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Frederik Zölls erreicht 21. Platz über 100 m Rücken beim Weltcup in Berlin [01/2004]

Trainer Adam Ollé und Frederik Zölls Genau vor einem Jahr gab der Hofheimer Schwimmclub mit Frederik Zölls sein Debüt bei einer Weltcupveranstaltung in Berlin. Auch in diesem Jahr trat er mit seinem Trainer Adam Ollé die Reise nach Berlin an, um sich am 17. und 18. Januar 2004 mit den weltbesten Schwimmern zu messen.
Nachdem er im letzten Jahr über die 50 m und 100 m Rücken an den Start ging, kamen im diesem Jahr noch die 50 m Schmetterling und 50 m Freistil hinzu, so dass er an jedem der beiden Wettkampftage jeweils zwei Starts hatte.
Lag der Trainingsschwerpunkt bei den vor sieben Wochen stattgefundenen Deutschen Kurzbahn Meisterschaften noch auf den 50 m Strecken, konzentrierte sich die Trainingsarbeit diesmal auf die 100 m Rückenstrecke, da Frederik diese aufgrund der Wettkampffolge auslassen musste.

Überragender Vereinsrekord über 100 m Rücken

Sein erster Start war dann auch gleich das wichtigste Rennen. Die taktische Vorgabe über die 100 m Rücken lautete, ein möglichst gleichmäßiges Rennen zu schwimmen und besonders auf der ersten Bahn eher verhalten zu beginnen, was dementsprechend intensiv im Training einstudiert wurde. Das Ziel lautete, erstmals unter 57 Sekunden zu bleiben und seinen eigenen Vereinsrekord aus dem Jahr 1997 zu unterbieten.

Ein zufriedener Frederik nach dem 100 m Rücken-Rennen Und auch wenn es ihm sehr schwer fiel, sich zu Beginn zurückzuhalten, blieb er seiner Taktik treu. Nach der Hälfte des Rennens wendete er mit 27,64 Sekunden im Mittelfeld. Aber im Gegensatz zum Rest des Feldes konnte Frederik sein Tempo annähernd halten und schwamm sich bis zur letzten Wende auf den dritten Platz vor. Als letzte taktische Massnahme sollte er nach der letzten Wende versuchen, nochmals sehr schnelle Delfin-Beine in der Unterwasserphase umzusetzen. Nach eigenen Angaben gelang ihm dies zwar, jedoch lediglich unter "echten Schmerzen". Nach dem Auftauchen konnte er sich im Endspurt vom Feld absetzen und seinen Lauf sogar gewinnen.
Er schlug nach überragenden 56,43 Sekunden als Erster an und zeigte seine Zufriedenheit mit der sogenannten "Becker-Faust". Er konnte seinen eigene Bestzeit um fast 0,7 Sekunden verbessern, was in diesen Bereichen eine ganz enorme Leistungssteigerung darstellt. Auch mit der endgültigen Platzierung, dem 21. Rang, konnte man sehr zufrieden sein.

Bestätigung der Bestzeiten auf den 50 m Strecken

Nach dem Hauptrennen standen als Zugaben noch die 50 m Strecken auf dem Programm. Allerdings waren, aufgrund der auf die 100 m Strecke ausgerichteten Vorbereitung, ähnliche Leistungssteigerungen über die kurzen Sprintdisziplinen nicht zu erwarten.
Am Samstag startete Frederik noch über die 50 m Schmetterling, bei denen er im Dezember schon Zehnter bei den Deutschen Meisterschaften wurde. Zu einer so guten Platzierung reichte es natürlich beim Weltcup nicht, doch mit der zweitbesten Zeit seiner Karriere blieb er in 24,76 Sekunden lediglich vier Hundertstelsekunden hinter seiner Bestzeit zurück und wurde immerhin noch 23. eines erlesenen Starterfeldes.

Am abschließenden Sonntag standen noch die 50 m Rücken und 50 m Freistil auf dem Programm. Auch wenn die Leistungen nach wie vor auf einem sehr hohem Niveau lagen, merkte man ihm doch die für die extremen Sprints fehlende Spritzigkeit an. Er schwamm in beiden Rennen knapp über seinen eigenen Bestzeiten aus dem Dezember und wurde in Rücken wiederum 23. mit 26,60 Sekunden, wobei er eine Platzierung unter den ersten Zwanzig mit einer nicht optimalen Wende vergab.
Über die Freistilstrecke machte er sich noch geringe Hoffnungen, erstmals unter der magischen 23-Sekunden-Barriere zu bleiben, doch dafür hätte es an diesem Sonntag schon ein nahezu perfektes Rennen sein müssen, um die fehlende Spritzigkeit auszugleiche. Am Ende reichte es (erwartungsgemäß) nicht ganz und er blieb in 23,30 Sekunden wiederum knapp über seiner eigenen Bestzeit und belegte in seinem Abschlussrennen den 35. Platz.

Berlin war wieder eine Reise wert

Abschliessend kann man, genau wie im letzten Jahr, sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen sein. Und vor allem macht es unglaublich viel Spaß in einem so gediegenen Ambiente zu schwimmen, denn man kann die Schwimmhalle im Europa-Sportpark ohne Übertreibung zum Besten zählen, was der Deutsche Schwimmsport zu bieten hat. Und das Messen mit Athleten, die Weltklasseformat besitzen, ist immer wieder etwas ganz Besonderes und Nicht-Alltägliches.

Ein lustiges Team mit Fabian und Benjamin Friedrich Unter diese Rubrik fallen auch mit Sicherheit die Brüder Fabian und Benjamin Friedrich, ihres Zeichens Vizeuropameister und Weltrekordhalter mit den DSV-Staffeln, mit denen wir das Wochenende verbrachten. Es gab jede Menge zu lachen und als eines der inoffiziellen Highlights wird sich das spontane 25 m Brust-Sprintrennen der drei Jungs einprägen.
Sie beschlossen spontan, am Samstag nach den Finalläufen, sich über 25 m Brust zu duellieren. Und wie es sich (für Friedrichs;-) gehört, selbstverständlich ohne Aufwärmen und Einschwimmen! Nachdem das Problem der Zeitnahme dahingehend geklärt wurde, dass sich Trainer Adam Ollé von einer Kollegin Stopuhren lieh, konnte es dann losgehen. Unter größeren Lachanfällen der noch dagebliebenen Aktiven fand das Sprintereignis dann statt und fand in Fabian, vor Frederik und Benni, einen würdigen Sieger. Und für alle Schwimmsportinteressierten gibt es natürlich auch noch die geschwommenen Zeiten. Fabi 13,4. Freddy 13,9 und Benni 15,0 (Tschuldigung, Benni;-)