jens Frankenhäuser zeigten Leistungen, die die eigenen Mannschaftskameraden mit stehenden Ovationen feierten.
Die Initialzündung für den Aufstieg ging mit Sicherheit von diesen beiden Schwimmer aus, die gleich die ersten beiden Starts absolvierten. Jens Frankenhäuser steigerte seine Vorkampfleistung über 100 m Lagen um fast zwei Sekunden auf 1:02,30 Minuten und gleich im Anschluß lieferte Alexander Maus sein bis dahin bestes Rennen seiner Karriere ab. Er steigerte seinen Vereinsrekord über 200 m Freistil um mehr als zwei Sekunden auf 1:51,49 Sekunden und bot ein taktisch brillantes Rennen. Als danach noch Daniel Spahn seinen Vereinsrekord über 100 m Brust um über eine Sekunde auf 1:04,48 Minuten steigerte, ließen sich die Männer nicht mehr aufhalten und schwammen von Bestzeit zu Bestzeit.

Jens Frankenhäuser Jens Frankenhäuser hat beim diesem Wettkampf seinen Durchbruch geschafft und sich als unersetzliches Mitglied der Mannschaft etabliert. Alle fünf Starts wurden mit Bestzeiten abgeschlossen, wobei er in seiner Hauptlage, dem Brustschwimmen, den größten Schub zu verzeichnen hatte. Er verbesserte seine 100 m Bestzeit um fast unglaubliche vier Sekunden auf 1:07,72 Minuten, seine 200 m Bestzeit um sieben Sekunden auf 2:31,82 Minuten und hätte auf der 50 m Strecke beinahe den Vereinsrekord gebrochen. in 30,87 Sekunden blieb er lediglich knappe vier Zehntelsekunden über dem Rekord.

Alexander Maus Bei Alexander Maus lief es mindestens genauso gut und er überbot sich selbst keine zwei Stunden nach den 200 m Freistil mit einem grandiosen, niemals zu erwartenden 400 m Freistilrennen. Er unterbot die magische 4-Minutengrenze und schlug unter dem Jubel der ihn frenetisch anfeuernden Mannschaft nach für alle unfassbaren 3:59,43 Minuten an und unterbot seinen eigenen Vereinsrekord um mehr als acht Sekunden und schwamm sich damit in eine andere Liga. Und weil es so gut lief, ließ er noch einen weiteren Vereinsrekord über 200 m Lagen folgen, wo er nach 2:12,10 Minuten anschlug.


Frederik Zölls erzielt über 900 Punkte

Die beste Einzelleistung nach der für die Wertung zugrunde liegenden Punktetabelle erzielte der dienstälteste Schwimmer, Frederik Zölls, über die 50 m Schmetterling. Er blieb in 24,32 Sekunden nur 1,61 Sekunden über dem Weltrekord des amerikanischen Weltmeisters und Staffel-Olympiasiegers von Athen, Ian Crocker und steuerte damit 914 Punkte zum Mannschaftsergebnis bei. Über 100 m Schmetterling entriß er René Schäfer in 55,68 Sekunden den Vereinsrekord. Weiterhin war er der fleißigste Punktesammler und erzielte bei seinen fünf Starts mit 4069 Punkte im Schnitt über 800 Punkte.

Daniel Spahnr Auch Daniel Spahn konnte erstmals in seiner Karriere die 800-Punktegrenze überbieten. Seine 100 m Brust-Vereinsrekordzeit bedeuteten 820 Punkte. Bei seinem zweiten Vereinsrekord der Veranstaltung konnte er über 200 m Brust in 2:23,13 Minuten ebenfalls sehr gute 752 beisteuern.

Dennis Riedel Auch unsere beiden Sprinter Dominic Rummel und "Mannschaftskapitän" Dennis Riedel erwischten einen Sahnetag. Dominic Rummel unterbot über 50 m Freistil in 23,73 Sekunden erstmals die 24 Sekunden und zeigte auch über 100 m Freistil im Vergleich zum Vorkampf, besonders im taktischen Bereich, ein stark verbessertes Rennen. Er unterbot seine Vorkampf-Bestleistung um 1,5 Sekunden und schlug nach starken 53,63 Sekunden an.
Auch Dennis Riedel konnte in 54,41 Sekunden seine 100 m Freistil-Bestzeit aus dem Vorkampf nochmals unterbieten. Über 50 m Freistil egalisierte er in 24,79 Sekunden annähernd seine Bestzeit aus dem Vorkampf. Allerdings hatte er in seinen Rennen etwas Pech, da er auf sehr starke Konkurrenten traf, so dass er unglücklicherweise etwas in den Wellen seiner Nachbarbahnen schwimmen mußte. Ohne dieses Handicap wäre sicher noch etwas mehr drin gewesen...

Abschließend vervollständigen André Hoven und René Schäfer das Aufstiegsteam. André Hoven konnte alle seine Ergebnisse aus dem Vorkampf verbessern und bot seine beste Leistung in 2:09,70 über 200 m Rücken. René Schäfer steuerte als vierter 800 Punkteschwimmer bei seinem besten Start 812 Punkte über 50 m Schmetterling in 25,30 Sekunden bei. Seine 56,73 Sekunden über 100 m Schmetterling trugen weitere 761 Punkte zum Aufstieg bei.

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