HSC : Aktuell : Mitteilungen  



René Schäfer wird Deutscher Vizemeister bei den Juniorenmeisterschaften in Hannover [07/2004]

Vom 22.-24. Juli fanden in Hannover die Deutschen Juniorenmeisterschaften im Schwimmen statt. Für den Hofheimer SC gingen Katharina Ebrecht (Jahrgang 87) und René Schäfer (86) an den Start und wollten sich mit guten Leistungen in die Sommerpause verabschieden.
Diese Juniorenmeisterschaften wurden in dieser Form und an diesem Termin erstmals ausgetragen. In der Vergangenheit ermittelten auch diese Jahrgänge ihre Titelträger bei den offenen Deutschen Meisterschaften, die in diesem Jahr Anfang Juni in Berlin statt fanden. Dies bedeutete für alle Teilnehmer eine künstliche Verlängerung der Schwimmsaison und fand ein mehr als geteiltes Echo bei Trainern und Aktiven. Und trotz der hervorragenden Organisation der Veranstaltung wollte nicht die würdige Stimmung für diese Titelkämpfe aufkommen, da die meisten Athleten ihren Wettkampfhöhepunkt entweder in Berlin oder bei den am letzten Wochenende statt gefundenen Junioreneuropameisterschaften hatten.


Katharina Ebrecht wird Vierte über 50 m Schmetterling

René Schäfer und Katharina Ebrecht Katharina Ebrecht eröffnete die Titelkämpfe aus Hofheimer Sicht gleich mit einem Paukenschlag über 50 m Schmetterling. Und obwohl sie nach eigenen Angaben gar nicht das Gefühl hatte so schnell unterwegs zu sein, konnte sie ihr Rennen deutlich gewinnen. Gleichzeitig verbesserte sie ihre eigene Bestzeit und den Vereinsrekord um mehr als eine halbe Sekunde auf 29,17 Sekunden und belegte einen hervorragenden vierten Platz in der Jahrgangswertung, womit sie die beste Platzierung ihrer Karriere erzielen konnte. In der Juniorenwertung der Jahrgänge 85-87 reichte es ebenfalls noch zu einem nicht erwarteten guten sechsten Platz.

Auch René Schäfer ging am ersten Tag zweimal über seine Nebenstrecken ins Wasser und legte auch gleich eine Bestzeit vor. Er erzielte Bestzeit über 50 m Freistil und belegte in 24,80 Sekunden den sechsten Rang. Am Nachmittag reichte es über 100 m Freistil zwar nur zum 13. Platz, aber er konnte in 54,80 Sekunden an seine Bestzeit heranschwimmen.


René Schäfer Vizemeister über 50 m Schmetterling

René Schäfer bei der Siegerehrung Der eigentlich spannende Tag der Meisterschaften war der Samstag, wo es für René Schäfer über die 50 m Schmetterlingsdistanz als Drittbester der Deutschen Bestenliste um den Titel ging. Nach dem ordentlichen Auftakt über die Freistilstrecken, schien René die Form zu haben, die notwendig ist, um ganz vorne mitzuschwimmen. Leider erwischte er kein optimales Rennen, denn seine ihm und seinem Trainer bekannten Defizite am Start ließen ihn mit einem Rückstand auftauchen, der es ihm nicht mehr ermöglichte, alle Konkurrenten zu überholen. Während des Schwimmens wurde wieder deutlich, dass er in der Unterwasserphase der Arme zu den technisch besten gehört und eine enorm hohe Schwimmgeschwindigkeit erzielen kann. Diese Fähigkeit und rettete ihm letztlich in einem knappen Finish in 25,64 die Silbermedaille, nachdem es zu Beginn des Rennens überhaupt nicht nach einem Podiumsplatz aussah. Damit holte er nach sieben Jahren erstmals wieder eine Medaille für den Hofheimer SC.

Am Nachmittag standen für René und Katharina abschließend die 100 m Strecken ihrer Hauptlagen an. Katharina startete über 100 m Freistil und hatte das Ziel, ihren eigenen Vereinsrekord zu unterbieten und erstmals auf der 50 m Bahn unter einer Minute zu schwimmen. Bei ihr konnte man die verbesserte Startleistung deutlich erkennen und sie hatte sich bereits mit dem Startsprung einen kleinen Vorsprung gegenüber dem Rest des Feldes verschafft. Sie schwamm ein sehr beherztes Rennen und man merkte bei jedem Meter und Armzug, dass sie ihr Ziel unbedingt erreichen wollte. Sie schlug auch als Erste ihres Laufes an und verbesserte ihren Vereinsrekord um mehr als eine halbe Sekunde auf 1:00,18 Minuten. Mit dieser neuen Bestmarke konnte sie in der Jahrgangswertung den siebten Platz belegen.

Das letzte Rennen aus Hofheimer Sicht bestritt schließlich René Schäfer über die 100 m Schmetterling. Aber irgendwie war dem gesamten Teilnehmerfeld anzumerken, dass die Saison sehr lang war und sich alle auf das Ende der Saison freuen. Keiner der acht Starter konnte im Bereich seiner absoluten Bestleistung schwimmen. Es wurde aber aufgrund der Dichte des Feldes ein sehr enges Rennen, in dem René letztlich als Achter in für ihn mäßigen 57,35 Sekunden gerade mal etwas mehr als eine Sekunde vom Titelgewinn trennte.

Danach ging es endlich auch für die beiden in die Ferien und die mehr als verdiente Sommerpause...