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Hofheimer Männerstaffeln dominieren bei Hessenmeisterschaften [05/2004]

Einen glänzenden Auftakt in die Hauptsaison erwischte das Hofheimer Schwimmteam bei den Hessenmeisterschaften am 8. und 9. Mai 2004 im nordhessischen Dillenburg. Die 16 Hofheimer Schwimmer/innen sorgten bei 63 Starts für 6 Titel, 23 Podiumsplätze und 4 neue Vereinsrekorde.
Besonders das Auftreten der Männerstaffeln sorgte mit ihren Siegen bei den Betreuern Adam Ollé und Volker Kemmerer für viel Freude.


Zwei Hessentitel für die Männerstaffeln

Ein echtes "Sahnewochenende" erwischten die beiden Hofheimer Männerstaffeln. Mit zwei souveränen und letztlich ungefährdeten Siegen setzten sich die 4 x 100 m Freistil- und -Lagenstaffel durch und holten erstmals diese Titel nach Hofheim.

Die siegreiche Freistilstaffel mit René Schäfer, Dennis Riedel, Alexander Maus und Dominic Rummel Besonders mit dem am Samstag heraus geschwommenen Sieg über die Freistilstrecke konnte nicht gerechnet werden, da diese Staffel nicht in Bestbesetzung antreten konnte, da ein Teil der Mannschaft erst am Samstagabend aus dem Abschlusstrainingslager in Lanzarote eingetroffen war.
Aber die große Stärke der Männermannschaft ist deren Leistungsdichte und so ging der Sieg in guten 3:43,00 Minuten an René Schäfer, Dennis Riedel, Alexander Maus und Dominic Rummel (im Bild links). Bemerkenswert ist der Abstand von über drei Sekunden zu den etablierten Großvereinen Frankfurt, SC Wiesbaden und Offenbach, die allesamt keine Chance gegen das HSC-Team hatten. Für alle vier Schwimmer war es der erste offene Hessenmeistertitel.

Die siegreiche Lagenstaffel mit Frederik Zölls, Alexander Maus, René Schäfer und Daniel Spahn Am Sonntag verstärkten dann noch die "eingeflogenen" Frederik Zölls und Daniel Spahn die Lagenstaffel, welche sie zusammen mit Alexander Maus und René Schäfer in hervorragenden 4:01,29 Minuten mit über sechs Sekunden Vorsprung beendeten. Gleichzeitig unterboten sie auch noch die Pflichtzeit für die Deutschen Meisterschaften um fast Sieben Sekunden und ihren alten Vereinsrekord um beinahe neun Sekunden.
Den "gefährlichsten" Moment durchlebte die Staffel beim Siegerfoto. Beim "freien Posen" spannte unsere Brustschwimmer (es werden keine Namen genannt;-) seine Muskeln so stark an, dass ihm schwindelig wurde;-))


Frederik Zölls Hessenmeister über 50 m Schmetterling

In den jahrgangsoffenen Finalläufen über die 50 m und 100 m Strecken lief es ebenfalls prächtig für das HSC-Team. Mit Frederik Zölls, Daniel Spahn, Alexander Maus, René Schäfer und Katharina Ebrecht standen erstmals fünf verschiedene Hofheimer Athleten in den Endläufen.

Frederik (Mitte) und René (links) bei der Siegerehrung mit dem drittplatzierten Manuel Lohr aus Baunatal Frederik startete über die 50 m Schmetterling als hoher Favorit und konnte die Erwartungen auch erfüllen. Mit mehr als einer halben Sekunde setzte er sich in 25,14 Sekunden gegen seinen Mannschaftskameraden René Schäfer durch, der in 25,88 Sekunden auch noch Bestzeit schwamm. Damit holten sie den ersten Doppelsieg in die Kreisstadt.

Im kurz darauf folgenden 100 m Freistilfinale konnte sich Frederik erneut auf dem Podest platzieren. In neuer Bestzeit von 53,80 Sekunden musste er nur den Bronzemedaillengewinner der deutschen 4 x 200 m Freistilstaffel der letztjährigen Weltmeisterschaften, Johannes Oesterling, ziehen lassen und erschwamm sich die Silbermedaille.

Ebenfalls auf Podiumskurs im gleichen Finallauf lag bis kurz vor Schluss Alexander Maus, der sich bis 80 m gleichauf neben Frederik halten konnte. Doch auf den letzten 20 m konnte er das Tempo nicht mehr halten und landete in 54,94 Sekunden auf dem fünften Platz.
Besser lief es für Alexander über die 200 m Freistil, wo er sich in guten 1:59,45 Minuten den dritten Platz sichern konnte.

Bereits zuvor schwamm René Schäfer mit seiner besten Tagesleistung zum Vizemeistertitel über die 100 m Schmetterling. In 57,02 Sekunden legt er eine nicht zu erwartende brillante Zeit hin und musste sich lediglich um knapp mehr als zwei Zehntelsekunden geschlagen geben.
Weiterhin war er ebenfalls im 50 m Freistilfinale vertreten, wo es ihm gelang, erstmals auf der 50 m Bahn unter 25 Sekunden zu bleiben. Nach exakt 24,97 Sekunden blieb die Uhr stehen, womit er auf den 4. Platz schwamm. Dabei trennte ihn lediglich eine Zehntelsekunde von der Silbermedaille.

