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Gelunger Jahresabschluss beim Kelkheimer Weihnachtsschwimmen [12/2003]

Die Siegerstaffel über 12x50 m Lagen Eine Woche nach den erfolgreichen Deutschen Kurzbahnmeisterschaften stand für die HSC-Schwimmer/innen der Jahresabschluss beim 31. Internationalene Kelkheimer Weihnachtsschwimmen am 6. und 7. Dezember 2003 in der heimischen Rhein-Main-Therme in Hofheim auf dem Programm.
Mit 36 Aktiven war der HSC nahezu vollständig angetreten und konnte bei 150 Starts hervorragende 75 persönliche Bestzeiten und zwei neue Vereinsrekorde verbuchen.
Mit dem letzten Start der Veranstaltung, der traditionellen 12 x 50 m Lagenstaffel, bei der jeweils sechs Damen und Herren aufgeboten werden mussten, beendete die 1. Mannschaft das ereignisreiche und überaus erfolgreiche Wettkampfjahr 2003. Und wie es sich für einen gelungenene Abschied gehört, konnte die HSC-Staffel in souveräner Art und Weise den Sieg nach Hofheim holen und präsentiert auf dem Bild rechts den Siegerpokal.


Drei Finalsiege für die HSC-Männer

Traditionell werden beim Kelkheimer Weihnachtsschwimmen die Sieger über die vier 100 m Strecken in Finalläufen ermittelt. Über 100 m Freistil wäre es dem HSC beinahe gelungen, alle fünf Endlaufplätze zu erringen. Die ersten vier nach den Vorläufen waren alles HSC-Schwimmer und im Finale konnte sich Alexander Maus mit sehr guten 52,31 Sekunden ungefährdet durchsetzen. Dennis Riedel konnte zusätzlich in 56,39 Sekunden den dritten Rang belegen. Ihm folgten Dominic Rummel in 56,64 und Bora Kilic mit 57,21 Sekunden.
Über 100 m Brust konnte sich Daniel Spahn ebenso ungefährdet den Sieg sichern. Mit der starken Zeit von 1:07,07 Minuten verwies er den zweiten Hofheimer Starter Jens Frankenhäuser auf den zweiten Rang, der sich mit 1:11,76 über eine neue Bestzeit freuen durfte.
Das aus neutraler Sicht wohl langweiligste Finale gewann Frederik Zölls über 100 m Rücken. Langweilig war es allerdings lediglich aufgrund der Überlegenheit Frederiks, der in 57,48 Sekunden die drittbeste Zeit seiner Laufbahn schwamm und mit einer halben Bahn Vorsprung den Rest des Feldes regelrecht deklassierte.
Etwas überraschend musste sich René Schäfer im Finale über 100 m Schmetterling geschlagen geben. Er unterlag in für ihn mäßigen 57,77 Sekunden dem Mainzer Nils-Oliver Freimuth. Erfreulich war in diesem Finale die Zeit von Alexander Maus, der in 58,35 Sekunden erstmals unter der Minutengrenze blieb.

Bei den Finalläufen der Damen erschwamm sich Claudia Grölz über 100 m Brust mit neuer Bestzeit von 1:23,60 Minuten den dritten Platz. Über diese Leistung freuten sie und ihr Trainer sich ganz besonders, weil das letzte Halbjahr durch zahlreiche Verletzungen gekennzeichnet war.
Laura Riedel belegte über 100 m Freistil in guten 1:02,38 Sekunden den zweiten Rang und durfte sich zusätzlich noch im Finale über die für sie ungewohnte Schmetterlingsdistanz in neuer Bestzeit von 1:16,30 Minuten über eine Bronzemedaille freuen.
Als letzte Hofheimerin stand Christina Grölz bei ihren beiden Finalteilnahmen über 100 m Rücken und Freistil jeweils auf dem Siegerpodest. Sie absolvierte die Freistil in 1:03,06 Minuten und die Rücken in 1:13,47 Minuten in Bestzeit und wurde jeweils Dritte.


Alexander Maus und Daniel Spahn pulverisieren Vereinsrekorde

Dass sich die gute Form des vergangenenen Wochenendes erhalten hatte, zeigte Alexander Maus gleich bei seinem ersten Start bei den 400 m Freistil. Er schwamm die 16 Bahnen wie ein Uhrwerk und konnte seinen eigenen Vereinsrekord um mehr als sechs Sekunden unterbieten und drückte die Bestmarke auf 4:07,78 Minuten.
Einen nicht minder starken Auftritt bot Daniel Spahn im Vorlauf über 100 m Brust. Er fühlte sich fit und beschloss, bereits im Vorlauf volles Tempo zu gehen und sich nicht für den Endlauf zu schonen. Sein gutes Gefühl im Vorfeld täuschte ihn nicht und er bot ein überzeugendes Rennen, an dessen Ende eine neue Bestzeit und auch ein Vereinsrekord stand. In 1:06,24 Minuten unterbot er seine alte Bestzeit um fast 1,5 Sekunden und zeigte sich sehr zufrieden mit der enormen Leistungssteigerung.


