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Zölls und Schäfer erreichen Finale bei Deutschen Meisterschaften in Berlin [06/2004]

Am 4. Juni war es soweit: Die Deutschen Meisterschaften mit Qualifikation für Olympia und die Junioren-Europameisterschaften fanden in Berlin statt. Endlich konnten die 10 Hofheimer Starter und Starterinnen ihre Leistungsfähigkeit gegen die nationale Elite unter Beweis stellen.
Nach 16 Einzelstarts standen am Ende fünf Vereinsrekorde und vier weitere persönliche Bestleistungen zu Buche. Noch besser schnitten die Staffeln ab. Beide Männerstaffeln über 4 x 100 m Lagen und Freistil sowie die Damen-Freistilstaffel beendeten ihre Rennen mit Vereinsbestmarken.


Männerstaffeln etablieren sich in der nationalen Spitze

Die 4 x 100 m Freistilstaffel mit Alexander Maus, André Hove, Frederik Zölls und Michael Krayer Die schon fast unheimliche Serie von Vereinsrekorden der Hofheimer Staffeln will (glücklicherweise) einfach nicht abreißen. Aber von der Qualität der erzielten Zeiten durfte man bis vor wenigen Wochen nur träumen.

Die 4 x 100 m Freistilstaffel katapultierte sich in 3:29,85 Minuten mitten in die nationale Spitze und belegte den fünften Rang. Am Ende fehlten Alexander Maus, der als Startschwimmer noch zusätzlich in 53,25 Sekunden seinen eigenen Vereinsrekord über 100 m Freistil unterbot, André Hoven in 52,77 Sekunden, Michael Krayer in 52,02 Sekunden und Frderik Zölls in 51,81 Sekunden gerade mal zwei Sekunden zum Gewinn der Bronzemedaille und knappe vier Sekunden zum Titel. Dabei unterboten sie den alten Vereinsrekord um mehr als fünf Sekunden!

Ein weiteres Glanzstück lieferte die 4 x 100 m Lagenstaffel ab. Frederik Zölls schwamm die Rückenstrecke in 1:00,05 Minuten, Daniel Spahn die Brust in 1:06,65 Minuten, René Schäfer die Schmetterling in 56,34 Sekunden und Michael Krayer die Freistil in 51,56 Sekunden. Damit unterboten sie ihren eigenen Vereinsrekord um mehr als vier Sekunden und holten in 3:54,60 Minuten erneut einen sensationellen fünften Platz in die Kreisstadt.

Dieser Rekordlaune wollten sich die Damen der 4 x 100 m Freistilstaffel natürlich nicht entziehen und legten auch einen Vereinsrekord in 4:12,24 Minuten hin. Die Einzelzeiten von Katharina Ebrecht mit 1:00,83 Minuten, Christina Grölz mit 1:02,31 Minuten, Franziska Metz mit 1:06,48 Minuten und Laura Riedel mit 1:02,62 Minuten langten bei der Staffelpremiere eines Hofheimer Damenteams schließlich zu einem beachtlichen 21. Platz.


Frederik Zölls erreicht erstmals ein A-Finale

Am Dienstagnachmittag schlug Frederik Zölls ein neues Kapitel in der Hofheimer Geschichte auf. Erstmals qualifizierte sich ein Hofheimer Schwimmer für ein A-Finale bei Deutschen Meisterschaften und war damit auch erstmals in einer Live-Übertragung der ARD-Sportschau zu bewundern.

Frederik Zölls Am Morgen konnte er sich in der neuen Vereinsrekordzeit von 24,62 Sekunden als Viertschnellster für das Finale qualifizieren und lag mit dieser Zeit lediglich 0,87 Sekunden über dem Deutschen Rekord von Thomas Rupprath.
Und er konnte schwimmerisch im Endlauf noch mal zulegen, doch leider vermasselten ihm ein verpatzter Start und zusätzlich auch noch ein unglücklicher Anschlag den verdienten Lohn. Nach dem unglücklichen Start schwamm er zunächst hinter dem Feld her. Er konnte jedoch augenscheinlich schneller schwimmen als ein Großteil seiner Konkurrenten und machte fast den gesamten Rückstand wett. In einem äußerst engen Anschlag warfen ihn die beiden Missgeschicke bis auf den achten Rang zurück, wobei die Bronzemedaille gerade ein 31 Hundertstelsekunden unter seiner Vorlaufzeit vergeben wurde.
Als wichtigste Erkenntnis bleibt bleibt aber stehen, dass er in der Schmetterlingslage zu den besten deutschen Schwimmern gehört. Wenn er seine Defizite beim Start abbauen kann, dann ist auch eine Medaille in greifbarer Nähe.