Daniel Spahn konnte sich für das 50 m Brustfinale qualifizieren und erschwamm sich dort auch seine erste Medaille. In 31,34 Sekunden blieb er knapp über seinem eigenen Vereinsrekord und erhielt als Belohnung dafür die Bronzemedaille.

Nur ganz knapp verfehlte Katharina Ebrecht eine Medaille im Finale über 100 m Freistil. Das ganze Feld lag bis 75 m fast gleichauf nebeneinander. Bei dieser Leistungsdichte im Feld musste sie erkennen, dass auch ein guter Anschlag zu einem erfolgreichen Rennen gehört. Am Ende reichte es zum fünften Platz, wobei die Siegerzeit lediglich 65 Hundertstelsekunden schneller war. Mit der Vorlaufzeit (1:01,20) und ihrer Finalzeit von 1:01,11 schwamm sie gleich zwei Mal Vereinsrekord über diese Strecke.


René Schäfer dreifacher Hessischer Jahrgangmeister

René Schäfer Bei den Jahrgangsentscheidungen war traditioneller Weise wieder René Schäfer (Jahrgang 1986) der erfolgreichste HSC-Teilnehmer. Auch wenn es auf dem Bild nicht so aussieht, war er doch hellwach und sicherte sich souverän die Titel über 50 m Freistil, 50 m und 100 m Schmetterling, wobei er für diese Siege nicht sein gesamtes Leistungspotential abrufen musste. Sein aktuelles Leistungsvermögen offenbarte er dann in den bereits zuvor erwähnten Finalläufen. Zwei weitere Vizemeisterschaften über 100 m und 200 m Freistil vervollständigen seine Bilanz bei den diesjährigen Titelkämpfen.

Für Katharina Ebrecht (87) war es ein eher silbernes Wochenende. Auch sie kehrte erst am Vorabend aus Lanzarote zurück, wo sie sehr gut und nicht minder hart trainiert hatte, so dass von ihr noch keine Topleistungen zu erwarten waren. Trainer Adam Ollé zeigte sich, bis auf technische Feinheiten, mit ihren Leistung sehr zufrieden und sie liegt im Soll beim Aufbau in Richtung Berlin.
Mit zwei zweiten Plätzen über 50 m Schmetterling in 30,95 Sekunden und 100 m Freistil in 1:01,20 Minuten sowie einem dritten Rang über die 200 m Freistilstrecke in 2:15,20 Minuten konnte sie drei Medaillen ergattern. Sie lag in allen Rennen bis knapp dreiviertel der Strecke mit an der Spitze, bevor sie den hohen Trainingsbelastungen Tribut zollen musste und das Tempo nicht zu Ende schwimmen konnte. Hinzu kamen, besonders bei den 100 m Freistil (auch im Finale), die verpatzten Anschläge, die ihr mit Sicherheit einen Jahrgangstitel kosteten. Bei den Schmetterling lag sie elf Hundertstel- und bei den Freistil sogar nur vier Hundertstelsekunden hinter der Siegerin.

Unsere dritte "Medaillenbank" ist Laura Riedel (88), die sich mit persönlichen Bestzeiten über 50 m (29,07 Sekunden) und 100 m Freistil (1:03,44) jeweils die Silbermedaille sicherte. Bei ihrem dritten Einzelstart ergatterte sie abschließend eine Bronzemedaille über die 50 m Brust, die sie in 38,27, ebenfalls in Bestzeit, zurücklegte.

Auch Jens Frankenhäuser (85) schaffte es drei mal auf das Siegerpodest, wobei er drei Bronzemedaillen in Empfang nehmen durfte. Über die 50 m Rücken in 31,40 Sekunden und 100 m Brust in 1:13,96 Minuten konnte er zusätzlich auch noch seine Bestzeiten deutlich unterbieten.

Die letzte Hofheimer Medaille im Jahrgangsbereich ging an Yasmin Kilic (86), die über die 100 m Schmetterling den 3. Platz belegen konnte. Zu den Einzelergebnissen


Ausblick auf die Süddeutschen Meisterschaften

Mit dem größten Kontingent der Vereinsgeschichte wird der Hofheimer Schwimmclub am 21. und 22. Mai nach Regensburg zu den Süddeutschen Meisterschaften fahren.
Auch die Aussichten scheinen im Olympiajahr, trotz der hohen zu erwartenden Qualität des Teilnehmerfeldes, sehr vielversprechend zu sein. Mit Frederik Zölls und den Männerstaffeln hat der HSC realistische Medaillenchancen und im Jahrgangsbereich wird René Schäfer versuchen, drei seiner vier Vorjahrestitel zu verteidigen.
Auch Katharina Ebrecht sollte in der Lage sein, sich in den Kampf um die Jahrgangmedaillen einzumischen.
Finalaussichten haben weiterhin Daniel Spahn über die Bruststrecken und auch André Hoven, der versuchen wird, seinen dritten Platz aus dem 50 m Rückenfinale, zu wiederholen.