Hofheimer Nachwuchs mit durchwachsenen Leistungen

Dass auch die Ansprüche und Erwartungen in den Nachwuchsgruppen deutlich gestiegen sind, zeigt sich daran, dass Trainer Volker Kemmerer trotz 36 neuer Bestleistungen bei 61 Starts nicht ganz zufrieden war.

Allein Claudia Schmidt (94) konnte bei all ihren Starts mit persönlichen Bestzeiten das Becken wieder verlassen. Auf ihrer Paradestrecke 50m Freistil schwamm sie mit 40,37 Sekunden nicht nur eine sehr gute Zeit, sie verbesserte ihre alte Bestmarke sogar um knappe 3 Sekunden. Leider langte es nur für die Silbermedaille, da Mannschaftskollegin Bettina Fuhr (94) noch schneller war und unglaubliche 39,80 Sekunden vorlegte. Zwei weitere Silbermedaillen gab es für Claudia über 50m Rücken (48,15 sek) und 50m Schmetterling (50,72 sek). Über ihre "Sorgen"-Disziplin belegte sie zwar nur Rang 11, es war jedoch eine deutliche Verbesserung in Technik und vor allem in der geleisteten Zeit (1:03,65 min) zu sehen.

Auch Stephanie Kulpe (93) konnte bei ihren drei Starts drei Bestleistungen für sich verbuchen. Da Stephanie erst ihren dritten Wettkampf bestritt, war ihr ihre Nervosität noch stark anzumerken. Mit zwei sechsten und einem elften Platz absolvierte sie einen soliden Wettkampf. Mit den gezeigten Leistungen lässt sich weiterhin hoffen, dass sie sich weiter so kontinuierlich steigern wird.

Martina Dillenberger (94), die beim letzten Wettkampf enorm imponierte, konnte ihre vor knappen sechs Wochen gezeigten Leistungen nur teilweise toppen. Einzig über 50m Freistil (45,15 sek) verbesserte sie ihre Bestzeit um knapp 2 Sekunden. Bei 50m Brust und 50m Rücken bestätigte sie ihre alten Bestmarken. Eine Premiere gab es auf der 50m Schmetterling Strecke. Mit 53,52 Sekunden übertraf sie die Erwartungen ihres Trainers recht deutlich.

Die bereits erwähnte Bettina Fuhr (94) zeigte mit drei Goldmedaillen und einem vierten Rang wieder einmal, dass sie bei den kommenden Hessenmeisterschaften bei der Medaillenvergabe mitreden möchte. Mit 39,80 über 50m Freistil verbesserte sie ihre alte Bestmarke um fast 4 Sekunden und zeigte dabei auch ihre beste Leistung. Für eine Medaille bei den Hessemeisterschaften im Juni 2004 wird sie eine Zeit von etwa 36,50 Sekunden schwimmen müssen. Doch das ist für Bettina durchaus machbar. Auch über die anderen drei 50m-Strecken zeigte sie sehr gute Zeiten.

Auch Lara-Marie Deibel könnte zu den zukünftigen Medaillenkandidatinnen bei Hessenmeisterschaften gehören. Wie Bettina demonstrierte sie über 50m Freistil ihre Stärke und distanzierte ihre Konkurrenz mit 40,90 Sekunden deutlich. Zwei weitere Goldmedaillen gab es über 50m Schmetterling und 50m Rücken, wobei Lara-Marie jedoch ihre Bestzeiten nicht abrufen konnte. Über 50m Brust verbesserte sie sich noch knapp, konnte jedoch nur Rang vier erschwimmen. Bei der recht seltenen 4x50m Brust-Staffel zeigte sie als Startschwimmerin in 52,84 Sekunden eine erneute Verbesserung. Zweite Schwimmerin war Larissa Jährig, die, ebenso wie die dritte Franziska Eichhorn und Schlussschwimmerin Bettina Fuhr, gute Zeiten schwammen. Die Gesamtzeit von 3:34,15 Minuten reichte für Rang 3 und bei der Siegerehrung für einen kleinen Pokal.