Bereits zwei Tage zuvor zeigte er über die 100 m Schmetterling, dass er in Topform ist. In 56,06 Sekunden pulverisierte er den alten Vereinsrekord von René Schäfer, der seit letztem Jahr bei 56,81 Sekunden lag. Bemerkenswert dabei ist, obwohl er sich im Schwerpunkt auf die 50 m Rennen vorbereitet hat, dass ihm weniger als eine Sekunde zum Finale gefehlt haben.


René Schäfer qualifiziert sich für die Jugendeuropameisterschaften

Auch René Schäfer zeigte über die 50 m Schmetterling eine Galavorstellung. Er konnte sich als Drittschnellster in 25,13 Sekunden für das Finale der Jahrgänge 86 und 87 qualifizieren von denen die ersten beiden zu den Jugendeuropameisterschaften fahren, falls sie eine geforderte Normzeit unterbieten.
Im anschließenden Finale führte René die Konkurrenz regelrecht vor und gewann diesen Finallauf in 25,03 Sekunden mit mehr als einer Dreiviertelsekunde Vorsprung auf den Nächstplatzierten. Im Gesamtklassement belegte er schließlich den zweiten Rang, da der gleichaltrige Cottbuser Benjamin Starke im A-Finale zuvor nochmals eine halbe Sekunde schneller war. René unterbot ebenfalls die Normzeit von 25,30 Sekunden und erfüllte somit die Kriterien zur Qualifikation.
In einem persönlichen Gespräch teilten ihm die Bundestrainer jedoch mit, dass sie ihn nicht nominieren werden, obwohl auch sie zum Ausdruck brachten, dass sie von Renés Leistung beeindruckt waren. Renés Pech war, dass es sich bei den 50 m Schmetterling um eine nichtolympische Disziplin handelt und deshalb ein weiteres Kriterium, nämlich das Unterbieten der 100 m Normzeit vom 56,00 Sekunden gefordert wurde.
Diese Chance konnte er leider zwei Tage zuvor nicht nutzen als er lediglich um sechs Hundertstelsekunden die Finalteilnahme verpasste. Er konnte zwar in 56,63 Sekunden im Vorlauf eine Bestzeit erzielen, doch zur Überraschung reichte diese Zeit nicht aus, um am Nachmittag nochmals im Finale antreten zu dürfen.
Als Entschädigung darf er sich Hoffnungen machen, im Sommer mit der Juniorennationalmannschaft nach Italien zu einem Wettkampf eingeladen zu werden.


Weitere Vereinsrekorde durch Daniel Spahn und Michael Krayer

Michael Krayer kann nicht nur schnell schwimmen, sondern ist auch unser kochender Modegott;-)) Nicht nur in den Staffeln, sondern auch bei ihren Einzelstarts zeigten sich Michael Krayer und Daniel Spahn in einer Superform.
Michael (im Bild rechts;-) verbesserte seine zwei Jahre alte Bestzeit über 50 m Freistil um eine halbe Sekunde und schlug nach 23,95 Sekunden an und war damit neuer Vereinsrekordhalter und gleichzeitig auch der erste Hofheimer, der auf der 50 m Bahn unter der 24-Sekundengrenze blieb.

Daniels Vereinsrekord über 100 m Brust kam nicht sehr überraschend, da er diese Marke im Verlauf der Saison regelmäßig weiter nach unten drückte. In 1:07,47 Minuten verbesserte er diesmal die Bestmarke um eine halbe Sekunde.
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