An ihren Geburtstag zeigte sich Aurica Ritter (94) einerseits aufgeregt und andererseits sehr motiviert. Bei 50m Rücken sah man jedoch, dass sie wohl nicht ganz bei der Sache war. Mit einer verkorksten Wende war keine persönliche Bestleistung mehr möglich. Über 50m Brust verbesserte sie sich um 0,99 Sekunden und über 50m Freistil sogar um knappe drei Sekunden. Bei der 4x50m Freistil-Staffel verbesserte sie die gerade eine Stunde alte Bestzeit nochmals um eine halbe Sekunde. Mit 42,13 Sekunden deutete sie an, dass es eine sehr schöne und schnelle Staffel werden wird. Als zweite Schwimmerin sprang Lara-Marie Deibel (95) ins Wasser. Und schon ging es mit hohem Tempo weiter. Nach hervorragenden 41,02 Sekunden schlug sie an und gab an Claudia Schmidt (94) weiter, die, wie schon erwähnt, mit 42,67 Sekunden die 50m beendete, um dann Bettina Fuhr (94) auf die letzten 50m zu schicken. Nach 40,47 Sekunden und insgesamt 2:46,38 Minuten beendete sie die Staffel. Da die Hofheimer Schwimmerinnen mit Abstand die jüngsten Athletinnen im Staffelfeld waren, reichte es nach dieser tollen Leistung leider nur für den vierten Rang.
Augrund der hohen Leistungsdichte der jungen Hofheimer Schwimmerinnen konnte Trainer Volker Kemmerer noch eine zweite Mannschaft melden. Hier starteten Désirée Poths (95), Franziska Eichhorn, Martina Dillenberger und Larissa Jährig (alle 94). Mit insgesamt 3:11,85 Minuten und vier guten soliden Einzelzeiten belegten sie Rang sechs.

Larissa Jährig (94) konnte sich über 50m Brust und 50m Rücken leicht verbessern. Mit 45,62 Sekunden bestätigte sie ihre Bestleistung auf der 50m Freistil Strecke. Einzig über die 50m Schmetterling blieb sie weit hinter den Erwartungen. Franziska Eichhorn (94) bestätigte bei drei sechsten Plätzen über 50m Brust, Rücken und Schmetterling ihre persönlichen Rekorde. Auf der Freistilstrecke verpasste sie deutlich ihre Bestmarke und landete nur auf Rang 11.

Die jüngste Hofheimer Teilnehmerin Désirée Poths (95) angelte sich zwei Silbermedaillen bei ihren vier Starts. Bei der Rückenstrecke zeigte sie ein starkes Rennen und verbesserte sich um satte 3,5 Sekunden. Und obwohl es bei Schmetterling noch einiges zu verbessern gibt, langte es trotzdem mit 1:10,48 zu einem Podiumsplatz.

Bei den Jungs machte Yassin Mousa (92) wieder einen guten Wettkampf. Er verbesserte sich auf vier Strecken und sicherte sich damit eine silberne und eine bronzene Medaille. Nur bei der 50m Freistil-Strecke, bei der er versuchte Technikmängel mit viel Krafteinsatz zu kompensieren, gelang es ihm nicht, seine Bestleistung zu erreichen.

Kevin Ott (93) zeigte bei 50m Brust und 50m Schmetterling erstaunliche Verbesserungen. Bei beiden Strecken gelang es ihm, seine alte Bestmarken mit jeweils fast sieben Sekunden deutlich zu unterbieten. Auch über 50m Freistil toppte er seine alte Zeit trotz deutlich zu erkennender Technikfehler, besonders auf den zweiten 25 Metern. Zwei Bronzemedaillen gab es dann noch über 100m Rücken und Schmetterling.

Für Simon Pistor (93) lief es an diesem Wochenende leider nicht so, wie er und sein Trainer sich das vorgestellt hatten. Nach sehr guten Trainingsleistungen bei den Freistil- und Brust-Disziplinen, war wesentlich mehr zu erhoffen. Einzig bei den beiden Rücken-Strecken gab es für Simon sehr gute Ergebnisse. Und das, obwohl er auf der 100m Strecke einen misslungenen Anschlag hatte. Da Simon, wie schon erwähnt gute Trainingergebnisse vorweist, wird sich das Blatt nächstes Wochenende in Offenbach hoffentlich wenden.

Dominik Wehner (93), der einzige Vertreter der Hofheimer Nachwuchsgruppe bei den Hessischen Kurzbahnmeisterschaften, bei den er übrigens mit dem 21. Platz ein gute Leistung absolvierte, machte trotz mehrerer erkältungsbedingter Trainingsausfälle einen guten Wettkampf und erzielte drei deutliche persönliche Rekorde.

Und letztendlich kam auch der älteste Hofheimer Athlet der Nachwuchsgruppe zum Einsatz. Daniel Küchler (91) sicherte sich mit sehr guten Zeiten bei all seinen vier Starts jeweils eine Medaille und drei Bestzeiten.